(Rück-)Kampf der Titanen – Teil 1

Es war bereits später Nachmittag auf dem Sonnenbergerhof, als sich die gesamte Gruppe wieder versammelte.
Sunny hatte seine Freunde zu einer kleinen Siegesfeier eingeladen, um bei einem gemeinsamen Grillabend den Triumph des letzten Tages gebührend zu feiern.
Nachdem sie in der gestrigen Nacht, oder besser gesagt, am Anfang des heutigen Tages, mit den Fahrrädern am Hof angekommen waren, hatten sie die Ausrüstung kurz in der Scheune verstaut und die Jungen begleiteten die Mädchen noch zur Schmiede, wo Alise mit den anderen Mädchen im Haus verschwand.

Der Tag hatte dann mit allerlei Geschäftigkeit begonnen. Alise bereitete ihren beiden Übernachtungsgästen natürlich ein üppiges und leckeres Frühstück zu. Sie ließ die beiden müden Kriegerinnen in Ruhe ausschlafen, während sie ihr Frühstücksbuffet tapfer vor jeglichen Übergriffen durch ihre Brüder und ihren Vater beschützte und studierte nebenbei die Veröffentlichungen der örtlichen Presse über den gestrigen Polizeieinsatz.
Nachdem die beiden Mädchen aufgebrochen waren, war es auch schon Zeit, sich ihren Vater zu schnappen, um, wie versprochen, beim örtlichen Polizeipräsidium aufzutauchen.
Dort trafen sie auch Teddy, der von Emilia Sonnenberger, seiner Tante, begleitet wurde. Noch einmal mussten sie alles wiederholen und genau beschreiben. Trotz ihres riskanten Vorgehens, in Teddys Fall sogar zum wiederholten Mal, waren die Beamten, angesichts des verhinderten Bankraubes, doch sehr freundlich zu den beiden Teenagern. Mittlerweile saßen die drei Skinheads, inklusive Marc-Andrés Bruder René in Untersuchungshaft und waren angesichts ihrer Vorstrafen und der drohenden Haft durchaus sehr kooperativ. Es war nicht nur der gesamte Plan mittlerweile aufgedeckt, sondern noch einige Helfer aus der Szene waren bereits dingfest gemacht und wurden verhört.
Das Wichtigste war allerdings, dass die drei Haupttäter, unabhängig voneinander, den selben Hintermann identifizierten. Tatsächlich hatten sich die drei Skinheads den gesamten Plan nicht selbst ausgedacht, sondern ein ehemaliger Gefängniswächter, der alle drei aus dem Strafvollzug kannte, jetzt für die örtliche Sicherheitsfirma

Der Tag hatte dann mit allerlei Geschäftigkeit begonnen. Alise bereitete ihren beiden Übernachtungsgästen natürlich ein üppiges und leckeres Frühstück zu. Sie ließ die beiden müden Kriegerinnen in Ruhe ausschlafen, während sie ihr Frühstücksbuffet tapfer vor jeglichen Übergriffen durch ihre Brüder und ihren Vater beschützte und studierte nebenbei die Veröffentlichungen der örtlichen Presse über den gestrigen Polizeieinsatz.
Nachdem die beiden Mädchen aufgebrochen waren, war es auch schon Zeit, sich ihren Vater zu schnappen, um, wie versprochen, beim örtlichen Polizeipräsidium aufzutauchen.
Dort trafen sie auch Teddy, der von Emilia Sonnenberger, seiner Tante, begleitet wurde. Noch einmal mussten sie alles wiederholen und genau beschreiben. Trotz ihres riskanten Vorgehens, in Teddys Fall sogar zum wiederholten Mal, waren die Beamten, angesichts des verhinderten Bankraubes, doch sehr freundlich zu den beiden Teenagern. Mittlerweile saßen die drei Skinheads, inklusive Marc-Andrés Bruder René in Untersuchungshaft und waren angesichts ihrer Vorstrafen und der drohenden Haft durchaus sehr kooperativ. Es war nicht nur der gesamte Plan mittlerweile aufgedeckt, sondern noch einige Helfer aus der Szene waren bereits dingfest gemacht und wurden verhört.
Das Wichtigste war allerdings, dass die drei Haupttäter, unabhängig voneinander, den selben Hintermann identifizierten. Tatsächlich hatten sich die drei Skinheads den gesamten Plan nicht selbst ausgedacht, sondern ein ehemaliger Gefängniswächter, der alle drei aus dem Strafvollzug kannte, der jetzt für die örtliche Sicherheitsfirma arbeitete, die mit dem Schutz des Mittelalterfestes betraut war und den Kontakt zum stellvertretenden Sicherheitschef der Sparkasse, der der eigentliche Drahtzieher war, hergestellt hatte. Das eigentliche Ziel des Raubs waren die Einnahmen aus dem Verkauf der Eintrittskarten, die durch die Sparkasse eingesammelt, gezählt und dann auf das Konto des Festkomitees überwiesen wurden.
Angesichts der erwarteten Besucherzahlen an den fünf Tagen des Marktes, würde eine stattliche Summe zusammenkommen. Die Tat war gut geplant und ohne die Neugier der Teenager, wären die Täter wahrscheinlich ungeschoren davongekommen.
Zu Alises Freude wurde ihnen auch erläutert, dass der Staatsanwalt, der Anklage erhob, sich mit den schriftlichen Zeugenaussagen zufrieden gab, da die Täter ja geständig waren, so dass weder Sie noch Teddy vor Gericht aussagen würden müssen.

Auch die Brandstiftung in der Scheune war somit aufgeklärt, denn auch da waren die drei Täter geständig, wie auch bei der Angelegenheit mit dem Schuss auf den Sicherheitschef der Sparkasse, der für den Plan aus dem Weg geräumt werden musste.
Trotz allem wurden die Beiden samt ihrer Erziehungsberechtigten gebeten, den ganzen Fall diskret zu behandeln, da es sich ja um laufende Ermittlungen, oder schon fast um ein laufendes Verfahren handelte, denn der Staatsanwalt ermittelte ja bereits.
Nach mehreren Stunden verließ Alise mit ihrem Vater das Gebäude und musste es dann doch belächeln als Teddy monierte, dass er mehr Zeit mit der Polizei verbracht hatte, als tatsächlich zu ermitteln.
Emilia Sonnenberger erklärte ihm darauf hin sehr ruhig aber auch streng, dass er auch nicht zu ermitteln hätte. Teddy blickte wie ein begossener Pudel und Alise musste sich ein Lachen verkneifen. Sie war einfach froh, dass alles zu einem guten Ende gekommen war.

Zurück Zuhause begann sie sofort, nicht nur ihren Männern etwas zu Essen zuzubereiten, oder besser gesagt vorzubereiten, sondern auch Leckereien für den gemeinsamen Grillabend zusammen zu stellen. Schließlich sollte Sunny ja nicht die gesamte Last tragen.
Tatsächlich holte sie überraschenderweise Tessa auf ihrem Roller ab, so dass sie gemeinsam zur nachmittäglichen Stunde auf Tessas Motorroller auf dem Hof des Gestütes „einritten“.
Da Lilly bereits am Vormittag eingetroffen war, um die Ausrüstung zu reinigen und ihrem Bruder zu helfen, diese in seinem Wagen zu verstauen, waren die beiden Mädchen die letzten der kleinen Gruppe, die sich in der Zentrale der SoKo Sommerloch einfanden.
Die Beiden wurden freudig begrüßt und jede hatte ja auch einen Freund, der sich schon nach ihr verzehrt hatte, so dass es ein wenig dauerte, bis soweit Ruhe im Dachboden der Scheune eintrat, dass man sich gemeinsam besprechen konnte.
Trotz des Gebotes der Diskretion ließen es sich Alise und Teddy nicht nehmen, ihren Freunden ausführlich sowohl von ihren gestrigen Abenteuern, als auch von ihrem Besuch bei der Polizei zu berichten. Der ausführliche Bericht versetzte alle in Erstaunen und Alise musste mehrmals das Video von Marc-André und Benediktina abspielen.

Das wäre es dann mit den Ermittlungen. Somit können wir unsere Sonderkommission schließen und…“, begann Teddy.
Und uns wichtigeren Dingen zuwenden, wie der Planung des zweiten Wettkampfes“, unterbrach ihn Sunny.
Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf“, bestätigte Paddy mit gespielt ernster Miene.
Na, wenn wir es hinter uns haben, dann haben wir Ruhe“, erklärte Sunny unbeirrt, „und solange wir vorne liegen, sollten wir unsere Chance nutzen und den Sack zumachen.
Und?“, fragte Alise,“was hast Du geplant?
Ich habe keine Idee“, gestand Sunny reumütig.
Zeit für ein Brainstorming“, verkündete Paddy und fing an, eines ihrer Whiteboards vorzubereiten.
Sunny lächelte ein Sonnenaufgangslächeln in die Runde. Natürlich waren alle dabei, ihn bei der Ideenfindung zu unterstützen.

In einigen Punkten waren sich alle sehr schnell einig, nämlich es müssten die gleichen Teams bleiben, es sollte etwas Faires sein und sie brauchten einen besseren Schiedsrichter als Benediktina.
Wie wäre es“, schlug Lilly vor, „einen der regionalen Wettkämpfe zu instrumentalisieren? Da hätten wir wahrhaftig neutrale Schiedsrichter und faire Bedingungen
Du meinst, wir sollen an einem offiziellen Wettkampf teilnehmen und das Team, welches besser abschneidet, hat den internen Kampf gewonnen?“, wollte Sunny wissen.
Genau so!“, bestätigte Lilly.
Macht Sinn, wir sparen uns die Planungsarbeit und die Ausrichtung und können uns auf das Ziel konzentrieren“, bestätigte Paddy.
Und es ist nicht gegen die Regeln“, ergänzte Alise.
Aber welchen Wettkampf wollen wir nehmen?“, fragte Sunny nachdenklich.
Es sollte schon vor dem Mittelalterfest sein, denn da habe ja nicht nur ich viel zu tun“, stellte Alise fest.
Aber was bleibt da?“, fragte Sunny mit einer so verzweifelten Miene, dass alle fast vor Lachen unter den Tisch purzelten.
Moment“, fiel es plötzlich Alise ein, „ich habe da doch vorhin was im Stadtanzeiger gesehen.
Sie nahm einen der herumstehenden Laptops und begann, im Internet zu suchen. Gespannt versammelten sich alle auf dem Sofa um sie herum.
Da“, präsentierte sie und begann vorzulesen.

Auch dieses Jahr findet im Freilichttheater am Schüttelbierhain in Vogelssang wieder der jährliche Wettkampf des Theatervereins Vogelsang e.V. im Rahmen ihrer Theaterspiele statt. Neben dem Wettkampf der freien Theatergruppen um den begehrten Schüttelbierkrug, einer mit 10.000€ dotierten Trophäe für die beste Inzinierung einer Theatergruppe, finden auch dieses Jahr wieder die Wettkämpfe für engagierte Laienschauspieltruppen statt. Dabei dürfen auch dieses Jahr jegliche Theatergruppen der Region jeweils eine Szene aus einem Stück, was zum Thema der diesjährigen Veranstaltung „Liebe und Leid“ passt, vor einer Fachjury und Publikum aufführen. Die drei besten Gruppen dürfen dann ihr gesamtes erarbeitetes Stück auf der großen Bühne des Freilichttheaters im Rahmen des Festivals vorführen und das Publikum entscheidet, welche der drei Gruppen den mit 5.000€ dotierten Nachwuchsschauspielpreis bekommt. Leider haben sich auch diese Jahr nur wenige Gruppen beworben, so dass die Anmeldezeiten erneut verlängert wurden, um noch vielen mutigen Nachwuchsgruppen aus der Gegend die Möglichkeit zu geben, die „Bretter der Welt“ zu erobern. Interessierte Laiengruppen und Amateurtheatervereine bewerben sich bitte unter…

Alise beendete noch den Artikel mit den zeitlichen und anderen Rahmenbedingungen. Die Anmeldefrist lief noch ganze zwei Tage, obwohl das Festival bereits in 10 Tagen beginnen sollte.
Du meinst tatsächlich, wir sollen in zehn Tagen eine gesamte Szene aus einem Theaterstück über Leid und Liebe vorbereiten, um uns dann auf einer Amphitheaterbühne hier in der Großstadt lächerlich zu machen, in der Hoffnung, dass wir weniger schlecht als unsere Kontrahenten bewertet werden?“, hinterfragte Teddy misstrauisch.
Eine tolle Idee!“, jubelte Sunny.
Das wird bestimmt ein Riesenspaß!
Teddy verdrehte die Augen und sah hilfesuchend Paddy an. Paddys glühende Augen erinnerten Teddy sofort daran, dass Paddy in der Schule ein begeistertes Mitglied der Theater-AG war und er von dieser Seite aus keine Hilfe erwarten durfte.
Er blickte verzweifelt weiter, doch Lilly lächelte nur spitzbübisch und Tessa schien zwar nicht glücklich damit zu sein, hatte aber scheinbar auch keine Gegenargumente parat.
Wir machen uns doch zum Vollhorst!“, begann Teddy, doch Alise unterbrach ihn.
Ja, und? Wir müssen nur weniger horstig sein, als Adolpho und Marc-André und ihre Schergen. Das sollte doch zu machen sein!“ Schicksalsergeben nickte Teddy.
Na gut“, meinte Sunny, „dann schreiben wir jetzt die Herausforderung gemeinsam. Erarbeiten die Regeln des Duells dazu, verschicken das Ganze an Adolpho und dann…
Dann grillen wir, wie versprochen“, unterbrach Tessa mit einem Ton, der keine Widerrede erlaubte.

Also wird aus der Zentrale der SoKo Sommerloch hiermit offiziell der Proberaum der Laienschauspieltruppe Sonnenberger“, verkündete Paddy mit theatralischer Gestik.
Selbst Teddy applaudierte lachend dazu, obwohl ihm die Idee nicht ganz schmeckte. Aber es würde schon gut gehen.
Gemeinsam begannen sie, über die genauen Regeln des Wettkampfes zu diskutieren und an der Formulierung der Herausforderung zu feilen.

Der alte Wanderer trank einen genüsslichen Schluck des leckeren regionalen Bieres, während er die Ereignisse auf dem Laptop verfolgte. Er saß gemütlich im Biergarten der Pension Sonnenberger und freute sich auf das leckere Abendessen, dass er gerade bestellt hatte. Er war rundherum zufrieden.
Trotz aller Anstrengung, war der gestrige Tag sehr interessant verlaufen und jetzt stand auch noch ein kulturell-künstlerischer Anlass ins Haus. Lächelnd sandte er seine Bestellung der Eintrittskarte für die Theaterfestspiele auf der Veranstaltungsseite, die er nebenbei geöffnet hatte, ab.
Innerlich war er schon gespannt, welche Version von „Liebe und Leid“ ihm von den Teenagern präsentiert werden würde.

Fortsetzung folgt…

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