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	<title>Rat und Hilfe &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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	<description>Selbsthilfe, Genesungsbegleitung und Betroffenenbeteiligung</description>
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	<title>Rat und Hilfe &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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		<title>Kalt und Dunkel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2025 11:37:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EaN Beiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[Winter]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Kalte Jahreszeit treibt einen manchen ganz schön in die seelische Enge. Doch was kann man tun, um gut durch den Winter zu kommen?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Die Kalte Jahreszeit treibt einen manchen ganz schön in die seelische Enge. <br>Doch was kann man tun, um gut durch den Winter zu kommen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Januar ist Winterzeit und das bringt so manches mit sich. Vor allem aber Dunkelheit und Kälte. Rein metrologisch ist der Januar ein Wintermonat, dass heißt wir haben wenige Stunden Sonnenlicht und auch insgesamt weniger starkes Licht. Die Folge davon ist nicht nur die rein physikalische Kälte. Meist reicht ja schon ein Blick aus dem Fenster, um zu sehen, dass es entweder dunkel, oder in den wenigen hellen Stunden , richtig kalt ist. Die Natur zeigt ein düsteres, wenn auch für mich romantisches,Bild in dunklen, tristen Farben. Selbst der Himmel scheint weniger blau als in anderen Jahreszeiten. Da braucht man nicht erst vor die Tür zu gehen, um schon beim Anblick zu frieren.<br>Dabei brauchen wir doch unsere Portion Sonnenlicht, frische Luft und Bewegung. Nicht nur depressive Menschen sind mit regelmäßigen Spaziergängen an der frischen Luft gut beraten. Das ist essentiell für das körperliche und auch seelische Wohlbefinden.<br>Nicht nur, dass eine gute Portion Sonne gegen depressive Verstimmungen hilft, also im wahrsten Sinne des Wortes die Stimmung aufhellt, sondern auch die Bewegung regt positive Effekte im Körper an. Zusätzlich meist es auch eine gute Sache, manchmal aus seinen eigenen vier Wänden auszubrechen, denn unterwegs, zum beispiel in der Natur, kann man die Dinge neu bedenken und aus einem anderem Blickwinkel betrachten. Auch weil man seinen Blickwinkel wortwörtlich wechselt, wenn man nicht immer auf das gleiche Panorama, welches uns unsere eigenen vier Wände bietet, starrt. Position wechseln hilft beim Perspektivenwechsel &#8211; das zeigen diverse Übungen aus verschiedenen therapeutischen Ansätzen.<br>Ich selber gehe gerne spazieren und nehme meine Probleme mit, um ihnen nicht nur Zeit einzuräumen, sondern auch, um sie aus meinen eigenen vier Wänden zu entfernen (und möglichst dabei auch draußen zu lassen). das klappt besser, als alles andere, was ich so ausprobiert habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der kalten Jahreszeit ist es allerdings kein Vergnügen sich draußen zu bewegen. neben der eisigen Kälte wirkt auch die emotionale Kälte, denn die meisten menschen wollen genauso wenig draußen sein, wie ich selber. Daher bleibt es bei nur wenigen, wohltuenden Lächeln und netten Grüßen, die meist soviel Wärme schenken. Das ist schon Schade.<br>Aber auch die dicke Kleidung, die wir scheinbar brauchen, isoliert uns vor mehr, als nur der Temperatur. Es ist schwer soziale Kontakte mit Jemanden zu unterhalten, der unter einem Panzer aus Frostschutz verborgen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem ist gerade in dieser zeit die Selbstfürsorge wichtig. Eine Tageslichtlampe hilft mir, ein wenig Sonnenlicht zu bekommen und auch Sport im Inneren kompensiert die fehlende Bewegung. Dennoch empfehle ich, sich auch einfach mal aus dem haus zu trauen. Muss ja nicht weit oder lang sein. einfach ein kleiner Spaziergang. Draußen trifft man immer Menschen, schon alleine die vielen Hundehalter, die unterwegs sind. und ein freundlicher Gruß wird häufig beantwortet, denn anderen Menschen geht es ja genauso.<br>Nach einem Spaziergang in der Kälte ist die Wärme zuhause um so wohltuender. Hinzu kommt das Gefühl, etwas getan zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also, gönnt euch etwas und geht raus.</p>
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		<title>Die Perfektion in der Unperfektion</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 11:10:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperationspartner]]></category>
		<category><![CDATA[Rat und Hilfe]]></category>
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		<category><![CDATA[Einzelhandel]]></category>
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		<category><![CDATA[Mausebär]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Mausebär entdeckt, dass das Motto "Nobody's Perfect" auch beim Bekleidungskauf passen darf - Der Mausebär macht schonungslos Werbung für etwas, was er selber gut findet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Der Mausebär entdeckt, dass das Motto &#8222;<em>Nobody&#8217;s Perfect</em>&#8220; auch beim Bekleidungskauf passen darf &#8211; Achtung Werbung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mausebär war letztens doch mal wieder Einkaufen, denn hin und wieder braucht ja auch mein Kleiderschrank Auffrischung. Daher wurde ich von der Mausebärmama in ein Fachgeschäft gedrängt &#8211; und ich bin ihr sehr dankbar dafür.<br>Denn ich habe eine tolle Person kennen gelernt und einen guten Laden, den ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei <strong><a href="https://www.facebook.com/NoBodysPerfect.Kempen/?locale=de_DE">Claudia Braun</a></strong> in ihrem Laden &#8222;<strong><a href="https://www.no-bodys-perfect.de/">Nobody&#8217;s Perfect</a></strong>&#8220; fühlte ich mich gleich wohl. Das kleine, aber gut ausgestattet Bekleidungsgeschäft in der Kempener Innenstadt bietet nämlich alles, was ein Mensch mit besonderen Bedürfnissen, wie zum Beispiel der Mausebär, braucht.<br>Und wenn ich sage, was ich brauche, meine ich nicht nur das Sortiment, was auch auf Menschen mit meiner stattlichen Größe zugeschnitten ist, sondern spreche auch über fachkundige und zugewandte Beratung, angenehme Atmosphäre und das Gefühl, als Kunde gewollt, ja gar erwünscht zu sein.<br>Claudia Braun, so durfte ich das selbst an mir erfahren, geht sehr gut mit auch schwierigen Kunden (was ich nun einmal bin) um und hat das richtige Maß zwischen Unaufdringlichkeit und Motivation (bei mir) gefunden.<br>Natürlich kam ich gleich mit ihr ins Gespräch und wir kamen zu einem wunderbaren Austausch, bei dem ich erfuhr, dass sie auch noch einen <strong><a href="https://www.no-bodys-perfect.de/unsere-laeden">Outlet-Store in Lobberich</a></strong> führt und auch eine Fachkundige Beratung in aufsuchender Form anbietet, sprich zu Kunden, die es aus diversen Gründen nicht schaffen können, ihren Laden zu besuchen, nach hause kommt (auf Verabredung), um sie in ihren eigenen vier Wänden zu beraten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch für Menschen, die Auswahl schätzen, aber mit den vielfachen Impulsen und Eindrücken beim Einkauf überfordert sind, gibt es eine Lösung, denn dort bietet Claudia Braun auch Termine an, wo sie den Laden nur für eine einzelne Person öffnet, um die Möglichkeit zu bieten, sich im Geschützen Rahmen umzusehen.<br>Menschen mit besonderen Bedürfnissen sind dort besonders willkommen und mit fachkundigem Blick und viel Erfahrung ist die Beratung dort auch gerade für Menschen, die in einem Transformationsprozess sind, zu empfehlen, da sie dort vorurteilsfreie Hilfe dabei bekommen, einen neuen Stil für sich zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz wie selbstverständlich haben wir, sprich die Erfahrungsexperten am Niederrhein, auch weiterhin den Austausch mit Claudia Braun gesucht und neben vielen positiven Gedanken, wertschätzendem Erfahrungsaustausch und Gesprächen auf Augenhöhe, sind auch die Ideen zu vielen wunderbaren Projekten (auf die ich mich freue) geboren worden.<br>Ich bin sehr froh über die beginnende Kooperation, von der alle (besonders unsere Klienten/ Kunden) hoffentlich profitieren können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wer nun denkt, dass ich Laden (und Inhaberin) über den grünen Klee lobe, der sollte einfach mal selber hingehen, denn ich vertraue darauf, dass Claudia Braun auch andere Menschen mit ihrer Art begeistern kann.</p>
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		<title>Bewegung / Freiraum / Wege / Leben &#8211; Schaffen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Mar 2024 16:08:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Rat und Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Bewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Ean]]></category>
		<category><![CDATA[Genesungsbegleitung]]></category>
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					<description><![CDATA[Genesungsbegleitung in Bewegung, Wie schaffe ich es, etwas zu schaffen und bekomme dabei auch noch  extra was geschafft?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Genesungsbegleitung in Bewegung &#8211; ein Angebot der <strong><em><a href="https://ean-g.de/">EaN UG</a></em></strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bewegung das heißt für mich, Dinge zu schaffen und nicht von ihnen geschafft werden &#8211; das ist eines der Ziele, die der Mensch verfolgt.<br>Genesungsbegleitung setzt da an, wo Menschen, aufgrund ihrer momentanen oder vergangenen Lebenskrisen genau dieses Ziel nicht mehr erreichen können.<br>Oder viel mehr glauben, es nicht mehr (vielleicht nie mehr) erreichen zu können.<br>wir alle tragen in uns das Bedürfnis etwas zu schaffen &#8211; unseren Weg zu machen, ja sogar zu meistern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der Recovery, also der Genesung und dem Wiederaufbau nach einer Krise lernen viele Menschen, wie wohltuend es ist, dem inneren Ziel durch einen äußeren Impuls zu folgen. Wenn wir lernen wollen, unsere Wege wieder zu gehen und sogar neue Wege zu beschreiten, brauchen wir nicht nur den Mut zum ersten Schritt, sondern müssen auch das Gehen wieder neu erlernen.<br>Und zu dem inneren Weg passt zumeist auch ein äußerer Weg&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">So kann ein wenig Bewegung, ein kleiner Spaziergang, so viele positive Dinge in uns in Bewegung versetzen. Und da ist die körperliche Gesundheit tatsächlich nur ein Nebeneffekt. Frische Luft, Sonne, Bewegung, das alles hat (wissenschaftlich nachgewiesen) einen positiven Einfluss auf unsere Psyche.<br>Aber auch die Distanz, die man beim Spazieren-gehen entwickelt (Distanz zu seinem Umfeld, seinem Lebensraum, seiner Arbeit, etc&#8230;) lässt einen auf neue Gedanken kommen, zerstört die wilde Fahrt der kreisenden Gedanken und fühlt den Geist mit neuen Inspirationen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bewegung verbindet&#8230;</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im besten Fall geht es allein, aber auch nicht immer, denn Gemeinschaft ist eines unserer grundlegenden Bedürfnisse.<br>Was liegt also näher, die gemeinsame Arbeit an der Krise (in Form von Genesungsbegleitung) mit wohltuender Bewegung an der frischen Luft zu verbinden? Sich einfach mal austauschen (mit einem Menschen, der einen versteht), fernab der üblichen Pfade, oder auch einfach nur mal im gemeinsamen Schweigen die Ruhe, die wir alle heutzutage so dringend benötigen, wieder zu entdecken.<br><br>Schon Sonja, für die es als ausgebildete Nordic-Walking- Trainerin und Genesungsbegleiterin, einfach nur natürlich war, dieses positive Zusammenspiel zu entdecken, hat mir vor Zeiten darüber berichtet, denn seit 2015 gehört das fest zu ihrem Konzept (damals als selbstständige Genesungsbegleiterin, heute im Rahmen unseres Unternehmens).<br>Und es stimmt&#8230;<br>Wie viel Kraft hat es mir gegeben, gemeinsam mit einem sehr gutem Freund, zum Schwimmen zu gehen und beim Bahnen ziehen über alles was uns bedrückt reden zu können. Wie oft war ich mit meiner (leider verstorbenen) Frau unterwegs und habe mit ihr über alles gesprochen, was uns so einfiel (auch über Sachen die in unserer Wohnung keinen Platz hatten), wie oft habe ich (damals als ich noch aktiv war) im Fitnessstudio, zwischen den Übungen es genossen, mit meinem jeweiligen Trainingspartner über alles mögliche zu reden.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong><em>Gemeinsames tun verbindet und öffnet den Geist für wohlmeinende Gespräche&#8230;</em></strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Umso mehr, da alleine tun immer von Ängsten begleitet ist (ich habe selber eine Angststörung, ich weiß wovon ich rede). Gemeinsam ist man stärker. Auch stärker als der Schweinehund, denn was motiviert mehr, als gemeinsam zum Sport, zum Spaziergang oder zur Bewegung zu gehen.<br>Und wer niemanden hat, für den bieten Sonja und ich das Konzept &#8222;<strong><em>Genesungsbegleitung in Bewegung</em></strong>&#8220; &#8211; egal ob Du jemanden brauchst, der Dir hilft, wieder in Bewegung zu kommen, oder eine Begleitung suchst, um den äußeren Weg mit deinem inneren Weg zu verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das Beste daran, keiner von uns ist eine Sportskanone. Nein, wir sind keine Fitnesstrainer, die Dich antreiben und Dich mit unseren wohlgeformten Leibern einschüchtern, sondern ganz normale Menschen, die schwitzen, stöhnen und unterwegs auch einmal eine Pause brauchen. So schaffen wir nicht Dich, sondern wir schaffen es gemeinsam, Seite an Seite auf dem Weg zur Genesung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Interesse bekommen?<br>Unverbindliche Beratung bekommst Du <strong><a href="https://ean-g.de/portfolio/">hier</a></strong> über unser <strong><a href="https://ean-g.de/kontakt/">Kontaktformular</a></strong></p>
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		<title>Der Weg liegt direkt vor mir</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jun 2023 09:36:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Rat und Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Genesungsbegleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Frage nach Therapieplätzen wird immer schwerer zu beantworten. Aber gibt es Alternativen?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Warum komme ich nicht zum Ziel?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erinnere mich an die Zeit, als ich aus der Tagesklinik kam. Empfohlen wurde mir eine Therapie, aber Hilfe einen Therapieplatz zu bekommen, die gab es nicht.<br>Kurze Zeit später, nach meinem Umzug in den Kreis Viersen versuchte ich erneut einen Therapeuten zu suchen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ergebnis war frustrierend. keine freien Plätze, keine Empfehlungen, keine Möglichkeiten.<br>Nach dem ich den Rat zur Therapie auch in meinem Bericht der Pflegekasse zu meinem Antrag auf Pflegestufe bekommen habe, hatte ich schon resigniert.<br>Drei &#8211; vier Jahre kein Versuch mehr und nur noch Selbsthilfe und sozialpsychiatrische Betreuung (was auch hilfreich war).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Immer wieder die Frage, was ich falsch mache</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Bin ich es selber Schuld? <br>Bin ich etwa nicht krank genug für eine Therapie? <br>Oder vielleicht zu Krank, ein hoffnungsloser Fall? <br>Strenge ich mich nicht genug an?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fragen über Fragen also</strong>!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich dieses Jahr zu einem neuen Psychiater wechselte (mein alter Psychiater ist spontan in Ruhestand gegangen), kam wieder die Frage nach einer Therapie auf.<br>Und erneut habe ich mich auf die Suche gemacht.<br>Per Telefon, Per E-Mails, über die 116-117, die angeblich jedem helfen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ergebnis</strong>se?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Vorgespräch bekommt man noch einigermaßen zeitnah, ein Therapieplatz ist illusorisch. Akut (also sofort) sowieso nicht. <br>Aber selbst auf die Warteliste aufgenommen zu werden (mit Wartezeiten von einem Jahr und länger) ist schon eine Besonderheit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Jahr warten auf eine Therapie!</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wie soll man da die Hoffnung behalten und den Schwung, den man gerade hat. In einem Jahr passiert doch so viel.<br>Wie soll man sich bis dahin weiter entwickeln, so ohne Hilfe?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die erste konkrete Lösung liegt in der Selbsthilfe</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott</em>, heißt es umgangssprachlich. <br>Über Gott mag man denken was man will, aber der Grundgedanke ist gar nicht so dumm.<br>Tauschen wir Gott in dieser Rechnung gegen ein Netzwerk aus Gleichgesinnten aus.<br>Eine Selbsthilfegruppe ist ein guter Ansprechpartner und ein Füllhorn von Möglichkeiten, Ideen und Erfahrungen.<br>Vor allem aber ein Netzwerk, welches einen auffängt, wenn man mal wieder im freien Fall in die Krise fliegt. Quasi das Sicherheitsnetz.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und, am Wichtigsten, ein Garant, nicht alleine zu sein, sondern Menschen um sich zu haben, die einen verstehen und zwar aus eigener Erfahrung.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Die zweite konkrete Lösung heißt Genesungsbegleitung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, man muss sich nicht unbedingt an einen Anbieter aus der Sozialpsychiatrie wenden (auch wenn das sehr hilfreich sein kann), um individuelle <strong>Genesungsbegleitung</strong> zu bekommen.<br>Als <strong>Peer-to-Peer</strong> Angebot, also ein Angebot von selber Betroffenen und zu Genesungsbegleitern ausgebildeten Menschen, bekommt man Unterstützung von einer Person, die all diese kleinen Probleme, die einen im Alltag begleiten, aus eigener Erfahrung kennt.<br>In Gesprächen aber auch bei Aktivitäten werden Erfahrungen ausgetauscht, Lösungen gesucht und die Motivation gefördert.<br>Das ersetzt keine Therapie, aber es überbrückt die Zeit bis zur Therapie und kann dann auch weiter therapiebegleitend laufen.<br>Egal ob als Lösung nach einem Klinikaufenthalt oder auch präventiv.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vielleicht einfach mal ausprobieren?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Gerne beraten die Mitarbeiter der EaN UG interessierte Menschen unverbindlich zu dem Thema <strong>Genesungsbegleitung</strong> und der Möglichkeit kostengünstig selber <strong>Genesungsbegleitung</strong> zu erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>Fragen oder die Bitte für ein Beratungsgespräch nehmen wir gerne <a rel="noreferrer noopener" href="https://ean-g.de/kontakt/" target="_blank">hier</a> entgegen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br></p>
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		<title>There is no place like home sweet home</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Kunze]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Apr 2023 12:24:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ankündigung]]></category>
		<category><![CDATA[Aspergers Nähkästchen]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Guerrilla-Texte ohne Mitwirkung der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten aus der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsthilfe im Ausnahmezustand]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Haus an der Dorenburg Grefrath]]></category>
		<category><![CDATA[Schmusehamster]]></category>
		<category><![CDATA[SHG Phönix]]></category>
		<category><![CDATA[SHG Recovery]]></category>
		<category><![CDATA[Sudhaus Viersen]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Schmusehamster lässt die drei Jahre währende Schifffahrt mit der SHG Phönix und SHG Recovery und deren Rückkehr in heimatliche Gewässer Revue passieren. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Eine längst überfällige und finale Eintragung in die Logbücher unserer heimatlosen Fahrt über die Weltmeere der Recovery, Salutogenese und Empowerment. Die letzten Zeilen des Reise- mögen überleiten in das Hafenlogbuch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist leicht, in Momenten, die einem wichtig erscheinen, verbale Superlative auszudrücken.<br>Obwohl es mir einerseits so scheint, dass dieser sprachliche Stil zunimmt und jedes noch so alltägliche Bundesligaspiel zum &#8222;Schicksalsspiel&#8220; mit &#8222;grandioser Spannung&#8220; gepriesen wird oder die glattgekämmten Ergüsse mancher politischen Konferenz wahlweise als &#8222;Zeitenwende&#8220; oder &#8222;Doppelwumms&#8220; verkauft werden, muss auch ich an dieser Stelle gestehen, dass es manchmal Spaß macht und aus tiefempfundenem Herzen kommt, den Kommunikationsschalter bis zur nachbarschaftlichen Rückmeldung hochzudrehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also seid Zeugen, liebe Mitlesende und Mitlesendinnen, wie Euer Schmusehamster, sein seidenweiches Fell von oben bis unten gebürstet, mit frisch geputzten Pfötchen und sauber blinkenden kleinen Krallen den Schemel herbeischiebt, die Leiter ausklappt und sodann auf flinken Füßchen ans Schubfach fürs ganz große Besteck hinlangt, erwartungsvoll schnuppernd, sich in die kleine Hamsterbrust wirft und verkündet:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Odysee ist zu Ende!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast exakt drei Jahre, nachdem die Welt der Fluch irgendeines auf dem Markt im chinesischen Wuhan eingekerkerten kleinen Säugetieres getroffen hat (die nackten Finger, welche empört auf das goldgelbe Antlitz der hamsternden Verwandtschaft des Autors zeigen, seien an dieser Stelle nagezähnefletschend abgewehrt), durften zwei Schiffe, die &#8222;SHG Recovery&#8220; und die &#8222;SHG Phönix&#8220; mit ganz besonderen Menschen wieder in ihren heimatlichen Hafen einlaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Synchron mussten wir vor 36 Monaten die Segel setzen und zur zunächst heimatlosen Irrfahrt über die Weltmeere im berühmt-berüchtigten Dreieck von Recovery, Salutogenese und Empowerment antreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So manches Abenteuer galt es zu bestehen. Manch ein Mitstreitender ging verloren, zu anderen blieb nur der wackelige, doch manchmal auch permanente Funkkontakt, gemeinsam mit der oft bitteren Erkenntnis, dass persönliche Nähe durch digitalen Ton und Bilder bestenfalls abgebildet, aber nur schwer gespürt werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Dank gilt allen, welche die digitalen Zumutungen ertragen und durch Neugierde und Lernbereitschaft bereichert haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Dank gilt besonders jenen, die unsere sturmgeschüttelten Schiffe in ihren ganz privaten heimatlichen Häfen gastfreundlich aufgenommen haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Jawohl, die Athmosphäre war eine andere und in der Tat blieben unsere eingeschworenen Gruppen unter sich, teils aus Selbst- und teils aus Fremdschutz und dies sicherlich auf Kosten so mancher unbekannter seelisch heimatlos vertriebener Schiffbrüchiger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedoch, und das war unser hauptsächliches Ansinnen, wir haben beide als Gruppen überlebt und mögen in der nun zaghaft wieder aufblühenden Landschaft der Selbsthilfe als Brückenköpfe dienen und all jenen eine Anlegestelle bieten, die dies brauchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So wenig wie das Wetter sich Pausen gönnt, so ist auch unsere persönliche Reise als Gruppe und Individuum weitergegangen. Wir haben geliebte Mitmenschen, teils weise alte Wegweiser, an Krankheit oder Alter verloren, wir haben Mitstreiter Krisen durchleiden sehen vom ersten Niedergang über das Auftreffen am Boden bis zum Erklimmen jener Zinnen, hinter denen die Wärme des psychischen Sonnenscheins unsere Tränen trocknet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kommt mir kleinem Hamsterherz so vor wie in manchem Hollywoodstreifen, wenn diese Heldenreisen ihren Tribut fordern und auch heute, wo wir an heimatlichen Gestaden angekommen sind, treu an unserer Seite Kämpfende auf den letzten Metern, die Küste in Sichtweite, über Bord gegangen sind, weil die schwärende und zunächst im Verborgenen gebliebene Wunde, die unsere Odyssee im Zusammenspiel mit individuellen Unwettern geschlagen hat, die Heldin am Ende doch noch in seelische Schwärze hat abstürzen lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich merke an dieser Stelle mein Hamsterschnäuzchen aufrichtig zittern und meine dunklen Knopfaugen feucht werden. So gerne würde ich das Geheimnis jener Pille oder Therapie kennen, welche uns alle von dem Joch befreit, in welches wir an schlechten Tagen gespannt sind oder zumindest uns an guten Tagen unser Bündel auf dem Rücken etwas leichter tragen lässt.<br>Doch bevor ich beginne, Maß und Mitte zu verlieren, kehre ich zurück zu jenen Heimathäfen, in die wir zurück gekehrt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die SHG Recovery ist seit März 2023 wieder &#8222;zuhause&#8220; im Sudhaus Viersen und trifft sich dort wie gewohnt an jedem ersten Freitag im Monat, Feiertage ausgenommen. Zusätzlich wird das Online-Angebot via zoom immer vierzehn Tage nach dem persönlichen Treffen aufrecht erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die SHG Phönix ist seit April 2023 wieder &#8222;zuhause&#8220; im Haus an der Dorenburg in Grefrath und trifft sich dort wie gewohnt an jedem Dienstag in der Woche, Feiertage ausgenommen, von 18-20 Uhr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allen interessierten Menschen sei empfohlen, sich entweder an die Mitarbeiter des Sudhauses Viersen oder des Hauses an der Dorenburg oder der BIS Brüggen zu wenden und dort unsere Kontaktdaten für ein erstes gegenseitiges Kennenlernen zu erfragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Musikalisch umrahmt in meinem kleinen Asperger-Nähkästchen, das sich Schmusehamsterhirn nennt, läuft der schöne Song von Dr. Alban &#8222;Home Sweet Home&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun wird sich der Schmusehamster, ermattet vom Tippen, in sein holzwollegefülltes Nest für ein Nickerchen zurückziehen. Störenden im Sinne von meinen Schönheitsschlaf unterbrechenden Elementen sei ob frisch gewetzter Nagezähne das Tragen eines Lederhandschuhs, wie Falkner sie verwenden, empfohlen. Mittelalterfreunde und Freunde mittleren Alters können es auch mit einem Kettenhandschuh versuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So long,</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer Schmusehamster</p>
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		<title>Der Weg durchs Leben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sonja Utzenrath]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2020 09:36:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rat und Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Schatzkiste]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Heldenreise]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute möchte ich einen weiteren Gastbeitrag unseres guten Freundes Udo Klingen veröffentlichen, der uns schon viele Kommentare unter dem Pseudonym "Gandalf" sowie einige Artikel geschrieben hat.
Grüße, Sonja]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Heute möchte ich einen weiteren Gastbeitrag unseres guten Freundes Udo Klingen veröffentlichen, der uns schon viele Kommentare unter dem Pseudonym &#8222;Gandalf&#8220; sowie einige Artikel geschrieben hat.</em> <br><em>Er beschert uns hier ein Musterexemplar dessen, was auch oft als &#8222;Heldenreise&#8220; bezeichnet wird und bei uns ein Teil der Schatzkisten-Themen ist.</em><br><em>Genießt also mit mir sein kleines Juwel.</em><br><em>Eure Sonja</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Weg durchs Leben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einst wanderte ich einen Berghang hinauf. Eiskalte Stürme zerrten mit großer Kraft an meinem Körper. Sie peitschten mein Gesicht mit eiskaltem Regen und Hagel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch unverdrossen ging ich weiter. Nicht mal die Blitze, die um mich herum einschlugen und alles in rauchende Asche verwandelten, konnten mich aufhalten. Meine Kraft war schier unüberwindlich. <br>Ich lachte diesen Stürmen ins Gesicht. <br>Ich forderte sie heraus. <br>Ich brüllte ihnen entgegen. &#8222;Is dat Alles, mehr habt ihr nich drauf?&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und die Stürme ließen nach, Hagel und Eisregen, wurden zu einem leichten Nieselregen. Bis auch dieser aufhörte und die Strahlen der Sonne sich durch die Wolken bahnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich machte eine Rast und labte mich an dem, was ich in meinem Großen Rucksack mitgebracht hatte. Ich schaute nicht zurück, mein Blick war nur nach oben gerichtet. Ich sah den Gipfel des Berges, es war noch ein gutes Stück Weg, das ich zu bewältigen hatte. Also ging ich weiter, ich wollte da rauf, ich machte keine Pause mehr, bis ich den Gipfel erreichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Endlich oben angekommen, legte ich mich in die Sonne und genoss die Düfte, die der leichte Wind mir zutrug. Ich schloss die Augen und gab mich dem Gefühl hin, richtig was geschafft zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur kurz schaute ich zurück, warum auch länger hinschauen, da war ich doch schon überall.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor mir lag ein wunderschönes Hochplateau, mit saftigen Wiesen in denen die schönsten Blumen blühten und mit kleinen Wäldern, in denen sich allerlei Getier bewegte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wollte dieses Plateau erforschen, es schien endlos groß zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also schulterte ich wieder meinen Rucksack und wanderte über dieses Plateau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In sanften Schwüngen wand sich der Weg über das Plateau und führte mich zu einem der Wäldchen, ich ging hinein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch was von weitem so schön und friedlich wirkte, war voller Gefahren, die man durch die zahlreichen Büsche und Bäume nicht sehen konnte. Die Tierstimmen, die sich aus der Ferne so harmonisch anhörten, klangen in dem Wald ganz anders.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier waren sie laut und bedrohlich und zum ersten mal auf meinem Weg bekam ich ein mulmiges Gefühl. Also machte ich eine weitere Rast und öffnete meinen Rucksack.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wollte mich mit dem Inhalt erneut stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch all der Proviant war verdorben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Glücklicherweise traf ich auf andere Wanderer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie sprachen mir Mut zu, zeigten mir den Schnellsten weg aus dem Wald und füllten meinen Rucksack, während ich für einen Moment eingenickt bin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich erwachte, war ich wieder allein, ich schulterte den Rucksack im Vertrauen, dass mir Gutes mit  auf meinen weg gegeben wurde. Doch der Rucksack war sehr schwer und zerrte bereits nach wenigen Schritten an meinen Schultern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ich gab nicht auf, ich wollte doch die guten Dinge, die mir gegeben wurden, nicht wegwerfen. Ich riss mich zusammen und ging schweren Schrittes weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir lief der Schweiß in die Augen und ich sah den Weg nur noch verschwommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich musste wieder rasten, ich wollte den Rucksack ablegen und mich am Inhalt bedienen. Doch irgendwie schaffte ich es nicht, den Rucksack ab zu schnallen, er hatte sich in meiner Kleidung verfangen. Ich torkelte unter der Last hin und her, kam vom Weg ab, schlug mich mit aller noch zur Verfügung stehenden Kraft durch das immer dichter werdende Gestrüpp.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Plötzlich sah ich vor mir eine Lichtung. Ich kämpfte mich weiter durch das dornige Gestrüpp und durchbrach schließlich den letzten Wall der Dornenranken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch ich hatte nicht den Abgrund gesehen, der vor der Lichtung lag. Ich stürzte und mein schwerer Rucksack beschleunigte meinen Sturz. Nach einem scheinbar endlos langen und tiefen Fall schlug ich hart am Boden einer dunklen Schlucht auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So einiges in mir wurde schwer verletzt, viele Knochen waren gebrochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich lag am Boden und hoffte nur noch zu sterben, damit der Schmerz vergeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie durch Watte hörte ich Geräusche, konnte sie aber noch nicht einordnen. Zu schwer waren meine Verletzungen. Ich verlor das Bewusstsein, ich konnte nicht die Augen öffnen, als ich wieder Geräusche vernahm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich weiß nicht, wie lange ich so da lag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich weiß nicht, wie oft ich Geräusche hörte, manchmal öffneten sich meine Augen einen Spalt und ich sah schemenhafte Gestalten, doch immer wieder verlor ich das Bewusstsein bevor ich es ganz erlangen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber mit jedem mal erwachte ich ein wenig mehr und konnte mehr von dem, was um mich herum geschah, wahrnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schmerzen ließen nach, der Boden, auf dem ich lag, war weich und warm und ich spürte eine Decke, die mich wärmte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich fühlte sanfte Hände, die meine Wunden versorgten, die mich mit kräftigenden Speisen fütterten, die mir vorsichtig warme Getränke gaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein vorsichtiges Wohlgefühl breitete sich in mir aus, ich wurde vom Bett, in dem ich zu mir kam, in einen Rollstuhl gesetzt und man ging mit mir an die frische Luft. Ich saß auf der Veranda und schaute auf die herrliche Landschaft, die sich wieder vor mir ausbreitete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit saftigen Wiesen und den schönsten Blumen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während meine Verletzungen heilten, kam hin und wieder eines der Kinder und jungen Leute zu mir, setzte sich neben mich und fragte mich nach dem Weg, den sie gehen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Antwort war jedes mal:  &#8222;Ich weiß es nicht, es ist Dein Weg&#8220; und dann erzählte ich meine Geschichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es grüßt euch, meine lieben,</p>



<p class="wp-block-paragraph">der gute Alte</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gandalf (aka Udo Klingen)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Lieber Udo</em>, <br><em>ich danke Dir für Deine Geschichte. </em><br><em>Für alle, die nicht wissen, was eine &#8222;Heldenreise&#8220; ist, sei kurz erwähnt, dass diese Technik in Modul 4 der EX-IN Kurse zum Genesungsbegleiter verwendet wird. Unter dem Titel <strong>Recovery als &#8222;Heldenreise&#8220;</strong> beschreibt sie die Entwicklung des Menschen durch die individuellen Erfahrungen seines Lebens, die hin zu einem neuen Leben oder auch hin zu einer neuen Sicht und einer neuen Bewertung seines Lebens führt und diese Erfahrung mitteilbar macht.</em> </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Genau so, wie Udo es beschreibt mit &#8222;und dann erzählte ich meine Geschichte&#8220;.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Liebe Grüße, Sonja</em></p>
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