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	<title>Rat und Hilfe &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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	<description>Selbsthilfe, Genesungsbegleitung und Betroffenenbeteiligung</description>
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	<title>Rat und Hilfe &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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		<title>Meine Stolperfallen als Genesungsbegleiter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sonja Utzenrath]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 09:50:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EaN Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Schatzkiste]]></category>
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					<description><![CDATA[Ergebnis einer Selbstreflexion von Reiner Ott, Genesungsbegleiter aus Hamburg]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">von Reiner Ott, Genesungsbegleiter aus Hamburg</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen meiner Intervalltherapie  <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Transference-focused_Psychotherapy" target="_blank" rel="noopener">Transference-Focused-Psychotherapy</a></strong> (TFP, deutsch Übertragungs-fokussierte Psychotherapie) nach Otto F. Kernberg kam ich zu der Erkenntnis, dass ich sehr laut und energisch in der Welt unterwegs bin. Dies wurde dann als Projekt aufgegriffen und heute möchte ich das Ergebnis meiner Selbstreflexion anderen zum mit-denken geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Anm. d. Red.: Diese Betrachtung wird auf den Seiten der Erfahrungsexperten, des I.d.E.E. Vereins und der NRW Seite des EX-IN Deutschland Vereins sowie in Reiners Facebook Profil veröffentlicht.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn meine Geschichte zu viel Raum einnimmt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal merke ich, dass ich sehr ausführlich von meinen eigenen Krisen, meinen Diagnosen oder Klinikaufenthalten erzähle. Das mache ich nicht, weil die Geschichte meines Gegenübers unwichtig ist &#8211; sondern weil meine Geschichte ein wichtiger Teil von mir ist und gesehen werden will. Ich schätze daran, dass ich so viel erlebt und überlebt habe. Und ich lerne, mich zu fragen: &#8222;Dient das, was ich gerade von mir teile, wirklich der anderen Person &#8211; oder brauche gerade ich selbst einen Moment Raum für meine Geschichte?&#8220; Beides darf sein, nur nicht gleichzeitig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn ich mich zu stark identifiziere</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kenne dieses Gefühl: &#8222;Das kenne ich genau, bei mir war das genauso.&#8220; In dem Moment ist da viel Verbindung und Mitgefühl in mir. Ich wertschätze diese Fähigkeit zur Resonanz. Gleichzeitig übe ich, nicht gleichzusetzen. Ich versuche heute zu sagen: &#8222;Ich kenne eine ähnliche Erfahrung aus meinem Leben, aber ich weiß nicht, ob es sich für dich genauso anfühlt. Magst du mir mehr erzählen, wie es für dich ist?&#8220; So bleibt dein Erleben bei dir.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn ich Leid vorschnell in Positives wenden will</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Weil ich selbst nicht in der Opferrolle stecken bleiben wollte, neige ich manchmal dazu, schnell auf Ressourcen und Lösungen zu lenken: &#8222;Du musst nach vorne schauen, du bist doch stark.&#8220;Ich sehe darin meine eigene Stärke &#8211; ich wollte weitergehen. Und ich lerne: Recovery bedeutet nicht, Leid wegzureden. Ich darf Leid würdigen. Ich darf sagen: &#8222;Das klingt wirklich schwer. Das darf jetzt auch schwer sein.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn ich vor allem Probleme sehe</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Durch meine eigene Geschichte ist mein Blick manchmal geschärft für Risiken, Defizite und Ungerechtigkeiten im System. Das ist eine wertvolle Wachsamkeit. Ich achte darauf, dich nicht nur als &#8222;Betroffene/n&#8220; zu sehen, sondern als handelnden Menschen mit eigenen Wegen. Ich übe die Balance: Dein Erlebtes würdigen und gleichzeitig deinen Handlungsspielraum mit dir entdecken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn ich meinen Weg für den richtigen Weg halte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mir hat damals sehr geholfen, was für mich funktioniert hat, möchte ich natürlich weitergeben. Das kommt aus einem guten Herzen. Ich schätze mein Erfahrungswissen. Und ich erinnere mich: EX-IN lebt davon, Möglichkeiten anzubieten, nicht Lösungen vorzuschreiben. Ich versuche zu sagen: &#8222;Mir hat &#8230; geholfen. Vielleicht ist ja eine Idee für dich dabei, vielleicht passt aber auch etwas ganz anderes für dich.&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn ich retten will</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Weil ich selbst einen Weg aus der Krise gefunden habe, kommt manchmal dieser Impuls: &#8222;Ich weiß, wie du da herauskommst.&#8220; Ich würdige diesen Wunsch zu helfen &#8211; er zeigt meine Verbundenheit. Und ich erinnere mich: Ich muss niemanden retten. Meine Aufgabe als Genesungsbegleitende ist es, an deiner Seite zu sein, nicht vor dir zu gehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn ich zu offen bin</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe gelernt, dass Selbstoffenbarung Verbindung schaffen kann. Das ist ein Geschenk. Gleichzeitig frage ich mich heute liebevoll: &#8222;Warum erzähle ich das gerade? Was könnte es bei dir auslösen?&#8220; Besonders bei belastenden Erfahrungen nehme ich mir diesen kurzen Moment der Prüfung. Das schützt dich und mich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn mich etwas triggert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal berührt mich deine Geschichte an meinen eigenen, noch wunden Punkten. Dann merke ich, wie ich emotional stark einsteige. Ich nehme das als wichtiges Signal. Es zeigt mir, wo ich noch Fürsorge für mich brauche. Dafür sind Supervision, Austausch mit Kolleg:innen und meine Selbstfürsorge da. Das ist keine Schwäche, das ist professionell.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn ich unbewusst eine &#8222;Recovery-Norm&#8220; setze</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gedanke &#8222;Ich habe es geschafft, also kannst du es auch&#8220; kann aus Hoffnung kommen. Ich schätze meinen Genesungsweg sehr. Und ich weiß heute: Genesung verläuft nicht geradlinig und sieht für jeden Menschen anders aus. Ich möchte mit meiner Geschichte Hoffnung ermöglichen, nicht Druck erzeugen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn ich meine professionelle Rolle aus dem Blick verliere</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin gerne nah und authentisch &#8211; das ist eine meiner Stärken. Und ich bin nicht einfach nur &#8222;Freund:in mit eigener Psychiatrieerfahrung&#8220;. Ich bin Genesungsbegleiter:in. Ich schätze deshalb auch Grenzen, Vertraulichkeit, Rollenklarheit und Reflexion. Beides zusammen &#8211; Nähe und Klarheit &#8211; macht meine Arbeit wertvoll.</p>
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		<title>Kalt und Dunkel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2025 11:37:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EaN Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzepte und Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Rat und Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Schatzkiste]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
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		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kälte]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Kalte Jahreszeit treibt einen manchen ganz schön in die seelische Enge. Doch was kann man tun, um gut durch den Winter zu kommen?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Die Kalte Jahreszeit treibt einen manchen ganz schön in die seelische Enge. <br>Doch was kann man tun, um gut durch den Winter zu kommen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Januar ist Winterzeit und das bringt so manches mit sich. Vor allem aber Dunkelheit und Kälte. Rein metrologisch ist der Januar ein Wintermonat, dass heißt wir haben wenige Stunden Sonnenlicht und auch insgesamt weniger starkes Licht. Die Folge davon ist nicht nur die rein physikalische Kälte. Meist reicht ja schon ein Blick aus dem Fenster, um zu sehen, dass es entweder dunkel, oder in den wenigen hellen Stunden , richtig kalt ist. Die Natur zeigt ein düsteres, wenn auch für mich romantisches,Bild in dunklen, tristen Farben. Selbst der Himmel scheint weniger blau als in anderen Jahreszeiten. Da braucht man nicht erst vor die Tür zu gehen, um schon beim Anblick zu frieren.<br>Dabei brauchen wir doch unsere Portion Sonnenlicht, frische Luft und Bewegung. Nicht nur depressive Menschen sind mit regelmäßigen Spaziergängen an der frischen Luft gut beraten. Das ist essentiell für das körperliche und auch seelische Wohlbefinden.<br>Nicht nur, dass eine gute Portion Sonne gegen depressive Verstimmungen hilft, also im wahrsten Sinne des Wortes die Stimmung aufhellt, sondern auch die Bewegung regt positive Effekte im Körper an. Zusätzlich meist es auch eine gute Sache, manchmal aus seinen eigenen vier Wänden auszubrechen, denn unterwegs, zum beispiel in der Natur, kann man die Dinge neu bedenken und aus einem anderem Blickwinkel betrachten. Auch weil man seinen Blickwinkel wortwörtlich wechselt, wenn man nicht immer auf das gleiche Panorama, welches uns unsere eigenen vier Wände bietet, starrt. Position wechseln hilft beim Perspektivenwechsel &#8211; das zeigen diverse Übungen aus verschiedenen therapeutischen Ansätzen.<br>Ich selber gehe gerne spazieren und nehme meine Probleme mit, um ihnen nicht nur Zeit einzuräumen, sondern auch, um sie aus meinen eigenen vier Wänden zu entfernen (und möglichst dabei auch draußen zu lassen). das klappt besser, als alles andere, was ich so ausprobiert habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der kalten Jahreszeit ist es allerdings kein Vergnügen sich draußen zu bewegen. neben der eisigen Kälte wirkt auch die emotionale Kälte, denn die meisten menschen wollen genauso wenig draußen sein, wie ich selber. Daher bleibt es bei nur wenigen, wohltuenden Lächeln und netten Grüßen, die meist soviel Wärme schenken. Das ist schon Schade.<br>Aber auch die dicke Kleidung, die wir scheinbar brauchen, isoliert uns vor mehr, als nur der Temperatur. Es ist schwer soziale Kontakte mit Jemanden zu unterhalten, der unter einem Panzer aus Frostschutz verborgen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem ist gerade in dieser zeit die Selbstfürsorge wichtig. Eine Tageslichtlampe hilft mir, ein wenig Sonnenlicht zu bekommen und auch Sport im Inneren kompensiert die fehlende Bewegung. Dennoch empfehle ich, sich auch einfach mal aus dem haus zu trauen. Muss ja nicht weit oder lang sein. einfach ein kleiner Spaziergang. Draußen trifft man immer Menschen, schon alleine die vielen Hundehalter, die unterwegs sind. und ein freundlicher Gruß wird häufig beantwortet, denn anderen Menschen geht es ja genauso.<br>Nach einem Spaziergang in der Kälte ist die Wärme zuhause um so wohltuender. Hinzu kommt das Gefühl, etwas getan zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also, gönnt euch etwas und geht raus.</p>
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		<title>Die Perfektion in der Unperfektion</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 11:10:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperationspartner]]></category>
		<category><![CDATA[Rat und Hilfe]]></category>
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		<category><![CDATA[Einzelhandel]]></category>
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		<category><![CDATA[Mausebär]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Mausebär entdeckt, dass das Motto "Nobody's Perfect" auch beim Bekleidungskauf passen darf - Der Mausebär macht schonungslos Werbung für etwas, was er selber gut findet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Der Mausebär entdeckt, dass das Motto &#8222;<em>Nobody&#8217;s Perfect</em>&#8220; auch beim Bekleidungskauf passen darf &#8211; Achtung Werbung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mausebär war letztens doch mal wieder Einkaufen, denn hin und wieder braucht ja auch mein Kleiderschrank Auffrischung. Daher wurde ich von der Mausebärmama in ein Fachgeschäft gedrängt &#8211; und ich bin ihr sehr dankbar dafür.<br>Denn ich habe eine tolle Person kennen gelernt und einen guten Laden, den ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei <strong><a href="https://www.facebook.com/NoBodysPerfect.Kempen/?locale=de_DE">Claudia Braun</a></strong> in ihrem Laden &#8222;<strong><a href="https://www.no-bodys-perfect.de/">Nobody&#8217;s Perfect</a></strong>&#8220; fühlte ich mich gleich wohl. Das kleine, aber gut ausgestattet Bekleidungsgeschäft in der Kempener Innenstadt bietet nämlich alles, was ein Mensch mit besonderen Bedürfnissen, wie zum Beispiel der Mausebär, braucht.<br>Und wenn ich sage, was ich brauche, meine ich nicht nur das Sortiment, was auch auf Menschen mit meiner stattlichen Größe zugeschnitten ist, sondern spreche auch über fachkundige und zugewandte Beratung, angenehme Atmosphäre und das Gefühl, als Kunde gewollt, ja gar erwünscht zu sein.<br>Claudia Braun, so durfte ich das selbst an mir erfahren, geht sehr gut mit auch schwierigen Kunden (was ich nun einmal bin) um und hat das richtige Maß zwischen Unaufdringlichkeit und Motivation (bei mir) gefunden.<br>Natürlich kam ich gleich mit ihr ins Gespräch und wir kamen zu einem wunderbaren Austausch, bei dem ich erfuhr, dass sie auch noch einen <strong><a href="https://www.no-bodys-perfect.de/unsere-laeden">Outlet-Store in Lobberich</a></strong> führt und auch eine Fachkundige Beratung in aufsuchender Form anbietet, sprich zu Kunden, die es aus diversen Gründen nicht schaffen können, ihren Laden zu besuchen, nach hause kommt (auf Verabredung), um sie in ihren eigenen vier Wänden zu beraten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch für Menschen, die Auswahl schätzen, aber mit den vielfachen Impulsen und Eindrücken beim Einkauf überfordert sind, gibt es eine Lösung, denn dort bietet Claudia Braun auch Termine an, wo sie den Laden nur für eine einzelne Person öffnet, um die Möglichkeit zu bieten, sich im Geschützen Rahmen umzusehen.<br>Menschen mit besonderen Bedürfnissen sind dort besonders willkommen und mit fachkundigem Blick und viel Erfahrung ist die Beratung dort auch gerade für Menschen, die in einem Transformationsprozess sind, zu empfehlen, da sie dort vorurteilsfreie Hilfe dabei bekommen, einen neuen Stil für sich zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz wie selbstverständlich haben wir, sprich die Erfahrungsexperten am Niederrhein, auch weiterhin den Austausch mit Claudia Braun gesucht und neben vielen positiven Gedanken, wertschätzendem Erfahrungsaustausch und Gesprächen auf Augenhöhe, sind auch die Ideen zu vielen wunderbaren Projekten (auf die ich mich freue) geboren worden.<br>Ich bin sehr froh über die beginnende Kooperation, von der alle (besonders unsere Klienten/ Kunden) hoffentlich profitieren können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wer nun denkt, dass ich Laden (und Inhaberin) über den grünen Klee lobe, der sollte einfach mal selber hingehen, denn ich vertraue darauf, dass Claudia Braun auch andere Menschen mit ihrer Art begeistern kann.</p>
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		<title>Bewegung / Freiraum / Wege / Leben &#8211; Schaffen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Mar 2024 16:08:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Rat und Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Bewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Ean]]></category>
		<category><![CDATA[Genesungsbegleitung]]></category>
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					<description><![CDATA[Genesungsbegleitung in Bewegung, Wie schaffe ich es, etwas zu schaffen und bekomme dabei auch noch  extra was geschafft?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Genesungsbegleitung in Bewegung &#8211; ein Angebot der <strong><em><a href="https://ean-g.de/">EaN UG</a></em></strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bewegung das heißt für mich, Dinge zu schaffen und nicht von ihnen geschafft werden &#8211; das ist eines der Ziele, die der Mensch verfolgt.<br>Genesungsbegleitung setzt da an, wo Menschen, aufgrund ihrer momentanen oder vergangenen Lebenskrisen genau dieses Ziel nicht mehr erreichen können.<br>Oder viel mehr glauben, es nicht mehr (vielleicht nie mehr) erreichen zu können.<br>wir alle tragen in uns das Bedürfnis etwas zu schaffen &#8211; unseren Weg zu machen, ja sogar zu meistern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der Recovery, also der Genesung und dem Wiederaufbau nach einer Krise lernen viele Menschen, wie wohltuend es ist, dem inneren Ziel durch einen äußeren Impuls zu folgen. Wenn wir lernen wollen, unsere Wege wieder zu gehen und sogar neue Wege zu beschreiten, brauchen wir nicht nur den Mut zum ersten Schritt, sondern müssen auch das Gehen wieder neu erlernen.<br>Und zu dem inneren Weg passt zumeist auch ein äußerer Weg&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">So kann ein wenig Bewegung, ein kleiner Spaziergang, so viele positive Dinge in uns in Bewegung versetzen. Und da ist die körperliche Gesundheit tatsächlich nur ein Nebeneffekt. Frische Luft, Sonne, Bewegung, das alles hat (wissenschaftlich nachgewiesen) einen positiven Einfluss auf unsere Psyche.<br>Aber auch die Distanz, die man beim Spazieren-gehen entwickelt (Distanz zu seinem Umfeld, seinem Lebensraum, seiner Arbeit, etc&#8230;) lässt einen auf neue Gedanken kommen, zerstört die wilde Fahrt der kreisenden Gedanken und fühlt den Geist mit neuen Inspirationen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bewegung verbindet&#8230;</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im besten Fall geht es allein, aber auch nicht immer, denn Gemeinschaft ist eines unserer grundlegenden Bedürfnisse.<br>Was liegt also näher, die gemeinsame Arbeit an der Krise (in Form von Genesungsbegleitung) mit wohltuender Bewegung an der frischen Luft zu verbinden? Sich einfach mal austauschen (mit einem Menschen, der einen versteht), fernab der üblichen Pfade, oder auch einfach nur mal im gemeinsamen Schweigen die Ruhe, die wir alle heutzutage so dringend benötigen, wieder zu entdecken.<br><br>Schon Sonja, für die es als ausgebildete Nordic-Walking- Trainerin und Genesungsbegleiterin, einfach nur natürlich war, dieses positive Zusammenspiel zu entdecken, hat mir vor Zeiten darüber berichtet, denn seit 2015 gehört das fest zu ihrem Konzept (damals als selbstständige Genesungsbegleiterin, heute im Rahmen unseres Unternehmens).<br>Und es stimmt&#8230;<br>Wie viel Kraft hat es mir gegeben, gemeinsam mit einem sehr gutem Freund, zum Schwimmen zu gehen und beim Bahnen ziehen über alles was uns bedrückt reden zu können. Wie oft war ich mit meiner (leider verstorbenen) Frau unterwegs und habe mit ihr über alles gesprochen, was uns so einfiel (auch über Sachen die in unserer Wohnung keinen Platz hatten), wie oft habe ich (damals als ich noch aktiv war) im Fitnessstudio, zwischen den Übungen es genossen, mit meinem jeweiligen Trainingspartner über alles mögliche zu reden.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong><em>Gemeinsames tun verbindet und öffnet den Geist für wohlmeinende Gespräche&#8230;</em></strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Umso mehr, da alleine tun immer von Ängsten begleitet ist (ich habe selber eine Angststörung, ich weiß wovon ich rede). Gemeinsam ist man stärker. Auch stärker als der Schweinehund, denn was motiviert mehr, als gemeinsam zum Sport, zum Spaziergang oder zur Bewegung zu gehen.<br>Und wer niemanden hat, für den bieten Sonja und ich das Konzept &#8222;<strong><em>Genesungsbegleitung in Bewegung</em></strong>&#8220; &#8211; egal ob Du jemanden brauchst, der Dir hilft, wieder in Bewegung zu kommen, oder eine Begleitung suchst, um den äußeren Weg mit deinem inneren Weg zu verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das Beste daran, keiner von uns ist eine Sportskanone. Nein, wir sind keine Fitnesstrainer, die Dich antreiben und Dich mit unseren wohlgeformten Leibern einschüchtern, sondern ganz normale Menschen, die schwitzen, stöhnen und unterwegs auch einmal eine Pause brauchen. So schaffen wir nicht Dich, sondern wir schaffen es gemeinsam, Seite an Seite auf dem Weg zur Genesung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Interesse bekommen?<br>Unverbindliche Beratung bekommst Du <strong><a href="https://ean-g.de/portfolio/">hier</a></strong> über unser <strong><a href="https://ean-g.de/kontakt/">Kontaktformular</a></strong></p>
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		<title>Der Weg liegt direkt vor mir</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jun 2023 09:36:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Rat und Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Genesungsbegleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Frage nach Therapieplätzen wird immer schwerer zu beantworten. Aber gibt es Alternativen?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Warum komme ich nicht zum Ziel?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erinnere mich an die Zeit, als ich aus der Tagesklinik kam. Empfohlen wurde mir eine Therapie, aber Hilfe einen Therapieplatz zu bekommen, die gab es nicht.<br>Kurze Zeit später, nach meinem Umzug in den Kreis Viersen versuchte ich erneut einen Therapeuten zu suchen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ergebnis war frustrierend. keine freien Plätze, keine Empfehlungen, keine Möglichkeiten.<br>Nach dem ich den Rat zur Therapie auch in meinem Bericht der Pflegekasse zu meinem Antrag auf Pflegestufe bekommen habe, hatte ich schon resigniert.<br>Drei &#8211; vier Jahre kein Versuch mehr und nur noch Selbsthilfe und sozialpsychiatrische Betreuung (was auch hilfreich war).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Immer wieder die Frage, was ich falsch mache</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Bin ich es selber Schuld? <br>Bin ich etwa nicht krank genug für eine Therapie? <br>Oder vielleicht zu Krank, ein hoffnungsloser Fall? <br>Strenge ich mich nicht genug an?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fragen über Fragen also</strong>!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich dieses Jahr zu einem neuen Psychiater wechselte (mein alter Psychiater ist spontan in Ruhestand gegangen), kam wieder die Frage nach einer Therapie auf.<br>Und erneut habe ich mich auf die Suche gemacht.<br>Per Telefon, Per E-Mails, über die 116-117, die angeblich jedem helfen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ergebnis</strong>se?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Vorgespräch bekommt man noch einigermaßen zeitnah, ein Therapieplatz ist illusorisch. Akut (also sofort) sowieso nicht. <br>Aber selbst auf die Warteliste aufgenommen zu werden (mit Wartezeiten von einem Jahr und länger) ist schon eine Besonderheit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Jahr warten auf eine Therapie!</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wie soll man da die Hoffnung behalten und den Schwung, den man gerade hat. In einem Jahr passiert doch so viel.<br>Wie soll man sich bis dahin weiter entwickeln, so ohne Hilfe?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die erste konkrete Lösung liegt in der Selbsthilfe</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott</em>, heißt es umgangssprachlich. <br>Über Gott mag man denken was man will, aber der Grundgedanke ist gar nicht so dumm.<br>Tauschen wir Gott in dieser Rechnung gegen ein Netzwerk aus Gleichgesinnten aus.<br>Eine Selbsthilfegruppe ist ein guter Ansprechpartner und ein Füllhorn von Möglichkeiten, Ideen und Erfahrungen.<br>Vor allem aber ein Netzwerk, welches einen auffängt, wenn man mal wieder im freien Fall in die Krise fliegt. Quasi das Sicherheitsnetz.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und, am Wichtigsten, ein Garant, nicht alleine zu sein, sondern Menschen um sich zu haben, die einen verstehen und zwar aus eigener Erfahrung.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Die zweite konkrete Lösung heißt Genesungsbegleitung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, man muss sich nicht unbedingt an einen Anbieter aus der Sozialpsychiatrie wenden (auch wenn das sehr hilfreich sein kann), um individuelle <strong>Genesungsbegleitung</strong> zu bekommen.<br>Als <strong>Peer-to-Peer</strong> Angebot, also ein Angebot von selber Betroffenen und zu Genesungsbegleitern ausgebildeten Menschen, bekommt man Unterstützung von einer Person, die all diese kleinen Probleme, die einen im Alltag begleiten, aus eigener Erfahrung kennt.<br>In Gesprächen aber auch bei Aktivitäten werden Erfahrungen ausgetauscht, Lösungen gesucht und die Motivation gefördert.<br>Das ersetzt keine Therapie, aber es überbrückt die Zeit bis zur Therapie und kann dann auch weiter therapiebegleitend laufen.<br>Egal ob als Lösung nach einem Klinikaufenthalt oder auch präventiv.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vielleicht einfach mal ausprobieren?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Gerne beraten die Mitarbeiter der EaN UG interessierte Menschen unverbindlich zu dem Thema <strong>Genesungsbegleitung</strong> und der Möglichkeit kostengünstig selber <strong>Genesungsbegleitung</strong> zu erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>Fragen oder die Bitte für ein Beratungsgespräch nehmen wir gerne <a rel="noreferrer noopener" href="https://ean-g.de/kontakt/" target="_blank">hier</a> entgegen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br></p>
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		<title>There is no place like home sweet home</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Kunze]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Apr 2023 12:24:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ankündigung]]></category>
		<category><![CDATA[Aspergers Nähkästchen]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Guerrilla-Texte ohne Mitwirkung der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten aus der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsthilfe im Ausnahmezustand]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Haus an der Dorenburg Grefrath]]></category>
		<category><![CDATA[Schmusehamster]]></category>
		<category><![CDATA[SHG Phönix]]></category>
		<category><![CDATA[SHG Recovery]]></category>
		<category><![CDATA[Sudhaus Viersen]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Schmusehamster lässt die drei Jahre währende Schifffahrt mit der SHG Phönix und SHG Recovery und deren Rückkehr in heimatliche Gewässer Revue passieren. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Eine längst überfällige und finale Eintragung in die Logbücher unserer heimatlosen Fahrt über die Weltmeere der Recovery, Salutogenese und Empowerment. Die letzten Zeilen des Reise- mögen überleiten in das Hafenlogbuch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist leicht, in Momenten, die einem wichtig erscheinen, verbale Superlative auszudrücken.<br>Obwohl es mir einerseits so scheint, dass dieser sprachliche Stil zunimmt und jedes noch so alltägliche Bundesligaspiel zum &#8222;Schicksalsspiel&#8220; mit &#8222;grandioser Spannung&#8220; gepriesen wird oder die glattgekämmten Ergüsse mancher politischen Konferenz wahlweise als &#8222;Zeitenwende&#8220; oder &#8222;Doppelwumms&#8220; verkauft werden, muss auch ich an dieser Stelle gestehen, dass es manchmal Spaß macht und aus tiefempfundenem Herzen kommt, den Kommunikationsschalter bis zur nachbarschaftlichen Rückmeldung hochzudrehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also seid Zeugen, liebe Mitlesende und Mitlesendinnen, wie Euer Schmusehamster, sein seidenweiches Fell von oben bis unten gebürstet, mit frisch geputzten Pfötchen und sauber blinkenden kleinen Krallen den Schemel herbeischiebt, die Leiter ausklappt und sodann auf flinken Füßchen ans Schubfach fürs ganz große Besteck hinlangt, erwartungsvoll schnuppernd, sich in die kleine Hamsterbrust wirft und verkündet:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Odysee ist zu Ende!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast exakt drei Jahre, nachdem die Welt der Fluch irgendeines auf dem Markt im chinesischen Wuhan eingekerkerten kleinen Säugetieres getroffen hat (die nackten Finger, welche empört auf das goldgelbe Antlitz der hamsternden Verwandtschaft des Autors zeigen, seien an dieser Stelle nagezähnefletschend abgewehrt), durften zwei Schiffe, die &#8222;SHG Recovery&#8220; und die &#8222;SHG Phönix&#8220; mit ganz besonderen Menschen wieder in ihren heimatlichen Hafen einlaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Synchron mussten wir vor 36 Monaten die Segel setzen und zur zunächst heimatlosen Irrfahrt über die Weltmeere im berühmt-berüchtigten Dreieck von Recovery, Salutogenese und Empowerment antreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So manches Abenteuer galt es zu bestehen. Manch ein Mitstreitender ging verloren, zu anderen blieb nur der wackelige, doch manchmal auch permanente Funkkontakt, gemeinsam mit der oft bitteren Erkenntnis, dass persönliche Nähe durch digitalen Ton und Bilder bestenfalls abgebildet, aber nur schwer gespürt werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Dank gilt allen, welche die digitalen Zumutungen ertragen und durch Neugierde und Lernbereitschaft bereichert haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Dank gilt besonders jenen, die unsere sturmgeschüttelten Schiffe in ihren ganz privaten heimatlichen Häfen gastfreundlich aufgenommen haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Jawohl, die Athmosphäre war eine andere und in der Tat blieben unsere eingeschworenen Gruppen unter sich, teils aus Selbst- und teils aus Fremdschutz und dies sicherlich auf Kosten so mancher unbekannter seelisch heimatlos vertriebener Schiffbrüchiger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedoch, und das war unser hauptsächliches Ansinnen, wir haben beide als Gruppen überlebt und mögen in der nun zaghaft wieder aufblühenden Landschaft der Selbsthilfe als Brückenköpfe dienen und all jenen eine Anlegestelle bieten, die dies brauchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So wenig wie das Wetter sich Pausen gönnt, so ist auch unsere persönliche Reise als Gruppe und Individuum weitergegangen. Wir haben geliebte Mitmenschen, teils weise alte Wegweiser, an Krankheit oder Alter verloren, wir haben Mitstreiter Krisen durchleiden sehen vom ersten Niedergang über das Auftreffen am Boden bis zum Erklimmen jener Zinnen, hinter denen die Wärme des psychischen Sonnenscheins unsere Tränen trocknet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kommt mir kleinem Hamsterherz so vor wie in manchem Hollywoodstreifen, wenn diese Heldenreisen ihren Tribut fordern und auch heute, wo wir an heimatlichen Gestaden angekommen sind, treu an unserer Seite Kämpfende auf den letzten Metern, die Küste in Sichtweite, über Bord gegangen sind, weil die schwärende und zunächst im Verborgenen gebliebene Wunde, die unsere Odyssee im Zusammenspiel mit individuellen Unwettern geschlagen hat, die Heldin am Ende doch noch in seelische Schwärze hat abstürzen lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich merke an dieser Stelle mein Hamsterschnäuzchen aufrichtig zittern und meine dunklen Knopfaugen feucht werden. So gerne würde ich das Geheimnis jener Pille oder Therapie kennen, welche uns alle von dem Joch befreit, in welches wir an schlechten Tagen gespannt sind oder zumindest uns an guten Tagen unser Bündel auf dem Rücken etwas leichter tragen lässt.<br>Doch bevor ich beginne, Maß und Mitte zu verlieren, kehre ich zurück zu jenen Heimathäfen, in die wir zurück gekehrt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die SHG Recovery ist seit März 2023 wieder &#8222;zuhause&#8220; im Sudhaus Viersen und trifft sich dort wie gewohnt an jedem ersten Freitag im Monat, Feiertage ausgenommen. Zusätzlich wird das Online-Angebot via zoom immer vierzehn Tage nach dem persönlichen Treffen aufrecht erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die SHG Phönix ist seit April 2023 wieder &#8222;zuhause&#8220; im Haus an der Dorenburg in Grefrath und trifft sich dort wie gewohnt an jedem Dienstag in der Woche, Feiertage ausgenommen, von 18-20 Uhr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allen interessierten Menschen sei empfohlen, sich entweder an die Mitarbeiter des Sudhauses Viersen oder des Hauses an der Dorenburg oder der BIS Brüggen zu wenden und dort unsere Kontaktdaten für ein erstes gegenseitiges Kennenlernen zu erfragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Musikalisch umrahmt in meinem kleinen Asperger-Nähkästchen, das sich Schmusehamsterhirn nennt, läuft der schöne Song von Dr. Alban &#8222;Home Sweet Home&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun wird sich der Schmusehamster, ermattet vom Tippen, in sein holzwollegefülltes Nest für ein Nickerchen zurückziehen. Störenden im Sinne von meinen Schönheitsschlaf unterbrechenden Elementen sei ob frisch gewetzter Nagezähne das Tragen eines Lederhandschuhs, wie Falkner sie verwenden, empfohlen. Mittelalterfreunde und Freunde mittleren Alters können es auch mit einem Kettenhandschuh versuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So long,</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer Schmusehamster</p>
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