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	<description>Selbsthilfe, Genesungsbegleitung und Betroffenenbeteiligung</description>
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		<title>Die innere Welt des Mausebären</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2026 11:10:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EaN Beiträge]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Mausebär erklärt Nach dem proktopsychologischem Ansatz von Thorsten Dürholt (dem Mausebären), versuche ich kurz zu erklären, wie der Mausebär funktioniert Kopf, Bauch und Herz Die innere Welt des Mausebären funktioniert dank dreien Instanzen, die Sigmund Freud in seinem Seelenmodell beschrieben hat. Da wären die drei Instanzen Das Es, Das Ich und das Über-Ich, wobei [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Der Mausebär erklärt</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Nach dem proktopsychologischem Ansatz von Thorsten Dürholt (dem Mausebären), versuche ich kurz zu erklären, wie der Mausebär funktioniert</h3>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="726" src="https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wp-content/uploads/2026/06/Ansatz-des-Mausebaeren-1024x726.jpg" alt="" class="wp-image-8686" srcset="https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wp-content/uploads/2026/06/Ansatz-des-Mausebaeren-1024x726.jpg 1024w, https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wp-content/uploads/2026/06/Ansatz-des-Mausebaeren-300x213.jpg 300w, https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wp-content/uploads/2026/06/Ansatz-des-Mausebaeren-768x545.jpg 768w, https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wp-content/uploads/2026/06/Ansatz-des-Mausebaeren-1536x1089.jpg 1536w, https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wp-content/uploads/2026/06/Ansatz-des-Mausebaeren-2048x1453.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><em><strong>Kopf</strong></em>, <em><strong>Bauch</strong> </em>und <strong><em>Herz</em></strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die innere Welt des Mausebären funktioniert dank dreien Instanzen, die <strong><em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sigmund_Freud">Sigmund Freud</a></em></strong> in seinem <strong><em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Strukturmodell_der_Psyche">Seelenmodell</a></em></strong> beschrieben hat. Da wären die drei Instanzen <strong><em>Das Es</em></strong>, <strong><em>Das Ich </em></strong>und das <em><strong>Über-Ich</strong></em>, wobei bei Freud <strong><em>Das Es</em></strong> die Triebe und Bedürfnisse manifestiert, während <strong><em>Das Über-Ich</em></strong> die Moral und Wertvorstellungen darstellt. Beide stehen in einem ständigem Konflikt, dem durch die dritte Instanz,<strong><em>Das Ich</em></strong>, begegnet wird in dem Versuch, diesen Aufzulösen. Soweit einfach und kurz erläutert&#8230;<br>Ich persönlich verorte diese drei Instanzen in mir direkt und körperlich, als <strong><em>Kopf</em></strong> (oder Hirn), <strong><em>Bauch</em></strong> und <strong><em>Herz</em></strong>. <br>Wobei der <strong><em>Bauch</em></strong> (also das sogenannte Bauchgefühl) für mich Bedürfnisse und Triebe, allerdings auch Instinkte und Intuition ausmacht und somit <strong><em>Das Es </em></strong>repräsentiert. Es sind die unbewussten Bedürfnisse, Gedanken und Entscheidungen, die aus dem inneren Erleben ungefiltert in mein Bewusstsein strömen und mit Handlungsaufforderungen versehen sind. Sowohl die Erfüllung der Grundbedürfnisse und der Begierden, als auch das Alarmsystem meines Körpers funktionieren über diese Instanz.<br>Das Herz hingegen verkörpert für mich die höheren Emotionen und Bedürfnisse, die aus meinen Erfahrungen, angelerntem Verhalten, meinem Glaubenssätzen und ähnlichem erwachsen. Hier befindet sich der Ursprung des möglichen Perspektivwechels, meines inneren Glaubens an Richtig und Falsch und die Instanz, die aufgrund meiner inneren Wertvorstellungen Bedürfnisse, besonders im sozialem Feld einfordert. <br>Den Kopf sehe ich hingegen als den Sitz der Logik auf der einen Seite (der logischen Hirnhälfte), als auch als Wohnung meines kreativen Geistes, meiner Vorstellungskraft und ähnlichem (die kreative Hirnhälfte). Diese Instanz prüft die Bedürfnisse der anderen beiden Instanzen anhand des vorhandenen Archives an Wissen und Erfahrungen und generiert Möglichkeiten, den Bedürfnissen gerecht zu werden.<br>Im Gegensatz zu <strong><em>Freud</em></strong> sehe ich allerdings <strong><em>Das Ich</em></strong> nicht nur als reine Vermittlungsinstanz, sondern sehe sowohl in rationalität, als auch in Kreativität eine ganz eigene Bedürfniswelt, die ich weder im <strong>E<em>s</em></strong> oder im <strong><em>Über-Ich </em></strong>beheimatet sehe.<br>Das heißt, auch der Kopf hat eigene Impulse und Anregungen, die in den Gesamtkomplex der Persönlichkeit des Mausebären einfließen.<br>Somit manifestiert sich die innere Persönlichkeit des Mausebären durch ein, nicht immer reibungsloses Zusammenspiel der drei Instanzen <em><strong>Kopf</strong></em>, <em><strong>Bauch</strong> </em>und <strong><em>Herz</em></strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Stimmen im Mausebären</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Jede der drei Instanzen besteht nicht nur aus einer Stimme (das wäre ja viel zu einfach), sondern aus einer Sammlung verschiedener Perspektiven und Akteuren. <br>Das <strong><em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Inneres_Team">Innere Team,</a></em></strong> wie es zum Beispiel <strong><em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Friedemann_Schulz_von_Thun">Friedemann Schulz von Thun</a></em></strong> definiert, verordne ich im Bereich des Herzens, wo die Diskussionen über die Rechtmäßigkeit meines Handelns, mein innerer Glaube und solche Dinge diskutiert werden, um jene Teile der Persönlichkeit einzubringen, die ich erlernt habe, die mir beigebracht wurden, die ich am Modell erfahren habe. es sind die Stimmen meiner <strong><em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Rolle">Rollenmodelle</a></em></strong>, die aber auch die von mir erlebten Ansprüche an meine jeweiligen sozialen Rollen definieren. Mein Verhalten und meine inneren Zwänge werden hier verhandelt und letztendlich durch eine Reihe von <strong><em>Archetypen </em></strong>vertreten.<br>Dies können Teile meinen Glaubens sein, in Form von Legenden und Göttern, meine philosophischen Betrachtungen in form von weisen Meistern, erlernte Glaubenssätze von wichtigen Menschen in meinem Leben, den sogenannten Mentoren, aber auch die kritischen Stimmen der Gesellschaft wie ich sie erlebt habe (in Form von inneren Kritikern) und festgefahrene Lehrsätze, die ich schlecht loswerde, die von den ewigen alten Lehrern eingeprügelt werden.<br>Auch sehe ich den erworbenen Teil meiner <strong><em>Psychodivergenz</em></strong>, als Teil meines inneren Teams, gerade als Folge dessen, den falschen Lehrsätzen zu folgen und aus sozialem Druck heraus (den Willen zu genügen und &#8222;richtig&#8220; zu sein).<br>Meine Sammlung an Instinkten und Bedürfnissen nenne ich liebevoll meine <strong><em>Monsterkommune</em></strong>, denn hier sitzen meine inneren Monster, die gerne zum spielen kommen würden und mir stetig ins Ohr flüstern (auch zum Guten &#8211; &#8222;Teufel&#8220; und &#8222;Engel&#8220;). Diese Stimmen in mir erwachsen nicht aus realen Personen als Vorbild, sondern manifestieren sich als innere Kreaturen aus meiner Fantasie, so etwas wie der innere Schweinehund, zum Beispiel.<br>hier sehe ich auch die Basis meiner <strong><em>Neurodivergenz </em></strong>(also der Stimmen meines <strong>ADHS</strong> und <strong>Autismus </strong>&#8211; die auch Bedürfnisse äußern), als auch meiner angeborenen <strong><em>Psychodivergenz</em></strong>, wie zum Beispiel meiner Persönlichkeitsstörung (also mein innerer Narzisst ist da vorne mit dabei).<br>Die Triebhaftigkeit dieser Instanz ist natürlich häufig im Konflikt mit den eher bedachten Personen aus meinem <strong><em>inneren Team</em></strong>, die versuchen die Monster in artgerechter Haltung unter Kontrolle zu bringen (die Biester haben aber auch einen harten Fluchtinstinkt).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Währenddessen hat mein Verstand, im Kopf ansässig, bereits fünf <strong><em>Persönlichkeitsmodell</em></strong>e sogar ein paar mehr, aber die sind zu situativ) entwickelt, die bereits einige Verhandlungen in sich abgeschlossen habe, so dass ich mir diese Perönlichkeiten überstreifen kann, und so nicht wieder alles neu verhandeln muss. Quasi eine funktionale, oder teil-funktionale Sammlung an Abmachungen und Kompromissen, die dann funktionieren, wenn ich gerade nicht verhandeln kann oder will. Leider schlüpfe ich, unter Stress, automatisch in eines dieser Modelle und wähle manchmal nicht optimal. mein Kopf verwaltet diese Modelle, die weniger Stimmen, als mehr Rollen sind, die in meinem mentalem Kleiderschrank hängen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Zusammenhang</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Alle drei Instanzen formen den Mausebären, so wie er im inneren ist. Natürlich nicht als feste Masse, sondern fluide, situationsorientiert im ständigem Zweifel. Es gehört dazu, meine eigene Person zu definieren, sowohl meine inneren rollen, meine wilden Monster, aber auch mein inneres Team zu erkennen und als Teil eines gesamten Komplexes zu verstehen, der den Mausebären im Inneren ausmacht.<br>diese wilde Mischung zu verstehen ist schon (nahezu) unmöglich, doch um sie nach außen zu kommunizieren, sind wiederum weitere Grenzen gesetzt.<br>denn das Bild des Mausebären nach außen ist ja gefiltert durch die Kommunikation. Sowohl in der Sendung, wer bin ich, als auch im Empfang dessen, was der Andere wissen will oder zu erkennen meint, ist immer eine gewisse Störung, die <strong><em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Watzlawic">Paul Watzlawick</a></em></strong> und <strong><em>Schulz von Thun </em></strong>gut erkannt haben, zum Beispiel im <strong><em><a href="https://Vier-Seiten-Modellhttps://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Seiten-Modell">Kommunikationsmodell</a></em></strong>, unterworfen. Ich werde das hier nicht genau erklären, kann man gut nachlesen.<br>Kommunikation ist halt nicht perfekt.<br>Und Teile der Kommunikation umgehen auch das Kommunikationszentrum und dringen ungefiltert als Feedback zu den Monstern oder dem inneren Team vor, wo sie meist herbes Chaos auslösen. <br>so entsteht eine bestimmte Spannung zwischen dem Innern und dem äußeren Bild des Mausebären, welche spürbar, aber schwer erklärbar ist&#8230;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mausebär  mag kompliziert sein, aber ich denke, dieses Modell kann auch für andere Menschen funktionieren und eine Hilfe sein, sein eigenes Inneres zu entdecken und zu &#8222;kartographieren&#8220;, so kann ein teil, einfach durch bewusstes Beschäftigung bereits &#8222;befriedet&#8220; werden und ein achtsamer Umgang mit den eigenen Bedürfnissen angestrebt werden.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Divergente Gedanken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 10:46:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EaN Beiträge]]></category>
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					<description><![CDATA[Was ändert sich in der Einstellung zu sich selber, wenn sich der eigene Punkt der Wahrnehmung mal eben verschiebt und was mach es mit mir?]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Was ändert sich in der Einstellung zu sich selber, wenn sich der eigene Punkt der Wahrnehmung mal eben verschiebt und was mach es mit mir?</h2>



<h4 class="wp-block-heading has-text-align-right">Der Mausebär (Thorsten Dürholt) reflektiert einen kleinen seelischen Durchbruch</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern hatte ich ein gutes Gespräch (eigentlich einen Chat &#8211; also ein &#8222;geschriebenes Gespräch&#8220;), mit einer der wenigen Vertrauenspersonen in meinem Leben, die helfen, mich zu reflektieren, mich zu hinterfragen und die subtil meine Gedanken in neue Bahnen lenken, damit ich nicht immer auf ausgetretenen Pfaden lande. denn obwohl ich als Genesungsbegleiter das als Beruf(ung) selber bei anderen Menschen anbiete, brauche auch ich so meine Begleiter, die mich auf dem Weg durch das Leben stützen. Vielleicht brauchen wir alle das. So ganz unabhängig von unserer seelischen, körperlichen oder geistigen Verfassung. Manche Menschen finden das in Partnern, freunden oder engen Bekanntschaften, manche Menschen innerhalb von sozialen Netzwerken, wie vereinen, Gruppen und Parteien, andere brauchen da vielleicht einen &#8222;Profi&#8220;, sei es ein Therapeut, ein Seelsorger, ein Sozialarbeiter oder halt ein Genesungsbegleiter.<br>Wenn ich Menschen etwas erkläre, dann bringt mich das selber dem Verständnis näher, was ich in meinen diversen schulischen Ausbildungen gelernt habe. ich lerne dadurch, dass ich Nachhilfe gebe, unterrichtete, erkläre&#8230;<br>Das heißt auch für Durchbrüche in meinen eigenen Gedanken brauche ich ein Publikum, am besten jemanden, der aktiv zuhört und die richtigen Fragen stellt, nicht nur ein Ja-Sager oder Stichwortgeber, sondern jemand der genau die seltsamen fragen stellt, die mich dazu bringen, tiefer nachzudenken, die Angelegenheiten von neuen seiten zu betrachten, die Perspektive zu wechseln.<br>vielleicht klappt das bei mir, weil ich den inneren Zwang habe, geistig mithalten zu können, zu verstehen und wieder Kontrolle durch Wissen zu erhalten. keine Ahnung, aber es funktioniert&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern habe ich etwas zusammengefasst, was mir seit einiger Zeit im Kopf herumspukt und habe es so formuliert:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Ich bin halt so, war immer so und wusste nie warum.<br>Die Divergenz bietet mir erstmals eine Erklärung.<br>Und erstmals bin ich mutig genug eine Entscheidung zu treffen.<br>Ich muss mich nicht anpassen.<br>Ich darf entscheiden, was mich an mir stört und dass ist meine Entscheidung.<br>Ich darf mir aussuchen, was davon ich betrachte und wenn ich herausgefunden habe, dass ich es ändern kann, dann darf ich das ändern, wenn ich es will. Und wenn nicht, dann darf ich das für mich akzeptieren und als gegeben betrachten.<br><br>Ich ändere mich nicht mehr für andere Menschen und ich ändere mich nicht, um zu passen &#8211; dass macht mich nur unglücklich, habe ich gelernt.<br><br>Ich versuche zu verstehen, was mich zufrieden macht und gehe in die Richtung.<br><br>Optimieren bedeutet für mich, meinem optimalen Bild zu entsprechen und die Bilder anderer Menschen sind dabei völlig egal</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Ein spontanes Mausebären-Manifest, aus dem Moment heraus in Stein gemeißelt</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Um dass Ganze ein wenig zu erklären, damit es möglich ist, dem Gedanken zu folgen. Eine interessante Frage in der Genesungsbegleitung ist &#8222;<em>Wann hast Du bemerkt, dass Du anders bist?</em>&#8222;. Ich habe das bemerkt, da war ich noch sehr jung. letztendlich kann ich mich nicht an Zeiten erinnern, in denen ich mich nicht irgendwie &#8222;<em>anders</em>&#8220; gefühlt habe. Nicht in einer besonderen art, dass hat mir vielleicht mein <strong>Narzissmus </strong>später versucht einzureden &#8211; vielleicht aber ist der Narzissmus auch aus dem Wunsch entstanden, etwas &#8222;<em>besonderes</em>&#8220; zu sein, statt etwas &#8222;<em>anderes</em>&#8222;. Vielleicht war ich früh meiner selbst bewusst und meiner inneren Einsamkeit, die mich von anderen Menschen abtrennt. Vielleicht lag es daran, dass ich phasenweise mehr zeit mit erwachsenen Menschen verbracht hatte, in der Behandlung durch den Kinder- und Jugendpsychologischen Dienst war (bereits in frühen Jahren). Vielleicht&#8230;<br>Wenn ich an meine Kindheit denke, denke ich an viele Situationen, in denen ich mich &#8222;<em>anders</em>&#8220; gefühlt habe, alleine, irgendwie ausgegrenzt. Und an das Gefühl von Angst und Scham die dazu kamen. Ich habe etwas gespürt, etwas über mich verstanden, konnte es aber nicht in Worte fassen, nicht mitteilen.<br>ich war derjenige, der Angst vor spontanen Berührungen hatte, derjenige, der viele dinge nicht essen konnte (nicht wegen Allergie &#8211; sondern eine Essstörung) derjenige der Migränenanfälle hatte (seit frühester Kindheit), derjenige, der komische Gedanken hatte, eine seltsame ausgeprägte Fantasie und nicht dazu gehörte, aber trotzdem da war. Ich war derjenige, der seine Ängste in Überheblichkeit, Wut, aber auch Kreativität kanalisiert hat. derjenige, der bei manchen Dingen immer vorne mit dabei war und doch stets nur die Sachen im blick hatte, die er nicht konnte. Als Einzelkind von einer alleinerziehenden Lehrerin ist es schwer Selbstwertgefühl aufzubauen. Durch ständiges Fördern und Fordern wurde ich manchmal vielleicht überfordert.<br>ich habe nicht gelernt Anerkennung zu erkennen, sondern sah immer nur Kritik. und obwohl ich nach außen viele soziale Kontakte hatte fühlte ich mich innerlich einsam und leer. <br>Ich hatte immer das Gefühl, nicht zu genügen, nicht gut genug auszusehen, nicht sportlich genug zu sein, mit meinen zwanghaften Verhaltensformen mir alles immer selber zu zerstören. Kurzum, ich wollte immer ein anderer werden, aber egal, wohin ich auch ging, ich war bereits schon da. ich konnte nicht vor mir weglaufen, mich nicht von mir scheiden lassen. Es folgten Unsicherheiten, <strong>Melancholie</strong> (die später zu <strong>rezidivierenden Depression</strong> wurde  &#8211; was uncooler klingt als Melancholie) und anderen Problem,  die ich nicht wirklich so benennen kann, dass sie diesem Text gerecht werden.<br>Obwohl ich immer wissen wollte, was der sinn war, wo die wurzeln lagen, warum ich so bin, wie ich bin und nichts daran ändern kann, die Antworten liefen vor mir her, wie die berühmte Karotte am Stock, doch der Teil von mir, der den Stock hielt, war stets auf dem Weg in die falsche Richtung. Vielleicht auch nicht so ganz, da sie mich auf Umwegen doch zu einigen Zielen geführt hat, nicht die Ziele die ich erreichen wollte, aber die, die ich erreichen musste, um heute hier zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war an vielen Stationen, habe an vielen Orten gesucht und doch&#8230;<br>letztendlich war es der Zufall, der geholfen hat, denn als mein Psychiater in Ruhestand gegangen ist, (überraschend für mich), hat mich ein Freund an seinen Psychiater verwiesen. und der wahr einfach besser, hat zugehört, verstanden, erkannt, getestet und festgestellt. Die richtigen Fragen gestellt und mir Antworten gegeben.<br>Das Schlüsselwort war die <strong>Neurodivergenz</strong>. <br><strong>ADHS</strong>, darauf wurde ich als Kind bereits getestet (ich war ein schreckliches Kind in der Schule &#8211; ein typischer Klassenclown), aber damals, als ich Kind war, war es halt noch nicht so weit, dass es einfach gewesen wäre. <strong>Hochbegabung</strong>, <strong>neuro-untypisches Verhalten</strong>, alles dass war das unentdeckte Land und so lag meine Begabung brach und mein neuro-untypisches Verhalten wurde gefördert. Statt zu einem <strong>Genie</strong> wurde ich zu einem <strong>Störenfried</strong>, einem chronisch <strong>Unzufriedenen</strong>, einem <strong>Depressiven</strong>. <br>Jetzt ist es entdeckt worden, also die <strong>ADHS</strong> und ich nehme Medikamente. Und ähnlich wie bei den Anti-Depressiva, die erst spät in mein Leben traten (weil ich auch erst spät mich auf Therapie einlassen konnte), ist das ein Gamechanger. Ich fange an, in Teilen zu funktionieren, die vorher nie funktioniert haben. Ein Mangel wird behoben und so ein Ausgleich geschaffen, der dafür sorgt, dass ich über mich hinauswachsen kann.<br>Aber auch ein anderer Teil, nämlich, dass ich ein stück weit im Autismus stecke, wurde festgestellt. Und plötzlich gab es eine Antwort, denn ich habe mit meinem Psychiater einfach über meine Essstörung geredet (ganz spontan und mutig) und erfahren, dass es bei Autisten ein bekanntes Symptom ist. Hat mit Textur und so zu tun. Und das war ein plötzlicher Aha-Effekt. Plötzlich war es logisch, plötzlich war es greifbar, ich habe darüber gelesen und es passt. jahrelang habe ich nach dem Grund gesucht und da war er nun, ganz einfach vor mir. Plötzlich ergaben auch andere Dinge einen logischen Sinn. Sachen von denen ich nie wusste, warum sie so waren. Es war einfach eine Frage meines inneren Betriebssystems.<br>Hart an der Erkenntnis war zuerst, dass es auch bedeutet, dass ich nichts daran ändern kann, dass es eine Sache ist, die so einfach ist, doch jetzt weiß ich, dass es gut ist. ich weiß, dass es so ist, warum es so ist und dass es so bleiben wird und daher kann ich mich anderen Sachen zuwenden, die ich ändern kann. ich habe eine Erklärung und jetzt kann ich beginnen zu akzeptieren.<br>ich fange an zu akzeptieren, dass sich gewisse Sachen an mir nicht ändern lassen, nicht veränderbar sind und dass sie eigentlich auch nie etwas waren, was mich gestört hat, sondern mehr ein Problem für meine Umgebung. ich bin halt nicht &#8222;normal&#8220;. <br>Warum weiß ich jetzt und kann damit umgehen, denn ich muss mich nicht in etwas einpassen, in was ich nicht passe. Ich kann mich mögen, so wie ich bin und all meine kleine Marotten in mein Leben einbauen, denn ich muss nicht so funktionieren, wie andere menschen, sondern habe mein eigenes Betriebssystem, mit meinen eigenen Routinen.<br>und ich kann jetzt endlich mit einem neuen Blick die Sachen erkennen, die ich ich ändern kann, oder auch nicht ändern kann. An dem was ich ändern kann, darf und werde ich weiter arbeiten, aber an dem was ich nicht ändern kann, da gehe ich den Weg der radikalen Akzeptanz. Und beim sortieren brauche ich noch ein wenig Hilfe, also raus zu finden, was ich ändern kann und was nicht. Aber Weisheit kommt durch Erfahrung, D a gibt es ja die berühmte Weisheit&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dank der <strong>Diagnose</strong> von <strong>Neurodivergenz</strong> habe ich nun einen neuen Ansatz, mit mir umzugehen, Dinge neu zu bewerten und Dinge zu verändern, mit Hilfe von außen , mit Hilfe von Ergänzungsmitteln (Medikamentation) und damit mein Leben selber mit Barrierefreiheit auszustatten. Vor allem durch eigene Akzeptanz, mir selber weniger Hindernisse in den Weg zu stellen. es ist nicht mein Versagen, sondern einfach nur der falsche Weg, den ich aus Unwissenheit gewählt habe. es ist zum glück nicht zu spät, abzubiegen und einen neuen Weg zu probieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch meine psychologischen Probleme bewerte ich dadurch neu, sei es meine Angststörung, mein krankhafter Narzissmus, meine wiederkehrenden depressiven Episoden, mein Suchtverhalten oder meine sozialen Anpassungsprobleme. Vielleicht ist auch hier eine Divergenz gegeben.<br>Bei Depressionen auf jeden Fall, den die Hirnchemie stimmt einfach nicht, dass beweist sich dadurch, dass es mit Serotonin-Wiederaufnahmehemmern besser geht, deutlich besser. Und meine Hirnchemie hat nicht viel mit aktiven Entscheidungen zu tun. Gut, wie bei meinem Diabetes kann ich mich bestimmten verhalten diese Problematik positiv beeinflussen. Aber ähnlich wie beim Diabetes, wird es , trotz gute Einstellung und gutem Verhalten mich ein Leben lang begleiten. chronisch, sagt man. Ist dass noch Krankheit oder schon eine Behinderung?<br>Weder noch, denn ich fühle mich nicht krank (und kann dahingehend auch nicht gesunden, es bleibt ein Bestandteil meines Lebens). Es ist zwar ein drohendes Damoklesschwert, welches über mir hängt und mich daran erinnert, dass falsche Entscheidungen bei mir Konsequenzen haben und mich krank machen können, aber durch die beständige Möglichkeit eine &#8222;kranke&#8220; Episode zu erfahren, bin ich doch nicht dauerhaft krank. <br>Also doch eher eine Behinderung?<br>Aber behindert es mich, mein Verhalten auf meine Bedürfnisse anzupassen, oder hilft es mir nicht sogar dabei, gut zu mir zu sein?<br>Behindert, das werde ich durch die Gesellschaft, die mein verhalten zwar tolerieren muss, aber nicht akzeptieren kann und deshalb es schwierig macht, mich selber zu verwirklichen. behindert wird man nicht durch eine Krankheit oder eine Besonderheit, sondern durch Einschränkungen und das ist ein äußerer Faktor. In einer Welt die nicht differenziert zwischen krank und gesund, wäre ich vielleicht wenige behindert. deshalb bin ich auch nur da offiziell behindert, wenn ich auf Barrieren stoße und benutze diesen zustand, um diese bardieren abzubauen (oder es zu versuchen). behindert bin ich für andere, nicht für mich. ich bin einfach anders und das ist gut so&#8230;<br>Meine narzisstischen Anteile sind stets bei mir (normal) und werden nicht verschwinden, das kann ich das niemals ganz ablegen, sondern nur versuchen, einen Umgang damit zu finden, weil ich einfach keinen &#8222;Entzug&#8220; von diesen Anteilen machen kann. mein Umgang mit diesen Anteilen in mir ist wahrlich nicht gesund, aber halt auch nicht krank, sondern nur anders. Falsch?<br>Bei Teilen definitiv, aber das ist eher das Problem meiner Umgebung und dass darf ich nicht dauerhaft zu meinem Problem machen. ich kann meiner Umgebung entgegen kommen, in dem ich versuche, meine Verhalten zu regulieren, aber ich kann es nicht loswerden. es gibt Dinge die lassen sich nicht ändern.<br>und meine Angststörung ist nur ein Symptom der anderen Geschichten, da finde ich einfach noch heraus,was davon gebraucht wird, was weg kann und was, wie ein Bumerang, einfach nicht weggeworfen werden kann. Also kann ich ich mich mit den teilen beschäftigen, die mich stören.<br>zum beispiel dem Punkt endlich zu akzeptieren, wer und was ich bin, und nicht danach streben, etwas anderes sein zu wollen. denn das macht mich fertig&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Krank macht mich nicht meine Besonderheit, meine psychische Divergenz, sondern der Umgang damit. krankhaft ist mein versuch etwas zu sein, was ich nicht bin und diese Krankheit hat obersten behandlungsbedarf.<br>Der Anfang davon ist, endlich Inventur zu machen, was an mir &#8222;normal&#8220; ist, was an mir &#8222;anders&#8220; (also Divergent) ist und sein darf, was an mir &#8222;übernormal ist&#8220; (Talente und Begabungen) und was an mir krankhaft ist, also ein Symptom der einzigen psychischen Erkrankung, die ich wirklich habe, nämlich dem Zustand, dass ich nicht richtig mit mir umgehe.<br>herausfinden, was ein Fehler ist und was Bestandteil des Systems, um mein System zu erkennen, zu reinigen und neu aufzusetzen &#8211; dann funktioniert auch mein Leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin<strong> Neurodivergent</strong> (weil mein System anders arbeitet), <strong>Psychodivergent </strong>(weil ich einige ungewöhnlichen Programme geladen habe), <strong>Somadivergent </strong>(weil ich einige Hardware habe, die besonderer Pflege bedarf) und habe kranke Anteile (quasi die Bugs im System). Die kranken Anteile werde ich aufspüren und behandeln, alles andere darf so divergent sein, wie es ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist eine Erkenntnis, die mir gut gefällt, mir Mut macht und mir ein eigenes <strong>Empowerment</strong> schenkt, denn <strong>Recovery</strong> funktioniert nur, wenn ich erkenne, von was ich mich lösen will und zu erkennen, was an mir einfach &#8222;anders&#8220; ist, also divergent, dass ist der weg zur <strong>Salutogenese</strong>, also meine eigene Definition von Gesundheit zu finden um mich gesund zu fühlen und damit gesund zu sein.<br>Manchmal muss ich mir selbst ein <strong>Genesungsbegleiter </strong>sein und mittlerweile recht oft, habe ich gute Begleiter, die mir dabei helfen. <br>Ich mache Fortschritte und auch dadurch, dass ich selber als <strong>Genesungsbegleiter</strong> anderen Menschen &#8222;Nachhilfe&#8220; gebe, denn dadurch, so habe ich ja erklärt, verstehe ich selber am besten, was wichtig und richtig ist.<br>Also dran bleiben, fragen stellen und weiter danach suchen, was divergent ist,was krank ist und was einfach weg kann, damit ich endlich dass, was bleiben darf entsprechend pflegen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer jetzt neugierig geworden ist, darf gerne schreiben, um mit mir über Psychodivergenz, Divergenz im Allgemeinen und den Umgang damit zu reden, zu diskutieren (nein, sich austauschen), oder einfach Fragen zu stellen&#8230;</p>
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		<title>Neue Divergenz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 11:09:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EaN Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Speaker's Corner]]></category>
		<category><![CDATA[Theorien und Konzepte]]></category>
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					<description><![CDATA[Braucht es eine neue Art, psychische Erkrankungen zu betrachten und wenn ja wie? Sprache schafft Realität und vielleicht braucht es mal ein neues Wort um der Pathologisierung von psychischen Besonderheiten entgegen zu wirken, auch um Inklusion möglich zu machen!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Neurodivergenz &#8211; Psychodivergenz</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Braucht es eine neue Art, psychische Erkrankungen zu betrachten und wenn ja wie? <br>Sprache schafft Realität und vielleicht braucht es mal ein neues Wort um der Pathologisierung von psychischen Besonderheiten entgegen zu wirken, auch um Inklusion möglich zu machen!</h3>



<h5 class="wp-block-heading has-text-align-right">Eine kritische Betrachtung und ein Vorschlag von Thorsten Dürholt (der Mausebär)</h5>



<p class="wp-block-paragraph">In der letzten Zeit beschäftigt mich öfters ein spezieller Gedanke.<br>Seit ich meine neue <strong>Diagnostik</strong> habe und festgestellt wurde, dass ich <strong>ADHS</strong> habe und leicht im <strong>autistischem Spektrum</strong> unterwegs bin, fange ich an, einige in mir neu zu definieren. In meiner frühesten Kindheit wurde bei mir schon eine Form von <strong>Hochbegabung</strong> festgestellt (das ist mir als Narzisst ein Fest, dass zu erwähnen), die sich allerdings nur selten zeigt, den meistens bin ich gnadenlos unbegabt.<br><strong>ADHS</strong>, <strong>Autismus</strong>, bzw. <strong>Autismus-Spektrum</strong> (es ist ein weites Feld) und <strong>Hochbegabung</strong>, aber auch gewisse Lernstörungen, wie <strong>Dyskalkulie</strong>, (Rechenschwäche) oder <strong>Legasthenie</strong> (Leseschwäche), fallen unter den Begriff der <strong>Neurodivergenz</strong>.<br>Also bin ich jetzt <strong>Neurodivergent</strong>, also habe eine <strong>kognitive Ausprägung</strong> die sich von der gesellschaftlichen Norm unterscheidet. das ist ja nichts Neues, weil ich immer den Eindruck hatte, anders zu denken, zu fühlen und zu erfassen, wie meine wunderbare bunte Welt ist.<br>es hat jetzt einen Namen, ich bin <strong>neurodivergent</strong>, was sich irgendwie besser anhört, als eine kognitive Störung zu haben, oder neurologisch krank, behindert oder auffällig zu sein. <br>Ich bin halt divergent, also anders und dass darf sein, kann sein oder ist einfach so&#8230;<br>Leicht zu erklären, der Mausebär ist divergent, also akzeptiere, dass ich anders denke, als Du und dass ich das nicht mache, um Dich zu ärgern oder aus fehlender Empathie oder Bereitschaft. Es ist einfach so&#8230;<br>Divergent ist eher so wie Blind, oder gelähmt, ist scheiße, aber ist halt so, bin ich nicht schuld dran und eine solidarische und soziale Gesellschaft hat gefälligst meine Barrieren (mit) abzubauen, um mir Teilhabe zu ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch was ist mit meinen<strong> Persönlichkeitsstörungen</strong>? Bin ich plötzlich kein krankhafter <strong>Narzisst</strong> mehr, weil ich jetzt <strong>neurodivergent </strong>bin?<br>Habe ich jahrelang verzweifelt und unter Rückschlägen, Tränen und Schweiß versucht, meinen inneren <strong>Narzissten </strong>zu bearbeiten, um ein funktioneller <strong>Narzisst</strong> zu werden, nur um jetzt zu erfahren, dass ich eigentlich gar nicht gestört bin, sondern einfach nur <strong>neurodivergent</strong>?<br>Nein, der innere <strong>Narzisst</strong> ist noch da, genauso, wie die die wiederkehrenden (rezidiviernden) <strong>Depressionen</strong>, denn sonst würde ich keine Medikamente dagegen mehr brauchen. Auch meine <strong>Ängste</strong> (generalisierte Angststörung) und meine Probleme mit dem Selbstbewusstsein sind noch vorhanden. Und meine kleine <strong>Phobien </strong>winken mir auch noch zu.<br>Vielleicht sind meine kleinen <strong>Traumata</strong> durch die <strong>Neurodivergenz </strong>verstärkt, ausgelöst oder unterstützt worden, aber sie sind nicht weg, nur weil ich jetzt weiß, dass diese Divergenz in mir ist.<br>Einzig meine <strong>Essstörungen,</strong> die mich von klein auf begleiten, die könnten (laut meinem sehr fähigem) Psychiater ein <strong>Symptom</strong> meiner <strong>Autismus-Spektrumstörung</strong> (wie gesagt, sehr leicht) sein. Also keine Erkrankung, nur ein Symptom.<br>Aber ist der Rest ein <strong>Symptom</strong>?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nein, ich habe <strong>psychische Erkrankungen </strong>und weil so etwas nun einmal chronisch ist (wie mein <strong>Diabetes Typ 2</strong> und mein <strong>Bluthochdruck</strong>), werden mich diese <strong>Erkrankungen</strong> noch weiter auf meinem Lebensweg begleiten. Ich kann lernen damit zu leben, sie in meinen Alltag zu integrieren, die <strong>Symptome</strong> abschwächen und bekämpfen, aber bleiben werden sie. Die nächste <strong>Depressive Episod</strong>e wartet auf mich an der nächsten Straßenecke, mein innerer <strong>Narzisst</strong> mault und schaut darauf, wie er aus seinem Käfig ausbrechen kann und auch meine <strong>Ängste</strong> laufen immer neben mir und lassen sich nicht in die Karten schauen, ob sie nun ein <strong>Symptom</strong> meiner <strong>Persönlichkeitsstörung </strong>sind (wie mein geringes Selbstwertgefühl) oder tatsächlich eine eigenständige Erkrankung, halt eine <strong>generalisierte Angststörung</strong> sind.<br>Es bleibt bei mir, macht mich zu einem behinderten Menschen &#8211; nein, das sagt man ja nicht, heißt ja Mensch mit besonderen Bedürfnissen &#8211; dabei habe ich immer noch einen <strong>Schwerbehindertenausweis</strong> (SBA) und <strong>keinen Besondere-Bedürfnisse-Ausweis</strong> (BBA) -, was hilfreich ist, um hin und wieder etwas Unterstützung zu bekommen oder Verständnis für meine Situation. Wenigstens ein wenig Nachteilausgleich in unserer Solidargemeinschaft, worauf ich jetzt echt nicht eingehen will, weil es auch ein weites (Minen-) Feld ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was mich stört ist nicht diese Erkenntnis, sondern der Umstand, dass ich krank sein soll.<br>Als Genesungsbegleiter glaube ich daran, dass es ein Bestandteil der <strong>Salutogenes</strong>, also der Gesundung sein muss, den Sinn in seinen Erkrankungen zu sehen und ein neues Verständnis von gesund zu erschaffen. Gesund bin ich, wenn ich mich Gesund fühle.<br>gesund bin ich, wenn meine chronischen körperlichen Erkrankungen gut eingestellt sind, denn solange meine Blutzuckerwerte und mein Blutdruck, dank guter Medikamente und Lebensführung nicht entgleisen, wird mich kein Arzt der Welt krankschreiben, oder meine Arbeits- und Leistungsfähigkeit in abrede stellen. Ich mag zwar besonder Bedürfnisse haben, wie meine Medikamente und besondere Verhaltensweisen, aber ansonsten kann ich ganz normal leben. Ich bin in der Hinsicht nicht krank, sondern körperlich eingeschränkt, oder vielleicht sogar physisch divergent.<br>Das gleiche muss und sollte doch auch für meine anderen Erkrankungen, also meine psychischen Krankheitsbilder gelten.<br>Außerhalb meiner depressiven Episoden fühle ich mich nicht krank und mein geringes Selbstwertgefühl und der Drang meiner gestörten Persönlichkeit stören mich zwar, aber ist das krank?<br>Krankheit ist etwas, was viele Menschen als einen vorübergehenden Zustand wahrnehmen. Eine Infektion ist eine Erkrankung, die vorübergehend ist. eine chronische Erkrankung, wie meine Diabetes oder meine Migräne sind Zustände die immer wieder mal aufbreche und der Behandlung bedürfen, um wieder zu verschwinden. Wir sehen als Gesellschaft die Symptome und bezeichnen sie als Krankheit.<br>Niemand würde einen blinden Menschen als krank bezeichnen, es sei denn die Blindheit ist vorübergehend. Wenn nicht spricht man von einem besondern Zustand, oder von einer Behinderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte nicht <strong>pathologisiert </strong>werden und als dauerhaft krank gelten, weil ich im Rahmen meiner Möglichkeiten leistungsfähig bin. Weil ich aus meinen <strong>psychischen Besonderheiten</strong> versuche Stärken zu machen und ihnen Sinnhaftigkeit zu geben. Ich will auf meinem Weg der Recovery zu einem Zustand kommen, an dem ich mich im rahmen meiner eigenen Normalität, als gesund empfinde. Einfach um ein würdiges Leben zu führen, ein gesundes Leben mit allen meinen Besonderheiten.<br>Ich habe es über 30 Jahre versucht, meine <strong>psychischen Störungen </strong>gehen nicht mehr weg, sie sind chronisch, sie bleiben hier. Wer nicht gesunden kann, kann auch nicht krank sein, sondern hat Besonderheiten. Und deswegen integriere ich meine Auffälligkeiten in meinen Alltag, kontrolliere die <strong>Symptome</strong>, versuche in meinem Rahmen mich gesund und richtig zu fühlen, auch wenn ich nicht einer allgemeinen Norm entspreche.<br>ich bin in meiner Seele (griechisch auch <strong>Psyche</strong> genannt), anders, als andere Menschen, also <strong>divergent</strong>. Nicht krank, sondern <strong>divergent</strong>.<br>darum möchte ich mich nicht mehr als psychisch kranke Person bezeichnen sondern als <strong>Psychodivergent</strong>.<br>Das mag Augenwischerei sein, für jeden, der darunter nicht leidet, aber wir, als Gesellschaft stellen langsam fest, dass Worte tatsächlich Realität formen. das es wichtig für uns ist, wie wir uns definieren und wie wir unsere Definition bezeichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Ich bin nicht Krank, ich bin Psychodivergent</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Aussage fühlt sich gut an, hilft mir im eigenem <strong>Empowerment</strong>, unterstützt meine Weg zur Definition meiner eigenen <strong>Gesundheit</strong> im Rahmen des <strong>salutogenetischen</strong> Gedanken, vollendet meine <strong>Recovery </strong>ein Stück und gibt mir eine neue Definition für mein eigenes Ich.<br>Ich bin einfach <strong>Neuro-und Psychodivergent</strong> und werde damit großartig leben, in dem ich meine eigen Nische besetze, in die ich gerne alle Menschen einlade, die sich nicht von einer Diagnose aus dem Psychologischem oder Psychiatrischem Bereich pathologisieren wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Jahren verstehen meine Angehörigen nicht, was meine Erkrankung sein soll (weil ich ja nicht ihrem Bild von Krankheit entspreche. Sie verstehen meine Behinderungen nicht, weil ich ja alle Körperteile habe.<br>Mit seelischer Erkrankung oder psychischer Behinderung kann ich mich Ihnen nicht erklären.<br>Mit <strong>Neurodivergenz</strong> ging das allerdings wunderbar, das verstehen meine Leute und daher funktioniert das auch mit <strong>Psychodivergenz</strong>, zu erklären, dass ich einfach in manchen Punkten nicht der gesellschaftlichen Norm entspreche und auch nicht entsprechen kann.<br>Lasst uns also aus den bösen Krankheiten wieder etwas vergängliches (oder Episodenhaftes bei chronischen Krankheiten) und etwas körperliches in seinen Symptomen leicht sicht- und erkennbares machen und hören wir auf psychisch Krank zu sein und akzeptieren, dass wir Psycho divergent sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Ich bin nicht krank, ich bin Psychodivergent</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich genese durch Akzeptanz meiner Besonderheiten und durch die Anpassung meiner Ziele, meines Weges und meines Alltags an meine besonderen Bedürfnisse. Solange ich das machen kann und nicht von der Gesellschaft behindert werde, kann ich mich völlig gut, funktional und gesund fühlen. Meine Krisen sind Episoden, die daraus entstehen, dass ich meine Bedürfnisse nicht beachte (oder aus den Einflüssen, denen ich ausgesetzt werde) und wenn ich einem querschnittsgelähmten seinen Rollstuhl wegnehme, dann hat er auch eine Krise.<br>Wenn ich einen gesunden Menschen in eine schwierige und für ihn nicht lösbare Situation bringe, hat er auch eine Krise.<br>Eine Krise ist keine Krankheit, sondern eine Krankheit ist eine Form der Krise (eine von vielen). warum sollen meine seelischen Krisen krankhaft sein? Sie sind nicht ansteckend, nicht unbedingt körperlich, nicht vorübergehend, nicht&#8230;<br>Es gibt so viele Gründe, es nicht als Krankheit zu sehen, sondern als ein zustand des Anders sein.<br><br>Bitte denkt einmal darüber nach, wie ihr euch definieren wollt, als krank (gesellschaftlich bereits sehr negativ belegt), als leidend und hilflos, oder als ein Mensch, der seine besonderen Bedürfnisse erkannt hat, diese kommuniziert und von unserer sozialen Solidargemeinschaft Verständnis, Akzeptanz und Unterstützung erwartet?<br>Ich für meine Teil bin lieber divergent als krank, lieber anders, als hilflos, lieber Psychodivergent, als psychisch Krank.<br>Vielleicht können wir mit diesem kleinen Wort etwas großes ändern, nämlich die Wahrnehmung von psychischen Zuständen, die nicht der Norm der Gesellschaft entsprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bitte unterstützt diese Idee und seit dabei&#8230;</p>
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		<title>Was ist eigentlich ein Genesungsbegleiter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2026 12:20:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EaN Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Theorien und Konzepte]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebär]]></category>
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					<description><![CDATA[Was macht der Mausebär so beruflich? Und was soll das? Eine kleine Erklärung vom Mausebären (Thorsten Dürholt) Seit dem 17.05.2019 (also nächste Woche werden es sieben Jahre), bin ich ein EX-IN Genesungsbegleiter mit Zertifikat, also ein zertifizierter Experte durch Erfahrung in der Gesundheitsversorgung. Nach dem ich in meiner Vergangenheit bereits den Titel als stattlich anerkannter [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Was macht der Mausebär so beruflich? Und was soll das?</h2>



<h5 class="wp-block-heading">Eine kleine Erklärung vom Mausebären (Thorsten Dürholt)</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem <strong>17.05.2019</strong> (also nächste Woche werden es sieben Jahre), bin ich ein <strong>EX-IN Genesungsbegleiter</strong> mit <strong>Zertifikat</strong>, also ein zertifizierter <strong>Experte durch Erfahrung in der Gesundheitsversorgung</strong>. Nach dem ich in meiner Vergangenheit bereits den Titel als <strong>stattlich anerkannter Erzieher</strong> und als <strong>Veranstaltungskaufmann (IHK)</strong> erworben hatte, war diese <strong>Zertifikat </strong>das erste, was mir alt Titel gleichzeitig Alles und auch Nichts wert war.<br>Alles weil ich mich erstmal angekommen fühlte und zum ersten Mal das Gefühl hatte &#8222;<em>Ja, dass bin ich</em>&#8220; &#8211; Nichts, weil ich niemanden brauchte, der mir das sagte, denn es war die erste Ausbildung, in der ich nicht etwas wurde, sondern entdeckte (entdecken durfte), dass ich etwas war, nämlich ein <strong>Genesungsbegleiter</strong>.<br>Genau das ist wichtig, denn zu entdecken, was man ist, was man kann und was man will, dass ist der einzige Prozess, der einen wirklich formt und verändert &#8211; so habe ich dass für mich erfahren. Und deshalb war und ist es mein Anliegen, andere menschen nicht zu dem zu formen, was für mich das Richtige wäre, sondern ihnen zu helfen, dass zu finden, was sie sind und was sie sein wollen und sie dahin zu begleiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Genesung</strong> bedeutet nicht, dass alles wie früher wird (nicht wie bei einem Bruch, der verheilt), den zumeist ist eine Krise, vor allem wenn sie die Seele angreift, nicht nur eine Momentaufnahme, sondern eine Folge eines langen Prozesses, der einfach nicht umkehrbar ist.<br>Gesundung bedeutet daher, nach einer Krise, einen neuen und bessern weg zu finden. tatsächlich sich selbst zu (er) finden und eine neue Definition zu entdecken, was für einen selber Gesundheit, Zufriedenheit und Leben bedeutet.<br>Die Antwort liegt nicht in mir, oder in all den kleinen Techniken, Werkzeugen und Methoden, die ich entdeckt habe. Die Antwort liegt in jedem selber.<br>aber all die kleinen Werkzeuge, Techniken und Methoden können dabei helfen, die Antwort zu finden und die Suche nicht nur leichter, sondern vor allem erträglicher zu gestalten. gemeinsam herausfinden, was wirkt, was hilft und wie man Fortschritte macht und gleichzeitig auch all die kleinen Rückschritte, die einfach dazu gehören, ertragen kann, dass ist die Aufgabe von <strong>Genesungsbegleitern</strong>, wie ich sie für mich definiere.<br>Zuhören ist mein wichtigste Werkzeug, nicht nur einfach so, sondern zugewandt, aufmerksam, aktiv (durch nachfragen), manchmal kritisch, immer wohlwollend und zugewandt. So dass eine <strong>Reflektion</strong> möglich wird, gedankliche Muster durchbrochen werden können  und neue Wege entdeckt werden.<br>Ein Gespräch mit jemandem auf Augenhöhe, der dasselbe Problem am eigene Leib erfahren hat. Jemand der einen nicht verurteilt oder bewertet, sondern einfach erkennt, weiß, was passiert und mitgehen kann. Mal motiviert und stärkt (<strong>Empowerment</strong>), mal mit entdeckt und neu bewertet (<strong>Salutogenese</strong>) und mal Mut macht und einfach mit einem geht (<strong>Recovery</strong>), dass macht ein Genesungsbegleiter.<br>egal ob mein Klient gerade eine Krise hatte und zurück ins Leben möchte, oder Angst hat, dass eine Krise bevorsteht, oder anders gesagt, egal ob man vor dem Loch steht, hinter dem Loch ist, oder auch gerade mitten drin steckt, ich bin einfach da und versuche meinem Klienten zu helfen, sich selber zu helfen.<br>Ich helfe durch <strong>Mobbing</strong>, durch<strong> narzisstischen Missbrauch</strong>, durch <strong>depressive Phasen</strong> und helfe danach sich wieder neu zu entdecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich mache keine <strong>Therapie</strong> (ich bin kein <strong>Therapeut</strong>), ich mache kein Programm, sondern ich bin da und teile mein Wissen, meine Erfahrungen, aber vor allem meine zeit und meine Aufmerksamkeit mit denen, die es brauchen. Und das ist was meine<strong> Berufung</strong> ist&#8230;</p>
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		<title>Selbstständigkeit selbständig erklären</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jun 2024 11:25:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzepte und Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Nachlese]]></category>
		<category><![CDATA[Theorien und Konzepte]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebär]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstständigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei der EX-IN-Jahrestagung in Bremen (eine gute Veranstaltung, die uns viel Freude gemacht hat und viele Inspirationen ausgelöst hat), waren Sonja und ich spontan in der Lage (und Laune) ein Barcamp zum Thema "Selbständige Arbeit als Genesungsbegleiter" anzubieten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bei der EX-IN-Jahrestagung in Bremen (eine gute Veranstaltung, die uns viel Freude gemacht hat und viele Inspirationen ausgelöst hat), waren Sonja und ich spontan in der Lage (und Laune) ein <strong>Barcamp</strong> zum Thema &#8222;<em><strong>Selbständige Arbeit als Genesungsbegleiter</strong></em>&#8220; anzubieten.<br><strong>Barcamp</strong> ist ja sowas wie ein Workshop oder Vortrag, oder&#8230; (alles kann, nichts muss), bei dem kreativ der Inhalt &#8222;<em>on the fly</em>&#8220; also im <em>machen </em>erstellt wird. Somit ging ich völlig frei und ohne Erwartungen an die Sache und Sonja und ich berichteten von unseren Erfahrungen auf dem Weg in die Selbständigkeit. Natürlich sind wir, gerade wegen des Formates, sehr auf die Impulse der anderen Beteiligten (ich will nicht Zuhörende sagen &#8211; das wird dem nicht gerecht) angewiesen.<br>Dabei kristallisierten sich für mich verschiedenen Themengebiete heraus, die angefragt/ nachgefragt/ angeregt wurden.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Motivation zur selbständigen Arbeit, oder warum möchte ich überhaupt selbständig arbeiten</li>



<li>Die Nachteile (aber auch die Vorteile) der selbstständigen Arbeit</li>



<li>Die rechtlichen Rahmenbedingungen und hierbei insbesondere der Schutz der eigenen Person</li>



<li>Möglichkeiten der Unternehmensstruktur, der Freiberuflichkeit (wie organisiere ich so etwas)</li>



<li>Die Startbedingungen und auf was man gerade am Anfang achten sollte</li>



<li>Die Möglichkeiten und die Erfolgsaussichten</li>



<li>Und natürlich immer wieder die Erfahrungen die wir in all diesen (und weiteren) Punkten gesammelt haben</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antworten auf diese Themenliste zu geben, würde den Rahmen meines Berichtes tatsächlich sprengen, aber es war zu bemerken, dass ein großes Interesse bei den Teilnehmenden im Raum zu spüren (wir durften dieses <strong>Barcamp</strong> sogar zweimal halten &#8211; damit auch alle mal teilnehmen konnten).<br>Mein eigentliches Fazit ist, dass es sich sicher lohnen würde, unsere Erfahrungen bei dem Thema öfters im Kreis von Interessierten zu teilen und ein entsprechendes Format zu finden.<br>Für mich ein wenig auch ein süßer Bissen von den Früchten unserer Arbeit, denn unsere Erfahrungen wurden sehr positiv aufgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist auch ein Teil meines Fazites, dass man den Themenkreis nicht einfach wiedergeben kann, weil sich viel um die individuelle Fragestellung der Beteiligten dreht, so dass eine eigentliche Zusammenfassung nicht möglich ist.<br>Es ist ja auch gerade erfreulich (für mich), wenn man sich an den Fragen und Anregungen entlang arbeiten kann, ohne sein Projekt einfach so &#8222;pitchen&#8220; zu müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders das Arbeitswerkzeug <strong>Barcamp</strong> hat sich in diesem Fall sehr bewährt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollten sie (oder Du) liebe lesende Person (lieber Lesy), jetzt Interesse haben, so kann man mit uns in <strong><a href="https://ean-g.de/kontakt">Kontakt</a></strong> treten und gerne besprechen wir die Möglichkeit (und Bedingungen) einer individuellen Beratung oder eines Barcamps auf einer Veranstaltung zu dem Thema aussehen.<br></p>
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		<title>Der Haushalt der Seele</title>
		<link>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/der-haushalt-der-seele/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 May 2024 14:35:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzepte und Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Theorien und Konzepte]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Konzept]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebär]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Wirtschaft, Energie und Psyche - Ein interdisziplinärerer Transfer
eine Betrachtung von Thorsten Dürholt a.k.a. der Mausebär zu Gemeinsamkeiten zwischen Wirtschaft und Psyche
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Wirtschaft, Energie und Psyche &#8211; Ein interdisziplinärerer Transfer</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf den ersten Blick sind die sozialen Wissenschaften, insbesondere der Bereich der Sozialpsychiatrie und die Wirtschaftswissenschaften, insbesondere die Grundlagen der Ökonomie, zwei sehr verschiedene Positionen.<br>Als jemand, der durch seine kaufmännische Ausbildung und seine weiter Beschäftigung (u. A. als Geschäftsführer eines kleinen Unternehmens), sich mit den Grundlagen der Marktwirtschaft und der Volkswirtschaft (sowie natürlich auch der Betriebswirtschaft) zwangsläufig auseinander gesetzt hat, aber auch als, durch meine Ausbildung zum Erzieher und als Nutzer sozial-psychiatrischer Hilfsangebote (und auch als Anbieter solcher Angebote), bin ich mit den Grundlagen beide Felder ein wenig vertraut.<br>So sind mir Gemeinsamkeiten aufgefallen, die ich als den &#8222;Haushalt der Seele&#8220; bezeichne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Grundlage folgt auch die seelische Gesundheit einem durchaus ökonomischen Prinzip. Wir haben, als Menschen zwei sehr basale Triebfedern, die quasi unser innerstes Grundprinzip darstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Triebfeder ist der Wille zur Expansion. <br>Egal was wir besitzen, wir haben den eingebauten Trieb, mehr erreichen zu wollen. Welches &#8222;mehr&#8220; das ist, ist eine individuelle Angelegenheit und kann sich durchaus gravierend zwischen verschiedenen Menschen unterscheiden, aber egal ob es materielle  oder immaterielle Ansprüche sind, der Wille dazu, mehr zu erhalten ist in uns allen verankert. <br>Diese beständige Trieb zum Wachstum (ähnlich wie beim Wirtschaftswachstum), ist für das eigene Überleben essentiell, denn ohne den ständigen &#8222;Hunger&#8220;, also die Unendlichkeit der eigenen Bedürfnisse (da sind wir schon wieder in der Wirtschaftstheorie), würde uns die eigene Motivation fehlen. Ein Wesen, dessen Ansprüche gestillt sind, verfällt in Lethargie und daraus erwächst Selbstaufgabe und Verfall.<br>So ist die innere &#8222;Gier&#8220; nicht nur eine sogenannte &#8222;Sünde&#8220;, sondern tatsächlich eine Lebensnotwendigkeit, die allerdings das richtige Maß verlangt. Nur wenn wir ständig Hunger verspüren sind wir in der Lage unsere Energie zielgerichtet auf die Erfüllung unseres eigenen Bedarfs zu richten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Triebfeder ist der Wille zum Erhalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mensch verspürt das Bedürfnis, die Dinge, egal ob Materiell oder immateriell, die er besitzt, auch zu behalten. Wir wollen unserer Ressourcen erhalten unseren Besitz nicht hergeben. Die gesamten menschlichen Instinkte zum Überleben, Ängste, Sorgen und ähnliches fußen einzig und allein auf der Grundlage, dass uns etwas genommen werden könnte. <br>Wir wollen nichts verlieren und achten ständig darauf, rein Instinktiv, unseren Besitz zusammen zu halten. aus diesem Grund entsteht auch viel seelisches Leid aus Zuständen, bei denen uns etwas abhanden kommt, sie es körperlich, bei Krankheiten, sei es mentale Fähigkeiten, wie bei degenerativen Erkrankungen oder sei es wirtschaftlich, in zum Beispiel Zeiten der persönlichen Krisen.<br>Unsere Angst, das uns dass, was wir haben, weggenommen werden könnte, führt zu manchmal grotesken Situationen, in denen wir schlimmste Situationen aushalten, aus Angst, wir könnten, wen wir die Situation verlassen, etwas verlieren (häufig entstehen toxische Beziehungen durch das Problem).<br>Dieser grundlegende Trieb hat den Sinn, dafür zu sorgen, dass wir unsere eigene Existenz erhalten, unserer Ressourcen schützen und achtsam mit uns umgehen, ist aber wie der Wille zur Expansion nicht natürlich begrenzt, sondern als Trieb in seiner Zielsetzung unbeschränkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir jetzt diese zwei grundlegenden Triebfedern betrachten, sehen wir leicht, dass auch das ökonomische Handeln, von genau den zwei selben Triebfedern bestimmt wird. Es geht in der Ökonomie darum, den eigenen Wohlstand zu mehren (Wirtschaftswachstum) und dabei die eigenen Ressourcen zu erhalten.<br>Natürlich gebietet das Gesetzt der Logik, dass Beides gleichzeitig nicht möglich ist.<br>Wollen wir expandieren, müssen wir investieren, also unsere eigenen Ressourcen einsetzen (und somit riskieren), um neue Ressourcen zu erschließen.<br>In der Wirtschaftslehre wird das Gleichgewicht zwischen den beiden Bedürfnissen (Erhalt und Erweiterung) durch das Minimal- und das Maximalprinzip beschrieben.<br>Das Minimalprinzip geht dabei davon aus, dass wir versuchen, ein bestimmtes (Expansions-) Ziel mit dem geringst möglichen (Ressourcen-) Einsatz zu erreichen.<br>Das Maximalprinzip wiederum geht davon aus, dass wir versuchen mit einem bestimmten (Ressourcen-) Einsatz, das bestmögliche (Expansions-) Ziel zu erreichen.<br>Beide Ziele gleichzeitig zu erreichen, also das Beste Ziel mit dem geringstem Einsatz ist leider nicht möglich, und auf der Suche nach diesem weg, scheitern die Menschen schon seit Jahrhunderten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schauen wir jetzt in die Sozialpsychiatrie, dann sehen wir, dass solche Prinzipien dort durchaus ebenso bekannt sind.<br>Als erstes fällt mir da die &#8222;Spoon-Theorie&#8220; (Löffel-Theorie) von Christine Miserandino ein. Die an der chronischen Autoimmunerkrankung systemischer Lupus erythematodes (SLE) erkrankte amerikanische Bloggerin stellte dabei ihr, durch ihre Erkrankung entstandenes Problem, manche Aufgaben nicht zu bewältigen für eine gesunde Person mithilfe von Löffeln da. Die Löffel sind ein Synonym für ihre (durch Erkrankung eingeschränkte) Energie, die sie braucht, um Aufgaben zu bewältigen.<br>So konnte sie ihrer Zuhörerin begreiflich machen, wie sie ihren eingeschränkten Vorrat an Energie nutzt, in dem sie einzelnen Tagesaufgaben jeweils Löffel zuteilte.<br>Darin erkenne ich sofort das oben genannte Prinzip wieder, den man kann sich mit dieser Theorie gleich dem Gedanken des Minimal- und Maximalprinzips nähern. Wir haben eine konstante Menge, und zwar die Energie-Ressource (in dem Fall gemessen in Löffeln) und eine andere Menge, in Form der Tagesaufgaben.<br>nun unterteilt sich das Problem in wichtige Tagesaufgaben (Dinge, die erledigt werden müssen) für die das Minimalprinzip gilt (also die Tagesaufgaben mit der möglichst geringsten Zahl an Löffeln zu erledigen) und in all die Dinge, die sonst noch gemacht werden wollen (also die Anzahl der verfügbaren Löffel für die möglichst meiste Menge an Freizeit-, Vergnügen, Familie und andere Dinge einzusetzen).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch braucht man, um diese Energieeinschränkung zu haben, eine chronische Erkrankung? Ich denke eher nicht, denn wir alle haben einen durchaus eingeschränkten Energiehaushalt (also unseren eigene Besteckschublade mit unserer persönlichen Löffelsammlung).<br>Je nach persönlicher Situation und Fähigkeiten, setzt sich diese Löffelvorrat nicht nur individuell zusammen, sondern kann auch durchaus von der Tagesform, dem Lebensumständen und ähnlichen Umständen abhängig sein (und durchaus nicht immer konstant sein).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somit gilt für die Seele, dasselbe, wie für die Grundlagen der Wirtschaft, denn unsere Bedürfnisse sind unendlich (geformt durch den ewigen trieb zur Expansion) und unser persönlicher Bedarf richtet sich danach, welche unserer Bedürfnisse mit genügend Energie zu erreichen sind (also durch Kaufkraft, oder Löffel gedeckt sind, je nachdem, wie man es sehen will). Unsere eigen Energie ist somit die Kaufkraft, also das Kapital unserer Seele.<br>Sollten wir nun unsere eigene Energiemenge ständig überbeanspruchen, so kommt es zu einem inneren (wirtschaftlichen Kollaps).<br>Wenn wir bei dem Beispiel der inneren Energie, als Kapital des Lebens bleiben, dann können wir das mit der Entwicklung der Kaufkraft vergleichen.<br>Haben wir zuviel Kapital (zuviel Energie), und zu wenig Ziele, in die wir diese Energie investieren können, dann haben wir quasi eine seelische Deflation (auch bekannt als &#8222;bore-out&#8220;). Doch bekannter und häufiger ist der Zustand, wo wir zuwenig Energie haben, um unsre benötigten Investitionen zu machen, eine quasi Inflation der seelischen Energie (der sogenannte &#8222;burn-out&#8220;), bei dem die notwendigsten Sachen plötzlich eine zu hohe Menge an Energie kosten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil der Genesung von einer psychischen Krise (die sogenannte Recovery-Arbeit) besteht darin, den Haushalt der Seele, wieder in ein Gleichgewicht zu bringen und ein neues System zu etablieren, um vernünftig mit seinen eigenen Ressourcen zu wirtschaften.<br>Somit sehe ich mich als Genesungsbegleiter, der Menschen bei diesem Weg hilft, auch zum Teil als ein Wirtschaftsberater (da hilft mir meine kaufmännische Ausbildung), der seinen Klienten hilft, die innere Buchführung wieder zu sortieren und eine quasi Insolvenz des Lebens abzuwickeln, um sich wieder neu aufzustellen.<br>wie bei jeder wirtschaftlichen Beratungsarbeit, muss man aber nicht erst in die Krise rutschen, um sich eine Beratung zu suchen. Denn wenn man schon merkt, das &#8222;die Zahlen nicht stimmen&#8220;, kann man schon einer drohenden Krise entgegenwirken.<br>Präventive Genesungsarbeit kann helfen, eine Krise zu erkenne, sie abzumildern und sich vorzubereiten, bevor man vor dem eigenem Ruin steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn sie jetzt mehr über die Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Seele erfahren wollen, oder über mögliche (auch betriebliche) Präventionsarbeit, stehen wir, die Erfahrungsexperten am Niederrhein in gerne zu einem kostenlosen (Erst-) Beratungsgespräch zur Verfügung.   Auch eine  entsprechenden Workshop, Seminar oder zu eine individuell vorbereiteten Präsentation bieten wir gerne kostengünstig und nach ihren Bedürfnissen an. <br>Kontaktieren sie uns einfach unter <a href="https://ean-g.de/kontakt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://ean-g.de/kontakt/</a></p>
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