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	Kommentare zu: Dünnhäutig	</title>
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	<description>Selbsthilfe, Genesungsbegleitung und Betroffenenbeteiligung</description>
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		<title>
		Von: Gandalf		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gandalf]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2020 06:47:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[

&lt;blockquote&gt;Ich selbst hatte die „Ehre“, das Psychiatrische System von innen erleben zu dürfen. Das Gefühl, die eigenen Bürgerrechte quasi an der Pforte der Klinik zurückgelassen zu haben, war – bei aller Nützlichkeit der Therapie und des Schutzraumes – nur schwer zu ertragen. Meine Entscheidung, Genesungsbegleitung zu meinem Beruf zu machen, ist eng mit dieser Erfahrung verknüpft.&lt;/blockquote&gt;

 

Gott sei Dank, war ich nie auf einer geschlossenen Station.
Kenne das nur,im wahrsten sinne des Wortes,im vorbeigehen.
Und das hat mir voll und ganz gereicht.
Das von dir angesprochene Gefühl seine Bürgerrechte an der Pforte ab zu geben,kenne ich sehr wohl.Doch Gestört hat es mich erst dann wenn es mir besser ging.
Bis dahin,war es mir Egal,ich wusste das ich die Behandlung DRINGEND brauche, und ich mich deshalb dem Regelwerk der Klinik unterwerfen muss.
Doch sobald es mir ein wenig besser ging erwachte auch mein Freiheitsdrang und meine tiefe Abneigung gegen Bevormundung. Von da an kämpfte mein inneres Team wirklich harte Kämpfe. Doch meine Stimme der Vernunft gewann jedes mal diesen Kampf. 




&lt;blockquote&gt;In meiner persönlichen Beobachtung fehlt dieses Fingerspitzengefühl oft auch im Psychiatrischen System. Sehr häufig, weil die nötige (Betreuungs-) Zeit, die der Betroffene dringend bräuchte, im System nicht vorgesehen ist. &lt;/blockquote&gt;



JA!JA!JA! 
Auch ich habe diese Beobachtung leider des öfteren machen müssen
Und DAS ist Skandalös!
Es ist für mich unbegreiflich das die Bedürfnisse der Patienten,Betriebswirtschaftlichen Interessen untergeordnet sind.
Das dürfte es in einem so Reichen Land wie Deutschland nicht geben.




&lt;blockquote&gt;Trotzdem bleibt das Gefühl zurück, dünnhäutig zu sein. Dabei bin ich für mich und für andere jeden Tag stark. &lt;/blockquote&gt;



Und das liebe Sonja Macht dich zu dem besonderen Menschen der du bist.
Die  Fähigkeit diesen Spagat zu schaffen.





&lt;blockquote&gt;Und das wiederum hilft mir, mich dabei gut und hilfreich zu fühlen, etwas daraus zu lernen und zu wissen, dass mein eigener Zusammenbruch zu etwas Wertvollem und Wichtigem in meinem Leben geführt hat.&lt;/blockquote&gt;

 


Da zu kann ich dich nur beglückwünschen.


Liebe Grüße 
Gandalf]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ich selbst hatte die „Ehre“, das Psychiatrische System von innen erleben zu dürfen. Das Gefühl, die eigenen Bürgerrechte quasi an der Pforte der Klinik zurückgelassen zu haben, war – bei aller Nützlichkeit der Therapie und des Schutzraumes – nur schwer zu ertragen. Meine Entscheidung, Genesungsbegleitung zu meinem Beruf zu machen, ist eng mit dieser Erfahrung verknüpft.</p></blockquote>
<p>Gott sei Dank, war ich nie auf einer geschlossenen Station.<br />
Kenne das nur,im wahrsten sinne des Wortes,im vorbeigehen.<br />
Und das hat mir voll und ganz gereicht.<br />
Das von dir angesprochene Gefühl seine Bürgerrechte an der Pforte ab zu geben,kenne ich sehr wohl.Doch Gestört hat es mich erst dann wenn es mir besser ging.<br />
Bis dahin,war es mir Egal,ich wusste das ich die Behandlung DRINGEND brauche, und ich mich deshalb dem Regelwerk der Klinik unterwerfen muss.<br />
Doch sobald es mir ein wenig besser ging erwachte auch mein Freiheitsdrang und meine tiefe Abneigung gegen Bevormundung. Von da an kämpfte mein inneres Team wirklich harte Kämpfe. Doch meine Stimme der Vernunft gewann jedes mal diesen Kampf. </p>
<blockquote><p>In meiner persönlichen Beobachtung fehlt dieses Fingerspitzengefühl oft auch im Psychiatrischen System. Sehr häufig, weil die nötige (Betreuungs-) Zeit, die der Betroffene dringend bräuchte, im System nicht vorgesehen ist. </p></blockquote>
<p>JA!JA!JA!<br />
Auch ich habe diese Beobachtung leider des öfteren machen müssen<br />
Und DAS ist Skandalös!<br />
Es ist für mich unbegreiflich das die Bedürfnisse der Patienten,Betriebswirtschaftlichen Interessen untergeordnet sind.<br />
Das dürfte es in einem so Reichen Land wie Deutschland nicht geben.</p>
<blockquote><p>Trotzdem bleibt das Gefühl zurück, dünnhäutig zu sein. Dabei bin ich für mich und für andere jeden Tag stark. </p></blockquote>
<p>Und das liebe Sonja Macht dich zu dem besonderen Menschen der du bist.<br />
Die  Fähigkeit diesen Spagat zu schaffen.</p>
<blockquote><p>Und das wiederum hilft mir, mich dabei gut und hilfreich zu fühlen, etwas daraus zu lernen und zu wissen, dass mein eigener Zusammenbruch zu etwas Wertvollem und Wichtigem in meinem Leben geführt hat.</p></blockquote>
<p>Da zu kann ich dich nur beglückwünschen.</p>
<p>Liebe Grüße<br />
Gandalf</p>
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