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	<title>Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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	<description>Selbsthilfe, Genesungsbegleitung und Betroffenenbeteiligung</description>
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		<title>Divergente Gedanken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 10:46:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EaN Beiträge]]></category>
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					<description><![CDATA[Was ändert sich in der Einstellung zu sich selber, wenn sich der eigene Punkt der Wahrnehmung mal eben verschiebt und was mach es mit mir?]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Was ändert sich in der Einstellung zu sich selber, wenn sich der eigene Punkt der Wahrnehmung mal eben verschiebt und was mach es mit mir?</h2>



<h4 class="wp-block-heading has-text-align-right">Der Mausebär (Thorsten Dürholt) reflektiert einen kleinen seelischen Durchbruch</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern hatte ich ein gutes Gespräch (eigentlich einen Chat &#8211; also ein &#8222;geschriebenes Gespräch&#8220;), mit einer der wenigen Vertrauenspersonen in meinem Leben, die helfen, mich zu reflektieren, mich zu hinterfragen und die subtil meine Gedanken in neue Bahnen lenken, damit ich nicht immer auf ausgetretenen Pfaden lande. denn obwohl ich als Genesungsbegleiter das als Beruf(ung) selber bei anderen Menschen anbiete, brauche auch ich so meine Begleiter, die mich auf dem Weg durch das Leben stützen. Vielleicht brauchen wir alle das. So ganz unabhängig von unserer seelischen, körperlichen oder geistigen Verfassung. Manche Menschen finden das in Partnern, freunden oder engen Bekanntschaften, manche Menschen innerhalb von sozialen Netzwerken, wie vereinen, Gruppen und Parteien, andere brauchen da vielleicht einen &#8222;Profi&#8220;, sei es ein Therapeut, ein Seelsorger, ein Sozialarbeiter oder halt ein Genesungsbegleiter.<br>Wenn ich Menschen etwas erkläre, dann bringt mich das selber dem Verständnis näher, was ich in meinen diversen schulischen Ausbildungen gelernt habe. ich lerne dadurch, dass ich Nachhilfe gebe, unterrichtete, erkläre&#8230;<br>Das heißt auch für Durchbrüche in meinen eigenen Gedanken brauche ich ein Publikum, am besten jemanden, der aktiv zuhört und die richtigen Fragen stellt, nicht nur ein Ja-Sager oder Stichwortgeber, sondern jemand der genau die seltsamen fragen stellt, die mich dazu bringen, tiefer nachzudenken, die Angelegenheiten von neuen seiten zu betrachten, die Perspektive zu wechseln.<br>vielleicht klappt das bei mir, weil ich den inneren Zwang habe, geistig mithalten zu können, zu verstehen und wieder Kontrolle durch Wissen zu erhalten. keine Ahnung, aber es funktioniert&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern habe ich etwas zusammengefasst, was mir seit einiger Zeit im Kopf herumspukt und habe es so formuliert:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Ich bin halt so, war immer so und wusste nie warum.<br>Die Divergenz bietet mir erstmals eine Erklärung.<br>Und erstmals bin ich mutig genug eine Entscheidung zu treffen.<br>Ich muss mich nicht anpassen.<br>Ich darf entscheiden, was mich an mir stört und dass ist meine Entscheidung.<br>Ich darf mir aussuchen, was davon ich betrachte und wenn ich herausgefunden habe, dass ich es ändern kann, dann darf ich das ändern, wenn ich es will. Und wenn nicht, dann darf ich das für mich akzeptieren und als gegeben betrachten.<br><br>Ich ändere mich nicht mehr für andere Menschen und ich ändere mich nicht, um zu passen &#8211; dass macht mich nur unglücklich, habe ich gelernt.<br><br>Ich versuche zu verstehen, was mich zufrieden macht und gehe in die Richtung.<br><br>Optimieren bedeutet für mich, meinem optimalen Bild zu entsprechen und die Bilder anderer Menschen sind dabei völlig egal</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Ein spontanes Mausebären-Manifest, aus dem Moment heraus in Stein gemeißelt</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Um dass Ganze ein wenig zu erklären, damit es möglich ist, dem Gedanken zu folgen. Eine interessante Frage in der Genesungsbegleitung ist &#8222;<em>Wann hast Du bemerkt, dass Du anders bist?</em>&#8222;. Ich habe das bemerkt, da war ich noch sehr jung. letztendlich kann ich mich nicht an Zeiten erinnern, in denen ich mich nicht irgendwie &#8222;<em>anders</em>&#8220; gefühlt habe. Nicht in einer besonderen art, dass hat mir vielleicht mein <strong>Narzissmus </strong>später versucht einzureden &#8211; vielleicht aber ist der Narzissmus auch aus dem Wunsch entstanden, etwas &#8222;<em>besonderes</em>&#8220; zu sein, statt etwas &#8222;<em>anderes</em>&#8222;. Vielleicht war ich früh meiner selbst bewusst und meiner inneren Einsamkeit, die mich von anderen Menschen abtrennt. Vielleicht lag es daran, dass ich phasenweise mehr zeit mit erwachsenen Menschen verbracht hatte, in der Behandlung durch den Kinder- und Jugendpsychologischen Dienst war (bereits in frühen Jahren). Vielleicht&#8230;<br>Wenn ich an meine Kindheit denke, denke ich an viele Situationen, in denen ich mich &#8222;<em>anders</em>&#8220; gefühlt habe, alleine, irgendwie ausgegrenzt. Und an das Gefühl von Angst und Scham die dazu kamen. Ich habe etwas gespürt, etwas über mich verstanden, konnte es aber nicht in Worte fassen, nicht mitteilen.<br>ich war derjenige, der Angst vor spontanen Berührungen hatte, derjenige, der viele dinge nicht essen konnte (nicht wegen Allergie &#8211; sondern eine Essstörung) derjenige der Migränenanfälle hatte (seit frühester Kindheit), derjenige, der komische Gedanken hatte, eine seltsame ausgeprägte Fantasie und nicht dazu gehörte, aber trotzdem da war. Ich war derjenige, der seine Ängste in Überheblichkeit, Wut, aber auch Kreativität kanalisiert hat. derjenige, der bei manchen Dingen immer vorne mit dabei war und doch stets nur die Sachen im blick hatte, die er nicht konnte. Als Einzelkind von einer alleinerziehenden Lehrerin ist es schwer Selbstwertgefühl aufzubauen. Durch ständiges Fördern und Fordern wurde ich manchmal vielleicht überfordert.<br>ich habe nicht gelernt Anerkennung zu erkennen, sondern sah immer nur Kritik. und obwohl ich nach außen viele soziale Kontakte hatte fühlte ich mich innerlich einsam und leer. <br>Ich hatte immer das Gefühl, nicht zu genügen, nicht gut genug auszusehen, nicht sportlich genug zu sein, mit meinen zwanghaften Verhaltensformen mir alles immer selber zu zerstören. Kurzum, ich wollte immer ein anderer werden, aber egal, wohin ich auch ging, ich war bereits schon da. ich konnte nicht vor mir weglaufen, mich nicht von mir scheiden lassen. Es folgten Unsicherheiten, <strong>Melancholie</strong> (die später zu <strong>rezidivierenden Depression</strong> wurde  &#8211; was uncooler klingt als Melancholie) und anderen Problem,  die ich nicht wirklich so benennen kann, dass sie diesem Text gerecht werden.<br>Obwohl ich immer wissen wollte, was der sinn war, wo die wurzeln lagen, warum ich so bin, wie ich bin und nichts daran ändern kann, die Antworten liefen vor mir her, wie die berühmte Karotte am Stock, doch der Teil von mir, der den Stock hielt, war stets auf dem Weg in die falsche Richtung. Vielleicht auch nicht so ganz, da sie mich auf Umwegen doch zu einigen Zielen geführt hat, nicht die Ziele die ich erreichen wollte, aber die, die ich erreichen musste, um heute hier zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war an vielen Stationen, habe an vielen Orten gesucht und doch&#8230;<br>letztendlich war es der Zufall, der geholfen hat, denn als mein Psychiater in Ruhestand gegangen ist, (überraschend für mich), hat mich ein Freund an seinen Psychiater verwiesen. und der wahr einfach besser, hat zugehört, verstanden, erkannt, getestet und festgestellt. Die richtigen Fragen gestellt und mir Antworten gegeben.<br>Das Schlüsselwort war die <strong>Neurodivergenz</strong>. <br><strong>ADHS</strong>, darauf wurde ich als Kind bereits getestet (ich war ein schreckliches Kind in der Schule &#8211; ein typischer Klassenclown), aber damals, als ich Kind war, war es halt noch nicht so weit, dass es einfach gewesen wäre. <strong>Hochbegabung</strong>, <strong>neuro-untypisches Verhalten</strong>, alles dass war das unentdeckte Land und so lag meine Begabung brach und mein neuro-untypisches Verhalten wurde gefördert. Statt zu einem <strong>Genie</strong> wurde ich zu einem <strong>Störenfried</strong>, einem chronisch <strong>Unzufriedenen</strong>, einem <strong>Depressiven</strong>. <br>Jetzt ist es entdeckt worden, also die <strong>ADHS</strong> und ich nehme Medikamente. Und ähnlich wie bei den Anti-Depressiva, die erst spät in mein Leben traten (weil ich auch erst spät mich auf Therapie einlassen konnte), ist das ein Gamechanger. Ich fange an, in Teilen zu funktionieren, die vorher nie funktioniert haben. Ein Mangel wird behoben und so ein Ausgleich geschaffen, der dafür sorgt, dass ich über mich hinauswachsen kann.<br>Aber auch ein anderer Teil, nämlich, dass ich ein stück weit im Autismus stecke, wurde festgestellt. Und plötzlich gab es eine Antwort, denn ich habe mit meinem Psychiater einfach über meine Essstörung geredet (ganz spontan und mutig) und erfahren, dass es bei Autisten ein bekanntes Symptom ist. Hat mit Textur und so zu tun. Und das war ein plötzlicher Aha-Effekt. Plötzlich war es logisch, plötzlich war es greifbar, ich habe darüber gelesen und es passt. jahrelang habe ich nach dem Grund gesucht und da war er nun, ganz einfach vor mir. Plötzlich ergaben auch andere Dinge einen logischen Sinn. Sachen von denen ich nie wusste, warum sie so waren. Es war einfach eine Frage meines inneren Betriebssystems.<br>Hart an der Erkenntnis war zuerst, dass es auch bedeutet, dass ich nichts daran ändern kann, dass es eine Sache ist, die so einfach ist, doch jetzt weiß ich, dass es gut ist. ich weiß, dass es so ist, warum es so ist und dass es so bleiben wird und daher kann ich mich anderen Sachen zuwenden, die ich ändern kann. ich habe eine Erklärung und jetzt kann ich beginnen zu akzeptieren.<br>ich fange an zu akzeptieren, dass sich gewisse Sachen an mir nicht ändern lassen, nicht veränderbar sind und dass sie eigentlich auch nie etwas waren, was mich gestört hat, sondern mehr ein Problem für meine Umgebung. ich bin halt nicht &#8222;normal&#8220;. <br>Warum weiß ich jetzt und kann damit umgehen, denn ich muss mich nicht in etwas einpassen, in was ich nicht passe. Ich kann mich mögen, so wie ich bin und all meine kleine Marotten in mein Leben einbauen, denn ich muss nicht so funktionieren, wie andere menschen, sondern habe mein eigenes Betriebssystem, mit meinen eigenen Routinen.<br>und ich kann jetzt endlich mit einem neuen Blick die Sachen erkennen, die ich ich ändern kann, oder auch nicht ändern kann. An dem was ich ändern kann, darf und werde ich weiter arbeiten, aber an dem was ich nicht ändern kann, da gehe ich den Weg der radikalen Akzeptanz. Und beim sortieren brauche ich noch ein wenig Hilfe, also raus zu finden, was ich ändern kann und was nicht. Aber Weisheit kommt durch Erfahrung, D a gibt es ja die berühmte Weisheit&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dank der <strong>Diagnose</strong> von <strong>Neurodivergenz</strong> habe ich nun einen neuen Ansatz, mit mir umzugehen, Dinge neu zu bewerten und Dinge zu verändern, mit Hilfe von außen , mit Hilfe von Ergänzungsmitteln (Medikamentation) und damit mein Leben selber mit Barrierefreiheit auszustatten. Vor allem durch eigene Akzeptanz, mir selber weniger Hindernisse in den Weg zu stellen. es ist nicht mein Versagen, sondern einfach nur der falsche Weg, den ich aus Unwissenheit gewählt habe. es ist zum glück nicht zu spät, abzubiegen und einen neuen Weg zu probieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch meine psychologischen Probleme bewerte ich dadurch neu, sei es meine Angststörung, mein krankhafter Narzissmus, meine wiederkehrenden depressiven Episoden, mein Suchtverhalten oder meine sozialen Anpassungsprobleme. Vielleicht ist auch hier eine Divergenz gegeben.<br>Bei Depressionen auf jeden Fall, den die Hirnchemie stimmt einfach nicht, dass beweist sich dadurch, dass es mit Serotonin-Wiederaufnahmehemmern besser geht, deutlich besser. Und meine Hirnchemie hat nicht viel mit aktiven Entscheidungen zu tun. Gut, wie bei meinem Diabetes kann ich mich bestimmten verhalten diese Problematik positiv beeinflussen. Aber ähnlich wie beim Diabetes, wird es , trotz gute Einstellung und gutem Verhalten mich ein Leben lang begleiten. chronisch, sagt man. Ist dass noch Krankheit oder schon eine Behinderung?<br>Weder noch, denn ich fühle mich nicht krank (und kann dahingehend auch nicht gesunden, es bleibt ein Bestandteil meines Lebens). Es ist zwar ein drohendes Damoklesschwert, welches über mir hängt und mich daran erinnert, dass falsche Entscheidungen bei mir Konsequenzen haben und mich krank machen können, aber durch die beständige Möglichkeit eine &#8222;kranke&#8220; Episode zu erfahren, bin ich doch nicht dauerhaft krank. <br>Also doch eher eine Behinderung?<br>Aber behindert es mich, mein Verhalten auf meine Bedürfnisse anzupassen, oder hilft es mir nicht sogar dabei, gut zu mir zu sein?<br>Behindert, das werde ich durch die Gesellschaft, die mein verhalten zwar tolerieren muss, aber nicht akzeptieren kann und deshalb es schwierig macht, mich selber zu verwirklichen. behindert wird man nicht durch eine Krankheit oder eine Besonderheit, sondern durch Einschränkungen und das ist ein äußerer Faktor. In einer Welt die nicht differenziert zwischen krank und gesund, wäre ich vielleicht wenige behindert. deshalb bin ich auch nur da offiziell behindert, wenn ich auf Barrieren stoße und benutze diesen zustand, um diese bardieren abzubauen (oder es zu versuchen). behindert bin ich für andere, nicht für mich. ich bin einfach anders und das ist gut so&#8230;<br>Meine narzisstischen Anteile sind stets bei mir (normal) und werden nicht verschwinden, das kann ich das niemals ganz ablegen, sondern nur versuchen, einen Umgang damit zu finden, weil ich einfach keinen &#8222;Entzug&#8220; von diesen Anteilen machen kann. mein Umgang mit diesen Anteilen in mir ist wahrlich nicht gesund, aber halt auch nicht krank, sondern nur anders. Falsch?<br>Bei Teilen definitiv, aber das ist eher das Problem meiner Umgebung und dass darf ich nicht dauerhaft zu meinem Problem machen. ich kann meiner Umgebung entgegen kommen, in dem ich versuche, meine Verhalten zu regulieren, aber ich kann es nicht loswerden. es gibt Dinge die lassen sich nicht ändern.<br>und meine Angststörung ist nur ein Symptom der anderen Geschichten, da finde ich einfach noch heraus,was davon gebraucht wird, was weg kann und was, wie ein Bumerang, einfach nicht weggeworfen werden kann. Also kann ich ich mich mit den teilen beschäftigen, die mich stören.<br>zum beispiel dem Punkt endlich zu akzeptieren, wer und was ich bin, und nicht danach streben, etwas anderes sein zu wollen. denn das macht mich fertig&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Krank macht mich nicht meine Besonderheit, meine psychische Divergenz, sondern der Umgang damit. krankhaft ist mein versuch etwas zu sein, was ich nicht bin und diese Krankheit hat obersten behandlungsbedarf.<br>Der Anfang davon ist, endlich Inventur zu machen, was an mir &#8222;normal&#8220; ist, was an mir &#8222;anders&#8220; (also Divergent) ist und sein darf, was an mir &#8222;übernormal ist&#8220; (Talente und Begabungen) und was an mir krankhaft ist, also ein Symptom der einzigen psychischen Erkrankung, die ich wirklich habe, nämlich dem Zustand, dass ich nicht richtig mit mir umgehe.<br>herausfinden, was ein Fehler ist und was Bestandteil des Systems, um mein System zu erkennen, zu reinigen und neu aufzusetzen &#8211; dann funktioniert auch mein Leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin<strong> Neurodivergent</strong> (weil mein System anders arbeitet), <strong>Psychodivergent </strong>(weil ich einige ungewöhnlichen Programme geladen habe), <strong>Somadivergent </strong>(weil ich einige Hardware habe, die besonderer Pflege bedarf) und habe kranke Anteile (quasi die Bugs im System). Die kranken Anteile werde ich aufspüren und behandeln, alles andere darf so divergent sein, wie es ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist eine Erkenntnis, die mir gut gefällt, mir Mut macht und mir ein eigenes <strong>Empowerment</strong> schenkt, denn <strong>Recovery</strong> funktioniert nur, wenn ich erkenne, von was ich mich lösen will und zu erkennen, was an mir einfach &#8222;anders&#8220; ist, also divergent, dass ist der weg zur <strong>Salutogenese</strong>, also meine eigene Definition von Gesundheit zu finden um mich gesund zu fühlen und damit gesund zu sein.<br>Manchmal muss ich mir selbst ein <strong>Genesungsbegleiter </strong>sein und mittlerweile recht oft, habe ich gute Begleiter, die mir dabei helfen. <br>Ich mache Fortschritte und auch dadurch, dass ich selber als <strong>Genesungsbegleiter</strong> anderen Menschen &#8222;Nachhilfe&#8220; gebe, denn dadurch, so habe ich ja erklärt, verstehe ich selber am besten, was wichtig und richtig ist.<br>Also dran bleiben, fragen stellen und weiter danach suchen, was divergent ist,was krank ist und was einfach weg kann, damit ich endlich dass, was bleiben darf entsprechend pflegen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer jetzt neugierig geworden ist, darf gerne schreiben, um mit mir über Psychodivergenz, Divergenz im Allgemeinen und den Umgang damit zu reden, zu diskutieren (nein, sich austauschen), oder einfach Fragen zu stellen&#8230;</p>
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		<title>Das Ende des Mausebärenblog</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 13:28:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Und was danach kommt&#8230; Vom Mausebären (Thorsten Dürholt) Der Mausebärenblog ist weg! Aber warum? Es gibt nicht viel zusagen, aber nach dem ich eine Zwangspause hatte, durch technische Probleme, wurde mir klar, dass ich dieses Format bereits seit (über) drei Jahren verfolge. Mal war ich täglich zugange, mal nur an einigen Tagen in der Woche, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Und was danach kommt&#8230;</h2>



<h5 class="wp-block-heading has-text-align-right">Vom Mausebären (Thorsten Dürholt)</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Der <strong>Mausebärenblog</strong> ist weg! Aber warum?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt nicht viel zusagen, aber nach dem ich eine Zwangspause hatte, durch technische Probleme, wurde mir klar, dass ich dieses Format bereits seit (über) drei Jahren verfolge. Mal war ich täglich zugange, mal nur an einigen Tagen in der Woche, manchmal mehr als einmal am Tag und nun&#8230;<br>Ich komme an den Punkt, wo ich immer öfter nichts mehr zu schreiben habe und meine Texte beliebig werden. Es ist mehr der Umstand, dass ich schreibe, weil ich schreibe und nicht weil ich das Gefühl habe etwas zu sagen zu haben.<br>Meine Inspirationen kommen nicht mehr täglich, weil ich das meiste schon geschrieben habe und mein Leben, nun ja, viele Veränderungen sind abgeschlossen, die mein Blog begleitet hat und die neuen Veränderungen sind nicht mehr für dieses Format geeignet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das heißt nicht, dass ich nicht mehr schreiben werde, aber es wird seltener werden, weil ich nur noch wichtige Themen auf die Seite bringen will, Ideen und Konzepte, die mir gerade wichtig sind und Highlights aus der bunten Welt des Mausebären.<br>Es wird weiterhin Momente geben, die ich hier teilen werde und es wird auch vielseitig bleiben, aber halt nicht mehr regelmäßig, nicht mehr 2auf jeden Fall&#8220; und ab jetzt auch als normale Beiträge auf der Seite.<br><br>Wer den Mausebären öfters braucht, der findet mich auf <a href="https://www.instagram.com/erfahrungsexperte_mausebaer/"><strong>Instagram</strong></a>, <a href="https://www.tiktok.com/@mausebaer_gb"><strong>TikTok</strong></a>, <a href="https://www.facebook.com/profile.php?id=100014859722151"><strong>Facebook </strong></a>und selten auch mal auf <a href="https://www.youtube.com/@Erfahrungsexperte-Mausebaer"><strong>YouTube</strong></a>, denn ich versuche, neue Welten für mich zu entdecken und an neuen Formen des Ausdrucks zu arbeiten. Künstlerische Bedürfnisse halt&#8230;<br><br>Ich danke meinen Stammlesern, die mich über die drei Jahre begleitet haben, mal mehr mal weniger regelmäßig und Freude daran hatten, meine Reise ein Stück zu begleiten. Ihr werdet von mir hören, lesen und so weiter, also bleibt mir gewogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liebe Grüße und bis bald,<br><strong><br>Euer Mausebär</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Neue Divergenz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 11:09:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EaN Beiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Braucht es eine neue Art, psychische Erkrankungen zu betrachten und wenn ja wie? Sprache schafft Realität und vielleicht braucht es mal ein neues Wort um der Pathologisierung von psychischen Besonderheiten entgegen zu wirken, auch um Inklusion möglich zu machen!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Neurodivergenz &#8211; Psychodivergenz</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Braucht es eine neue Art, psychische Erkrankungen zu betrachten und wenn ja wie? <br>Sprache schafft Realität und vielleicht braucht es mal ein neues Wort um der Pathologisierung von psychischen Besonderheiten entgegen zu wirken, auch um Inklusion möglich zu machen!</h3>



<h5 class="wp-block-heading has-text-align-right">Eine kritische Betrachtung und ein Vorschlag von Thorsten Dürholt (der Mausebär)</h5>



<p class="wp-block-paragraph">In der letzten Zeit beschäftigt mich öfters ein spezieller Gedanke.<br>Seit ich meine neue <strong>Diagnostik</strong> habe und festgestellt wurde, dass ich <strong>ADHS</strong> habe und leicht im <strong>autistischem Spektrum</strong> unterwegs bin, fange ich an, einige in mir neu zu definieren. In meiner frühesten Kindheit wurde bei mir schon eine Form von <strong>Hochbegabung</strong> festgestellt (das ist mir als Narzisst ein Fest, dass zu erwähnen), die sich allerdings nur selten zeigt, den meistens bin ich gnadenlos unbegabt.<br><strong>ADHS</strong>, <strong>Autismus</strong>, bzw. <strong>Autismus-Spektrum</strong> (es ist ein weites Feld) und <strong>Hochbegabung</strong>, aber auch gewisse Lernstörungen, wie <strong>Dyskalkulie</strong>, (Rechenschwäche) oder <strong>Legasthenie</strong> (Leseschwäche), fallen unter den Begriff der <strong>Neurodivergenz</strong>.<br>Also bin ich jetzt <strong>Neurodivergent</strong>, also habe eine <strong>kognitive Ausprägung</strong> die sich von der gesellschaftlichen Norm unterscheidet. das ist ja nichts Neues, weil ich immer den Eindruck hatte, anders zu denken, zu fühlen und zu erfassen, wie meine wunderbare bunte Welt ist.<br>es hat jetzt einen Namen, ich bin <strong>neurodivergent</strong>, was sich irgendwie besser anhört, als eine kognitive Störung zu haben, oder neurologisch krank, behindert oder auffällig zu sein. <br>Ich bin halt divergent, also anders und dass darf sein, kann sein oder ist einfach so&#8230;<br>Leicht zu erklären, der Mausebär ist divergent, also akzeptiere, dass ich anders denke, als Du und dass ich das nicht mache, um Dich zu ärgern oder aus fehlender Empathie oder Bereitschaft. Es ist einfach so&#8230;<br>Divergent ist eher so wie Blind, oder gelähmt, ist scheiße, aber ist halt so, bin ich nicht schuld dran und eine solidarische und soziale Gesellschaft hat gefälligst meine Barrieren (mit) abzubauen, um mir Teilhabe zu ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch was ist mit meinen<strong> Persönlichkeitsstörungen</strong>? Bin ich plötzlich kein krankhafter <strong>Narzisst</strong> mehr, weil ich jetzt <strong>neurodivergent </strong>bin?<br>Habe ich jahrelang verzweifelt und unter Rückschlägen, Tränen und Schweiß versucht, meinen inneren <strong>Narzissten </strong>zu bearbeiten, um ein funktioneller <strong>Narzisst</strong> zu werden, nur um jetzt zu erfahren, dass ich eigentlich gar nicht gestört bin, sondern einfach nur <strong>neurodivergent</strong>?<br>Nein, der innere <strong>Narzisst</strong> ist noch da, genauso, wie die die wiederkehrenden (rezidiviernden) <strong>Depressionen</strong>, denn sonst würde ich keine Medikamente dagegen mehr brauchen. Auch meine <strong>Ängste</strong> (generalisierte Angststörung) und meine Probleme mit dem Selbstbewusstsein sind noch vorhanden. Und meine kleine <strong>Phobien </strong>winken mir auch noch zu.<br>Vielleicht sind meine kleinen <strong>Traumata</strong> durch die <strong>Neurodivergenz </strong>verstärkt, ausgelöst oder unterstützt worden, aber sie sind nicht weg, nur weil ich jetzt weiß, dass diese Divergenz in mir ist.<br>Einzig meine <strong>Essstörungen,</strong> die mich von klein auf begleiten, die könnten (laut meinem sehr fähigem) Psychiater ein <strong>Symptom</strong> meiner <strong>Autismus-Spektrumstörung</strong> (wie gesagt, sehr leicht) sein. Also keine Erkrankung, nur ein Symptom.<br>Aber ist der Rest ein <strong>Symptom</strong>?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nein, ich habe <strong>psychische Erkrankungen </strong>und weil so etwas nun einmal chronisch ist (wie mein <strong>Diabetes Typ 2</strong> und mein <strong>Bluthochdruck</strong>), werden mich diese <strong>Erkrankungen</strong> noch weiter auf meinem Lebensweg begleiten. Ich kann lernen damit zu leben, sie in meinen Alltag zu integrieren, die <strong>Symptome</strong> abschwächen und bekämpfen, aber bleiben werden sie. Die nächste <strong>Depressive Episod</strong>e wartet auf mich an der nächsten Straßenecke, mein innerer <strong>Narzisst</strong> mault und schaut darauf, wie er aus seinem Käfig ausbrechen kann und auch meine <strong>Ängste</strong> laufen immer neben mir und lassen sich nicht in die Karten schauen, ob sie nun ein <strong>Symptom</strong> meiner <strong>Persönlichkeitsstörung </strong>sind (wie mein geringes Selbstwertgefühl) oder tatsächlich eine eigenständige Erkrankung, halt eine <strong>generalisierte Angststörung</strong> sind.<br>Es bleibt bei mir, macht mich zu einem behinderten Menschen &#8211; nein, das sagt man ja nicht, heißt ja Mensch mit besonderen Bedürfnissen &#8211; dabei habe ich immer noch einen <strong>Schwerbehindertenausweis</strong> (SBA) und <strong>keinen Besondere-Bedürfnisse-Ausweis</strong> (BBA) -, was hilfreich ist, um hin und wieder etwas Unterstützung zu bekommen oder Verständnis für meine Situation. Wenigstens ein wenig Nachteilausgleich in unserer Solidargemeinschaft, worauf ich jetzt echt nicht eingehen will, weil es auch ein weites (Minen-) Feld ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was mich stört ist nicht diese Erkenntnis, sondern der Umstand, dass ich krank sein soll.<br>Als Genesungsbegleiter glaube ich daran, dass es ein Bestandteil der <strong>Salutogenes</strong>, also der Gesundung sein muss, den Sinn in seinen Erkrankungen zu sehen und ein neues Verständnis von gesund zu erschaffen. Gesund bin ich, wenn ich mich Gesund fühle.<br>gesund bin ich, wenn meine chronischen körperlichen Erkrankungen gut eingestellt sind, denn solange meine Blutzuckerwerte und mein Blutdruck, dank guter Medikamente und Lebensführung nicht entgleisen, wird mich kein Arzt der Welt krankschreiben, oder meine Arbeits- und Leistungsfähigkeit in abrede stellen. Ich mag zwar besonder Bedürfnisse haben, wie meine Medikamente und besondere Verhaltensweisen, aber ansonsten kann ich ganz normal leben. Ich bin in der Hinsicht nicht krank, sondern körperlich eingeschränkt, oder vielleicht sogar physisch divergent.<br>Das gleiche muss und sollte doch auch für meine anderen Erkrankungen, also meine psychischen Krankheitsbilder gelten.<br>Außerhalb meiner depressiven Episoden fühle ich mich nicht krank und mein geringes Selbstwertgefühl und der Drang meiner gestörten Persönlichkeit stören mich zwar, aber ist das krank?<br>Krankheit ist etwas, was viele Menschen als einen vorübergehenden Zustand wahrnehmen. Eine Infektion ist eine Erkrankung, die vorübergehend ist. eine chronische Erkrankung, wie meine Diabetes oder meine Migräne sind Zustände die immer wieder mal aufbreche und der Behandlung bedürfen, um wieder zu verschwinden. Wir sehen als Gesellschaft die Symptome und bezeichnen sie als Krankheit.<br>Niemand würde einen blinden Menschen als krank bezeichnen, es sei denn die Blindheit ist vorübergehend. Wenn nicht spricht man von einem besondern Zustand, oder von einer Behinderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte nicht <strong>pathologisiert </strong>werden und als dauerhaft krank gelten, weil ich im Rahmen meiner Möglichkeiten leistungsfähig bin. Weil ich aus meinen <strong>psychischen Besonderheiten</strong> versuche Stärken zu machen und ihnen Sinnhaftigkeit zu geben. Ich will auf meinem Weg der Recovery zu einem Zustand kommen, an dem ich mich im rahmen meiner eigenen Normalität, als gesund empfinde. Einfach um ein würdiges Leben zu führen, ein gesundes Leben mit allen meinen Besonderheiten.<br>Ich habe es über 30 Jahre versucht, meine <strong>psychischen Störungen </strong>gehen nicht mehr weg, sie sind chronisch, sie bleiben hier. Wer nicht gesunden kann, kann auch nicht krank sein, sondern hat Besonderheiten. Und deswegen integriere ich meine Auffälligkeiten in meinen Alltag, kontrolliere die <strong>Symptome</strong>, versuche in meinem Rahmen mich gesund und richtig zu fühlen, auch wenn ich nicht einer allgemeinen Norm entspreche.<br>ich bin in meiner Seele (griechisch auch <strong>Psyche</strong> genannt), anders, als andere Menschen, also <strong>divergent</strong>. Nicht krank, sondern <strong>divergent</strong>.<br>darum möchte ich mich nicht mehr als psychisch kranke Person bezeichnen sondern als <strong>Psychodivergent</strong>.<br>Das mag Augenwischerei sein, für jeden, der darunter nicht leidet, aber wir, als Gesellschaft stellen langsam fest, dass Worte tatsächlich Realität formen. das es wichtig für uns ist, wie wir uns definieren und wie wir unsere Definition bezeichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Ich bin nicht Krank, ich bin Psychodivergent</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Aussage fühlt sich gut an, hilft mir im eigenem <strong>Empowerment</strong>, unterstützt meine Weg zur Definition meiner eigenen <strong>Gesundheit</strong> im Rahmen des <strong>salutogenetischen</strong> Gedanken, vollendet meine <strong>Recovery </strong>ein Stück und gibt mir eine neue Definition für mein eigenes Ich.<br>Ich bin einfach <strong>Neuro-und Psychodivergent</strong> und werde damit großartig leben, in dem ich meine eigen Nische besetze, in die ich gerne alle Menschen einlade, die sich nicht von einer Diagnose aus dem Psychologischem oder Psychiatrischem Bereich pathologisieren wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Jahren verstehen meine Angehörigen nicht, was meine Erkrankung sein soll (weil ich ja nicht ihrem Bild von Krankheit entspreche. Sie verstehen meine Behinderungen nicht, weil ich ja alle Körperteile habe.<br>Mit seelischer Erkrankung oder psychischer Behinderung kann ich mich Ihnen nicht erklären.<br>Mit <strong>Neurodivergenz</strong> ging das allerdings wunderbar, das verstehen meine Leute und daher funktioniert das auch mit <strong>Psychodivergenz</strong>, zu erklären, dass ich einfach in manchen Punkten nicht der gesellschaftlichen Norm entspreche und auch nicht entsprechen kann.<br>Lasst uns also aus den bösen Krankheiten wieder etwas vergängliches (oder Episodenhaftes bei chronischen Krankheiten) und etwas körperliches in seinen Symptomen leicht sicht- und erkennbares machen und hören wir auf psychisch Krank zu sein und akzeptieren, dass wir Psycho divergent sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Ich bin nicht krank, ich bin Psychodivergent</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich genese durch Akzeptanz meiner Besonderheiten und durch die Anpassung meiner Ziele, meines Weges und meines Alltags an meine besonderen Bedürfnisse. Solange ich das machen kann und nicht von der Gesellschaft behindert werde, kann ich mich völlig gut, funktional und gesund fühlen. Meine Krisen sind Episoden, die daraus entstehen, dass ich meine Bedürfnisse nicht beachte (oder aus den Einflüssen, denen ich ausgesetzt werde) und wenn ich einem querschnittsgelähmten seinen Rollstuhl wegnehme, dann hat er auch eine Krise.<br>Wenn ich einen gesunden Menschen in eine schwierige und für ihn nicht lösbare Situation bringe, hat er auch eine Krise.<br>Eine Krise ist keine Krankheit, sondern eine Krankheit ist eine Form der Krise (eine von vielen). warum sollen meine seelischen Krisen krankhaft sein? Sie sind nicht ansteckend, nicht unbedingt körperlich, nicht vorübergehend, nicht&#8230;<br>Es gibt so viele Gründe, es nicht als Krankheit zu sehen, sondern als ein zustand des Anders sein.<br><br>Bitte denkt einmal darüber nach, wie ihr euch definieren wollt, als krank (gesellschaftlich bereits sehr negativ belegt), als leidend und hilflos, oder als ein Mensch, der seine besonderen Bedürfnisse erkannt hat, diese kommuniziert und von unserer sozialen Solidargemeinschaft Verständnis, Akzeptanz und Unterstützung erwartet?<br>Ich für meine Teil bin lieber divergent als krank, lieber anders, als hilflos, lieber Psychodivergent, als psychisch Krank.<br>Vielleicht können wir mit diesem kleinen Wort etwas großes ändern, nämlich die Wahrnehmung von psychischen Zuständen, die nicht der Norm der Gesellschaft entsprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bitte unterstützt diese Idee und seit dabei&#8230;</p>
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		<title>Was ist eigentlich ein Genesungsbegleiter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2026 12:20:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EaN Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Theorien und Konzepte]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebär]]></category>
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					<description><![CDATA[Was macht der Mausebär so beruflich? Und was soll das? Eine kleine Erklärung vom Mausebären (Thorsten Dürholt) Seit dem 17.05.2019 (also nächste Woche werden es sieben Jahre), bin ich ein EX-IN Genesungsbegleiter mit Zertifikat, also ein zertifizierter Experte durch Erfahrung in der Gesundheitsversorgung. Nach dem ich in meiner Vergangenheit bereits den Titel als stattlich anerkannter [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Was macht der Mausebär so beruflich? Und was soll das?</h2>



<h5 class="wp-block-heading">Eine kleine Erklärung vom Mausebären (Thorsten Dürholt)</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem <strong>17.05.2019</strong> (also nächste Woche werden es sieben Jahre), bin ich ein <strong>EX-IN Genesungsbegleiter</strong> mit <strong>Zertifikat</strong>, also ein zertifizierter <strong>Experte durch Erfahrung in der Gesundheitsversorgung</strong>. Nach dem ich in meiner Vergangenheit bereits den Titel als <strong>stattlich anerkannter Erzieher</strong> und als <strong>Veranstaltungskaufmann (IHK)</strong> erworben hatte, war diese <strong>Zertifikat </strong>das erste, was mir alt Titel gleichzeitig Alles und auch Nichts wert war.<br>Alles weil ich mich erstmal angekommen fühlte und zum ersten Mal das Gefühl hatte &#8222;<em>Ja, dass bin ich</em>&#8220; &#8211; Nichts, weil ich niemanden brauchte, der mir das sagte, denn es war die erste Ausbildung, in der ich nicht etwas wurde, sondern entdeckte (entdecken durfte), dass ich etwas war, nämlich ein <strong>Genesungsbegleiter</strong>.<br>Genau das ist wichtig, denn zu entdecken, was man ist, was man kann und was man will, dass ist der einzige Prozess, der einen wirklich formt und verändert &#8211; so habe ich dass für mich erfahren. Und deshalb war und ist es mein Anliegen, andere menschen nicht zu dem zu formen, was für mich das Richtige wäre, sondern ihnen zu helfen, dass zu finden, was sie sind und was sie sein wollen und sie dahin zu begleiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Genesung</strong> bedeutet nicht, dass alles wie früher wird (nicht wie bei einem Bruch, der verheilt), den zumeist ist eine Krise, vor allem wenn sie die Seele angreift, nicht nur eine Momentaufnahme, sondern eine Folge eines langen Prozesses, der einfach nicht umkehrbar ist.<br>Gesundung bedeutet daher, nach einer Krise, einen neuen und bessern weg zu finden. tatsächlich sich selbst zu (er) finden und eine neue Definition zu entdecken, was für einen selber Gesundheit, Zufriedenheit und Leben bedeutet.<br>Die Antwort liegt nicht in mir, oder in all den kleinen Techniken, Werkzeugen und Methoden, die ich entdeckt habe. Die Antwort liegt in jedem selber.<br>aber all die kleinen Werkzeuge, Techniken und Methoden können dabei helfen, die Antwort zu finden und die Suche nicht nur leichter, sondern vor allem erträglicher zu gestalten. gemeinsam herausfinden, was wirkt, was hilft und wie man Fortschritte macht und gleichzeitig auch all die kleinen Rückschritte, die einfach dazu gehören, ertragen kann, dass ist die Aufgabe von <strong>Genesungsbegleitern</strong>, wie ich sie für mich definiere.<br>Zuhören ist mein wichtigste Werkzeug, nicht nur einfach so, sondern zugewandt, aufmerksam, aktiv (durch nachfragen), manchmal kritisch, immer wohlwollend und zugewandt. So dass eine <strong>Reflektion</strong> möglich wird, gedankliche Muster durchbrochen werden können  und neue Wege entdeckt werden.<br>Ein Gespräch mit jemandem auf Augenhöhe, der dasselbe Problem am eigene Leib erfahren hat. Jemand der einen nicht verurteilt oder bewertet, sondern einfach erkennt, weiß, was passiert und mitgehen kann. Mal motiviert und stärkt (<strong>Empowerment</strong>), mal mit entdeckt und neu bewertet (<strong>Salutogenese</strong>) und mal Mut macht und einfach mit einem geht (<strong>Recovery</strong>), dass macht ein Genesungsbegleiter.<br>egal ob mein Klient gerade eine Krise hatte und zurück ins Leben möchte, oder Angst hat, dass eine Krise bevorsteht, oder anders gesagt, egal ob man vor dem Loch steht, hinter dem Loch ist, oder auch gerade mitten drin steckt, ich bin einfach da und versuche meinem Klienten zu helfen, sich selber zu helfen.<br>Ich helfe durch <strong>Mobbing</strong>, durch<strong> narzisstischen Missbrauch</strong>, durch <strong>depressive Phasen</strong> und helfe danach sich wieder neu zu entdecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich mache keine <strong>Therapie</strong> (ich bin kein <strong>Therapeut</strong>), ich mache kein Programm, sondern ich bin da und teile mein Wissen, meine Erfahrungen, aber vor allem meine zeit und meine Aufmerksamkeit mit denen, die es brauchen. Und das ist was meine<strong> Berufung</strong> ist&#8230;</p>
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		<title>Inklusion geht alle an!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2026 09:45:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EaN Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Nachlese]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Speaker's Corner]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir sind aktiv mit dabei Ein Bericht vom Mausebären (Thorsten Dürholt) Unter dem Motto &#8222;Menschenrechte sind nicht verhandelbar! Inklusion geht alle an!&#8220; gab es am 9. Mai zum Europäischem Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung einen Protestzug in Viersen, mit einem Programm auf dem Sparkassenvorplatz.Mit dabei waren die Vertreter der großen Verbände hier in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Wir sind aktiv mit dabei</h3>



<h5 class="wp-block-heading">Ein Bericht vom <em>Mausebären</em> (Thorsten Dürholt)</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dem Motto &#8222;<em><strong>Menschenrechte sind nicht verhandelbar! Inklusion geht alle an!</strong></em>&#8220; gab es am 9. Mai zum <strong>Europäischem Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung</strong> einen Protestzug in <strong>Viersen</strong>, mit einem Programm auf dem Sparkassenvorplatz.<br>Mit dabei waren die Vertreter der großen Verbände hier in Viersen, wie die Paritätische, die AWO und die Psychiatrische Hilfsgemeinschaft, aber auch kleinere Anbieter, wie die BIS und diverse Interessengruppen, die Stände aufgebaut hatten.<br>Auf der Bühne wurde Programm präsentiert und zwischen den Reden von Politik und Engagierten, wurde mit Musik die Stimmung aufgelockert. es wurden Gespräche geführt und Betroffene, Mitarbeitende aus den sozialen Netzwerken und Interessierte kamen zusammen.<br>Die kommunale Politik war nicht nur durch den Schirmherren der Veranstaltung, dem Bürgermeister Christoph Hopp und den beiden Dezernenten Ertunc Deniz und Jens Ernesti vertreten, die Grußworte sprachen, sondern auch Mitglieder der Parteien <strong>DIE LINKE</strong> und <strong>die Grünen</strong> mischten sich unter die engagierten Demonstranten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptgrund des Protest waren nicht nur die drohenden Kürzungen im sozialem Sektor, die mangelnde Transparenz politischer Entscheidungen und die immer mehr wachsende wirtschaftliche Not von betroffenen und den Anbietern von Hilfeleistungen, sondern auch der Umstand, dass wir es nicht zulassen wollen, dass eine Gruppe von Menschen marginalisiert und an den Rand der Gesellschaft (in die Vergessenheit) gedrängt werden. Wir müssen gerade jetzt laut sein, um eine bunte und pluralistische Gesellschaft zu erhalten und sogar zu fördern, denn nur so kann Inklusion gelingen, der Garant für eine stabile, zukunftsorientierte und soziale Gemeinschaft, in der sich zu leben lohnt.<br>Deshalb waren wir dabei, nicht nur aus Interesse, weil auch unsere Arbeit davon betroffen ist, nicht nur als Betroffene (ich habe ja selber eine Behinderung anerkannt) und nicht nur um politisch Flagge zu zeigen (auch wenn ich politisch aktiv bin), sondern um solidarisch zu sein und zu zeigen, für welche Form von Zukunft wir einstehen.<br>es ist gerade heutzutage dringend nötig, sich zu informieren (möglichst beriet gefächert und außerhalb seiner Wohlfühlzone), kritisch zu hinterfragen und dann auch weiter zu informieren. Die Menschen im eigenem Umfeld abzuholen und mitzunehmen.<br>Noch können wir dem was kommt entgegen stehen, noch ist es möglich, sich zu verbinden, um ein besseres Miteinander zu erlangen, deshalb ist es jetzt auch an der zeit, sich zu positionieren und sich gegenseitig zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin froh darüber, dass ich gestern dabei war und viele bekannte und neue Gesichter gesehen habe und das wir, als Erfahrungsexperten am Niederrhein dabei sind und uns zeigen, denn wir wollen Inklusion (er)leben&#8230;<br></p>
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		<title>Mausebärenblog ist abgeschaltet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sonja Utzenrath]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 15:05:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EaN Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten aus der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebär]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir hatten für den Blog plugins eingesetzt, die von diesem Vorfall betroffen waren: https://www.all-about-security.de/wordpress-lieferkette-unter-beschuss-30-plugins-mit-backdoor-verseucht Alle beschriebenen Prüfungen wurden durchgeführt. Wir suchen jetzt nach einer neuen geeigneten technischen Lösung für den Blog. LG Sonja]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wir hatten für den Blog plugins eingesetzt, die von diesem Vorfall betroffen waren:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.all-about-security.de/wordpress-lieferkette-unter-beschuss-30-plugins-mit-backdoor-verseucht">https://www.all-about-security.de/wordpress-lieferkette-unter-beschuss-30-plugins-mit-backdoor-verseucht</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle beschriebenen Prüfungen wurden durchgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir suchen jetzt nach einer neuen geeigneten technischen Lösung für den Blog.</p>



<p class="wp-block-paragraph">LG Sonja</p>
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