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	Kommentare zu: Speaker´s Corner: Ich sehe Nachrichten	</title>
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	<description>Selbsthilfe, Genesungsbegleitung und Betroffenenbeteiligung</description>
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		<title>
		Von: ak		</title>
		<link>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/speakers-corner-ich-sehe-nachrichten/#comment-17</link>

		<dc:creator><![CDATA[ak]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2020 21:19:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Grüß Dich, lieber Udo. 

Die von Dir beschriebenen Gefühle kann ich gut nachvollziehen. Mir geht es ähnlich. 
Spätestens seit der erlassenen Kontaktsperre ist die Ausnahmesituation in unserer Gesellschaft nicht mehr zu ignorieren, weil unsere Gewohnheiten betroffen sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir zum Beispiel gerne oder ungerne Einkaufen gehen. Gewohnheiten geben uns Halt, eine feste Struktur. Das Einkaufen gehört zu den notwendigen Handlungen, um unser Grundbedürfnis nach Nahrung zu stillen. Der soziale Kontakt steht auf der Bedürfnispyramide wie auch das Bedürfnis nach Sicherheit ebenso zentral in unserem Leben.
Von frühester Kindheit an sind wir in Deutschland es gewohnt, dass unser Leben, die gerade genannten Grundbedürfnisse betreffend, in den immer gleichen konstanten Bahnen verläuft. Wir kannten bisher nur persönliche, individuelle Ausnahmesituationen, wenn wir selbst oder uns Nahestehende durch Unglück oder Krankheit unsere Grundbedürfnisse nicht mehr wie gewohnt stillen konnten. Nun aber ist die ganze Gesellschaft betroffen. Das kann uns nicht kalt lassen, denn zum ersten mal erkennen wir Risse im Fundament unserer gewohnten Strukturen. 
Gerade in solchen Fällen wächst ein anderes Bedürfnis in uns: jenes nach Informationen, Nachrichten, um uns selbst mit eigenen Sinnen von der ungewöhnlichen Lage einen Eindruck machen zu können. 
Die technische Entwicklung und die von uns gefühlte Beschleunigung der Welt hat zur Folge, dass wir einer unübersichtlichen Vielzahl von Informationen ausgesetzt sind. Jede einzelne buhlt um unsere Aufmerksamkeit. Den Wahrheitsgehalt einzelner Informationen abzuschätzen, wird dadurch erschwert, weil wir in den wenigsten Fällen selbst einen Eindruck erhalten konnten. Wir können auch nicht jede Nachricht unmittelbar auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen. 
Wir können jedoch mehrere Quellen überprüfen und mit anderen Menschen in Kontakt treten, diskutieren und die Nachrichtenlage einordnen. Auch unser eigener Erfahrungsschatz vermag uns mit unserem Bauchgefühl oft in die richtige Richtung zu lenken. 
Für meine Begriffe ist es zudem wichtig, sich darauf zu besinnen, von welcher Plattform eine Nachricht stammt. Seit Jahrzehnten dienen die Hauptnachrichten in TV und Radio als seriöse Informationsquelle. Deutschland ist ein Land mit einem ebenso unabhängigen und freien wie auch umfangreichen Medienangebot. Soziale Netzwerke wie Facebook, YouTube, Twitter und ähnliche sind keine seriösen Nachrichtenkanäle. Diese Plattformen sind gigantische Marktplätze, die weder Sendezeiten noch Seitenzahlen noch Auflagenstärken unterworfen sind. Fast jeder kann und darf dort fast jeden Meinungsbeitrag erstellen, der dann von jedem Nutzer auffindbar ist. Tagesschau, heute-sendung, FAZ, Bild sind zwangsläufig einer engen Auswahl an Nachrichten unterworfen, die in 15-20 Minuten Sendezeit oder auf 10-20 Seiten passen müssen. Generationen von Journalisten haben in Deutschland für die Pressefreiheit und unabhängige Medien gekämpft und gearbeitet, arbeiten weiter daran. Wir leben nicht in einer Autokratie mit staatlicher Propagandamaschine. Unsere Medien sind vielfältig und kritisch, gehören vielen verschiedenen Eigentümern.
Die aktuelle Situation rund um Corona bezieht ihre Brisanz daraus, dass auf der Welt in fast allen Staaten die Gesundheitssysteme zusammengebrochen sind, TROTZ der niedrigen Zahlen.
Corona ist nicht die Pest und nicht die spanische Grippe, nicht Ebolah oder Influenza. Über 90% der Infizierten überleben, bei weitem werden sich nicht alle Menschen auf der Welt überhaupt infizieren. Aber es reicht, dass bis heute in fast allen Staaten Ärzte nicht alle Erkrankten mehr behandeln können, wie bei einem Trichter, in den mehr Wasser gefüllt wird, als durch den Ausfluss wieder herauskommen kann. Daher gilt es nun, einerseits die Infektionsketten zu verlangsamen und natürlich andererseits alle Mittel zu mobilisieren, die Gesundheitssysteme so anzupassen, infrastrukturell, finanziell,  und materiell, dass dieser Krise und mögliche Krisen der Zukunft wirklich vorbereitet begegnet werden kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Grüß Dich, lieber Udo. </p>
<p>Die von Dir beschriebenen Gefühle kann ich gut nachvollziehen. Mir geht es ähnlich.<br />
Spätestens seit der erlassenen Kontaktsperre ist die Ausnahmesituation in unserer Gesellschaft nicht mehr zu ignorieren, weil unsere Gewohnheiten betroffen sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir zum Beispiel gerne oder ungerne Einkaufen gehen. Gewohnheiten geben uns Halt, eine feste Struktur. Das Einkaufen gehört zu den notwendigen Handlungen, um unser Grundbedürfnis nach Nahrung zu stillen. Der soziale Kontakt steht auf der Bedürfnispyramide wie auch das Bedürfnis nach Sicherheit ebenso zentral in unserem Leben.<br />
Von frühester Kindheit an sind wir in Deutschland es gewohnt, dass unser Leben, die gerade genannten Grundbedürfnisse betreffend, in den immer gleichen konstanten Bahnen verläuft. Wir kannten bisher nur persönliche, individuelle Ausnahmesituationen, wenn wir selbst oder uns Nahestehende durch Unglück oder Krankheit unsere Grundbedürfnisse nicht mehr wie gewohnt stillen konnten. Nun aber ist die ganze Gesellschaft betroffen. Das kann uns nicht kalt lassen, denn zum ersten mal erkennen wir Risse im Fundament unserer gewohnten Strukturen.<br />
Gerade in solchen Fällen wächst ein anderes Bedürfnis in uns: jenes nach Informationen, Nachrichten, um uns selbst mit eigenen Sinnen von der ungewöhnlichen Lage einen Eindruck machen zu können.<br />
Die technische Entwicklung und die von uns gefühlte Beschleunigung der Welt hat zur Folge, dass wir einer unübersichtlichen Vielzahl von Informationen ausgesetzt sind. Jede einzelne buhlt um unsere Aufmerksamkeit. Den Wahrheitsgehalt einzelner Informationen abzuschätzen, wird dadurch erschwert, weil wir in den wenigsten Fällen selbst einen Eindruck erhalten konnten. Wir können auch nicht jede Nachricht unmittelbar auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen.<br />
Wir können jedoch mehrere Quellen überprüfen und mit anderen Menschen in Kontakt treten, diskutieren und die Nachrichtenlage einordnen. Auch unser eigener Erfahrungsschatz vermag uns mit unserem Bauchgefühl oft in die richtige Richtung zu lenken.<br />
Für meine Begriffe ist es zudem wichtig, sich darauf zu besinnen, von welcher Plattform eine Nachricht stammt. Seit Jahrzehnten dienen die Hauptnachrichten in TV und Radio als seriöse Informationsquelle. Deutschland ist ein Land mit einem ebenso unabhängigen und freien wie auch umfangreichen Medienangebot. Soziale Netzwerke wie Facebook, YouTube, Twitter und ähnliche sind keine seriösen Nachrichtenkanäle. Diese Plattformen sind gigantische Marktplätze, die weder Sendezeiten noch Seitenzahlen noch Auflagenstärken unterworfen sind. Fast jeder kann und darf dort fast jeden Meinungsbeitrag erstellen, der dann von jedem Nutzer auffindbar ist. Tagesschau, heute-sendung, FAZ, Bild sind zwangsläufig einer engen Auswahl an Nachrichten unterworfen, die in 15-20 Minuten Sendezeit oder auf 10-20 Seiten passen müssen. Generationen von Journalisten haben in Deutschland für die Pressefreiheit und unabhängige Medien gekämpft und gearbeitet, arbeiten weiter daran. Wir leben nicht in einer Autokratie mit staatlicher Propagandamaschine. Unsere Medien sind vielfältig und kritisch, gehören vielen verschiedenen Eigentümern.<br />
Die aktuelle Situation rund um Corona bezieht ihre Brisanz daraus, dass auf der Welt in fast allen Staaten die Gesundheitssysteme zusammengebrochen sind, TROTZ der niedrigen Zahlen.<br />
Corona ist nicht die Pest und nicht die spanische Grippe, nicht Ebolah oder Influenza. Über 90% der Infizierten überleben, bei weitem werden sich nicht alle Menschen auf der Welt überhaupt infizieren. Aber es reicht, dass bis heute in fast allen Staaten Ärzte nicht alle Erkrankten mehr behandeln können, wie bei einem Trichter, in den mehr Wasser gefüllt wird, als durch den Ausfluss wieder herauskommen kann. Daher gilt es nun, einerseits die Infektionsketten zu verlangsamen und natürlich andererseits alle Mittel zu mobilisieren, die Gesundheitssysteme so anzupassen, infrastrukturell, finanziell,  und materiell, dass dieser Krise und mögliche Krisen der Zukunft wirklich vorbereitet begegnet werden kann.</p>
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		<title>
		Von: Dr. Alexander Kunze		</title>
		<link>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/speakers-corner-ich-sehe-nachrichten/#comment-16</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dr. Alexander Kunze]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2020 20:14:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/?p=346#comment-16</guid>

					<description><![CDATA[Grüßt Euch, meine Lieben. 
Die &quot;Speakers Corner&quot; sehe ich als eine digitale Begegnungsstätte an. Da uns momentan physische öffentliche Begegnungsstätten nicht zur Verfügung stehen, bin ich froh, wenn hier nicht nur das Team der Erfahrungsexperten am Niederrhein seine eigenen Worte von den digitalen Wänden hallen hört.
Im Gegenteil bin ich froh über jeden Gastbeitrag, denn er bringt einen neuen Blickwinkel in mein Leben und bereichert unsere Diskussionen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Grüßt Euch, meine Lieben.<br />
Die &#8222;Speakers Corner&#8220; sehe ich als eine digitale Begegnungsstätte an. Da uns momentan physische öffentliche Begegnungsstätten nicht zur Verfügung stehen, bin ich froh, wenn hier nicht nur das Team der Erfahrungsexperten am Niederrhein seine eigenen Worte von den digitalen Wänden hallen hört.<br />
Im Gegenteil bin ich froh über jeden Gastbeitrag, denn er bringt einen neuen Blickwinkel in mein Leben und bereichert unsere Diskussionen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: td		</title>
		<link>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/speakers-corner-ich-sehe-nachrichten/#comment-15</link>

		<dc:creator><![CDATA[td]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2020 19:56:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/?p=346#comment-15</guid>

					<description><![CDATA[Ich bin da ganz bei Dir. 
Auch ich frage mich, was da gerade passiert und wie es weitergehen soll/wird.

Manchmal glaube ich an dem blödem Spruch: &quot; Die Frage ist nicht ob Du paranoid bist, sondern bist Du paranoid genug&quot;, aus dem genialem Film &quot;Strange Days&quot;, ist mehr dran, als man im ersten Moment denken mag.
Ich hoffe genauso wie Du, dass die Ängste, die mich zur Zeit begleiten, unbegründet seien werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin da ganz bei Dir.<br />
Auch ich frage mich, was da gerade passiert und wie es weitergehen soll/wird.</p>
<p>Manchmal glaube ich an dem blödem Spruch: &#8220; Die Frage ist nicht ob Du paranoid bist, sondern bist Du paranoid genug&#8220;, aus dem genialem Film &#8222;Strange Days&#8220;, ist mehr dran, als man im ersten Moment denken mag.<br />
Ich hoffe genauso wie Du, dass die Ängste, die mich zur Zeit begleiten, unbegründet seien werden.</p>
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