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	<title>Emotionen &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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	<description>Selbsthilfe, Genesungsbegleitung und Betroffenenbeteiligung</description>
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	<title>Emotionen &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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		<title>Kalt und Dunkel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2025 11:37:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EaN Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Winter]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Kalte Jahreszeit treibt einen manchen ganz schön in die seelische Enge. Doch was kann man tun, um gut durch den Winter zu kommen?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Die Kalte Jahreszeit treibt einen manchen ganz schön in die seelische Enge. <br>Doch was kann man tun, um gut durch den Winter zu kommen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Januar ist Winterzeit und das bringt so manches mit sich. Vor allem aber Dunkelheit und Kälte. Rein metrologisch ist der Januar ein Wintermonat, dass heißt wir haben wenige Stunden Sonnenlicht und auch insgesamt weniger starkes Licht. Die Folge davon ist nicht nur die rein physikalische Kälte. Meist reicht ja schon ein Blick aus dem Fenster, um zu sehen, dass es entweder dunkel, oder in den wenigen hellen Stunden , richtig kalt ist. Die Natur zeigt ein düsteres, wenn auch für mich romantisches,Bild in dunklen, tristen Farben. Selbst der Himmel scheint weniger blau als in anderen Jahreszeiten. Da braucht man nicht erst vor die Tür zu gehen, um schon beim Anblick zu frieren.<br>Dabei brauchen wir doch unsere Portion Sonnenlicht, frische Luft und Bewegung. Nicht nur depressive Menschen sind mit regelmäßigen Spaziergängen an der frischen Luft gut beraten. Das ist essentiell für das körperliche und auch seelische Wohlbefinden.<br>Nicht nur, dass eine gute Portion Sonne gegen depressive Verstimmungen hilft, also im wahrsten Sinne des Wortes die Stimmung aufhellt, sondern auch die Bewegung regt positive Effekte im Körper an. Zusätzlich meist es auch eine gute Sache, manchmal aus seinen eigenen vier Wänden auszubrechen, denn unterwegs, zum beispiel in der Natur, kann man die Dinge neu bedenken und aus einem anderem Blickwinkel betrachten. Auch weil man seinen Blickwinkel wortwörtlich wechselt, wenn man nicht immer auf das gleiche Panorama, welches uns unsere eigenen vier Wände bietet, starrt. Position wechseln hilft beim Perspektivenwechsel &#8211; das zeigen diverse Übungen aus verschiedenen therapeutischen Ansätzen.<br>Ich selber gehe gerne spazieren und nehme meine Probleme mit, um ihnen nicht nur Zeit einzuräumen, sondern auch, um sie aus meinen eigenen vier Wänden zu entfernen (und möglichst dabei auch draußen zu lassen). das klappt besser, als alles andere, was ich so ausprobiert habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der kalten Jahreszeit ist es allerdings kein Vergnügen sich draußen zu bewegen. neben der eisigen Kälte wirkt auch die emotionale Kälte, denn die meisten menschen wollen genauso wenig draußen sein, wie ich selber. Daher bleibt es bei nur wenigen, wohltuenden Lächeln und netten Grüßen, die meist soviel Wärme schenken. Das ist schon Schade.<br>Aber auch die dicke Kleidung, die wir scheinbar brauchen, isoliert uns vor mehr, als nur der Temperatur. Es ist schwer soziale Kontakte mit Jemanden zu unterhalten, der unter einem Panzer aus Frostschutz verborgen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem ist gerade in dieser zeit die Selbstfürsorge wichtig. Eine Tageslichtlampe hilft mir, ein wenig Sonnenlicht zu bekommen und auch Sport im Inneren kompensiert die fehlende Bewegung. Dennoch empfehle ich, sich auch einfach mal aus dem haus zu trauen. Muss ja nicht weit oder lang sein. einfach ein kleiner Spaziergang. Draußen trifft man immer Menschen, schon alleine die vielen Hundehalter, die unterwegs sind. und ein freundlicher Gruß wird häufig beantwortet, denn anderen Menschen geht es ja genauso.<br>Nach einem Spaziergang in der Kälte ist die Wärme zuhause um so wohltuender. Hinzu kommt das Gefühl, etwas getan zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also, gönnt euch etwas und geht raus.</p>
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		<title>Das Ende des Sommers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2020 13:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten aus der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Prosatexte]]></category>
		<category><![CDATA[Ankündigung]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst]]></category>
		<category><![CDATA[Romanprojekt]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine herbstliche Bestandsaufnahme des angehenden Schreiberlings und baldigen Bestseller-Autors, dem Mausebär (td)]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Eine herbstliche Bestandsaufnahme des angehenden Schreiberlings und baldigen Bestseller-Autors, dem Mausebär (td)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sitze in meinem Arbeitszimmer und lausche, wie der Regen auf die Dachfenster tropft. Ein Blick verrät mir, dass der Himmel grau ist. Ohne Frage ist der Herbst gekommen. <br>Zur Zeit kein goldener Herbst, sondern ein grauer und nasser Geselle, der uns, zusätzlich zu der Angst vor diversen Krankheiten, in die Wohnung treibt und ein warmes Feuer oder eine kuschelige Decke zum besten Freund werden lässt. <br>Ohne Frage ist der Sommer vorbei. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das aber in mehr als einer Hinsicht, denn mein Romanprojekt „Sommer auf dem Sonnenbergerhof“ hat mit dem Epilog seinen fulminanten Höhepunkt erlebt und jetzt…</p>



<h4 class="wp-block-heading">…Jetzt ist es zu Ende. </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings nur für meine Leser, denn für mich geht die Reise noch ein kleines Stück weiter. <br>Zur Zeit ist der fertige Roman auf dem Weg ins Korrektorat, was mir eine liebe Freundin angeboten hat. Ein letztes Mal wird sie mein Werk auf Rechtschreibung und Zeichensetzung kontrollieren und sämtliche anderen Fehler, die ich Laie so fabriziert habe, liebevoll zurechtrücken. <br>Dann, wenn ich diese Zeit, die ich geistig auf glühenden Kohlen verbringen werde, wie man umgangssprachlich so schön sagt, hinter mich gebracht habe, werden Sonja und ich den Text, ebenfalls liebevoll, in das Korsett eines Satzes (Buchsatz) schnüren, um es dann als sogenannte <em>Self-Publisher</em> bei einem <em>Book on Demand-Service</em> zu veröffentlichen. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Aber was heißt das? </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Im Prinzip geht es darum, dass mein Buch ohne große Kosten veröffentlicht wird, weil die bestellten Bücher erst dann gedruckt werden, wenn sie auch bestellt sind. <br>Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach. Die Druckerei hat mein Buch als Datei in ihrem Archiv liegen. Bestellt nun ein Kunde das Buch (bei der Druckerei direkt oder über den Umweg eines Buchhändlers), wird das Buch gedruckt, verpackt und verschickt. <br>Daher entstehen keine Kosten für die Lagerung der Bücher und es wird kein Geld gebunden, indem man vorher die Bücher drucken lässt (und auch bezahlt). <br>Der Drucker bekommt dann das Geld (vom Kunden oder vom Buchhändler), zieht seine Kosten und seine Gebühren ab und den Rest überweist er dem Autoren (in dem Fall mir). <br>Natürlich wird das Buch dadurch etwas teurer als die Bücher von großen Verlagen, die dadurch, dass sie eine große Auflage drucken auch entsprechend gute Preise bekommen, aber das kann ich mir einfach nicht leisten. <br>Es wäre halt schön, wenn ich an jedem Buch doch noch einen Euro verdienen würde (den ich dann auch noch mit meinem Team teile). Das muss ich natürlich in der Preiskalkulation einberechnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr seht, ein Buch zu veröffentlichen ist gar nicht so einfach, aber auch kein Hexenwerk. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Eine Werbepause </h4>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Natürlich würde ich mich sehr freuen, wenn meine Leser auch ein Exemplar kaufen würden. <br>Vielleicht sogar zwei (eines zum Lesen und eines, um es sich signieren zu lassen und dann zu verwahren, bis ich reich und berühmt bin, um dann eine wertvolle signierte Erstauflage zu besitzen). <br>Ich bin auch froh, wenn ihr mich einfach weiter empfehlt und etwas Werbung für mich macht. <br>Vielleicht wollt ihr ja anlässlich eines Festtages auch noch ein weiteres Buch erwerben, um es zu verschenken, an Leute die ihr mögt (oder, je nach Geschmack, nicht mögt). <br>Auf jeden Fall werde ich euch informieren, wenn das Buch erschienen ist und wo (und wie) ihr es bestellen, bzw. erwerben könnt.</p><cite>Achtung, Werbetext </cite></blockquote>



<h4 class="wp-block-heading">Aber wie geht es jetzt für mich als Autor weiter?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich höre ich nicht auf zu schreiben und werde mich wahrscheinlich auch mal wieder um kleinere Texte für unsere Website bemühen. <br>Ein neues Romanprojekt werde ich dieses Jahr aber nicht mehr beginnen, denn das kann ich weder Sonja und Alex, noch mir selber zumuten. <br>Schließlich hat sich der Mausebär auch ein wenig Urlaub verdient, oder? <br>Aber, ich denke schon, dass ich neben dem Plan, auch meine Corona-Texte noch in Buchform zu veröffentlichen, dem kreativen Schreiben treu bleiben und mich mit meinen Musen beraten werde, welche Art von Prosa-Literatur mein nächstes Projekt sein wird. <br>Für Anregungen und Vorschläge bin ich übrigens offen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es grüßt ganz bärig,</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer Mausebär (td)</p>
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		<title>Fünfzig &#8211; soviel Mausebär macht [bitte setzen Sie hier ein Wort ein] !</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2020 12:13:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Ausblick]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne Tücher]]></category>
		<category><![CDATA[Jubiläum]]></category>
		<category><![CDATA[Stolz]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Mausebär (td) präsentiert voller Stolz den 50. Beitrag in der Kategorie "Mausebärs Philosophien".]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Mausebär (td) präsentiert voller Stolz den 50. Beitrag in der Kategorie &#8222;Mausebärs Philosophien&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon wieder steht ein Jubiläum an. Denn dieser Text ist der genau 50. Beitrag, der in der Kategorie „Mausebärs Philosophien“ erscheint.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 30. März wurde mein Beitrag mit dem Titel „Lagerkoller – Eine Betrachtung meiner persönlichen Krise“ der Grundstein für eine spannende Reise. <br>Der 50. Beitrag ist jetzt so eine Art Meilenstein für mich. <br>Es ist ein Zeitpunkt, um kurz inne zu halten und zu genießen, um im Anschluss sowohl einen Blick rückwärts, als auch nach vorne zu richten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder, um es anders zu sagen, heute werde ich mich kurz feiern, bevor ich noch einmal zurückblicke auf die Ereignisse. <br>Danach werde ich den Blick wieder nach vorne richten, um den nächsten Meilenstein anzusteuern. <br>Natürlich möchte ich alle meine Leser daran teilhaben lassen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wegen, für mich typischer, falscher Bescheidenheit, lasse ich das gnadenlose Lobhudeln meiner eigenen Person kurz ausfallen. <br>Ich sitze an meinem Rechner, tippe vor mich hin und grinse, in verdienter Selbstverliebtheit, in mich rein. <br>Eigentlich wäre das ein Zeitpunkt dafür, mich selber wieder so klein zu machen, dass alle Leser gar nicht anders können, als mir armen kleinen Mausebär Lob und Anerkennung zu schenken. <br>Aber mittlerweile funktioniert dieses Prinzip nicht mehr so gut. <br>Natürlich freue ich mich über Lob. Sogar sehr, denn die Anerkennung durch meine Leserschaft ist ein wichtiger Bestandteil meiner Motivation zum Schreiben. <br>Mittlerweile hat es aber in mir eine kleine Veränderung gegeben. <br>Es hat sich tatsächlich heraus gestellt, dass der Versuch, durch übermäßige Bescheidenheit eine Bestätigung meiner Person durch Andere zu erlangen, nicht nur ein Teil meiner narzisstischen Persönlichkeitsstörung, sondern auch keineswegs zielführend ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum einen denke ich, dass ich selber gute Arbeit abliefere und daher auch eine Anerkennung verdiene. <br>Ich brauche sie mir nicht zu erbetteln oder zu erschleichen, sondern ich darf sie einfordern, denn ich habe etwas dafür getan. <br>Zum anderen fällt mir auf, dass ich selber diese Art, sich Komplimente zu erschleichen, bei anderen Personen als störend empfinde. <br>Zeit, etwas daran zu ändern – und zwar bei mir. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hoffe, ich bleibe auf dem Teppich und bekomme keinen Höhenflug, da ich ja gerne mal von einem Extrem ins Andere verfalle, aber ich habe das feste Vertrauen in meine Freunde, dass ich nicht nur sanft darauf hingewiesen, sondern auch nach einer Bruchlandung getröstet werde und ein hübsches Pflaster auf meine Wunden bekomme. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der aufmerksame Leser hat ja schon mitbekommen, dass ich meinem inneren Narzissten mehr Freiräume einräumen möchte und ein wenig mehr Nonchalance in mein Leben bringen werde. <br>Heute ist dafür ein weiterer guter Tag. <br>Also schreibe ich es einfach mal frei heraus: ich bin stolz auf 50 veröffentlichte Beiträge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich bin ich schon mitten in der Retrospektive. <br>Die Gegenwart ist schon ein ganz schön weiblicher Hund, wie der Amerikaner sagen würde. <br>Es lässt sich sehr schwer gegenwärtig bleiben, daher erlaube ich es mir jetzt, ein wenig in die Historie von 50 Texten zu schauen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Erstaunlicherweise sind meine Texte, ungesetzt und unlektoriert, im Schnitt etwa anderthalb Standardseiten lang. Dies entspricht ungefähr 1.000 Wörtern pro Beitrag. <br>Das bedeutet, dass ich in den letzten zwei Monaten hier in etwa 50.000 Wörter von mir gegeben habe. <br>Schon beeindruckend, würde ich sagen. <br>Ich frage mich manchmal, bei den geschätzten 75 Din A4 Seiten, wie viele Buchseiten das wären, bin aber zu faul, alle Texte auf eine Normseite zu setzen, um zu zählen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist auch nicht wichtig, viel interessanter ist es, dass ich es schaffe, seit nun fast zwei Monaten an fünf Tagen in der Woche an meinem PC zu sitzen und zu schreiben. <br>Früher dachte ich immer, dass ich so etwas nicht schaffen würde und traute mich nicht an eine literarische Kariere, obwohl mir von verschiedenen Seiten Talent betätigt wurde. <br>Jetzt merke ich, dass ich vielleicht doch die Ausdauer und den Spaß habe, zu schreiben. <br>Wer weiß, wohin mich dieser Gedanke noch führt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zumindest bin ich zufrieden, dass ich 50 Beiträge geschafft und immer noch Freude an dieser fast täglichen Reise in mein Inneres habe.<br>Und ich freue mich, dass auch meine Redaktion immer noch Spaß an der Zusammenarbeit hat. <br>Das liegt auch daran, denke ich, dass ich es fast jeden Tag schaffe, ein kleines Lächeln, oder gar ein lautes Lachen, bei meinen Lektoren zu erzeugen – und sei es nur durch meine, sagen wir, kreative Rechtschreibung. <br>Oft genieße ich auch wieder Wörter und Phrasen und spiele mit ihnen in meinen Gedanken. <br>Es bewegt sich etwas in meinem Geist &#8211; auf eine unerwartet sinnliche Art. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Meist versuche ich, viele der Abstrusitäten in meinem Kopf gefangen zu halten, doch seit ich der ein oder anderen verrückten Geisteskreatur erlaube, sich frei im Biotop meiner Beiträge zu tummeln, erfreue ich mich immer mehr an der bunten Vielfalt meiner Phantasie. <br>Dieser Spielplatz, der mir hier geschaffen wurde, erleichtert mir mein Sein, denn hier darf ich dasselbe, nämlich sein – und zwar ich selbst.<br>Es erstaunt mich sogar, wie viel Freiheit mir von Seiten der Redaktion gewährt wird. Natürlich wird der eine oder andere Satz liebevoll zurecht gerückt, aber eher des lieben Verständnisses wegen, als der Zensur. <br>Meine Wortgebilde dürfen frei wie Vögel fliegen, solange sie sich nicht wie Harpyien auf meine Leserschaft stürzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Scheinbar scheint mir auch meine Leserschaft genüsslich zu folgen und mir meinen Stil nicht nur zu verzeihen, sondern ihn gar zu mögen. Ich habe sogar das Gefühl, langsam so etwas wie einen Stil zu entwickeln. <br>Ich glaube, meine Texte werden langsam besser und ich lerne aus meinen Betrachtungen. <br>Nicht nur über mich und für mich, sondern auch rein handwerklich. <br>Darum bin ich auch schon jetzt gespannt, wie mein 100. Beitrag aussehen wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube fest daran, dass er kommen wird. Ich weiß nicht, wie lange es dauern wird und was bis dahin passiert, aber ich freue mich auf jeden einzelnen Text, den ich auf dem Weg schreiben werde. <br>Es bleibt spannend, ob ich bis dahin weitere Leser dazu gewinne, oder welche verliere und was sich alles sonst so in meinem Leben verändert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Krise, die als Geburtshelfer dieser Kategorie von Beiträgen gedient hat, wird uns neue Dinge bringen, auf die ich gespannt warte.<br>Mal schauen, was noch so alles passieren wird in der „wunderbaren Welt des Mausebären“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht wird es noch weiter spannende Lektionen des weisen Sensei Mausebärs geben, um meine Leser tiefer in die mystischen Aspekte der Mausebärischen Kommunikationslehre einzuweihen. <br>Vielleicht meldet sich auch mein innerer Poet zurück, um entweder schöne Bilder aus meinen Gedanken zu malen, oder frech mit Worten zu spielen und zu jonglieren. <br>Vielleicht gibt es weitere tiefe Betrachtungen aus meinem Leben oder meinen Gefühlen. <br>Vielleicht passieren neue Katastrophen in meinem Leben, denen ich einen Platz einräumen muss. <br>Vielleicht findet sich auch noch eine neue Quelle der Inspiration in meiner verrückten inneren Welt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr wahrscheinlich wird es wieder eine bunte Mischung aus all dem Genannten. <br>Und wiederum werde ich meine Leser zu meinem inneren Buffet der kreativen Sprachnutzung, oder, je nach Perspektive, Sprachmissbrauchs, einladen, um sich freimütig zu bedienen &#8211; noch ist es kostenlos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Wortsäckchen für heute ist leer, darum ende ich an diesem Punkt und freue mich einfach auf die nächste Zeit. <br>Bis zum nächsten Meilenstein, lade ich ein zum bärig sein…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer Mausebär (td)</p>
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		<title>Meerschweinchen im Weltraum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2020 11:05:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Haustiere]]></category>
		<category><![CDATA[Seltsame Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Mausebär (td) versucht wieder, aus Hirngrütze Literatur zu stricken und schießt dafür Kleinnager in die unendlichen Weiten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Mausebär (td) versucht wieder, aus Hirngrütze Literatur zu stricken und schießt dafür Kleinnager in die unendlichen Weiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen, zugegeben, seltsamen Titel hat sich der Mausebär heute aus dem Gehirn gewrungen. <br>Hintergrund ist der, dass ich schon immer mal einen Text mit diesem obskuren Titel schreiben wollte. <br>Das ist jetzt natürlich absolut gelogen, sondern vielmehr überlegte ich, welche Art von Text ich heute schreiben wollte. <br>Plötzlich fäkalisierte mein innerer Witzbold genau jenen Titel, den die Welt über diesem Text bestaunen kann, in meine Synapsen. Innerlich drehte ich den Titel mehrfach um ungeahnte Grade, bevor ich entschied, die Herausforderung zu akzeptieren. <br>Heute zeige ich es dem inneren Witzbold und versuche, etwas vernünftiges aus „Meerschweinchen im Weltraum“ zu machen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich durchforste kurz meine Assoziationskiste, und blicke auf Miss Piggy aus der Muppetshow, die ja oft in der Rubrik „Schweine im Weltall“ mitgespielt hat, aber da zuckt nichts in mir. Falsche Fährte… </p>



<p class="wp-block-paragraph">Woher kommt die gedankliche Verknüpfung von Meerschweinchen und den endlosen Weiten des Weltalls? <br>Was machen die Viecher da oben? <br>Meine erste Assoziation sind Versuchstiere in gläsernen Käfigen, an Bord eines Forschungsschiffes. <br>Aber warum Meerschweinchen? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Meerschweinchen sind für mich die absolut perfekten Versuchstiere. <br>Der Grund dafür ist, dass Meerschweinchen zu den wenigen Säugetieren gehören, die ich nicht leiden kann. <br>Es gibt dafür sogar Gründe:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Kind war ich der unglückliche Besitzer von zwei Exemplaren dieser Tierart. <br>Im zarten Grundschulalter überredete mein Kinderpsychologe (ja, ich hatte so was luxuriöses) meine Mutter dazu, dass mir, um mein Verantwortungsgefühl und meine Empathie zu stärken, ein Haustier aufgedrängt werden sollte. <br>Im wahnhaften Rausch lieh sich meine Mutter deshalb das Meerschweinchen einer Kollegin aus, die zu dem Zeitpunkt sowieso eine Urlaubsvertretung für das Mistvieh suchte. <br>Plötzlich hatte ich so ein gluckerndes und quietschendes Fellbündel im Käfig in meinem Kinderzimmer stehen. <br>Ich versuchte, das Beste daraus zu machen, was meine Mutter als eine Art Hingabe ansah. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor ich mich versah, war ich selbst im Besitz zweier stolzer Exemplare, weiblicher Art (um mich nicht mit dem Wunder des Lebens zu verwirren), aus der Zoohandlung. <br>Kurzentschlossen taufte meine Mutter sie mit peinlichen Namen und übergab die Tierchen in meine fürsorglichen Hände. <br>Und damit begann der Ärger. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur, dass ich zweimal sehr wohl Anteil am Wunder des Lebens hatte, denn beide Viecher kamen schwanger zu mir. Kurz nach dem Kauf fand nicht nur eine wundersame Vermehrung statt, sondern es entbrannte ein regelrechter Krieg um die Versorgung der Pelztiere. <br>Und zwar nicht darum, wer durfte, sondern wer musste. <br>Nach dem Umzug ins Haus meiner Großmutter landeten die beiden Viecher in der Küche, wo sie bis zu ihrem Tode vor sich hin quietschten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Meinen Freunden gegenüber waren die possierlichen Tierchen bereits in der Grundschule peinlich. <br>Ein Junge, schon fast ein Mann, mit Weiberhaustieren, lächerlich! <br>Ich hätte gerne eine Katze gehabt oder einen Hund. Sozusagen ein echtes Haustier und nicht eine hochfrequent quietschende Alarmanlage. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Streicheln wurde zeitig langweilig. Zum Spielen waren die Viecher nicht zu gebrauchen. <br>Nachdem sie die „Skeletor-“Figur aus meiner „Masters of the Universe“ Spielzeug-Kollektion angefressen hatten, war ich maximal sauer. <br>Auch meine selbstgebauten Legolabyrinthe durchquerten die dummen Fressmaschinen nicht ordnungsgemäß. <br>Man konnte sie bürsten und auf dem Arm halten und dann brummten sie entspannt. Wie eine fette, unförmige Barbiepuppe ohne Zubehör. <br>Keinerlei Unterhaltungswert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem wurden diese beiden Miststücke zum ständigen Streitthema bei uns im Hause. Es ging um die damit verbundene Arbeit, die ich ja zur &#8222;emotionalen Schulung&#8220; machen sollte. <br>Ich lernte daraus eine wichtige Emotion, nämlich den Hass. <br>Und so wurden für mich Meerschweinchen zum Symbol für sinnlose Anstrengung, Langeweile und Peinlichkeit. <br>Schon fast ein Schimpfwort. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kein Wunder, dass ich sie ins Weltall schießen würde. Die gesamte Gattung ist für mich entbehrlich. <br>Persönlich habe ich nichts gegen Meerschweinchenhalter, die meisten sind zwar etwas schräg, aber jedem seine Haustierfreuden. <br>In Südamerika werden die Tierchen übrigens geschlachtet und gegessen, so wie hier Kaninchen. <br>Das ist eine vernünftige Einstellung, denn als Snack oder Versuchstier kann auch diese, sonst sinnlose, Lebensform noch Bedeutung erhalten. Das jedenfalls meint mein innerer Hass. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und schon habe ich wieder ein Detail aus meinem Leben enthüllt und bin in die Analyse gegangen, warum ich so denke. <br>Vielleicht eine gute Art, damit umzugehen, wenn einen seltsame Titel oder Bilder in den Kopf schießen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer will, darf mir auch gerne mal einen Titelvorschlag zukommen lassen und ich versuche einen Text daraus zu machen. Einfach in die Kommentare stellen und ich probiere mich daran. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mausebär verzieht sich jetzt in seine Wochenend-Höhle und wird sich mit fröhlichen Sachen beschäftigen. Montag komme ich gestärkt zurück und berichte Euch die neuesten Nachrichten aus der „Wunderbaren Welt des Mausebären“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fröhliches Wochenende wünscht der Mausebär (td)</p>
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		<title>Die Labilität des Seins</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2020 11:54:17 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute beschäftigt sich der Mausebär (td) mit einem flüchtigen Gedanken und wandert auf ganz anderen Pfaden, als es den ersten Anschein macht.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Heute beschäftigt sich der Mausebär (td) mit einem flüchtigen Gedanken und wandert auf ganz anderen Pfaden, als es den ersten Anschein macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein neues Wort schwirrt mir gerade durch den Geist – Labilität. <br>Ich weiß gar nicht, woher es gerade kam. Ich fuhr den Computer hoch und dachte darüber nach, über was ich schreiben möchte und über den Gedanken, etwas über das Wesen der Existenz an sich zu meditieren, kam es plötzlich über mich: <br>„Die Labilität des Seins“ &#8211; könnte die Überschrift zu einem philosophischen Essay sein. <br>Oder der Titel zu einem Song einer Gruftiband aus den frühen 90er Jahren. <br>Vielleicht auch zu einem der scheußlichen Gedichte, die ich in meiner pubertären „Sturm und Drang Zeit“ verbrochen habe, obwohl diese ja eindeutig von den beiden ersteren Vorschlägen inspiriert waren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugegeben drücke ich mich sehr oft, vielleicht sogar meistens, etwas kompliziert aus und lasse gerne irgendwelche Phrasen meinem Mund entspringen, um diese dann mit ausschweifenden Erklärungen zu versehen. <br>Ein Machwerk mit dem Titel „Die Labilität des Seins“ zu beginnen, schürt große Erwartungen, denn was kann sich dahinter nur verbergen? <br>Die Auswahl besteht nur zwischen entweder pseudo- intellektuellem Geschwurbel, prosaisch-romantischem Gedöns oder einer inhaltsschweren philosophischen Erkenntnis. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was es davon sein wird, liegt, wie bei vielen Dingen, mal wieder im Auge des Betrachters, oder in diesem Fall des Lesers. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich schon am Anfang mein literarisches Maul ganz schön aufgerissen habe. <br>Gierig habe ich den tiefschürfenden Gedanken in meinen Mund gestopft, ohne zu bedenken, dass ich vielleicht mehr abbeiße, als ich kauen kann. <br>Der Geifer läuft meine metaphysischen Lefzen runter und mein Atem hechelt schwer, während ich mit dem glutheißen Brocken, der glühend aus dem Sternenhimmel meiner inneren Welt, einem Asteroiden gleich, auf den Boden meiner mentalen Tatsachen gefallen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Einem Tier mehr ähnelnd als einem Menschen, reiße und zerre ich an der noch frischen Beute und versuche mit allen Nuancen meiner Sinne jedes Stück Erkenntnis aufzusaugen, während noch das frische jungfräuliche Blut meines erlegten Gedankengutes heiß über meinen zitternden Geist rinnt. <br>Das Wort „Labilität“ klingt in mir wie ein ferner Klang eines unbekannten Instrumentes, das eine uralte und doch neue Melodie intoniert. Ich versuche mich nicht zu verlieren, während ich mich mitreißen lasse und meinen Weg zu der tieferen Bedeutung dieses einzigartigen Klanges folge. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie ein Sahnebonbon, dieser einzigartigen Qualität, wie sie nur mein Großvater kaufte, oder wie es zumindest in der Werbung beschrieben wurde, lasse ich das Wort in all seinen Facetten über meine inneren Geschmacksknospen gleiten und gleich einem Weinkenner versuche ich, die tieferen Eindrücke zu verspüren. <br>Ich versuche, diesen Geschmackseindrücken Namen zu geben und sie zu sortieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kategorien, wie wohlschmeckend oder eklig, eröffnen sich, um Teilen der gefundenen Anteile Schubladen zu verleihen, um sie für mich zu sortieren. Um die tiefsten Eindrücke zu erlangen, muss ich den Impuls, das Wort, in alle möglichen Bestandteile zerlegen, ja sogar sezieren, um all diese Informationen wieder in einer gewaltigen Komposition zu einem Crescendo der Erkenntnis zu vereinen. <br>Ich giere nach Abgleich, versuche, andere Worte zu finden, Informationen zu verknüpfen, Gedanken zu verweben, um ein Netz zu spannen, in dem ich die scheuen Gedanken, einem Wildtier gleich, einfangen kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte den ursprünglichen Impuls erhalten &#8211; nein, festhalten, mich an ihn klammern, um ihn nicht während des kalten Prozesses des Abgleiches in der Kühle meines Archivs erstarren zu lassen. <br>Tot wie jede Trophäe, jedes Fundstück, jedes Präparat in den inneren Hallen der Wissenschaft, wo die spielerische Neugier plötzlich von den kühlen Wächtern der Erkenntnis zur Räson gebracht wird. <br>So oft ich es genieße, durch diese kühlen und imposanten Hallen zu wandern und mich mit der Präzision analytischer Gedanken und der ewigen Verknüpfung von archiviertem Wissen zu amüsieren, ist mir doch heute mehr danach, dem launigem Jäger &#8222;Neugier&#8220; meinen Astralleib als Werkzeug für seine fröhliche Jagd zu verleihen. Teilhaftig zu werden, an den Emotionen eines jeden Bestandteils der Hatz auf das scheue Wild. Dem glockenhellem Klang zu folgen, ohne mich der Furcht der Willkür hinzugeben. Den reinen Genuss erlebbar zu machen und die Labsal, einer fröhlichen Hatz durch meine inneren Jagdgründe zu folgen, erquickt einfach meine Seele und lässt die Beute der gefundenen Erkenntnis um so heller strahlen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch immer klingt das Wort in mir nach und huscht gleich einem Eichhörnchen von Baum zu Baum. Kaum kann mein Auge folgen, wo sich der kecke Gesell versteckt. <br>Der tiefere Inhalt wird egal, es ist die äußere schimmernde Fassade, die mich reizt. Der Klang des Wortes und wie es sich auf meinen Lippen anfühlt. Die Komposition des Satzes im Sinne einer musischen Erfahrung. <br>Ich wiederhole es für mich ein Dutzend mal und schrecke auch nicht davor zurück, es leise in die physische Welt zu entlassen, um zu spüren, wie es sich auf der Zunge verhält. <br>Ich lasse es erst allein im Raum stehen und sende es erneut auf die Reise, diesmal im Geleit seiner Geschwister, der anderen drei Worte, die die Phrase „ Die Labilität des Seins“ bilden, die heute die Überschrift, ja sogar das Credo, meines Textes sein sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon lange habe ich die Ebene verlassen, auf der ich diese Worte für jemanden analysieren würde. Ich lasse es klingen und suche danach, wohin mich die Schwingungen tragen. <br>Und trotz der Vorbehalte, die aus den Tiefen des Zensurbüros meines Inneren dringen, kann ich nichts Böses in dem Klang erkennen. <br>Die Bedeutung mag vielleicht ein furchtbares Monster sein, aber das Gewand, in das sich dieses Monster kleidet, vermag mich zu entzücken und ein Stück weit auch zu entrücken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hoffe darauf, dass ich das nächste Mal, wenn ich über meine eigene Labilität nachdenke, ein Stück dieser Ästhetik wiederfinde und mich daran erinnere, dass nicht alles dunkel ist an der Labilität. <br>Diese Erkenntnis möchte ich behalten, dass nicht alles schlecht ist, sondern auch Gutes und Kunstvolles, gar Starkes, darin liegen kann – und sei es nur der Klang. <br>Vielleicht macht mich dieser künstlerische Friedensschluss mit dieser Nemesis, die in mir liegt, ein klein wenig stärker, zufriedener und glücklicher. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sollte öfter mit den Worten, die mein Leben bereichern – denn das tun sie alle – so umspringen, das macht mich zufrieden und erfüllt mich mit Harmonie. Vor allem aber nimmt es dem Wort den Schrecken &#8211; der niemals im Wort selbst, sondern in der Bedeutung liegt &#8211; und Bedeutung ist schließlich nur Interpretationssache. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich überlasse es jetzt anderen, mit meinem Titel „ Die Labilität des Seins“ zu spielen. Möge jeder daraus machen, was ihm in den Sinn kommt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht habe aus diesem Text heute mal nur ich selber, für mich ganz persönlich, etwas gelernt, vielleicht auch nicht, aber vorkauen werde ich heute nichts, denn schließlich habe ich ja keinen Platz, da ich meinen Mund schon zu Beginn zu voll genommen habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit gerade sehr zufriedenen Grüßen von Eurem Mausebär (td)</p>
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		<title>Über das liebe Leid zweier ungleicher Geschwister</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Kunze]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 May 2020 12:37:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aspergers Nähkästchen]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Stichprobe seelischer Abgründe des Schmusehamsters (ak)]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Eine Stichprobe seelischer Abgründe des Schmusehamsters (ak)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade habe ich mir einen Tatort des Münsteraner Ermittlerduos Thiel und Boerne angesehen. Der Fall spielte in gutbürgerlichen, akademischen Kreisen reicher Oberschichtfamilien und ihrer scheinbar allgegenwärtigen Leichen im Keller. Es ist nicht das erste mal, dass im Münster-Tatort dieses gesellschaftliche Umfeld und dessen Abgründe beleuchtet werden. Häufig spielen dabei übrigens Mediziner in Führungspositionen und deren bestehende Seilschaften eine tragende Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wieder einmal musste ich feststellen, dass diese Klientel bei mir die finsterste Tür seelischer Abgründe öffnet. Ich meine, das laute Klacken des Vorhängeschlosses wahrzunehmen, vermag fast körperlich wahrzunehmen, wie der Riegel zur Seite geschoben wird &#8211; schauerlich qietschend, rostiges Metall auf Metall. Dann springt die Tür auf, nur einen Finger breit und entlässt, von Modergeruch begleitet, einen rötlichen Lichtstrahl, unstet flackernd, in mein seelisches Wohnzimmer. Rieche ich da die schwitzende schwarze Fäulnis verwesender emotionaler Exkremente? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl mir mulmig zumute ist, zieht mich der Türspalt geradezu magisch an und so nähere ich mich mit Trippelschritten. Als ich schließlich in die schmale Öffnung spähe, bemächtigt sich mir das Gefühl, direkt in den Schlund der Hölle zu blicken.<br>Lodernder Zorn schlägt mir mit schier unermesslicher Hitze entgegen, gebiert sprühende Funken der Verachtung und rotglühenden Hass, ob der hochnäsigen Arroganz, ausgrenzenden Ignoranz, korrupten Vetternwirtschaft und geheuchelten Menschenfreundlichkeit, wie sie, publikumswirksam auf die Rolle des schmierigen Bösewichts zugespitzt, im Fernsehen gezeigt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig &#8211; und das ist dem geneigten Leser sicherlich keine Überraschung mehr &#8211; triggern mich diese filmisch gezeichneten Rollenmotive zutiefst. Verschiedene bekannte Protagonisten meines inneren Teams treten auf &#8211; der innere linke Gegendemonstrant schüttelt seine Fäuste, der besorgte und politisch eher rechts stehende Wutbürger grölt seine ausgrenzenden Parolen &#8211; doch das Maß an Agressivität, welches sie diesmal verströmen, verunsichert mich bis an die Grenze zur Furcht, einen Fackel- und Mistgabel-schwingenden seelischen Mob vor mir zu haben. Mein innerer diplomatisch-pressesprechender Moderator kann nicht verhehlen, etwas eingeschüchtert zu sein, als er mit zitternden Händen ans Rednerpult meiner Psyche tritt. Ich schließe die Augen, so wie er es tut und atme mehrmals tief ein und etwas länger wieder aus &#8211; das beruhigt mich. Nun fühlt sich mein innerer Moderator in etwas besserer Verfassung, eine Betrachtung des uns allen heiklen Themas &#8222;Trigger&#8220; zu beginnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die durch den Münster-Tatort heraufbeschworenen Trigger gehen zurück an einen neuralgischen Punkt meines Lebens, an dem ich für die Forschung und Entwicklung im medizinischen Bereich, neben hohem Interesse an den biochemischen Ursachen menschlicher Erkrankungen, nicht weniger empfunden habe, als eine tiefe Liebe für das von mir so empfundene Wunder des Lebendigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Grundstein für diese Liebe, gleichsam den Keimblättern der taubenetzten Pflanze kindlich die Umwelt erforschender Unschuld, legte mein Klassen- und späterer Oberstufenlehrer an der Gesamtschule (Nein, ich schäme mich nicht dafür und ja, das ist das gleiche Abitur, das sie auch am Gymnasium machen). Sein didaktisch am Puls der Zeit ausgerichteter, mit einer Prise Humor gewürzter, Unterricht der verschiedenen Teilgebiete der Biologie bildete das bestmögliche Umfeld für meine ausgeprägte Neugier auf alles, was kreucht und fleucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf diesem stabilen Fundament konnte ich über die Jahre ein stattliches Gebäude errichten und schließlich mit der Promotion im Fach Biochemie krönen. Gleichwohl hatte mein psychisches Korsett an Bewältigungsmechanismen zu jener Zeit bereits damit begonnen, ernsthafte Risse zu entwickeln, wie ich heute, durch mein in der Recovery geschultes Auge, weiß.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon als Doktorand lernte ich jedoch die Kehrseite der Medaille kennen. <br>Interesse &#8211; schön und gut. <br>Begeisterung &#8211; okay. <br>Gute Ausbildung &#8211; jaja. <br>Aber zentral sind und bleiben doch allein die Ergebnisse, messbar in Fachartikeln und &#8211; vor allem &#8211; eingeworbenen Fördergeldern, oder etwa nicht?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun, ja doch &#8211; aber es hängt eben auch ganz wesentlich davon ab, wer Dein Chef ist, in welchen Zeitschriften dieser für gewöhnlich publiziert und nicht zuletzt, wen Dein Chef kennt, sowie ob Du in seiner Gunst stehst oder nicht. <br>Politik ist für das Fortkommen auf der Karriereleiter im Umfeld der universitären Forschung und Lehre genau so wichtig, wie in der Industrie oder im Parlament. Doch damals vermochte ich noch trefflich gut wegzuschauen und den aufkommenden Brandgeruch, statt mit heißgelaufenen Lagern, mit leckerem Grillgut zu assoziieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch die am Himmel meiner Seele aufziehenden Wolken bereiteten den Boden für den großen Auftritt des hässlichen Zwillingssbruders der Liebe: des Hasses.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich wie für die Liebe zuvor skizziert, war auch der Hass ein Sämling, der in meiner Kindheit und Jugend ein ideales Umfeld genoss, um zu wachsen und zu gedeihen, weniger schulisch, als eher familiär.<br>Aufgewachsen in einer Familie ehemaliger Arbeiter, Bauern und Soldaten, sowie eingefleischter SPD-Wähler, wurde mir ein tiefes Misstrauen gegenüber Politikern, Reichen und Schönen, sowie Akademikern anerzogen, wenn ich auch &#8211; glücklicherweise &#8211; Gefühle wie Sozialneid oder Missgunst zwar bisweilen vorgelebt bekommen, jedoch nicht für mich übernommen habe &#8211; zumindest nicht vordergründig. [Unvergessen der Satz eines meiner Onkel auf Besuch in meiner Heimatstadt, der den sonntagnachmittäglichen Spaziergang im benachbarten Park- und Villenviertel mit den Worten einleitete: &#8222;Gehen wir eine Portion Hass tanken.&#8220;] <br>Im Hinterhof meiner Psyche ist es sehr wichtig, regelmäßig mit Schere und Schaufel, Mäher und Mistgabel tätig zu werden, um emotionalem &#8222;Unkraut&#8220; zwar seinen notwendigen Raum zu geben, jedoch mich von seinen dornenbesetzten Ranken nicht erstickend vereinnahmen zu lassen. Dies geht jedoch nicht ohne die eine oder andere Schramme und so manchen quälenden Stich vorüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor mich mein Weg über eine Stelle als Laborleiter in den psychischen Zusammenbruch geführt hat, bekam ich die bestehenden Verhältnisse im medizinischen System am eigenen Leib zu spüren. Ich erinnere mich noch gut &#8211; heute schmunzelnd &#8211; an wöchentliche Seminare der Klinik, an der ich gearbeitet habe und wie sich die anwesenden Assistenzärzte darin zu überbieten versuchten, dem Chefarzt in seinen weißbekittelten Allerwertesten zu kriechen, während meine unmittelbaren Mitarbeiter und ich, als Naturwissenschaftler ein ganz anderes System flacher Hierarchien sowie hilfsbereiter Wertschätzung gewohnt, fassungslos daneben gesessen haben.<br>[An dieser Stelle legt der Late-Line-Moderator in meinem inneren Team übrigens eine alte Platte auf und zwar das schöne Lied mit dem Titel &#8222;Arschkruffe&#8220; von &#8222;De Vajabunde&#8220;: der Refrain dieses in Kölner Mundart vorgetragenen Liedes geht in etwa so *räusper* :&#8220;Jo, wat nötz&#8216; et, wenn de einem in dä Ahsch kruffe wills&#8216; un&#8216; do sitz&#8216; schun eine drin?&#8220; &#8211; Hochdeutsch: &#8222;Ja, was nützt es, wenn Du einem in den Allerwertesten kriechen möchtest, aber da sitzt schon einer drin?&#8220;]</p>



<p class="wp-block-paragraph">Möglicherweise rühren meine, durch die Trigger im Münster-Tatort ausgelösten, düsteren Gefühle für Angehörige eines Berufs- und Begütertenstandes einerseits von der frappierenden Ähnlichkeit der beschriebenem Klischees mit meinen Erfahrungswerten aus meiner beruflichen Laufbahn her.<br>Sicherlich spielen dabei andererseits meine eigenen verletzten Gefühle eine Rolle, die durch meinen psychischen Niedergang, gipfelnd im Zusammenbruch 2014, empfindliche Wunden und bis heute schmerzende seelische Narben hinterlassen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Scheidepunkt meiner Karriere, als mich Neugier und Interesse, in Verbindung mit Fleiß und Glück des Tüchtigen, nicht mehr alleine zu tragen imstande waren und ich mich genötigt sah, gewissermaßen politisch aktiv zu werden, zu schmeicheln und aufzuschneiden, sah sich meine große kindliche Liebe getäuscht und die erwachsene Fratze des Hasses erwachte in all ihrer Schrecklichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir ist bewusst, dass ich nur den kleinsten Teil an Menschen kenne, die den von mir so verabscheuten Berufsstand vertreten. Zudem kenne ich Vertreter, die mir den Eindruck vermitteln, gute und rechtschaffene Arbeit zu leisten, sich Zeit zu nehmen und sich nicht für etwas &#8222;Besseres&#8220; zu halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Recovery ist mir bewusst geworden, dass ich den hässlichen Zwillingsbruder der Liebe aushalten, ihm einen adäquaten Platz in meinem inneren Team, oder &#8211; weiter gefasst &#8211; in meinem inneren Parlament zuweisen sollte. Denn am richtigen Platz strategisch aufgestellt und genau zum passenden Zeitpunkt eingesetzt, kann mir auch diese Emotion nützlich sein. Nicht allein, denn nur zu deutlich erscheint mir die Gefahr, zu verbrennen und meine Psyche mit dem ölig-schwarzen Ruß der Verbitterung zu vergiften, aber im Verbund mit anderen Mitspielern, weiteren emotionalen Farben, ist auch der Hass eine essenzielle Facette meines gesunden Ichs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So wie ein Maler sich stets der gesamten Palette an Farben bewusst ist &#8211; Schwarz und Weiß bewusst eingeschlossen &#8211; und deren mannigfaltige Vermischungen, Schattierungen und Wirkungen auf der emotionalen Klaviatur zu famosen Gesamtkunstwerken zu arrangieren vermag, so ist auch im Umgang mit Gefühlen die volle Bandbreite notwendig, unabhängig davon, ob sie unserem persönlichen Gusto, für sich allein genommen, zu- oder abträglich erscheinen, denn Geschmack liegt schließlich immer im Auge und in der Stimmung des Betrachters, um jedes beliebige Motiv, das unser seelisches Auge wahrnimmt, auf unsere emotionale Leinwand bannen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei trage ich durch meine Recovery, Salutogenese und Empowerment dafür Sorge, dass meine Gefühlsbilder auch wirklich bunt sind. Schaut mir dabei bitte immer über die Schulter, denn durch den Austausch mit Euch bekommen meine seelischen Landschaften die Tiefe, welche sie brauchen. Und warnt mich rechtzeitig, wenn ich dunkle Wolken male, während mir die Mittagssonne Schweißperlen und einen Sonnenbrand auf die Stirn treibt.<br><br>Fühlt Euch gedrückt und bleibt neugierig.<br><br>Euer Schmusehamster (ak)</p>
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