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	<title>Emotionen &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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	<description>Selbsthilfe, Genesungsbegleitung und Betroffenenbeteiligung</description>
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	<title>Emotionen &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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		<title>Kalt und Dunkel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2025 11:37:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzepte und Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Rat und Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Schatzkiste]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kälte]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Kalte Jahreszeit treibt einen manchen ganz schön in die seelische Enge. Doch was kann man tun, um gut durch den Winter zu kommen?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Die Kalte Jahreszeit treibt einen manchen ganz schön in die seelische Enge. <br>Doch was kann man tun, um gut durch den Winter zu kommen?</h2>



<p>Januar ist Winterzeit und das bringt so manches mit sich. Vor allem aber Dunkelheit und Kälte. Rein metrologisch ist der Januar ein Wintermonat, dass heißt wir haben wenige Stunden Sonnenlicht und auch insgesamt weniger starkes Licht. Die Folge davon ist nicht nur die rein physikalische Kälte. Meist reicht ja schon ein Blick aus dem Fenster, um zu sehen, dass es entweder dunkel, oder in den wenigen hellen Stunden , richtig kalt ist. Die Natur zeigt ein düsteres, wenn auch für mich romantisches,Bild in dunklen, tristen Farben. Selbst der Himmel scheint weniger blau als in anderen Jahreszeiten. Da braucht man nicht erst vor die Tür zu gehen, um schon beim Anblick zu frieren.<br>Dabei brauchen wir doch unsere Portion Sonnenlicht, frische Luft und Bewegung. Nicht nur depressive Menschen sind mit regelmäßigen Spaziergängen an der frischen Luft gut beraten. Das ist essentiell für das körperliche und auch seelische Wohlbefinden.<br>Nicht nur, dass eine gute Portion Sonne gegen depressive Verstimmungen hilft, also im wahrsten Sinne des Wortes die Stimmung aufhellt, sondern auch die Bewegung regt positive Effekte im Körper an. Zusätzlich meist es auch eine gute Sache, manchmal aus seinen eigenen vier Wänden auszubrechen, denn unterwegs, zum beispiel in der Natur, kann man die Dinge neu bedenken und aus einem anderem Blickwinkel betrachten. Auch weil man seinen Blickwinkel wortwörtlich wechselt, wenn man nicht immer auf das gleiche Panorama, welches uns unsere eigenen vier Wände bietet, starrt. Position wechseln hilft beim Perspektivenwechsel &#8211; das zeigen diverse Übungen aus verschiedenen therapeutischen Ansätzen.<br>Ich selber gehe gerne spazieren und nehme meine Probleme mit, um ihnen nicht nur Zeit einzuräumen, sondern auch, um sie aus meinen eigenen vier Wänden zu entfernen (und möglichst dabei auch draußen zu lassen). das klappt besser, als alles andere, was ich so ausprobiert habe.</p>



<p>In der kalten Jahreszeit ist es allerdings kein Vergnügen sich draußen zu bewegen. neben der eisigen Kälte wirkt auch die emotionale Kälte, denn die meisten menschen wollen genauso wenig draußen sein, wie ich selber. Daher bleibt es bei nur wenigen, wohltuenden Lächeln und netten Grüßen, die meist soviel Wärme schenken. Das ist schon Schade.<br>Aber auch die dicke Kleidung, die wir scheinbar brauchen, isoliert uns vor mehr, als nur der Temperatur. Es ist schwer soziale Kontakte mit Jemanden zu unterhalten, der unter einem Panzer aus Frostschutz verborgen ist.</p>



<p>Trotzdem ist gerade in dieser zeit die Selbstfürsorge wichtig. Eine Tageslichtlampe hilft mir, ein wenig Sonnenlicht zu bekommen und auch Sport im Inneren kompensiert die fehlende Bewegung. Dennoch empfehle ich, sich auch einfach mal aus dem haus zu trauen. Muss ja nicht weit oder lang sein. einfach ein kleiner Spaziergang. Draußen trifft man immer Menschen, schon alleine die vielen Hundehalter, die unterwegs sind. und ein freundlicher Gruß wird häufig beantwortet, denn anderen Menschen geht es ja genauso.<br>Nach einem Spaziergang in der Kälte ist die Wärme zuhause um so wohltuender. Hinzu kommt das Gefühl, etwas getan zu haben.</p>



<p>Also, gönnt euch etwas und geht raus.</p>
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		<title>Abendliche Balzrituale</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Kunze]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jul 2021 12:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Ehepaar mit reichlich Lebenserfahrung lässt entspannt den Tag ausklingen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Ein Ehepaar mit reichlich Lebenserfahrung lässt entspannt den Tag ausklingen.</strong></p>



<p>&#8222;Kannst Du nicht schlafen, mein Goldstück?&#8220; Degenhardt Sonnenberger, gekleidet in nichts als karierte Boxershorts, stand in der geöffneten Tür des Badezimmers und schaute auf das Bett seiner Frau Emilia.</p>



<p>&#8222;Mir geht der Reitunfall von dem Zirkusmädchen nicht aus dem Kopf.&#8220; antwortete diese. Vor ihr auf dem Plümo hatte sie wie üblich einen Klassiker liegen, in welchem sie vor dem Einschlafen las, diesmal &#8218;20.000 Meilen unter dem Meer&#8216; von Jules Verne.<br>&#8222;Mir will nicht in den Kopf, wie jemand eine stromführende Litze so einfach in der Gegend rumliegen lassen kann.&#8220; fügte Frau Sonnenberger mit immer noch leicht empörten Tonfall in der Stimme hinzu. </p>



<p>Bereits beim Abendessen mit ihrem Gatten und Oma Irmelbert hatte sie sich über den Vorfall so sehr echauffiert, dass ihr fast die Tränen gekommen waren. Erst die sanftmütige Stimme ihrer Schwiegermutter, gepaart mit einer liebevollen Umarmung ihres Ehemannes, konnten sie zurück ins Hier und Jetzt holen. Wie Emilia wusste und auch durch mehrfache Erzählung Degenhardt und Irmelbert klar war, erinnerte sie der heutige Vorfall nur allzu schmerzhaft an ihren eigenen schlimmsten Reitunfall. Vor vielen Jahren war zwar kein herumliegender Elektrozaun der Auslöser, sondern ein umgefallener und von Gras überwucherter hölzenerner Zaunpfosten. Ihr erstes eigenes Pferd, Ramses, hatte sich daran einen Nagel eingetreten. Zwar hatte er dies unmittelbar durch heftiges Lahmen angezeigt, und Luitpold Pflanzgut, der damalige Tierarzt, hatte daheim im Stall den Nagel schließlich herausziehen können. Jedoch hatte Ramses schon bald einen schmerzhaften &#8222;Einschuss&#8220;, eine eitrige Entzündung, davongetragen, an welcher der Rappe schließlich eingegangen war. Es dauerte Jahre, ehe sich Emilia Sonnenberger von diesem traumatischen Ergebnis in ihrer Jugend erholt hatte.</p>



<p>&#8222;Ist vielleicht wirklich noch niemandem aufgefallen.&#8220; nuschelte Degenhardt zähneputzend. Dann drehte er sich zum Waschbecken um und spuckte aus, bevor er sich der anderen Seite seiner Zähne widmete.</p>



<p>&#8222;Möglich.&#8220; räumte Emilia ein. &#8222;Aber normalerweise kontrolliert man doch seine Zäune&#8230;oder nicht?&#8220;<br>&#8222;Mann schon&#8230;&#8220; kam es mit verschmitztem Augenzwinkern verwaschen neben der Zahnbürste hervor, während sich um Herrn Sonnenbergers Lippen dichter weißer Schaum bildete. &#8222;Wem gehört denn die Weide?&#8220; fragte Degenhardt und drehte sich erneut zum finalen Spülen dem Waschbecken zu, spuckte zweimal aus und gurgelte den letzten Schluck bis tief in den Hals hinein. Leidlich war erkennbar, dass blubbernd eine Melodie gesummt wurde.<br>Emilia verdrehte amüsiert die Augen. Dass Männer anscheinend niemals ganz erwachsen wurden, dachte sie bei sich.</p>



<p>&#8222;Santa Maria?&#8220; gab sie für den kurz darauf mit schalkhaft erhobener rechter Augenbraue am Fußende ihres Bettes stehenden Gatten den aktuellen und allabendlichen Tipp ab.<br>Degenhardt antwortete mit einem Grunzen und enthüllte mit gespielter Entrüstung &#8222;Smoke on the water&#8220;.<br>Achselzuckend schloss er schließlich: &#8222;Kein guter Musikgeschmack&#8230;&#8220;</p>



<p>&#8222;Das hängt ganz vom Interpreten ab.&#8220; gab Frau Sonnenberger mit spöttisch funkelnden Augen zurück.<br>&#8222;Oder vom Hörgerät.&#8220; murmelte Degenhardt gerade laut genug, dass seine Frau es hören konnte, worauf diese Miene machte, ihm ihr Buch an den Kopf zu werfen, was Herr Sonnenberger andeutungsweise mit übertriebenem Wegducken beantwortete. Damit war ihr kleines rituelles Kammerspiel abgeschlossen. &#8218;Balzverhalten&#8216; hätte ihr Sohn Sunny es wohl genannt. Ihm kamen diese liebevollen Neckereien, die er in früher Kindheit ganz selbstverständlich miterlebt hatte, als Teenager immer vor wie das Verhalten von in Einehe lebenden Vögeln, wie zum Beispiel Weißstörchen, die sich zu Beginn jedes Frühjahrs stets rituell ihre Zuneigung mitteilten, bevor sie mit dem Nestbau begannen.</p>



<p>&#8222;Die Wiese wird, soweit ich weiß, gar nicht genutzt. Offiziell gehört sie der Gemeinde, aber seit Jahren habe ich dort keine Kühe oder Pferde mehr draufstehen sehen.&#8220; holte Frau Sonnenberger ihre Gedanken wieder auf die Tagesordnung.<br>&#8222;Warum sollte dann jemand Strom auf den Zaun geben &#8211; oder wohnt wieder jemand auf Herzogfels?&#8220; gab Degenhardt zu bedenken. Herzogfels war der Name eines alten festungsähnlichen Gemäuers mit einem einzelnen trutzigen  Wehrturm. Zwischen den saftigen Wiesen des Tals und dem angrenzenden Wald war es ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer gewesen, ehe es in den letzten Jahren zunehmend verfallen war.</p>



<p>&#8222;Nicht, dass ich wüsste. Da haben ja mal die Bewohner der Kommune drin gelebt. Aber die sind ja schon seit Jahren unten in der Tennenschlucht.&#8220; Emilia erinnerte sich gerne an die etwas schrägen Mitglieder der linken Aussteigerkommune mit Namen &#8222;Pusteblume&#8220;. Von der Gemeinde kritisch beäugt, hatte sich der bunt zusammengewürfelte Haufen Lebenskünstler bald als schräg, aber harmlos erwiesen. Die Leute waren unter ihren Dreadlocks und Bärten sowie zahlreichen Piercings und Tattoos nett und hilfsbereit.<br>Doch trotzdem hatte der Gemeinderat sie schließlich mit der Androhung polizeilicher Räumung vertrieben. Mit Groll dachte Frau Sonnenberger an die hitzigen Diskussionen im Gemeinderat, bei der sich insbesondere Marc-Andres Vater, Hauptkommissar Büttelsbrunft, damals noch stellvertretender Polizeichef, aufgespielt hatte.<br>&#8222;Dann legen wir einfach eine so hohe Pacht fest, dass &#8218;Die&#8216; &#8220; &#8211; und dieses Wort spie er förmlich aus &#8211; &#8222;sie keinesfalls werden bezahlen können. Dann sind wir das Problem los.&#8220;<br>Eduard Wurmlinger, damals noch Betreiber der Papiermühle, hatte sich während jener Sitzung als hauptsächlicher Wortführer zugunsten der Kommune entpuppt. Von deren Bewohnern war wie üblich niemand bei der Sitzung vertreten. Politik interessierte sie nicht, nur Liebe, Frieden und Landwirtschaft für den Eigenbedarf. &#8222;Diese Leute sind herzensgut.&#8220; hatte Wurmlinger seinen Bariton durch den historischen Sitzungssaal hallen lassen. &#8222;Sie tun niemand&#8216; etwas zuleide.&#8220;<br>&#8222;Die bauen auf dem Gelände Drogen an.&#8220; näselte die verwitwete Gräfin von Ziervogel, trotz 94 Jahren noch mit messerscharfem Verstand gesegnet und Alterspräsidentin des Gemeinderats.<br>&#8222;Gibt es dafür Beweise?&#8220; schaltete sich der Bürgermeister, Georg Stubenrappe, ein.<br>&#8222;Die werden wir bei einer Durchsuchung schon finden.&#8220; schnappte der stellvertretende Polizeichef.<br>Zum guten Schluss verfügte der Bürgermeister einen Kompromiss: keine polizeiliche Durchsuchung, aber die formal zugestellte Räumungsverfügung. Ein Schritt, der sich als überflüssig herausstellen sollte.</p>



<p>Die Kommune entging der angedrohten Räumung dadurch, dass sie bei Nacht und Nebel ihr Domizil geräumt und auf dem Hof des alten Theophan in der Tennenschlucht Zuflucht gefunden hatte.<br>Im Nachhinein hatte sich dies sogar als Glücksfall erwiesen, waren sie dort doch nicht mehr nur geduldet, sondern sogar erwünscht. So konnten sie auf dem Land des ehemaligen Angehörigen des Zisterzienserordens, der seine Kutte bereits vor Jahrzehnten abgelegt hatte, Hof und Felder wieder in Schuss bringen, die mit wachsender Gebrechlichkeit Theophans gelitten hatten. Heute pflegten sie den mittlerweile dementen uralten Herrn wie selbstverständlich in ihrer Mitte. Nicht selten sah man &#8222;Theo&#8220;, wie er meist gerufen wurde, nun als verhutzeltes Männlein unablässig brabbelnd, gestikulierend und sabbernd in seinem Rollstuhl sitzend, wie er von einem Bewohner der Kommune durch Freudental geschoben wurde.</p>



<p>&#8222;Morgen ist Bauernstammtisch. Soll ich das da mal ansprechen?&#8220; fragte Herr Sonnenberger gerade und holte seine Frau erneut aus ihren Gedanken.<br>&#8222;Mach das.&#8220; ermunterte sie ihn. &#8222;Ich werde morgen mal Falk ansprechen, wenn er den Miststreuer abholen kommt. Vielleicht weiß er, ob die Wiese verpachtet ist.&#8220;</p>



<p>&#8222;Apropos&#8230;&#8220; sagte Degenhardt mit verführerischer Stimme, &#8222;ist die andere Hälfte Deines Bettes auch zu verpachten?&#8220;<br>&#8222;Heute Abend nicht.&#8220; antwortete Emilia verschmitzt. &#8222;Ich muss zu früh raus. Karl soll sich mal den Pickup ansehen.&#8220;<br>&#8222;Was fehlt ihm denn?&#8220; antwortete Degenhardt und unterdrückte ein Gähnen.<br>&#8222;Die Kupplung fühlt sich komisch an.&#8220; sagte Frau Sonnenberger und klappte ihr Buch zu. Ganz leise, kaum hörbar, begann irgendwo über ihnen ein Klavier zu spielen.</p>



<p>&#8222;Dann ist Manfred morgen früh auf sich gestellt.&#8220; resümierte Herr Sonnenberger. &#8222;Ist für die jungen Leute ganz gut, wenn nicht ständig die Eltern als Anstandswauwau dabei sind.&#8220; gab seine Frau zurück.<br>&#8222;Als ich in Manfreds Alter war, hatte ich die Frau meines Lebens gefunden.&#8220; erinnerte sich Degenhardt und beugte sich über das Bett seiner Frau.<br>&#8222;Ohne es damals schon zu wissen.&#8220; grinste Emilia und küsste ihren Gatten sanft auf den Mund. &#8222;Gute Nacht, mein Schatz.&#8220;<br>&#8222;Gute Nacht, mein Goldstück.&#8220; sagte Degenhardt, schloss die Tür und durchschritt das Badezimmer, um sein eigenes Schlafzimmer zu betreten.</p>



<p>Fortsetzung folgt&#8230;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Ende des Sommers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2020 13:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten aus der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Prosatexte]]></category>
		<category><![CDATA[Ankündigung]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst]]></category>
		<category><![CDATA[Romanprojekt]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine herbstliche Bestandsaufnahme des angehenden Schreiberlings und baldigen Bestseller-Autors, dem Mausebär (td)]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eine herbstliche Bestandsaufnahme des angehenden Schreiberlings und baldigen Bestseller-Autors, dem Mausebär (td)</p>



<p>Ich sitze in meinem Arbeitszimmer und lausche, wie der Regen auf die Dachfenster tropft. Ein Blick verrät mir, dass der Himmel grau ist. Ohne Frage ist der Herbst gekommen. <br>Zur Zeit kein goldener Herbst, sondern ein grauer und nasser Geselle, der uns, zusätzlich zu der Angst vor diversen Krankheiten, in die Wohnung treibt und ein warmes Feuer oder eine kuschelige Decke zum besten Freund werden lässt. <br>Ohne Frage ist der Sommer vorbei. </p>



<p>Das aber in mehr als einer Hinsicht, denn mein Romanprojekt „Sommer auf dem Sonnenbergerhof“ hat mit dem Epilog seinen fulminanten Höhepunkt erlebt und jetzt…</p>



<h4 class="wp-block-heading">…Jetzt ist es zu Ende. </h4>



<p>Allerdings nur für meine Leser, denn für mich geht die Reise noch ein kleines Stück weiter. <br>Zur Zeit ist der fertige Roman auf dem Weg ins Korrektorat, was mir eine liebe Freundin angeboten hat. Ein letztes Mal wird sie mein Werk auf Rechtschreibung und Zeichensetzung kontrollieren und sämtliche anderen Fehler, die ich Laie so fabriziert habe, liebevoll zurechtrücken. <br>Dann, wenn ich diese Zeit, die ich geistig auf glühenden Kohlen verbringen werde, wie man umgangssprachlich so schön sagt, hinter mich gebracht habe, werden Sonja und ich den Text, ebenfalls liebevoll, in das Korsett eines Satzes (Buchsatz) schnüren, um es dann als sogenannte <em>Self-Publisher</em> bei einem <em>Book on Demand-Service</em> zu veröffentlichen. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Aber was heißt das? </h4>



<p>Im Prinzip geht es darum, dass mein Buch ohne große Kosten veröffentlicht wird, weil die bestellten Bücher erst dann gedruckt werden, wenn sie auch bestellt sind. <br>Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach. Die Druckerei hat mein Buch als Datei in ihrem Archiv liegen. Bestellt nun ein Kunde das Buch (bei der Druckerei direkt oder über den Umweg eines Buchhändlers), wird das Buch gedruckt, verpackt und verschickt. <br>Daher entstehen keine Kosten für die Lagerung der Bücher und es wird kein Geld gebunden, indem man vorher die Bücher drucken lässt (und auch bezahlt). <br>Der Drucker bekommt dann das Geld (vom Kunden oder vom Buchhändler), zieht seine Kosten und seine Gebühren ab und den Rest überweist er dem Autoren (in dem Fall mir). <br>Natürlich wird das Buch dadurch etwas teurer als die Bücher von großen Verlagen, die dadurch, dass sie eine große Auflage drucken auch entsprechend gute Preise bekommen, aber das kann ich mir einfach nicht leisten. <br>Es wäre halt schön, wenn ich an jedem Buch doch noch einen Euro verdienen würde (den ich dann auch noch mit meinem Team teile). Das muss ich natürlich in der Preiskalkulation einberechnen. </p>



<p>Ihr seht, ein Buch zu veröffentlichen ist gar nicht so einfach, aber auch kein Hexenwerk. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Eine Werbepause </h4>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Natürlich würde ich mich sehr freuen, wenn meine Leser auch ein Exemplar kaufen würden. <br>Vielleicht sogar zwei (eines zum Lesen und eines, um es sich signieren zu lassen und dann zu verwahren, bis ich reich und berühmt bin, um dann eine wertvolle signierte Erstauflage zu besitzen). <br>Ich bin auch froh, wenn ihr mich einfach weiter empfehlt und etwas Werbung für mich macht. <br>Vielleicht wollt ihr ja anlässlich eines Festtages auch noch ein weiteres Buch erwerben, um es zu verschenken, an Leute die ihr mögt (oder, je nach Geschmack, nicht mögt). <br>Auf jeden Fall werde ich euch informieren, wenn das Buch erschienen ist und wo (und wie) ihr es bestellen, bzw. erwerben könnt.</p><cite>Achtung, Werbetext </cite></blockquote>



<h4 class="wp-block-heading">Aber wie geht es jetzt für mich als Autor weiter?</h4>



<p>Natürlich höre ich nicht auf zu schreiben und werde mich wahrscheinlich auch mal wieder um kleinere Texte für unsere Website bemühen. <br>Ein neues Romanprojekt werde ich dieses Jahr aber nicht mehr beginnen, denn das kann ich weder Sonja und Alex, noch mir selber zumuten. <br>Schließlich hat sich der Mausebär auch ein wenig Urlaub verdient, oder? <br>Aber, ich denke schon, dass ich neben dem Plan, auch meine Corona-Texte noch in Buchform zu veröffentlichen, dem kreativen Schreiben treu bleiben und mich mit meinen Musen beraten werde, welche Art von Prosa-Literatur mein nächstes Projekt sein wird. <br>Für Anregungen und Vorschläge bin ich übrigens offen.</p>



<p>Es grüßt ganz bärig,</p>



<p>Euer Mausebär (td)</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Fünfzig &#8211; soviel Mausebär macht [bitte setzen Sie hier ein Wort ein] !</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2020 12:13:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Ausblick]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne Tücher]]></category>
		<category><![CDATA[Jubiläum]]></category>
		<category><![CDATA[Stolz]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Mausebär (td) präsentiert voller Stolz den 50. Beitrag in der Kategorie "Mausebärs Philosophien".]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der Mausebär (td) präsentiert voller Stolz den 50. Beitrag in der Kategorie &#8222;Mausebärs Philosophien&#8220;.</p>



<p>Schon wieder steht ein Jubiläum an. Denn dieser Text ist der genau 50. Beitrag, der in der Kategorie „Mausebärs Philosophien“ erscheint.</p>



<p>Am 30. März wurde mein Beitrag mit dem Titel „Lagerkoller – Eine Betrachtung meiner persönlichen Krise“ der Grundstein für eine spannende Reise. <br>Der 50. Beitrag ist jetzt so eine Art Meilenstein für mich. <br>Es ist ein Zeitpunkt, um kurz inne zu halten und zu genießen, um im Anschluss sowohl einen Blick rückwärts, als auch nach vorne zu richten. </p>



<p>Oder, um es anders zu sagen, heute werde ich mich kurz feiern, bevor ich noch einmal zurückblicke auf die Ereignisse. <br>Danach werde ich den Blick wieder nach vorne richten, um den nächsten Meilenstein anzusteuern. <br>Natürlich möchte ich alle meine Leser daran teilhaben lassen. </p>



<p>Wegen, für mich typischer, falscher Bescheidenheit, lasse ich das gnadenlose Lobhudeln meiner eigenen Person kurz ausfallen. <br>Ich sitze an meinem Rechner, tippe vor mich hin und grinse, in verdienter Selbstverliebtheit, in mich rein. <br>Eigentlich wäre das ein Zeitpunkt dafür, mich selber wieder so klein zu machen, dass alle Leser gar nicht anders können, als mir armen kleinen Mausebär Lob und Anerkennung zu schenken. <br>Aber mittlerweile funktioniert dieses Prinzip nicht mehr so gut. <br>Natürlich freue ich mich über Lob. Sogar sehr, denn die Anerkennung durch meine Leserschaft ist ein wichtiger Bestandteil meiner Motivation zum Schreiben. <br>Mittlerweile hat es aber in mir eine kleine Veränderung gegeben. <br>Es hat sich tatsächlich heraus gestellt, dass der Versuch, durch übermäßige Bescheidenheit eine Bestätigung meiner Person durch Andere zu erlangen, nicht nur ein Teil meiner narzisstischen Persönlichkeitsstörung, sondern auch keineswegs zielführend ist. </p>



<p>Zum einen denke ich, dass ich selber gute Arbeit abliefere und daher auch eine Anerkennung verdiene. <br>Ich brauche sie mir nicht zu erbetteln oder zu erschleichen, sondern ich darf sie einfordern, denn ich habe etwas dafür getan. <br>Zum anderen fällt mir auf, dass ich selber diese Art, sich Komplimente zu erschleichen, bei anderen Personen als störend empfinde. <br>Zeit, etwas daran zu ändern – und zwar bei mir. </p>



<p>Ich hoffe, ich bleibe auf dem Teppich und bekomme keinen Höhenflug, da ich ja gerne mal von einem Extrem ins Andere verfalle, aber ich habe das feste Vertrauen in meine Freunde, dass ich nicht nur sanft darauf hingewiesen, sondern auch nach einer Bruchlandung getröstet werde und ein hübsches Pflaster auf meine Wunden bekomme. </p>



<p>Der aufmerksame Leser hat ja schon mitbekommen, dass ich meinem inneren Narzissten mehr Freiräume einräumen möchte und ein wenig mehr Nonchalance in mein Leben bringen werde. <br>Heute ist dafür ein weiterer guter Tag. <br>Also schreibe ich es einfach mal frei heraus: ich bin stolz auf 50 veröffentlichte Beiträge.</p>



<p>Eigentlich bin ich schon mitten in der Retrospektive. <br>Die Gegenwart ist schon ein ganz schön weiblicher Hund, wie der Amerikaner sagen würde. <br>Es lässt sich sehr schwer gegenwärtig bleiben, daher erlaube ich es mir jetzt, ein wenig in die Historie von 50 Texten zu schauen. </p>



<p>Erstaunlicherweise sind meine Texte, ungesetzt und unlektoriert, im Schnitt etwa anderthalb Standardseiten lang. Dies entspricht ungefähr 1.000 Wörtern pro Beitrag. <br>Das bedeutet, dass ich in den letzten zwei Monaten hier in etwa 50.000 Wörter von mir gegeben habe. <br>Schon beeindruckend, würde ich sagen. <br>Ich frage mich manchmal, bei den geschätzten 75 Din A4 Seiten, wie viele Buchseiten das wären, bin aber zu faul, alle Texte auf eine Normseite zu setzen, um zu zählen. </p>



<p>Das ist auch nicht wichtig, viel interessanter ist es, dass ich es schaffe, seit nun fast zwei Monaten an fünf Tagen in der Woche an meinem PC zu sitzen und zu schreiben. <br>Früher dachte ich immer, dass ich so etwas nicht schaffen würde und traute mich nicht an eine literarische Kariere, obwohl mir von verschiedenen Seiten Talent betätigt wurde. <br>Jetzt merke ich, dass ich vielleicht doch die Ausdauer und den Spaß habe, zu schreiben. <br>Wer weiß, wohin mich dieser Gedanke noch führt. </p>



<p>Zumindest bin ich zufrieden, dass ich 50 Beiträge geschafft und immer noch Freude an dieser fast täglichen Reise in mein Inneres habe.<br>Und ich freue mich, dass auch meine Redaktion immer noch Spaß an der Zusammenarbeit hat. <br>Das liegt auch daran, denke ich, dass ich es fast jeden Tag schaffe, ein kleines Lächeln, oder gar ein lautes Lachen, bei meinen Lektoren zu erzeugen – und sei es nur durch meine, sagen wir, kreative Rechtschreibung. <br>Oft genieße ich auch wieder Wörter und Phrasen und spiele mit ihnen in meinen Gedanken. <br>Es bewegt sich etwas in meinem Geist &#8211; auf eine unerwartet sinnliche Art. </p>



<p>Meist versuche ich, viele der Abstrusitäten in meinem Kopf gefangen zu halten, doch seit ich der ein oder anderen verrückten Geisteskreatur erlaube, sich frei im Biotop meiner Beiträge zu tummeln, erfreue ich mich immer mehr an der bunten Vielfalt meiner Phantasie. <br>Dieser Spielplatz, der mir hier geschaffen wurde, erleichtert mir mein Sein, denn hier darf ich dasselbe, nämlich sein – und zwar ich selbst.<br>Es erstaunt mich sogar, wie viel Freiheit mir von Seiten der Redaktion gewährt wird. Natürlich wird der eine oder andere Satz liebevoll zurecht gerückt, aber eher des lieben Verständnisses wegen, als der Zensur. <br>Meine Wortgebilde dürfen frei wie Vögel fliegen, solange sie sich nicht wie Harpyien auf meine Leserschaft stürzen. </p>



<p>Scheinbar scheint mir auch meine Leserschaft genüsslich zu folgen und mir meinen Stil nicht nur zu verzeihen, sondern ihn gar zu mögen. Ich habe sogar das Gefühl, langsam so etwas wie einen Stil zu entwickeln. <br>Ich glaube, meine Texte werden langsam besser und ich lerne aus meinen Betrachtungen. <br>Nicht nur über mich und für mich, sondern auch rein handwerklich. <br>Darum bin ich auch schon jetzt gespannt, wie mein 100. Beitrag aussehen wird. </p>



<p>Ich glaube fest daran, dass er kommen wird. Ich weiß nicht, wie lange es dauern wird und was bis dahin passiert, aber ich freue mich auf jeden einzelnen Text, den ich auf dem Weg schreiben werde. <br>Es bleibt spannend, ob ich bis dahin weitere Leser dazu gewinne, oder welche verliere und was sich alles sonst so in meinem Leben verändert. </p>



<p>Auch die Krise, die als Geburtshelfer dieser Kategorie von Beiträgen gedient hat, wird uns neue Dinge bringen, auf die ich gespannt warte.<br>Mal schauen, was noch so alles passieren wird in der „wunderbaren Welt des Mausebären“. </p>



<p>Vielleicht wird es noch weiter spannende Lektionen des weisen Sensei Mausebärs geben, um meine Leser tiefer in die mystischen Aspekte der Mausebärischen Kommunikationslehre einzuweihen. <br>Vielleicht meldet sich auch mein innerer Poet zurück, um entweder schöne Bilder aus meinen Gedanken zu malen, oder frech mit Worten zu spielen und zu jonglieren. <br>Vielleicht gibt es weitere tiefe Betrachtungen aus meinem Leben oder meinen Gefühlen. <br>Vielleicht passieren neue Katastrophen in meinem Leben, denen ich einen Platz einräumen muss. <br>Vielleicht findet sich auch noch eine neue Quelle der Inspiration in meiner verrückten inneren Welt. </p>



<p>Sehr wahrscheinlich wird es wieder eine bunte Mischung aus all dem Genannten. <br>Und wiederum werde ich meine Leser zu meinem inneren Buffet der kreativen Sprachnutzung, oder, je nach Perspektive, Sprachmissbrauchs, einladen, um sich freimütig zu bedienen &#8211; noch ist es kostenlos.</p>



<p>Mein Wortsäckchen für heute ist leer, darum ende ich an diesem Punkt und freue mich einfach auf die nächste Zeit. <br>Bis zum nächsten Meilenstein, lade ich ein zum bärig sein…</p>



<p>Euer Mausebär (td)</p>
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		<title>Meerschweinchen im Weltraum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2020 11:05:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Haustiere]]></category>
		<category><![CDATA[Seltsame Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Mausebär (td) versucht wieder, aus Hirngrütze Literatur zu stricken und schießt dafür Kleinnager in die unendlichen Weiten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der Mausebär (td) versucht wieder, aus Hirngrütze Literatur zu stricken und schießt dafür Kleinnager in die unendlichen Weiten.</p>



<p>Einen, zugegeben, seltsamen Titel hat sich der Mausebär heute aus dem Gehirn gewrungen. <br>Hintergrund ist der, dass ich schon immer mal einen Text mit diesem obskuren Titel schreiben wollte. <br>Das ist jetzt natürlich absolut gelogen, sondern vielmehr überlegte ich, welche Art von Text ich heute schreiben wollte. <br>Plötzlich fäkalisierte mein innerer Witzbold genau jenen Titel, den die Welt über diesem Text bestaunen kann, in meine Synapsen. Innerlich drehte ich den Titel mehrfach um ungeahnte Grade, bevor ich entschied, die Herausforderung zu akzeptieren. <br>Heute zeige ich es dem inneren Witzbold und versuche, etwas vernünftiges aus „Meerschweinchen im Weltraum“ zu machen. </p>



<p>Ich durchforste kurz meine Assoziationskiste, und blicke auf Miss Piggy aus der Muppetshow, die ja oft in der Rubrik „Schweine im Weltall“ mitgespielt hat, aber da zuckt nichts in mir. Falsche Fährte… </p>



<p>Woher kommt die gedankliche Verknüpfung von Meerschweinchen und den endlosen Weiten des Weltalls? <br>Was machen die Viecher da oben? <br>Meine erste Assoziation sind Versuchstiere in gläsernen Käfigen, an Bord eines Forschungsschiffes. <br>Aber warum Meerschweinchen? </p>



<p>Meerschweinchen sind für mich die absolut perfekten Versuchstiere. <br>Der Grund dafür ist, dass Meerschweinchen zu den wenigen Säugetieren gehören, die ich nicht leiden kann. <br>Es gibt dafür sogar Gründe:</p>



<p>Als Kind war ich der unglückliche Besitzer von zwei Exemplaren dieser Tierart. <br>Im zarten Grundschulalter überredete mein Kinderpsychologe (ja, ich hatte so was luxuriöses) meine Mutter dazu, dass mir, um mein Verantwortungsgefühl und meine Empathie zu stärken, ein Haustier aufgedrängt werden sollte. <br>Im wahnhaften Rausch lieh sich meine Mutter deshalb das Meerschweinchen einer Kollegin aus, die zu dem Zeitpunkt sowieso eine Urlaubsvertretung für das Mistvieh suchte. <br>Plötzlich hatte ich so ein gluckerndes und quietschendes Fellbündel im Käfig in meinem Kinderzimmer stehen. <br>Ich versuchte, das Beste daraus zu machen, was meine Mutter als eine Art Hingabe ansah. </p>



<p>Bevor ich mich versah, war ich selbst im Besitz zweier stolzer Exemplare, weiblicher Art (um mich nicht mit dem Wunder des Lebens zu verwirren), aus der Zoohandlung. <br>Kurzentschlossen taufte meine Mutter sie mit peinlichen Namen und übergab die Tierchen in meine fürsorglichen Hände. <br>Und damit begann der Ärger. </p>



<p>Nicht nur, dass ich zweimal sehr wohl Anteil am Wunder des Lebens hatte, denn beide Viecher kamen schwanger zu mir. Kurz nach dem Kauf fand nicht nur eine wundersame Vermehrung statt, sondern es entbrannte ein regelrechter Krieg um die Versorgung der Pelztiere. <br>Und zwar nicht darum, wer durfte, sondern wer musste. <br>Nach dem Umzug ins Haus meiner Großmutter landeten die beiden Viecher in der Küche, wo sie bis zu ihrem Tode vor sich hin quietschten. </p>



<p>Meinen Freunden gegenüber waren die possierlichen Tierchen bereits in der Grundschule peinlich. <br>Ein Junge, schon fast ein Mann, mit Weiberhaustieren, lächerlich! <br>Ich hätte gerne eine Katze gehabt oder einen Hund. Sozusagen ein echtes Haustier und nicht eine hochfrequent quietschende Alarmanlage. </p>



<p>Auch das Streicheln wurde zeitig langweilig. Zum Spielen waren die Viecher nicht zu gebrauchen. <br>Nachdem sie die „Skeletor-“Figur aus meiner „Masters of the Universe“ Spielzeug-Kollektion angefressen hatten, war ich maximal sauer. <br>Auch meine selbstgebauten Legolabyrinthe durchquerten die dummen Fressmaschinen nicht ordnungsgemäß. <br>Man konnte sie bürsten und auf dem Arm halten und dann brummten sie entspannt. Wie eine fette, unförmige Barbiepuppe ohne Zubehör. <br>Keinerlei Unterhaltungswert. </p>



<p>Trotzdem wurden diese beiden Miststücke zum ständigen Streitthema bei uns im Hause. Es ging um die damit verbundene Arbeit, die ich ja zur &#8222;emotionalen Schulung&#8220; machen sollte. <br>Ich lernte daraus eine wichtige Emotion, nämlich den Hass. <br>Und so wurden für mich Meerschweinchen zum Symbol für sinnlose Anstrengung, Langeweile und Peinlichkeit. <br>Schon fast ein Schimpfwort. </p>



<p>Kein Wunder, dass ich sie ins Weltall schießen würde. Die gesamte Gattung ist für mich entbehrlich. <br>Persönlich habe ich nichts gegen Meerschweinchenhalter, die meisten sind zwar etwas schräg, aber jedem seine Haustierfreuden. <br>In Südamerika werden die Tierchen übrigens geschlachtet und gegessen, so wie hier Kaninchen. <br>Das ist eine vernünftige Einstellung, denn als Snack oder Versuchstier kann auch diese, sonst sinnlose, Lebensform noch Bedeutung erhalten. Das jedenfalls meint mein innerer Hass. </p>



<p>Und schon habe ich wieder ein Detail aus meinem Leben enthüllt und bin in die Analyse gegangen, warum ich so denke. <br>Vielleicht eine gute Art, damit umzugehen, wenn einen seltsame Titel oder Bilder in den Kopf schießen.</p>



<p>Wer will, darf mir auch gerne mal einen Titelvorschlag zukommen lassen und ich versuche einen Text daraus zu machen. Einfach in die Kommentare stellen und ich probiere mich daran. </p>



<p>Der Mausebär verzieht sich jetzt in seine Wochenend-Höhle und wird sich mit fröhlichen Sachen beschäftigen. Montag komme ich gestärkt zurück und berichte Euch die neuesten Nachrichten aus der „Wunderbaren Welt des Mausebären“.</p>



<p>Fröhliches Wochenende wünscht der Mausebär (td)</p>
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		<title>Die Labilität des Seins</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2020 11:54:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnkrampf]]></category>
		<category><![CDATA[Knoten im Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Rhetorik]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute beschäftigt sich der Mausebär (td) mit einem flüchtigen Gedanken und wandert auf ganz anderen Pfaden, als es den ersten Anschein macht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute beschäftigt sich der Mausebär (td) mit einem flüchtigen Gedanken und wandert auf ganz anderen Pfaden, als es den ersten Anschein macht.</p>



<p>Ein neues Wort schwirrt mir gerade durch den Geist – Labilität. <br>Ich weiß gar nicht, woher es gerade kam. Ich fuhr den Computer hoch und dachte darüber nach, über was ich schreiben möchte und über den Gedanken, etwas über das Wesen der Existenz an sich zu meditieren, kam es plötzlich über mich: <br>„Die Labilität des Seins“ &#8211; könnte die Überschrift zu einem philosophischen Essay sein. <br>Oder der Titel zu einem Song einer Gruftiband aus den frühen 90er Jahren. <br>Vielleicht auch zu einem der scheußlichen Gedichte, die ich in meiner pubertären „Sturm und Drang Zeit“ verbrochen habe, obwohl diese ja eindeutig von den beiden ersteren Vorschlägen inspiriert waren. </p>



<p>Zugegeben drücke ich mich sehr oft, vielleicht sogar meistens, etwas kompliziert aus und lasse gerne irgendwelche Phrasen meinem Mund entspringen, um diese dann mit ausschweifenden Erklärungen zu versehen. <br>Ein Machwerk mit dem Titel „Die Labilität des Seins“ zu beginnen, schürt große Erwartungen, denn was kann sich dahinter nur verbergen? <br>Die Auswahl besteht nur zwischen entweder pseudo- intellektuellem Geschwurbel, prosaisch-romantischem Gedöns oder einer inhaltsschweren philosophischen Erkenntnis. </p>



<p>Was es davon sein wird, liegt, wie bei vielen Dingen, mal wieder im Auge des Betrachters, oder in diesem Fall des Lesers. </p>



<p>Trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich schon am Anfang mein literarisches Maul ganz schön aufgerissen habe. <br>Gierig habe ich den tiefschürfenden Gedanken in meinen Mund gestopft, ohne zu bedenken, dass ich vielleicht mehr abbeiße, als ich kauen kann. <br>Der Geifer läuft meine metaphysischen Lefzen runter und mein Atem hechelt schwer, während ich mit dem glutheißen Brocken, der glühend aus dem Sternenhimmel meiner inneren Welt, einem Asteroiden gleich, auf den Boden meiner mentalen Tatsachen gefallen ist.</p>



<p> Einem Tier mehr ähnelnd als einem Menschen, reiße und zerre ich an der noch frischen Beute und versuche mit allen Nuancen meiner Sinne jedes Stück Erkenntnis aufzusaugen, während noch das frische jungfräuliche Blut meines erlegten Gedankengutes heiß über meinen zitternden Geist rinnt. <br>Das Wort „Labilität“ klingt in mir wie ein ferner Klang eines unbekannten Instrumentes, das eine uralte und doch neue Melodie intoniert. Ich versuche mich nicht zu verlieren, während ich mich mitreißen lasse und meinen Weg zu der tieferen Bedeutung dieses einzigartigen Klanges folge. </p>



<p>Wie ein Sahnebonbon, dieser einzigartigen Qualität, wie sie nur mein Großvater kaufte, oder wie es zumindest in der Werbung beschrieben wurde, lasse ich das Wort in all seinen Facetten über meine inneren Geschmacksknospen gleiten und gleich einem Weinkenner versuche ich, die tieferen Eindrücke zu verspüren. <br>Ich versuche, diesen Geschmackseindrücken Namen zu geben und sie zu sortieren. </p>



<p>Kategorien, wie wohlschmeckend oder eklig, eröffnen sich, um Teilen der gefundenen Anteile Schubladen zu verleihen, um sie für mich zu sortieren. Um die tiefsten Eindrücke zu erlangen, muss ich den Impuls, das Wort, in alle möglichen Bestandteile zerlegen, ja sogar sezieren, um all diese Informationen wieder in einer gewaltigen Komposition zu einem Crescendo der Erkenntnis zu vereinen. <br>Ich giere nach Abgleich, versuche, andere Worte zu finden, Informationen zu verknüpfen, Gedanken zu verweben, um ein Netz zu spannen, in dem ich die scheuen Gedanken, einem Wildtier gleich, einfangen kann. </p>



<p>Ich möchte den ursprünglichen Impuls erhalten &#8211; nein, festhalten, mich an ihn klammern, um ihn nicht während des kalten Prozesses des Abgleiches in der Kühle meines Archivs erstarren zu lassen. <br>Tot wie jede Trophäe, jedes Fundstück, jedes Präparat in den inneren Hallen der Wissenschaft, wo die spielerische Neugier plötzlich von den kühlen Wächtern der Erkenntnis zur Räson gebracht wird. <br>So oft ich es genieße, durch diese kühlen und imposanten Hallen zu wandern und mich mit der Präzision analytischer Gedanken und der ewigen Verknüpfung von archiviertem Wissen zu amüsieren, ist mir doch heute mehr danach, dem launigem Jäger &#8222;Neugier&#8220; meinen Astralleib als Werkzeug für seine fröhliche Jagd zu verleihen. Teilhaftig zu werden, an den Emotionen eines jeden Bestandteils der Hatz auf das scheue Wild. Dem glockenhellem Klang zu folgen, ohne mich der Furcht der Willkür hinzugeben. Den reinen Genuss erlebbar zu machen und die Labsal, einer fröhlichen Hatz durch meine inneren Jagdgründe zu folgen, erquickt einfach meine Seele und lässt die Beute der gefundenen Erkenntnis um so heller strahlen. </p>



<p>Noch immer klingt das Wort in mir nach und huscht gleich einem Eichhörnchen von Baum zu Baum. Kaum kann mein Auge folgen, wo sich der kecke Gesell versteckt. <br>Der tiefere Inhalt wird egal, es ist die äußere schimmernde Fassade, die mich reizt. Der Klang des Wortes und wie es sich auf meinen Lippen anfühlt. Die Komposition des Satzes im Sinne einer musischen Erfahrung. <br>Ich wiederhole es für mich ein Dutzend mal und schrecke auch nicht davor zurück, es leise in die physische Welt zu entlassen, um zu spüren, wie es sich auf der Zunge verhält. <br>Ich lasse es erst allein im Raum stehen und sende es erneut auf die Reise, diesmal im Geleit seiner Geschwister, der anderen drei Worte, die die Phrase „ Die Labilität des Seins“ bilden, die heute die Überschrift, ja sogar das Credo, meines Textes sein sollen. </p>



<p>Schon lange habe ich die Ebene verlassen, auf der ich diese Worte für jemanden analysieren würde. Ich lasse es klingen und suche danach, wohin mich die Schwingungen tragen. <br>Und trotz der Vorbehalte, die aus den Tiefen des Zensurbüros meines Inneren dringen, kann ich nichts Böses in dem Klang erkennen. <br>Die Bedeutung mag vielleicht ein furchtbares Monster sein, aber das Gewand, in das sich dieses Monster kleidet, vermag mich zu entzücken und ein Stück weit auch zu entrücken. </p>



<p>Ich hoffe darauf, dass ich das nächste Mal, wenn ich über meine eigene Labilität nachdenke, ein Stück dieser Ästhetik wiederfinde und mich daran erinnere, dass nicht alles dunkel ist an der Labilität. <br>Diese Erkenntnis möchte ich behalten, dass nicht alles schlecht ist, sondern auch Gutes und Kunstvolles, gar Starkes, darin liegen kann – und sei es nur der Klang. <br>Vielleicht macht mich dieser künstlerische Friedensschluss mit dieser Nemesis, die in mir liegt, ein klein wenig stärker, zufriedener und glücklicher. </p>



<p>Ich sollte öfter mit den Worten, die mein Leben bereichern – denn das tun sie alle – so umspringen, das macht mich zufrieden und erfüllt mich mit Harmonie. Vor allem aber nimmt es dem Wort den Schrecken &#8211; der niemals im Wort selbst, sondern in der Bedeutung liegt &#8211; und Bedeutung ist schließlich nur Interpretationssache. </p>



<p>Ich überlasse es jetzt anderen, mit meinem Titel „ Die Labilität des Seins“ zu spielen. Möge jeder daraus machen, was ihm in den Sinn kommt. </p>



<p>Vielleicht habe aus diesem Text heute mal nur ich selber, für mich ganz persönlich, etwas gelernt, vielleicht auch nicht, aber vorkauen werde ich heute nichts, denn schließlich habe ich ja keinen Platz, da ich meinen Mund schon zu Beginn zu voll genommen habe.</p>



<p>Mit gerade sehr zufriedenen Grüßen von Eurem Mausebär (td)</p>
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