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	<title>Gemeinschaft &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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	<title>Gemeinschaft &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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		<title>Wir und ich &#8211; Ich und wir</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2020 12:07:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
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		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine perspektivische Betrachtung, in zahlreichen geistigen Mäandern, über die individuelle Konformität des non-konformen Mausebärs (td).]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Eine perspektivische Betrachtung, in zahlreichen geistigen Mäandern, über die individuelle Konformität des non-konformen Mausebärs (td).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Wochenende liegt hinter mir. Dieses Wochenende war voller Zeit, mir Gedanken zu machen und mehrfach zuckte es mich in den Fingern, einfach den Rechner hochzufahren und mit dem Schreiben zu beginnen. <br>Ich habe mir selbst auf die Bärenpranken geschlagen und es mir verboten. <br>Ich wollte es aushalten, einfach nicht zu eskalieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich ließ Gedanken kommen und auch wieder gehen. <br>Manche Ideen wären großartiges Material für meine Berichte hier gewesen und manche Impulse waren voller grotesker Kurven und Abzweigungen,  so dass es interessant gewesen wäre, diese Gedanken in Worte gebannt auf Papier zu betrachten. <br>Vielfach dachte ich auch vor, was ich gerne schreiben würde, aber ich bannte diese Pläne gleich wieder aus meinem Kopf. <br>So schreibe ich nicht.<br>Ich mache mir keine Stichwortsammlung um möglichst jeden impulsiven Gedankensturm einfangen zu können. <br>Vielleicht sind unzählige Perlen der Literatur jetzt für immer untergegangen, obwohl ich es wage, daran stark zu zweifeln. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt kommt übrigens das Neue, was mir das Wochenende gebracht hat. Ich zweifele nämlich nicht daran, dass meine Texte etwas schimmerndes und perlenhaftes haben können und ihnen auch von so manch einem Leser Wert beigemessen wird, sondern ich zweifele an dem dauerhaften Verlust meiner Gedanken. Also kein &#8222;Shitstorm&#8220; in meinem innerem Team über meine literarischen Fähigkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Früher gab es Zeiten, da gab es noch Fernsehsender mit einem fixem Fernsehprogramm, so ganz ohne streamen und so. <br>Ich erinnere mich noch an diese dunklen Zeiten, als es nur wenige Fernsehprogramme gab, jede Familie nur einen Fernseher hatte und ein Videorecorder, der jetzt bereits veraltet ist, noch ein Wunschtraum war. <br>Sehr oft kollidierte das Fernsehprogramm mit dem wahren Leben und man musste diverse Sendungen einfach verpassen. Damals lernte ich, dass alle wichtige früher oder später wieder erscheint. <br>Und so war es immer, sei es mit Musik, Filmen oder Büchern, irgendwann tauchen sie wieder auf&#8230; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit guten Ideen ist es genauso. Ich glaube, sie gehen nicht verloren, sondern sie warten irgendwo, bis es an der Zeit ist, wieder ihren Kopf nach oben zu recken und sich bemerkbar zu machen.<br>Wie kleine pelzige Tiere, die Winterruhe halten, kuscheln sie sich warm ein und warten darauf, dass ihre Zeit wieder kommt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum mache ich mich nicht runter heute?<br>Weil ich dieses Wochenende, angeregt von einer 10-teiligen Fernsehserie, die mich in den Bann gezogen hat und mal eben von mir durchgeschaut wurde, eine interessante Gedankenkette gebildet habe. <br>Ich will hier jetzt nicht großartig eine Serienkritik formulieren, Werbung für die Serie machen oder lange darum herum reden, sondern dazu einladen, meiner Gedankenkette zu folgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Anfang einer philosophischen Reise steht immer eine These, also eine Aussage, mit der ich beginne und diese mal einfach so nehme, wie sie ist. <br>Meine diesmalige These und Beginn meiner geistigen Wanderschaft, ist ein Paradox, jedenfalls auf den ersten Blick. Meine Kernthese, mit der ich anfangen will lautet:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Alle Menschen sind gleich und alle Menschen sind einzigartig – das bedeutet alle Menschen sind sowohl individuell in ihrer Konformität, als auch konform in ihrer Individualität.</p><cite>Frei aus Mausebärs Gedankenwelt</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">So, die meisten aller Menschen habe ich an diesem Punkt wahrscheinlich verloren, dabei ist das Ganze gar nicht so kompliziert, wie es klingt und auch gar nicht so widersinnig, wie es den Anschein hat. <br>Was soll diese Aussage bedeuten und was bringt diese Aussage?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Kernpunkt wage ich es zu behaupten, dass in jedem Menschen zwei Eigenschaften stecken, nämlich Konformität (also Gleichheit) und Individualität (also Ungleichheit). <br>Klingt erst mal völlig abstrus. <br>Denn normalerweise müsste sich ja beides absolut Gegensätzlich verhalten und somit gegenseitig negieren. So sagt es die Regel der Logik. Aber betrachte ich das Ganze genauer, fällt mir etwas auf. <br>Eigentlich fallen mir viele Dinge auf&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nehmen wir zuerst mal den Körper. <br>Mein Körper wurde nach dem selben Bauplan entwickelt, wie der Körper aller Menschen. Zwei Arme, zwei Beine, und so weiter. Im Großen und Ganzen sind wir physiognomisch doch recht gleich. Selbst der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist eher marginal. <br>Beweisbar ist diese Aussage in in Erkenntnissen wie: „für mich sehen alle Asiaten gleich aus“. <br>Betrachten wir den Menschen aus der Perspektive einer völlig anderen Spezies, gibt es unter uns genauso wenig Unterschiede, wie wir sie z.B. bei einem Haufen Ameisen sehen würden. <br>Dennoch hat jeder von uns einen einzigartigen genetischen Code, wir haben individuelle Fingerabdrücke und unterschiedliche Augenretina. <br>Wir haben Möglichkeiten, einen Menschen ganz konkret von den Anderen zu unterscheiden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So komme ich langsam weiter zu meinem Gedanken. <br>In mir verspüre ich zwei drängende Kräfte – den Willen, mich durch meine Einzigartigkeit von der Masse der Menschheit abzuheben und die Hoffnung, in der Gruppe der Menschen die mich umgeben, als einer der Ihren akzeptiert zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit ich mich erinnern kann, wollte ich schon immer etwas besonderes sein. <br>Ich wollte der Held meiner Geschichte sein, das einzigartige Individuum, was bewundert und gefeiert wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit ich mich erinnern kann, wollte ich schon immer dazu gehören. <br>Ein Teil der Gemeinschaft sein und mit Freunden gemeinsame Dinge tun. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war auf der Suche nach Leuten, die so sind wie ich es bin, um auf Verständnis zu stoßen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war auf der Suche nach dem Besonderen in mir, um mich hervorzuheben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Problem meines Lebens war schon immer, dass ich beide Extreme sehr intensiv fühle. <br>So intensiv, dass es mir Schmerzen bereitet. <br>Außerdem ist die Angst mein ständiger Begleiter, der mir droht, dass ich eines von Beiden für immer verliere, wenn ich zu sehr nach dem Anderen strebe. <br>Wie das anderen Menschen geht, kann ich nur erahnen, aber ich denke, dass meine hochgelobte „Perspektivübernahme“ nicht funktionieren würde, wenn wir uns nicht alle ähnlich genug wären, um Gefühle ähnlich, oder sogar gleich, zu empfinden. <br>Ich leide unter diesem inneren Konflikt, ohne bisher zu erkennen, dass es gar kein Konflikt ist. <br>Der Logiker in mir hat sich enorm getäuscht&#8230; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist eher seltsam, dass ich mich herunterputze vor anderen, um dann das Gegenteil bestätigt zu bekommen. <br>Sich selber zu beleidigen, ist eine verdammt komische Methode, um auf die petri-gefällige Jagd nach Komplimenten zu gehen, wie es der Brite etwas nonchalanter ausdrücken würde. <br>Was ist falsch daran, einfach so mal stolz auf sich zu sein und sich selbst zu feiern? <br>Sich mit diesem Gedanken auseinanderzusetzen, ist einfach eine von Myriaden Denkanstößen, die sich mir geöffnet haben, seit ich Samstagabend einfach mal den Gedanken zuließ, dass es in Ordnung ist, etwas Besonderes sein zu wollen und dass es ebenso in Ordnung ist, Teil eines Ganzen zu sein. <br>Es ist auch kein Mittelweg, den ich sonst immer suche (und selten finde), sondern einfach die Erkenntnis, dass meine Individualität und meine Konformität rein gar nichts miteinander zu tun haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur weil ich ein denkendes und fühlendes Individuum bin, macht mich das noch lange nicht zu einem Nonkonformisten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur weil ich es genieße, Teil eines größeren „Wir“ zu sein und mich die Gegenwart Gleichgesinnter Sicherheit spüren lässt, verliere ich nicht meine eigene Subjektivität, sondern ich bleibe ich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Viel zu oft verwunderte mich der alte Spruch einer meiner Lehrer: „In einem Wir steckt kein Ich“, weil ich nicht erkannte habe, dass es bedeuten sollte: „In einem Wir stecken ganz viele Ichs“. <br>Jedes dieser Ichs will wahrscheinlich genau dasselbe, was ich auch will, nämlich etwas besonderes sein und doch bei einer Gruppe dazugehören. <br>Und wenn das wahr ist, dann heißt das doch, dass wir nahezu verpflichtet sind, uns in unserer Einzigartigkeit gegenseitig wahrzunehmen und als gleich(wertig) zu vereinen, um gemeinsam mehr zu sein, als die Summe der Teile. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich versuche diese Gedanken mal mit in die nächste Woche zu nehmen, um herauszufinden, ob diese Idee mich weiterhin glücklich macht und würde mich freuen, wenn ihr einfach euch traut Euren eigenen Gedanken dazu einfach in die Kommentare zu schreiben oder mir anderweitig zugängig zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich freue mich auf eine neue Woche voller Entdeckungen und mag mich und uns gerade sehr gerne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer kurzzeitig erleuchteter Mausebär (td)</p>
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		<title>Buffet mit Hirsch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2020 10:57:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Trotz seiner radikalen Unlust, fühlt sich der Mausebär (td) geradezu gedrängt, seinen täglichen Text mit Metaphern über das Essen zu garnieren.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Trotz seiner radikalen Unlust, fühlt sich der Mausebär (td) geradezu gedrängt, seinen täglichen Text mit Metaphern über das Essen zu garnieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute habe ich gerade mal keine Lust zu schreiben. <br>Ich sitze in meiner dunklen Bärenhöhle &#8211; nur durch das Licht meines Monitors erhellt &#8211; und befinde mich im stillem Zwiegespräch mit Walther. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Erklärung sollte ich erwähnen, dass Walther der Porzellanhirsch ist, der als liebes Geschenk seit neuestem meinen Arbeitstisch ziert. Walther war übrigens seine Idee, aber da der Name Walther sich von dem altdeutschen Namen Walter – wie bei dem berühmten Minnesänger Walter von der Vogelweide – ableitet, dessen ursprüngliche Bedeutung in den althochdeutschen Wörtern „waltan“, was herrschen heißt, wie auch das heutige Verb walten noch verdeutlicht und auch der Ursprung des Wortes Gewalt ist und dem ebenso althochdeutschem Wort „heri“, was sowohl Krieger, als auch Heer bedeuten kann und vermutlich über das Wort „Waltheri“, als Bezeichnung für einen Heeresführer erst zu Walter verschliffen wurde und dann seine Adelung durch das eingeschobene „H“ wieder bekam, durchaus zu einem kapitalem Hirsch passt &#8211; und da ein bekannter deutscher Waffenhersteller die Firma Carl Walther ist, was ein Zufall sein mag, passt der Name für mich stimmig in mein Konzept. <br>Mein reinweißer Freund Walther versucht mir natürlich erst mal zu verdeutlichen, dass Walther ganz bestimmt die mundartliche Verschleifung des Titels „Waldherr“ wäre, was einem Hirsch ja auch angemessen ist. Aber auch eine Würdigung als General in meiner Streitmacht wider den täglichen Wahnsinn ist ihm recht und billig. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wäre jetzt auch unsinnig, wenn ich mich in eine semantische Diskussion mit einem Porzellanhirschen verstricke, dafür habe ich ja meine allzeit klugscheißende Plüschratte, die das Ganze wunderbar vom Bett aus kommentiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun ja, aber darum ging es gerade auch gar nicht, denn diese Diskussion verlief schon viel früher. <br>Bereits heute Nachmittag fiel die Einigung über die Namensgebung und seitdem ist das Gespräch natürlich längst weiter fortgeschritten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn übrigens die Eigenart<strong>,</strong> unbelebten Gegenständen, die bildhafte Darstellungen von Tieren sind, charakterliche Eigenschaften zuzusprechen und mit ihnen zu diskutieren, ein Anzeichen aufkommender Geisteskrankheit ist, dann bin ich seit Jahren massiv gestört. <br>Aber auch das ist ein völlig anderes Thema. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Prinzip geht es darum, dass ich gerade eine schöne Partie Brettspiel über die Internetverbindung gespielte habe und mich gut unterhalten fühle. <br>Eine geraume Zeit konnte ich im Spiel meine Sorgen und Probleme vergessen. <br>Das ist ein gutes Gefühl. <br>Jetzt habe ich Hunger und möchte in meine Abendpause (oder eher Nachtpause) mit Abendessen und Entertainment-Programm. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich hätte ich auch ein paar Stunden später schreiben können oder morgen früh, aber meine Hoffnung war, jetzt noch frisch zu sein. Aber während meine Gedanken immer wieder zum Essen abschweifen, versucht Walther, mich radikal an das heutige Thema zu erinnern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wollte eigentlich etwas über das Buffet der Möglichkeiten schreiben, da ich darüber kurz mit Sonja gesprochen hatte und es interessant finde, meine Gedanken zu dem Thema auch anderen zugänglich zu machen. <br>Ich möchte also meine Leser in diesem Sinne als Gäste an mein Buffet der Ideen und Gedanken einladen, um jedem zu erlauben, sich gern an allem, was nach seinem Geschmack ist, zu bedienen. <br>Mit Hunger im Bauch über ein Buffet zu schreiben ist zwar suboptimal, aber Walther möchte, dass ich den guten Gedanken nicht verliere und meine Plüschratte trägt dazu bei: „Die besten Texte werden aus innerem Schmerz, Sehnsucht und Zerrissenheit des Autors geboren. Bei einem Klotz wie Dir muss da der Hunger reichen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also mache ich mich ans Buffet. <br>Ganz real gesehen ist ein Buffet meine liebste Art der Speisepräsentation. <br>Das liegt daran, dass ich zwei große Probleme mit dem Essen habe. <br>Zum einen, ähnlich wie bei der Serienfigur „Adrian Monk“, möchte ich meine Lebensmittel gerne voneinander getrennt und geordnet auf dem Teller haben. Ich habe spezielle Essreihenfolgen und mag es nicht, wenn sich gewisse Bestandteile meines Essen miteinander mischen. <br>Zum Anderen gibt es eine riesige Liste von Speisen, die ich nicht nur nicht mag, sondern die bei mir aus irgendeinem Grund geistige und körperliche Abwehrreaktionen hervorrufen &#8211; und das schon seit frühester Kindheit. <br>Bei einem Buffet kann ich mich nach meinen verkorksten Ansprüchen bedienen, ohne lästigen Fragen ausgesetzt zu sein und ohne jemanden zu beleidigen. <br>Das Problem hat mich im Laufe meiner menschlichen Entwicklung extrem über-sensibilisiert und eine Einladung zum Essen ist mir sehr oft ein Gräuel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Buffet macht alles leichter &#8211; ich sehe mich einer Auswahl gegenüber, die aus teilweise köstlichen Gaumenreizen und teilweise aus Würgereiz erregenden Ekelbrocken besteht. <br>Das brachte mich dazu, die Bestandteile eines Buffets in vier Kategorien zu unterteilen. </p>



<ul class="wp-block-list"><li>Kategorie A – Die Sachen, die ich unheimlich gerne esse. </li><li>Kategorie B – Die Sachen, die ich esse, ohne damit ein Problem zu haben. </li><li>Kategorie C – Die Sachen, die ich im Notfall runter würgen kann (ernst gemeint). </li><li>Kategorie D – Das ekelige Zeug, was mir schon von Geruch und Aussehen die Magensäure in den Kehlkopf pumpt. </li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Masterplan ist, meinen Teller mit maximaler Ausbeute von Kategorie A zu befüllen, mir im Notfall Sachen der Kategorie B als Sättigungsbeilage zu verordnen und ganz nonchalant über Kategorie C und D hinwegzusehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich kann ich es mittlerweile ertragen, wenn andere Personen sich an Kategorie C und D erfreuen können. Ich versuche einfach, diese Bestandteile des Buffets nicht mit meinen Sinnen zu beurteilen, sondern es den anderen Gästen zu gönnen. <br>Daraus ergibt sich also, dass ein Buffet immer sowohl mit Leckereien, als auch mit Sachen, die mir egal sind und auch widerlichem Zeug bestückt sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch meinen Versuch, einen gesellschaftlich angemessenen Umgang mit meinen Essgewohnheiten zu finden, habe ich Toleranz gelernt. Natürlich nicht über Nacht, sondern durch einen langen Weg. <br>Wenn ich nicht gerade psychisch angeschlagen bin, gelingt mir das sehr gut. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So sehe ich auch soziale Medien als Buffet von Meinungen &#8211; und auch diese unterteile ich in die selben Kategorien. <br>Meist gelingt es mir dadurch sehr gut, den Mist auszublenden und ihn zu tolerieren, als Angebot für andere Geschmäcker. <br>Ich stelle sogar gerade für mich fest, dass auch Wahrheit letztendlich nur eine Geschmacksfrage ist. <br>Als solch ein Buffet möchte ich auch meine Texte anbieten – als ein Buffet meiner Gedanken. <br>Als Gastgeber freue ich mich, wenn jeder meiner Gäste den einen oder anderen Brocken findet, der ihm schmeckt. <br>Greift also zu bei den Leckereien, bestellt gerne bei mir gezielt nach und überlasst alles, was euch nicht schmeckt, anderen Gästen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So, jetzt habe ich einen, eigentlich von mir sehr lang geplanten, Gedanken mal eben zwischen Brettspiel und Abendessen geschoben, aber Walther nickt zufrieden, meine Plüschratte verdreht die Augen und zuckt mit den pelzigen Schultern. <br>Also, fühlt euch auch Morgen wieder eingeladen in den „Goldenen Bären“, wo es wieder ein Buffet ausgezeichneter Gedanken aus regionalem Anbau und mit saisonalen Zutaten geben wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guten Appetit wünscht das Küchenteam, geleitet vom Chefkoch Mausebär (td)</p>
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		<title>Die Frage nach den Motiven</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2020 11:46:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsexperten]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Motive]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Pamphlet für die Erfahrungsexperten vom motivierten Mausebär (a.k.a. Thorsten Dürholt).]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ein Pamphlet für die Erfahrungsexperten vom motivierten Mausebär (a.k.a. Thorsten Dürholt) </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern habe ich, zusätzlich zu unserer Website, einen Facebook-Seite für die Erfahrungsexperten am Niederrhein erstellt. <br>Es war ein interessantes Gefühl. Zuerst begann es mit Zweifel. <br>„Darf ich das ?“, fragte mein innerer Selbstzweifel. <br>Sind wir bereits soweit und entscheide ich nicht eigenmächtig (quasi selbstherrlich) für unser Team ? <br>Und darf ich uns überhaupt schon als Gesellschaft sehen ? <br>Gesellschaft für Selbsthilfe, Genesungsbegleitung und Betroffenenbeteiligung, diese Formulierung stammt aus meinem Kopf. <br>Und gerne würde ich ein angehängtes Kürzel wie mbH (mit beschränkter Haftung), bR (bürgerlichen Rechtes) oder einfach Haftungsbeschränkt (dann muss vor das Gesellschaft noch das Wort Unternehmer) daran stehen. <br>Quasi die Umsetzung der Erfahrungsexperten am Niederrhein zu einer regulierten Gesellschaft. <br>Denn obwohl ich unseren wilden Haufen liebe, fände ich die daraus erwachsende Sicherheit und das Ansehen einfach großartig.<br>Doch was sind meine Motive? <br>Warum möchte ich diese Gesellschaft zum Erfolgsmodell machen? <br>Folgende Gedanken dazu schwirren durch meinen Kopf</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Sehnsucht nach Anerkennung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe eine kleine, aber erfolgreiche Familie. Ich fühle mich meist wie das schwarze Schaf (Oder der Schwarzbär). <br>Es gibt und gab in meinem Leben immer wieder Personen, die in mir Potential zu sehen meinten. Zu mindestens wurde mir das gesagt. <br>Meist mit der Frage, warum ich nichts aus meinen Fähigkeiten mache. <br>Vielleicht wünsche ich mir auch ein wenig Erfolg und eine Tätigkeit für die ich anerkannt werde?</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der wirtschaftliche Anreiz</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Realistisch gesehen bin ich ein wirtschaftlicher Vollversager. Ich schaffe es weder bezahlte Arbeit zu finden, noch (falls ich es doch mal schaffe) diese zu behalten. <br>Mir wurde von höchst amtsärztlicher Stelle bestätigt, dass ich für den normalen Arbeitsmarkt einfach nicht geschaffen bin. <br>Das liegt daran, dass ich ein Problem mit Autorität habe (meine Angststörung in Tateinheit mit meinem Narzissmus). <br>Hinzu kommt Unsicherheit und mein komischer Arbeitsrhythmus. <br>Trotzdem würde ich gerne Geld verdienen und wirtschaftlich Unabhängig sein (Also von Papa Staat und Hotel Mama). <br>Geld verdienen mit etwas, was ich gerne mache und scheinbar kann. Und vor allem Selbstbestimmt. <br>Das wäre ein Traum für mich.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Wohl der Gruppe</h4>



<p class="wp-block-paragraph">In unserem Team ist etwas geschehen, was ich vorher nicht kannte. <br>Wir wurden ein Team. Ich spüre die Teamarbeit. <br>Handlungen und Ideen greifen ineinander wie kleine Zahnräder und Dinge kommen in Bewegung. <br>Ich werde geschätzt und ich schätze mein Team. <br>Erst jetzt spüre ich den Gedanken von: „Das Ganze ist größer als die Summe seiner Teile“. Gemeinsam wachsen wir über uns hinaus und passen auf, dass sich dabei keiner den Kopf stößt. Wir wandern am Rand unserer persönlichen Grenzen, aber gemeinsam, quasi Hand in Hand. Wir geben uns Halt. <br>Es wäre schön, diese Zusammenarbeit jetzt auch mit Erfolg zu ehren.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ein gutes Beispiel</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wie oft rede ich davon, dass man Dinge nur verändert , wenn man bei sich selbst beginnt. <br>Nicht nur predigen, sondern durch eigenes Beispiel vorleben. <br>Ich wünsche mir, dass unsere Ideen und Einstellungen „Schule machen“. <br>Doch dafür müssen wir unsere Ideen in der Öffentlichkeit vorleben.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Gemeinsam „Gemeinnützig“</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Etwas zu verändern und die Welt besser zu verlassen als man sie vorgefunden hat. <br>Das erscheint im ersten Augenblick als Plattitüde. <br>Doch mittlerweile wurde mir immer mehr klar, wie wichtig es mir ist etwas „Sinnvolles“ zu unterstützen. <br>Ich brauche es, mich an etwas zu beteiligen, was auch anderen hilft und die Gesellschaft positiv beeinflusst. <br>Es ist einfach ein gutes Gefühl anderen zu helfen oder zu unterstützen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Aber was ist den nun meine Motivation?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ehrlich gesagt, Alles davon. <br>Ja, ich denke megalomanisch. Ich möchte gerne reich und berühmt werden, gemeinsam mit meinen Freunden, auf meine persönliche Art und dabei noch die Welt zum besseren verändern. <br>Realistisch gesehen, denke ich, dass ich es gemeinsam in unserem Team (in einem etwas realistischeren Maßstab) auch schaffen kann. <br>Nein, dass wir das schaffen werden, und zwar gemeinsam. <br>Darum werden wir gemeinsam weiter dranbleiben, um die Idee der Erfahrungsexperten am Niederrhein weiter zu verfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dem Sinne wünsche ich euch einen schönen Samstag,</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer hochmotivierter Mausebär (a.k.a. Thorsten Dürholt)</p>
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