<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Gesellschaft &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
	<atom:link href="https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/tag/gesellschaft/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de</link>
	<description>Selbsthilfe, Genesungsbegleitung und Betroffenenbeteiligung</description>
	<lastBuildDate>Mon, 18 May 2026 11:36:02 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wp-content/uploads/2022/08/EaN_Logo_01_Bild-einzeln-transparent.png</url>
	<title>Gesellschaft &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
	<link>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Wer sich nicht wehrt&#8230;</title>
		<link>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wer-sich-nicht-wehrt/</link>
					<comments>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wer-sich-nicht-wehrt/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 09:48:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EaN Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Speaker's Corner]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/?p=8606</guid>

					<description><![CDATA[Unter anderem der Eingliederungshilfe drohen schon wieder drastische Kürzungen und damit versucht sich die aktuelle Politik wieder aus der sozialen Verantwortung gegenüber den Menschen, die den meisten Schutz brauchen, zu stehlen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Unter anderem der Eingliederungshilfe drohen schon wieder drastische Kürzungen und damit versucht sich die aktuelle Politik wieder aus der sozialen Verantwortung gegenüber den Menschen, die den meisten Schutz brauchen, zu stehlen</h2>



<h5 class="wp-block-heading">Ein Aufruf von Thorsten Dürholt (dem Mausebären)</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Ein aktuelles Arbeitspapier enthüllt, was Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände palen, um wieder da an Geldern zu sparen, wo sie am wichtigsten wären.<br>Nicht öffentlich diskutiert, sondern im Hinterzimmer werden Kürzungen geplant, die zu Kosten der Anbieter von wichtigen Dienstleistungen, den Betroffenen und deren Angehörigen gehen, also kurzum, auf den Deckel derer, die jetzt schon über das Maß belastet werden.<br>Nicht nur, dass an den Schwächsten der Gesellschaft gespart werden soll (den Menschen mit Einschränkungen, Kindern, chronisch Kranken), sondern dadurch werden auch weitere Arbeitsplätze verbrannt, soziale Arbeit unattraktiver gestaltet und kleiner Anbieter vom Markt gedrängt.<br>Ein weiterer Axthieb beim sozialem Kahlschlag, der im stillen Wald heimlich vollzogen wird.<br>Das Ganze ohne die Expertise der betroffenen, ohne die Erfahrungen der Anbieter, ohne Rücksicht auf die Angehörigen, die durch die schon jetzt zu leistende Carearbeit (und Kosten) an ihren grenzen, oder teilweise auch weit darüber hinaus sind.<br>Die Paritätische spricht in ihrer Einschätzung (und ihrem Leak der Pläne &#8211; zu finden <a href="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/doc/paritaetischer_drohender-kahlschlag-2026.pdf"><strong>hier</strong></a>) in der nötigen Einordnung von drastischen Einschnitten in den Sozialstaat.<br>Ein wahrer Schlag ins Gesicht, nein, ein Tritt in die Familienplanung, für Menschen, wie mich, die nicht nur direkt Betroffen sind (als chronisch erkrankter mensch), sondern auch Zeit , Geld und Energie in diesen Sektor stecken und davon gerade (oder in meinem Fall auch nicht) Leben können.<br>Wenn wir bedenken, dass in Deutschland die viertgrößte Zahl (weltweit) an Milliardären lebt, ist dass doch ein schlechter Witz. Wenn wir betrachten, wie viel Geld in die Förderung von (erfolgreicher und nicht Förderungsbedürftiger) Wirtschaft geht, wird der Witz immer zynischer.<br><br>Was wir brauchen ist eine Lobby und die bekommen wir nicht geschenkt, die müssen wir erschaffen. dafür müssen wir gemeinsam auf die Strasse gehen, gemeinsam laut sein und den Schulterschluss zwischen Sozialverbänden, Interessenvertretungen der Betroffenen, den Menschen die im sozialem Sektor arbeiten, leben und wirken und den Menschen, denen es nicht egal ist, wenn ein Haufen Leute für die gewinne einiger weniger Wesen leiden, vollziehen.<br>Positionieren und nicht wegschauen bedeutet auch sich dem was kommt zu stellen (werft bitte unbedingt mal den Blick <strong><a href="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/doc/paritaetischer_drohender-kahlschlag-2026.pdf">hier</a></strong> drauf &#8211; ist schwierig und viel, aber es ist wichtig es zu verstehen, es bedeutet nicht untätig zu sein, sondern seinen Stimme auch mal zu erheben, was ganz leicht <strong><a href="https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2026/_02/_27/Petition_195716.$$$.a.u.html">hier</a></strong> zu machen ist, denn auch wenn das Ziel dieser <strong><a href="https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2026/_02/_27/Petition_195716.$$$.a.u.html">Petition</a></strong> schon erreicht ist (sie wird vorgelegt), jede weiter Unterschrift gibt mehr Gewicht.<br>Und schaut auch mal zu, dass ihr eure Stimme im demokratischen Prozess nutzt und gebt sie ab und zwar zum Beispiel bei der nächsten Landtagswahl (<strong>2027 </strong>ist <strong>NRW,</strong> also bei uns dran und ich werde aktiv im Wahlkampf mit dabei sein, um etwas zu verändern).<br><br>Und wenn ihre die Energie dafür habt, geht mit auf die Strasse, zum Beispiel am<strong><a href="https://www.viersen.de/unsere-stadt/veranstaltungen/europaeischer-protesttag-zur-gleichstellung-von-menschen-mit-0"> 9. Mai in Viersen</a></strong>, gemeinsam dann mit mir, denn ich werde dabei sein. Informiert euch, wo ihr Flagge zeigen könnt, und informiert mich auch gerne, wenn es hier in meiner Nähe ist, denn dann werde ich mit dabei sein und es auch gerne bewerben.<br>Gemeinsam können wir was ändern, sollten wir was ändern, werden wir was ändern.<br>Also seit dabei&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wer-sich-nicht-wehrt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Change.org Petition: &#8222;Offener Brief an Carsten Linnemann&#8220; &#8211; Reaktion auf &#8222;Register für psychisch Erkrankte&#8220;</title>
		<link>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/change-org-petition-offener-brief-an-carsten-linnemann-reaktion-auf-register-fuer-psychisch-erkrankte/</link>
					<comments>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/change-org-petition-offener-brief-an-carsten-linnemann-reaktion-auf-register-fuer-psychisch-erkrankte/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sonja Utzenrath]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jan 2025 19:29:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EaN Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten aus der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Petition]]></category>
		<category><![CDATA[umstrittenes Thema]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/?p=7363</guid>

					<description><![CDATA["Register für psychisch Erkrankte" oder "Register für psychisch Erkrankte Gewalttäter"?
Heute ging eine E-Mail von uns an einen recht großen Verteiler. Da uns das Thema wichtig ist, stellen wir den Text der E-Mail auch auf dieser Seite zur Verfügung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Heute ging folgende E-Mail von uns an einen recht großen Verteiler. Da uns das Thema wichtig ist, stellen wir den Text der E-Mail auch auf dieser Seite zur Verfügung:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr geehrte Gleichgesinnte, Freunde, Kollegen, Klienten, Betroffene und Fachpersonen,</p>



<p class="wp-block-paragraph">als Geschäftsführer einer Gesellschaft für „Selbsthilfe, Genesungsbegleitung und Betroffenenbeteiligung“ im Bereich der psychischen Erkrankungen/Besonderheiten haben wir von einer Change.org Petition: &#8222;Offener Brief an Carsten Linnemann&#8220; erfahren, die eine Reaktion auf die Forderung nach einem &#8222;Register für psychisch Erkrankte&#8220; darstellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Interview im Deutschlandfunk, dessen Inhalt kritisiert wird, ist hier zu finden: (ab 3:30) <a href="https://www.deutschlandfunk.de/debatte-um-ausweisungsrecht-interview-carsten-linnemann-cdu-generalsekretaer-dlf-7b43985c-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.deutschlandfunk.de/debatte-um-ausweisungsrecht-interview-carsten-linnemann-cdu-generalsekretaer-dlf-7b43985c-100.html</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Herr Linnemann spricht von zuerst von &#8222;psychisch kranken Gewalttätern&#8220;, in seiner eigenen verstärkenden Wiederholung lässt er jedoch die Bezeichnung &#8222;Gewalttäter&#8220; weg, was der Aussage ein anderes Bild gibt und schwierige Assoziationen zulässt.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Formuliert wurde die Petition von Simon Kurzhals (Klinikum Essen Mitte, Oberarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik &amp; Suchtmedizin) und Prof. Dr. Helge Frieling (Medizinische Hochschule Hannover (MHH), Professor für Molekulare Psychiatrie und Stellv. Klinikdirektor der Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir stehen hinter den formulierten Aussagen als Mahnung, die Fehler der Geschichte nicht zu wiederholen und bitten mit dieser E-Mail um Unterstützung der Petition in Form von Unterschriften, um diesem Protest das nötige Gewicht zu verleihen. Außerdem bitten wir um die Weiterverteilung der Informationen zu dieser Petition, vor allem in den im Verteiler (unten) erwähnten Vereinen und Organisationen. Falls sie diese E-Mail dadurch mehrfach erhalten, bitten wir dafür um Verzeihung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Link zur Petition: <a href="https://chng.it/HQrNgLbfhC" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://chng.it/HQrNgLbfhC</a><br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit freundlichen Grüßen</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Thorsten Dürholt und Sonja Utzenrath</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Genesungsbegleitende<br><br>Erfahrungsexperten am Niederrhein<br>Selbsthilfe, Genesungsbegleitung und Betroffenenbeteiligung<br><br>Geschäftsführerende<br>EaN UG (haftungsbeschränkt)<br>Sankt-Peter-Allee 29<br>47906 Kempen<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verteiler:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Verantwortliche der Vereine/Organisationen:
<ul class="wp-block-list">
<li>I.d.E.E. e.V.</li>



<li>EX-IN Deutschland e.V.</li>



<li>GPV Kreis Viersen</li>



<li>Lebensart Münster und EX-IN NRW e.V.</li>



<li>BIS Brüggen</li>



<li>Recovery College GT-OWL<br></li>
</ul>
</li>



<li>Uns nahestehende Personen u.a. aus den Bereichen EX-IN muVi, Selbsthilfegruppe Recovery und Klienten unseres Unternehmens</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/change-org-petition-offener-brief-an-carsten-linnemann-reaktion-auf-register-fuer-psychisch-erkrankte/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Haushalt der Seele</title>
		<link>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/der-haushalt-der-seele/</link>
					<comments>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/der-haushalt-der-seele/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 May 2024 14:35:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzepte und Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Theorien und Konzepte]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Konzept]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebär]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/?p=6953</guid>

					<description><![CDATA[Wirtschaft, Energie und Psyche - Ein interdisziplinärerer Transfer
eine Betrachtung von Thorsten Dürholt a.k.a. der Mausebär zu Gemeinsamkeiten zwischen Wirtschaft und Psyche
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Wirtschaft, Energie und Psyche &#8211; Ein interdisziplinärerer Transfer</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf den ersten Blick sind die sozialen Wissenschaften, insbesondere der Bereich der Sozialpsychiatrie und die Wirtschaftswissenschaften, insbesondere die Grundlagen der Ökonomie, zwei sehr verschiedene Positionen.<br>Als jemand, der durch seine kaufmännische Ausbildung und seine weiter Beschäftigung (u. A. als Geschäftsführer eines kleinen Unternehmens), sich mit den Grundlagen der Marktwirtschaft und der Volkswirtschaft (sowie natürlich auch der Betriebswirtschaft) zwangsläufig auseinander gesetzt hat, aber auch als, durch meine Ausbildung zum Erzieher und als Nutzer sozial-psychiatrischer Hilfsangebote (und auch als Anbieter solcher Angebote), bin ich mit den Grundlagen beide Felder ein wenig vertraut.<br>So sind mir Gemeinsamkeiten aufgefallen, die ich als den &#8222;Haushalt der Seele&#8220; bezeichne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Grundlage folgt auch die seelische Gesundheit einem durchaus ökonomischen Prinzip. Wir haben, als Menschen zwei sehr basale Triebfedern, die quasi unser innerstes Grundprinzip darstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Triebfeder ist der Wille zur Expansion. <br>Egal was wir besitzen, wir haben den eingebauten Trieb, mehr erreichen zu wollen. Welches &#8222;mehr&#8220; das ist, ist eine individuelle Angelegenheit und kann sich durchaus gravierend zwischen verschiedenen Menschen unterscheiden, aber egal ob es materielle  oder immaterielle Ansprüche sind, der Wille dazu, mehr zu erhalten ist in uns allen verankert. <br>Diese beständige Trieb zum Wachstum (ähnlich wie beim Wirtschaftswachstum), ist für das eigene Überleben essentiell, denn ohne den ständigen &#8222;Hunger&#8220;, also die Unendlichkeit der eigenen Bedürfnisse (da sind wir schon wieder in der Wirtschaftstheorie), würde uns die eigene Motivation fehlen. Ein Wesen, dessen Ansprüche gestillt sind, verfällt in Lethargie und daraus erwächst Selbstaufgabe und Verfall.<br>So ist die innere &#8222;Gier&#8220; nicht nur eine sogenannte &#8222;Sünde&#8220;, sondern tatsächlich eine Lebensnotwendigkeit, die allerdings das richtige Maß verlangt. Nur wenn wir ständig Hunger verspüren sind wir in der Lage unsere Energie zielgerichtet auf die Erfüllung unseres eigenen Bedarfs zu richten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Triebfeder ist der Wille zum Erhalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mensch verspürt das Bedürfnis, die Dinge, egal ob Materiell oder immateriell, die er besitzt, auch zu behalten. Wir wollen unserer Ressourcen erhalten unseren Besitz nicht hergeben. Die gesamten menschlichen Instinkte zum Überleben, Ängste, Sorgen und ähnliches fußen einzig und allein auf der Grundlage, dass uns etwas genommen werden könnte. <br>Wir wollen nichts verlieren und achten ständig darauf, rein Instinktiv, unseren Besitz zusammen zu halten. aus diesem Grund entsteht auch viel seelisches Leid aus Zuständen, bei denen uns etwas abhanden kommt, sie es körperlich, bei Krankheiten, sei es mentale Fähigkeiten, wie bei degenerativen Erkrankungen oder sei es wirtschaftlich, in zum Beispiel Zeiten der persönlichen Krisen.<br>Unsere Angst, das uns dass, was wir haben, weggenommen werden könnte, führt zu manchmal grotesken Situationen, in denen wir schlimmste Situationen aushalten, aus Angst, wir könnten, wen wir die Situation verlassen, etwas verlieren (häufig entstehen toxische Beziehungen durch das Problem).<br>Dieser grundlegende Trieb hat den Sinn, dafür zu sorgen, dass wir unsere eigene Existenz erhalten, unserer Ressourcen schützen und achtsam mit uns umgehen, ist aber wie der Wille zur Expansion nicht natürlich begrenzt, sondern als Trieb in seiner Zielsetzung unbeschränkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir jetzt diese zwei grundlegenden Triebfedern betrachten, sehen wir leicht, dass auch das ökonomische Handeln, von genau den zwei selben Triebfedern bestimmt wird. Es geht in der Ökonomie darum, den eigenen Wohlstand zu mehren (Wirtschaftswachstum) und dabei die eigenen Ressourcen zu erhalten.<br>Natürlich gebietet das Gesetzt der Logik, dass Beides gleichzeitig nicht möglich ist.<br>Wollen wir expandieren, müssen wir investieren, also unsere eigenen Ressourcen einsetzen (und somit riskieren), um neue Ressourcen zu erschließen.<br>In der Wirtschaftslehre wird das Gleichgewicht zwischen den beiden Bedürfnissen (Erhalt und Erweiterung) durch das Minimal- und das Maximalprinzip beschrieben.<br>Das Minimalprinzip geht dabei davon aus, dass wir versuchen, ein bestimmtes (Expansions-) Ziel mit dem geringst möglichen (Ressourcen-) Einsatz zu erreichen.<br>Das Maximalprinzip wiederum geht davon aus, dass wir versuchen mit einem bestimmten (Ressourcen-) Einsatz, das bestmögliche (Expansions-) Ziel zu erreichen.<br>Beide Ziele gleichzeitig zu erreichen, also das Beste Ziel mit dem geringstem Einsatz ist leider nicht möglich, und auf der Suche nach diesem weg, scheitern die Menschen schon seit Jahrhunderten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schauen wir jetzt in die Sozialpsychiatrie, dann sehen wir, dass solche Prinzipien dort durchaus ebenso bekannt sind.<br>Als erstes fällt mir da die &#8222;Spoon-Theorie&#8220; (Löffel-Theorie) von Christine Miserandino ein. Die an der chronischen Autoimmunerkrankung systemischer Lupus erythematodes (SLE) erkrankte amerikanische Bloggerin stellte dabei ihr, durch ihre Erkrankung entstandenes Problem, manche Aufgaben nicht zu bewältigen für eine gesunde Person mithilfe von Löffeln da. Die Löffel sind ein Synonym für ihre (durch Erkrankung eingeschränkte) Energie, die sie braucht, um Aufgaben zu bewältigen.<br>So konnte sie ihrer Zuhörerin begreiflich machen, wie sie ihren eingeschränkten Vorrat an Energie nutzt, in dem sie einzelnen Tagesaufgaben jeweils Löffel zuteilte.<br>Darin erkenne ich sofort das oben genannte Prinzip wieder, den man kann sich mit dieser Theorie gleich dem Gedanken des Minimal- und Maximalprinzips nähern. Wir haben eine konstante Menge, und zwar die Energie-Ressource (in dem Fall gemessen in Löffeln) und eine andere Menge, in Form der Tagesaufgaben.<br>nun unterteilt sich das Problem in wichtige Tagesaufgaben (Dinge, die erledigt werden müssen) für die das Minimalprinzip gilt (also die Tagesaufgaben mit der möglichst geringsten Zahl an Löffeln zu erledigen) und in all die Dinge, die sonst noch gemacht werden wollen (also die Anzahl der verfügbaren Löffel für die möglichst meiste Menge an Freizeit-, Vergnügen, Familie und andere Dinge einzusetzen).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch braucht man, um diese Energieeinschränkung zu haben, eine chronische Erkrankung? Ich denke eher nicht, denn wir alle haben einen durchaus eingeschränkten Energiehaushalt (also unseren eigene Besteckschublade mit unserer persönlichen Löffelsammlung).<br>Je nach persönlicher Situation und Fähigkeiten, setzt sich diese Löffelvorrat nicht nur individuell zusammen, sondern kann auch durchaus von der Tagesform, dem Lebensumständen und ähnlichen Umständen abhängig sein (und durchaus nicht immer konstant sein).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somit gilt für die Seele, dasselbe, wie für die Grundlagen der Wirtschaft, denn unsere Bedürfnisse sind unendlich (geformt durch den ewigen trieb zur Expansion) und unser persönlicher Bedarf richtet sich danach, welche unserer Bedürfnisse mit genügend Energie zu erreichen sind (also durch Kaufkraft, oder Löffel gedeckt sind, je nachdem, wie man es sehen will). Unsere eigen Energie ist somit die Kaufkraft, also das Kapital unserer Seele.<br>Sollten wir nun unsere eigene Energiemenge ständig überbeanspruchen, so kommt es zu einem inneren (wirtschaftlichen Kollaps).<br>Wenn wir bei dem Beispiel der inneren Energie, als Kapital des Lebens bleiben, dann können wir das mit der Entwicklung der Kaufkraft vergleichen.<br>Haben wir zuviel Kapital (zuviel Energie), und zu wenig Ziele, in die wir diese Energie investieren können, dann haben wir quasi eine seelische Deflation (auch bekannt als &#8222;bore-out&#8220;). Doch bekannter und häufiger ist der Zustand, wo wir zuwenig Energie haben, um unsre benötigten Investitionen zu machen, eine quasi Inflation der seelischen Energie (der sogenannte &#8222;burn-out&#8220;), bei dem die notwendigsten Sachen plötzlich eine zu hohe Menge an Energie kosten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil der Genesung von einer psychischen Krise (die sogenannte Recovery-Arbeit) besteht darin, den Haushalt der Seele, wieder in ein Gleichgewicht zu bringen und ein neues System zu etablieren, um vernünftig mit seinen eigenen Ressourcen zu wirtschaften.<br>Somit sehe ich mich als Genesungsbegleiter, der Menschen bei diesem Weg hilft, auch zum Teil als ein Wirtschaftsberater (da hilft mir meine kaufmännische Ausbildung), der seinen Klienten hilft, die innere Buchführung wieder zu sortieren und eine quasi Insolvenz des Lebens abzuwickeln, um sich wieder neu aufzustellen.<br>wie bei jeder wirtschaftlichen Beratungsarbeit, muss man aber nicht erst in die Krise rutschen, um sich eine Beratung zu suchen. Denn wenn man schon merkt, das &#8222;die Zahlen nicht stimmen&#8220;, kann man schon einer drohenden Krise entgegenwirken.<br>Präventive Genesungsarbeit kann helfen, eine Krise zu erkenne, sie abzumildern und sich vorzubereiten, bevor man vor dem eigenem Ruin steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn sie jetzt mehr über die Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Seele erfahren wollen, oder über mögliche (auch betriebliche) Präventionsarbeit, stehen wir, die Erfahrungsexperten am Niederrhein in gerne zu einem kostenlosen (Erst-) Beratungsgespräch zur Verfügung.   Auch eine  entsprechenden Workshop, Seminar oder zu eine individuell vorbereiteten Präsentation bieten wir gerne kostengünstig und nach ihren Bedürfnissen an. <br>Kontaktieren sie uns einfach unter <a href="https://ean-g.de/kontakt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://ean-g.de/kontakt/</a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/der-haushalt-der-seele/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Spiel, Spaß und Ananas</title>
		<link>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/spiel-spass-und-ananas/</link>
					<comments>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/spiel-spass-und-ananas/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Aug 2023 11:14:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ankündigung]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzepte und Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebär]]></category>
		<category><![CDATA[Spiel]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/?p=5552</guid>

					<description><![CDATA[Unser Chefredakteur Thorsten und sein Hang zum Spielen, verschafft uns die Möglichkeit für einen kleinen Einblick in die Welt des Spiels]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Ein kleiner Blick in die Welt des Spiels und ihre Bedeutung für die Gesundheit</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Warum Spielen?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wer meine Texte verfolgt, wird irgendwann zwangsläufig über eines meiner Lieblingszitate stoßen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph" id="block-458c81f5-08b6-4d68-99ae-80f902dd1a21">„Reife des Mannes: das heißt den Ernst wiedergefunden haben, den man als Kind hatte, beim Spiel.“ </p>
<cite><em>Friedrich Nietzsche &#8211; Jenseits von Gut und Böse</em></cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">ein Zitat, welches mich seit meiner Schulzeit begleitet. Als ich mich damals intensiver mit den Werken von Nietzsche beschäftigte und eine Bestätigung suchte, dass mein Hobby kein &#8222;<em>Unsinn</em>&#8220; oder &#8222;<em>Kinderkram</em>&#8220; ist.<br>Doch fast noch mehr berührte mich ein weiters Zitat jenes Philosophen, der ansonsten wegen seiner Provokationen gefürchtet war.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen!&nbsp;Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!</p>
<cite>Friedrich Nietzsche &#8211; Menschliches, Allzumenschliches</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"> Beide Zitate sind ein Teil meiner inneren Überzeugung über die Wichtigkeit des Spieles für unsere Gesundheit, sei es körperlich oder seelisch.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mein Zusammenhang mit dem Thema</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Thema Spiel begleitet mich in vielen Formen bereits mein ganzes Leben, sei es dass Spielen als Kind, die schönen Erinnerungen an Brettspiele im Kreise der Familie, zumeist zur Weihnachtszeit, als auch mein weiterer Lebensweg, der stets von diesem Thema geprägt war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In meiner Jugendzeit, zu dem Zeitpunkt, wo das Spielen langsam &#8222;<em>uncool</em>&#8220; wurde, entdeckte ich, gemeinsam mit Freunden, neue Spiele, wie zum Beispiel das Tischrollenspiel (eine Art interaktives Geschichtenerzählen), Trading Card Games (Ein Kartenspiel mit Sammelkomponente) und ähnliches.<br>Und nein, diese Hobbys wuchsen sich nicht aus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegenteil spiele ich heute noch regelmäßig Rollenspiele und Brettspiele (manchmal auch Computerspiele) und brauche das für mein seelisches Wohlbefinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Spiel auf der Bühne, alles rund um das Theater, begleitet mich bereits seit meiner Kindheit. Angefangen in der schulischen Theater-AG über ein Qualifizierungsjahr für Bühnenberufe bis hin zu meiner Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann, deren praktischen Anteil ich in einem Theater absolviert habe.<br>Was das Rollenspiel angeht, so bin ich noch heute gelegentlicher Besucher größerer Treffen, habe meine eigenen Spielrunden und auch Erfahrung im Handel mit Spielen machen können.<br>In meiner Ausbildung zum Erzieher, war die Spielpädagogik eines meiner absoluten Lieblingsfächer und ein Garant für meine ungeteilte Aufmerksamkeit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aber was macht das Spielen so unverzichtbar?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Spielen hat eine direkte Auswirkung auf unseren lebenslangen Prozess des Lernens, denn im spielerischen Umgang erproben und trainieren wir Fertigkeiten.<br>Die sozialen Kontakte im Spiel erlauben uns, unser Bedürfnis nach sozialer Interaktion zu stillen, aber auch im geschützten Rahmen die ganze Palette der zwischenmenschlichen Gefühle zu erleben.<br>Die Erlebnisse im Spiel können uns sowohl von realen Problemen zeitweise ablenken, als auch zu neuen Ansätzen für Lösungen führen.<br>Und gerade die sportlichen Spiele tragen zum Erhalt unserer körperlichen Gesundheit bei und stillen den Bewegungsdrang.<br>Das Spiel kann somit eine Grundlage für viele positive Effekte sein und ist gerade in der Sozialpädagogik ein wertvolles Mittel, unabhängig der Altersgruppe der Betroffenen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aber auch in der Sozialpsychiatrie hat das Spielen eine wichtige Bedeutung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Spielen kann ein wichtiges Element sowohl des Empowerment, als auch der Recovery sein. In beiden Fällen kann Spiel einen wertvollen Beitrag leisten und viele neue Möglichkeiten und Anreize bieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesem Grund widme ich diesen Thema eine eigene Veranstaltung, auf der ich nicht nur meine Gedanken und Ideen zu dem Thema &#8222;<em>Spiel als Element von Recovery und Empowerment</em>&#8220; darlegen möchte, sondern auch zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion einlade, um gemeinsam die Möglichkeiten zu entdecken, welche das Spiel bietet.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Spiel als Element von Recovery und Empowerment</h2>



<h4 class="wp-block-heading has-text-align-center">Eine Zoom-Veranstaltung<br>Donnerstag 31.08.2023<br>von 18:00 &#8211; 19:30 Uhr</h4>



<h5 class="wp-block-heading has-text-align-center">Kostenbeitrag: 5,00€</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Der Erzieher und Genesungsbegleiter Thorsten Dürholt berichtet von seinen Erfahrungen mit dem Einsatz von Elementen der Spielpädagogik in den Prozessen von Recovery, Salutogenese und Empowerment und versucht diese an praktischen Beispielen zu erörtern.<br>Im zweiten Teil der Veranstaltung wird zu einem Erfahrungsaustausch, aber auch zur Diskussion eingeladen und Fragen zur praktischen Umsetzung von Elementen der Spielpädagogik beantwortet.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><a href="https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/?page_id=5566">Zur Anmeldung</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hoffe, dass sich genügend Interessierte finden, die  sich zu dieser Veranstaltung anmelden und teilnehmen möchten.<br>Weitere Fragen bitte an info@erfahrungsexperten-niederrhein.de</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit lieben Grüßen,</p>



<p class="wp-block-paragraph">Thorsten Dürholt<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.aphorismen.de/suche?f_thema=Spiel%2C+Spielen&amp;f_autor=2794_Friedrich+Nietzsche&amp;f_zeit=19.Jh#:~:text=Wir%20meinen%2C%20das%20M%C3%A4rchen%20und,M%C3%A4rchen%20und%20Spiel%20leben%20m%C3%B6chten!"></a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/spiel-spass-und-ananas/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Weg liegt direkt vor mir</title>
		<link>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/der-weg-liegt-direkt-vor-mir/</link>
					<comments>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/der-weg-liegt-direkt-vor-mir/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jun 2023 09:36:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Rat und Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Genesungsbegleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/?p=5716</guid>

					<description><![CDATA[Die Frage nach Therapieplätzen wird immer schwerer zu beantworten. Aber gibt es Alternativen?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Warum komme ich nicht zum Ziel?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erinnere mich an die Zeit, als ich aus der Tagesklinik kam. Empfohlen wurde mir eine Therapie, aber Hilfe einen Therapieplatz zu bekommen, die gab es nicht.<br>Kurze Zeit später, nach meinem Umzug in den Kreis Viersen versuchte ich erneut einen Therapeuten zu suchen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ergebnis war frustrierend. keine freien Plätze, keine Empfehlungen, keine Möglichkeiten.<br>Nach dem ich den Rat zur Therapie auch in meinem Bericht der Pflegekasse zu meinem Antrag auf Pflegestufe bekommen habe, hatte ich schon resigniert.<br>Drei &#8211; vier Jahre kein Versuch mehr und nur noch Selbsthilfe und sozialpsychiatrische Betreuung (was auch hilfreich war).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Immer wieder die Frage, was ich falsch mache</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Bin ich es selber Schuld? <br>Bin ich etwa nicht krank genug für eine Therapie? <br>Oder vielleicht zu Krank, ein hoffnungsloser Fall? <br>Strenge ich mich nicht genug an?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fragen über Fragen also</strong>!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich dieses Jahr zu einem neuen Psychiater wechselte (mein alter Psychiater ist spontan in Ruhestand gegangen), kam wieder die Frage nach einer Therapie auf.<br>Und erneut habe ich mich auf die Suche gemacht.<br>Per Telefon, Per E-Mails, über die 116-117, die angeblich jedem helfen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ergebnis</strong>se?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Vorgespräch bekommt man noch einigermaßen zeitnah, ein Therapieplatz ist illusorisch. Akut (also sofort) sowieso nicht. <br>Aber selbst auf die Warteliste aufgenommen zu werden (mit Wartezeiten von einem Jahr und länger) ist schon eine Besonderheit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Jahr warten auf eine Therapie!</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wie soll man da die Hoffnung behalten und den Schwung, den man gerade hat. In einem Jahr passiert doch so viel.<br>Wie soll man sich bis dahin weiter entwickeln, so ohne Hilfe?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die erste konkrete Lösung liegt in der Selbsthilfe</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott</em>, heißt es umgangssprachlich. <br>Über Gott mag man denken was man will, aber der Grundgedanke ist gar nicht so dumm.<br>Tauschen wir Gott in dieser Rechnung gegen ein Netzwerk aus Gleichgesinnten aus.<br>Eine Selbsthilfegruppe ist ein guter Ansprechpartner und ein Füllhorn von Möglichkeiten, Ideen und Erfahrungen.<br>Vor allem aber ein Netzwerk, welches einen auffängt, wenn man mal wieder im freien Fall in die Krise fliegt. Quasi das Sicherheitsnetz.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und, am Wichtigsten, ein Garant, nicht alleine zu sein, sondern Menschen um sich zu haben, die einen verstehen und zwar aus eigener Erfahrung.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Die zweite konkrete Lösung heißt Genesungsbegleitung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, man muss sich nicht unbedingt an einen Anbieter aus der Sozialpsychiatrie wenden (auch wenn das sehr hilfreich sein kann), um individuelle <strong>Genesungsbegleitung</strong> zu bekommen.<br>Als <strong>Peer-to-Peer</strong> Angebot, also ein Angebot von selber Betroffenen und zu Genesungsbegleitern ausgebildeten Menschen, bekommt man Unterstützung von einer Person, die all diese kleinen Probleme, die einen im Alltag begleiten, aus eigener Erfahrung kennt.<br>In Gesprächen aber auch bei Aktivitäten werden Erfahrungen ausgetauscht, Lösungen gesucht und die Motivation gefördert.<br>Das ersetzt keine Therapie, aber es überbrückt die Zeit bis zur Therapie und kann dann auch weiter therapiebegleitend laufen.<br>Egal ob als Lösung nach einem Klinikaufenthalt oder auch präventiv.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vielleicht einfach mal ausprobieren?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Gerne beraten die Mitarbeiter der EaN UG interessierte Menschen unverbindlich zu dem Thema <strong>Genesungsbegleitung</strong> und der Möglichkeit kostengünstig selber <strong>Genesungsbegleitung</strong> zu erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>Fragen oder die Bitte für ein Beratungsgespräch nehmen wir gerne <a rel="noreferrer noopener" href="https://ean-g.de/kontakt/" target="_blank">hier</a> entgegen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/der-weg-liegt-direkt-vor-mir/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pride Month?</title>
		<link>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/pride-month/</link>
					<comments>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/pride-month/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jun 2023 11:41:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten aus der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Speaker's Corner]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Position]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/?p=5683</guid>

					<description><![CDATA[Gedanken zum "Pride Month" und unsere Haltung]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Seit einigen Tagen beschäftige ich mich mit dem sogenannten „Pride Month“, eine Erscheinung die aus den Vereinigten Staaten zu uns herüber gekommen ist. Dieser wird gerade aktuell im Juni gefeiert und erinnert an den „Christopher Street Day“ und seine Herkunft, die ebenfalls im Juni verordnet sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich eine Aktion der homosexuellen Community, wurde in den letzten Jahren daraus eine Veranstaltung der sogenannten<em> </em>LGBTQ*-Szene<em>.</em> Diese Abkürzung kommt aus dem Englischen und steht für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender und queere Menschen und, dank dem angesetzten Sternchen, auch für sämtliche andere sexuellen Orientierungen.<br>Wobei strenggenommen Transsexualität ja keine sexuelle Orientierung ist, sondern eine geschlechtliche Identitätsfrage. Aber mittlerweile werden auch geschlechtliche Identitäten, welcher Form auch immer, politisch unter dem Begriff LGBTQ* vertreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den klassischen Partys und Paraden zum „CSD“ (Christopher Street Day), sind auch politische Auftritte und Protestaktionen geplant, um für die Rechte der LGBTQ* Menschen zu werben und auf soziale Ungerechtigkeiten und Unterdrückung aufmerksam zu machen.<br>Auch stellvertretend gerade für die Menschen aus Ländern, die aufgrund der politischen Situation an dieser Demonstration der Freiheit nicht teilnehmen können, ohne extreme Konsequenzen erdulden zu müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur Mitglieder der LGBTQ*-Szene zeigen zu diesem Zeitpunkt im wahrsten Sinne Flagge, ist doch die Regenbogenfahne das einende Symbol der Bewegung, sondern auch sogenannte „Allys“, also Menschen, die zwar nicht selber betroffen sind, aber Solidarität zeigen wollen. Gemeinsam stehen sie in diesem Monat öffentlich zu den Rechten und der Gleichberechtigung von Menschen aus der Szene.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit zwei oder drei Jahren etabliert sich, dass im Angesicht dieses Monats diverse Unternehmen ihre Verbundenheit mit der LGBTQ*-Szene ausdrücken, indem sie ihr Zeichen, die Regenbogenflagge, zum Beispiel in ihr Logo einarbeiten oder auf spezielle Produkte aufdrucken.<br>Über diese Tatsache kann man nun kontrovers diskutieren und sich selber fragen, ob es sich dabei um tatsächliche Solidarität für die Thematik oder gezieltes Marketing handelt (oder irgend etwas dazwischen). Vor allem weil gerade die Internationalen Unternehmen diese Farben nun einmal nicht in den Ländern zeigen, wo die Unterdrückung am stärksten ist.<br>Aber darüber möchte ich ganz ausdrücklich nicht diskutieren, weil es nicht in meiner Hand liegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob ich nun selber mich als „Ally“ sehe, oder als Mitglied der LGBTQ*-Szene, oder gar als Gegner, ist in erster Linie meine Angelegenheit, die niemanden etwas angeht.<br>Ja, heutzutage eine steile These, da ich nicht einsehe mich außerhalb meines sozialen Umfeldes zu dieser Thematik zu positionieren oder diese Positionierung von jemanden Anderen verlange.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde, dass ein Mensch, unabhängig von seinem Aussehen, seiner Kultur, seiner Speisegewohnheiten, seines Glaubens, seiner körperlichen oder geistigen Erkrankungen oder Dispositionen, seiner geschlechtlichen Identität, seiner sexuellen Ausrichtung oder seines Alters die gleichen Rechte, Pflichten und Chancen verdient. Weder mehr noch weniger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da ich der Meinung bin, dass man seine eigene Einstellung auch leben muss (und nicht nur fordern), gebe ich jedem Menschen die gleiche Chance und den gleichen Vertrauensvorschuss, gerade wenn es um meine Arbeit geht.<br>Ich möchte einen Menschen individuell betrachten und so wenige Schubladen wie möglich verwenden, weswegen mir viele Sachen an anderen Menschen solange egal sind, bis sie mich direkt oder indirekt betreffen. Erst dann befasse ich mich nämlich, individuell der Situation angepasst, damit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesen Gründen trage ich auch keine Regenbogenflagge, weder zum „Pride Month“ noch zu Weihnachten und auch sonst nicht, weil ich keinen aktivistischen Bezug zu dieser Szene habe und ich nicht ihre Interessen oder Angelegenheiten vertreten kann. Weder aus Überzeugung noch aus Erfahrung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich trage häufiger die grüne Schleife zum Thema geistige Gesundheit (also der Hinweis auf psychische Krankheiten), weil ich mich in diesem Bereich politisch engagiere (ja, nahezu ein Aktivist bin) und mich ansprechbar zeigen will.<br>Hier habe ich etwas zu sagen, hier will ich etwas mitteilen und das zeige ich auch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies ist Grund, warum die EaN UG (haftungsbeschränkt), vertreten durch Sonja und Thorsten, den „Pride Month“ nicht aufnimmt und sich nicht beteiligt, weil wir jederzeit alle Menschen der LGBTQ*-Szene willkommen heißen und sie bei uns genauso Menschen sind wie alle anderen Menschen auch. Und das 365 Tage im Jahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/pride-month/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
