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	<title>Konzept &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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	<description>Selbsthilfe, Genesungsbegleitung und Betroffenenbeteiligung</description>
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		<title>Der Haushalt der Seele</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 May 2024 14:35:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzepte und Ideen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wirtschaft, Energie und Psyche - Ein interdisziplinärerer Transfer
eine Betrachtung von Thorsten Dürholt a.k.a. der Mausebär zu Gemeinsamkeiten zwischen Wirtschaft und Psyche
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Wirtschaft, Energie und Psyche &#8211; Ein interdisziplinärerer Transfer</h2>



<p>Auf den ersten Blick sind die sozialen Wissenschaften, insbesondere der Bereich der Sozialpsychiatrie und die Wirtschaftswissenschaften, insbesondere die Grundlagen der Ökonomie, zwei sehr verschiedene Positionen.<br>Als jemand, der durch seine kaufmännische Ausbildung und seine weiter Beschäftigung (u. A. als Geschäftsführer eines kleinen Unternehmens), sich mit den Grundlagen der Marktwirtschaft und der Volkswirtschaft (sowie natürlich auch der Betriebswirtschaft) zwangsläufig auseinander gesetzt hat, aber auch als, durch meine Ausbildung zum Erzieher und als Nutzer sozial-psychiatrischer Hilfsangebote (und auch als Anbieter solcher Angebote), bin ich mit den Grundlagen beide Felder ein wenig vertraut.<br>So sind mir Gemeinsamkeiten aufgefallen, die ich als den &#8222;Haushalt der Seele&#8220; bezeichne.</p>



<p>In der Grundlage folgt auch die seelische Gesundheit einem durchaus ökonomischen Prinzip. Wir haben, als Menschen zwei sehr basale Triebfedern, die quasi unser innerstes Grundprinzip darstellen.</p>



<p>Die erste Triebfeder ist der Wille zur Expansion. <br>Egal was wir besitzen, wir haben den eingebauten Trieb, mehr erreichen zu wollen. Welches &#8222;mehr&#8220; das ist, ist eine individuelle Angelegenheit und kann sich durchaus gravierend zwischen verschiedenen Menschen unterscheiden, aber egal ob es materielle  oder immaterielle Ansprüche sind, der Wille dazu, mehr zu erhalten ist in uns allen verankert. <br>Diese beständige Trieb zum Wachstum (ähnlich wie beim Wirtschaftswachstum), ist für das eigene Überleben essentiell, denn ohne den ständigen &#8222;Hunger&#8220;, also die Unendlichkeit der eigenen Bedürfnisse (da sind wir schon wieder in der Wirtschaftstheorie), würde uns die eigene Motivation fehlen. Ein Wesen, dessen Ansprüche gestillt sind, verfällt in Lethargie und daraus erwächst Selbstaufgabe und Verfall.<br>So ist die innere &#8222;Gier&#8220; nicht nur eine sogenannte &#8222;Sünde&#8220;, sondern tatsächlich eine Lebensnotwendigkeit, die allerdings das richtige Maß verlangt. Nur wenn wir ständig Hunger verspüren sind wir in der Lage unsere Energie zielgerichtet auf die Erfüllung unseres eigenen Bedarfs zu richten.</p>



<p>Die zweite Triebfeder ist der Wille zum Erhalt.</p>



<p>Der Mensch verspürt das Bedürfnis, die Dinge, egal ob Materiell oder immateriell, die er besitzt, auch zu behalten. Wir wollen unserer Ressourcen erhalten unseren Besitz nicht hergeben. Die gesamten menschlichen Instinkte zum Überleben, Ängste, Sorgen und ähnliches fußen einzig und allein auf der Grundlage, dass uns etwas genommen werden könnte. <br>Wir wollen nichts verlieren und achten ständig darauf, rein Instinktiv, unseren Besitz zusammen zu halten. aus diesem Grund entsteht auch viel seelisches Leid aus Zuständen, bei denen uns etwas abhanden kommt, sie es körperlich, bei Krankheiten, sei es mentale Fähigkeiten, wie bei degenerativen Erkrankungen oder sei es wirtschaftlich, in zum Beispiel Zeiten der persönlichen Krisen.<br>Unsere Angst, das uns dass, was wir haben, weggenommen werden könnte, führt zu manchmal grotesken Situationen, in denen wir schlimmste Situationen aushalten, aus Angst, wir könnten, wen wir die Situation verlassen, etwas verlieren (häufig entstehen toxische Beziehungen durch das Problem).<br>Dieser grundlegende Trieb hat den Sinn, dafür zu sorgen, dass wir unsere eigene Existenz erhalten, unserer Ressourcen schützen und achtsam mit uns umgehen, ist aber wie der Wille zur Expansion nicht natürlich begrenzt, sondern als Trieb in seiner Zielsetzung unbeschränkt.</p>



<p>Wenn wir jetzt diese zwei grundlegenden Triebfedern betrachten, sehen wir leicht, dass auch das ökonomische Handeln, von genau den zwei selben Triebfedern bestimmt wird. Es geht in der Ökonomie darum, den eigenen Wohlstand zu mehren (Wirtschaftswachstum) und dabei die eigenen Ressourcen zu erhalten.<br>Natürlich gebietet das Gesetzt der Logik, dass Beides gleichzeitig nicht möglich ist.<br>Wollen wir expandieren, müssen wir investieren, also unsere eigenen Ressourcen einsetzen (und somit riskieren), um neue Ressourcen zu erschließen.<br>In der Wirtschaftslehre wird das Gleichgewicht zwischen den beiden Bedürfnissen (Erhalt und Erweiterung) durch das Minimal- und das Maximalprinzip beschrieben.<br>Das Minimalprinzip geht dabei davon aus, dass wir versuchen, ein bestimmtes (Expansions-) Ziel mit dem geringst möglichen (Ressourcen-) Einsatz zu erreichen.<br>Das Maximalprinzip wiederum geht davon aus, dass wir versuchen mit einem bestimmten (Ressourcen-) Einsatz, das bestmögliche (Expansions-) Ziel zu erreichen.<br>Beide Ziele gleichzeitig zu erreichen, also das Beste Ziel mit dem geringstem Einsatz ist leider nicht möglich, und auf der Suche nach diesem weg, scheitern die Menschen schon seit Jahrhunderten.</p>



<p>Schauen wir jetzt in die Sozialpsychiatrie, dann sehen wir, dass solche Prinzipien dort durchaus ebenso bekannt sind.<br>Als erstes fällt mir da die &#8222;Spoon-Theorie&#8220; (Löffel-Theorie) von Christine Miserandino ein. Die an der chronischen Autoimmunerkrankung systemischer Lupus erythematodes (SLE) erkrankte amerikanische Bloggerin stellte dabei ihr, durch ihre Erkrankung entstandenes Problem, manche Aufgaben nicht zu bewältigen für eine gesunde Person mithilfe von Löffeln da. Die Löffel sind ein Synonym für ihre (durch Erkrankung eingeschränkte) Energie, die sie braucht, um Aufgaben zu bewältigen.<br>So konnte sie ihrer Zuhörerin begreiflich machen, wie sie ihren eingeschränkten Vorrat an Energie nutzt, in dem sie einzelnen Tagesaufgaben jeweils Löffel zuteilte.<br>Darin erkenne ich sofort das oben genannte Prinzip wieder, den man kann sich mit dieser Theorie gleich dem Gedanken des Minimal- und Maximalprinzips nähern. Wir haben eine konstante Menge, und zwar die Energie-Ressource (in dem Fall gemessen in Löffeln) und eine andere Menge, in Form der Tagesaufgaben.<br>nun unterteilt sich das Problem in wichtige Tagesaufgaben (Dinge, die erledigt werden müssen) für die das Minimalprinzip gilt (also die Tagesaufgaben mit der möglichst geringsten Zahl an Löffeln zu erledigen) und in all die Dinge, die sonst noch gemacht werden wollen (also die Anzahl der verfügbaren Löffel für die möglichst meiste Menge an Freizeit-, Vergnügen, Familie und andere Dinge einzusetzen).</p>



<p>Doch braucht man, um diese Energieeinschränkung zu haben, eine chronische Erkrankung? Ich denke eher nicht, denn wir alle haben einen durchaus eingeschränkten Energiehaushalt (also unseren eigene Besteckschublade mit unserer persönlichen Löffelsammlung).<br>Je nach persönlicher Situation und Fähigkeiten, setzt sich diese Löffelvorrat nicht nur individuell zusammen, sondern kann auch durchaus von der Tagesform, dem Lebensumständen und ähnlichen Umständen abhängig sein (und durchaus nicht immer konstant sein).</p>



<p>Somit gilt für die Seele, dasselbe, wie für die Grundlagen der Wirtschaft, denn unsere Bedürfnisse sind unendlich (geformt durch den ewigen trieb zur Expansion) und unser persönlicher Bedarf richtet sich danach, welche unserer Bedürfnisse mit genügend Energie zu erreichen sind (also durch Kaufkraft, oder Löffel gedeckt sind, je nachdem, wie man es sehen will). Unsere eigen Energie ist somit die Kaufkraft, also das Kapital unserer Seele.<br>Sollten wir nun unsere eigene Energiemenge ständig überbeanspruchen, so kommt es zu einem inneren (wirtschaftlichen Kollaps).<br>Wenn wir bei dem Beispiel der inneren Energie, als Kapital des Lebens bleiben, dann können wir das mit der Entwicklung der Kaufkraft vergleichen.<br>Haben wir zuviel Kapital (zuviel Energie), und zu wenig Ziele, in die wir diese Energie investieren können, dann haben wir quasi eine seelische Deflation (auch bekannt als &#8222;bore-out&#8220;). Doch bekannter und häufiger ist der Zustand, wo wir zuwenig Energie haben, um unsre benötigten Investitionen zu machen, eine quasi Inflation der seelischen Energie (der sogenannte &#8222;burn-out&#8220;), bei dem die notwendigsten Sachen plötzlich eine zu hohe Menge an Energie kosten.</p>



<p>Ein Teil der Genesung von einer psychischen Krise (die sogenannte Recovery-Arbeit) besteht darin, den Haushalt der Seele, wieder in ein Gleichgewicht zu bringen und ein neues System zu etablieren, um vernünftig mit seinen eigenen Ressourcen zu wirtschaften.<br>Somit sehe ich mich als Genesungsbegleiter, der Menschen bei diesem Weg hilft, auch zum Teil als ein Wirtschaftsberater (da hilft mir meine kaufmännische Ausbildung), der seinen Klienten hilft, die innere Buchführung wieder zu sortieren und eine quasi Insolvenz des Lebens abzuwickeln, um sich wieder neu aufzustellen.<br>wie bei jeder wirtschaftlichen Beratungsarbeit, muss man aber nicht erst in die Krise rutschen, um sich eine Beratung zu suchen. Denn wenn man schon merkt, das &#8222;die Zahlen nicht stimmen&#8220;, kann man schon einer drohenden Krise entgegenwirken.<br>Präventive Genesungsarbeit kann helfen, eine Krise zu erkenne, sie abzumildern und sich vorzubereiten, bevor man vor dem eigenem Ruin steht.</p>



<p>Wenn sie jetzt mehr über die Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Seele erfahren wollen, oder über mögliche (auch betriebliche) Präventionsarbeit, stehen wir, die Erfahrungsexperten am Niederrhein in gerne zu einem kostenlosen (Erst-) Beratungsgespräch zur Verfügung.   Auch eine  entsprechenden Workshop, Seminar oder zu eine individuell vorbereiteten Präsentation bieten wir gerne kostengünstig und nach ihren Bedürfnissen an. <br>Kontaktieren sie uns einfach unter <a href="https://ean-g.de/kontakt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://ean-g.de/kontakt/</a></p>
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		<title>Zufällige Beitragung der mausbärischen Art</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2020 10:54:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Definitionen]]></category>
		<category><![CDATA[Erklärbär]]></category>
		<category><![CDATA[Konzept]]></category>
		<category><![CDATA[Zufall]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute kommt der Mausebär (td) ganz zufällig auf die Idee, einen Beitrag über den Zufall zu schreiben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute kommt der Mausebär (td) ganz zufällig auf die Idee, einen Beitrag über den Zufall zu schreiben.</p>



<p>Eben habe ich einen Kriminalfilm gesehen. Darin fiel der schon oft gehörte Satz: „Glauben Sie an Zufälle?“. Ein Grund für mich, diese Frage durch mein eigenes Hirn rieseln zu lassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Glaube ich an Zufälle?</h4>



<p>Die Frage hat mich einige Minuten beschäftigt und ergab bei mir ein zentrales Problem, denn ein Teil meines inneren Teams, nämlich die logisch-analytische Fraktion, verneinte die Existenz von Zufall ganz stringent. <br>Währenddessen suchte meine kreative Seite, in der Hoffnung, das Leben hätte eine bunte und unerwartete Seite, händeringend nach einem Gegenargument. <br>Plötzlich kam mein innerer Klugscheißer angesprungen und rief lauthals das Wort „Indeterminismus“. Plötzlich war alles ruhig. <br>Dieses eine Wort veränderte plötzlich einiges in meiner inneren Fachtagung zum Thema. <br>Doch was bedeutet dieses mysteriöse Wort? <br>Bevor ich den Determinismus und somit auch den Indeterminismus erkläre, sollte ich aber zuerst mit einer Definition des Wortes „Zufall“ beginnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wie entstand der Zufall ?</h4>



<p>Zumindest sprachwissenschaftlich können wir das Wort &#8222;Zufall&#8220; ziemlich konkretisieren. Der Zufall leitet sich, vielleicht ganz zufällig, von dem mittelhochdeutschem Wort „zuoval“, dessen eigentliche Bedeutung „Anfall“ war, ab. Obwohl das Wort erst im 17. Jahrhundert in den allgemeinen Sprachgebrauch überging, wurde es bereits im 14. Jahrhundert von den mittelalterlichen Mystikern, einer philosophischen Strömung der Zeit, verwendet. <br>Zum Beispiel findet man es in den Schriften von Meister Eckhart, einem Mönch und bekannten Theologen, der sich mit der Philosophie der Mystik beschäftigte. <br>Man vermutet die eigentlichen Wurzeln des Wortes im Lateinischen, von dem der Zufall, als Lehnübersetzung (von angelehnt an dieses Wort) des Wortes „accidens“, entstand &#8211; von dem übrigens auch das englische Wort für Unfall, nämlich „accident“ abgeleitet ist. </p>



<p>Spannend, dass Zufall, Unfall und Anfall aus der selben Wortgruppe zu stammen scheinen. <br>Allerdings nicht mehr ganz so mysteriös, wenn man sich die Gemeinsamkeit der drei Worte vor das innere Auge führt. <br>Alle drei Begriffe bezeichnen eine mehr oder weniger unkontrollierbare Situation. Etwas, das aus dem Wissensstand im Moment der Situation nicht absehbar war und dessen Kausalität zumeist erst später festgestellt werden kann. Kausalität heißt nicht nur in diesem Zusammenhang genau das, nämlich Zusammenhang. </p>



<p>Wir sind beim Zufall also in der Frage ob, und wenn ja, welcher Zusammenhang zwischen mehreren Ereignissen besteht, oder aus welchem Grund etwas geschieht. Das zeigt sich deutlich in den vier Formen des Zufalles, wie sie von Philosophen und Wissenschaftlern definiert sind:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Es geschieht etwas, ohne das es einen objektiven Ursache gibt (das ist der Indeterminismus, aber dazu später)</li><li>Es geschieht etwas, ohne dass wir den Ursache dafür erkennen können (obwohl wir einen Grund vermuten)</li><li>Es geschieht etwas, dessen genaue Grundlage wir mit unseren jetzigen Möglichkeiten nicht genau vorherbestimmen können (z.B. Glücksspiel)</li><li>Es geschehen zwei Dinge, die einem unbekannten Zusammenhang zueinander stehen</li></ul>



<p>Um das Ganze in das richtige Bild zu rücken, brauchen wir erst mal die naturwissenschaftliche Regel, dass alles was passiert einen Grund hat &#8211; das wird durch das Gesetz von Ursache und Wirkung so definiert. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Ursache und Wirkung</h4>



<p>Wenn etwas passiert (Aktion), erfolgt eine daraus folgende Handlung (Reaktion). <br>Bei einer Kettenreaktion wird dann die Reaktion zur nächsten Aktion, die wiederum eine Reaktion auslöst. <br>Im Prinzip sollte alles, was existiert, daher letztendlich auf eine initiale Aktion zurückzuführen sein. </p>



<p>Es gibt sowohl lineare Kettenreaktionen, wie z.B. eine Kette von Dominosteinen, die, sobald einer angestoßen wird, in sich zusammenfällt, als auch sich ausbreitende Kettenreaktionen, wie z.B. Die Zellteilung, bei der sich die Anzahl der Zellen bei jeder Teilung verdoppelt und so aus einer einzigen Zelle ein gesamtes Lebewesen entstehen kann. </p>



<p>Das heißt wiederum, das alles, was passiert, eine Ursache hat. So kann man sagen, dass alles, was geschieht und dessen Ursache wir nicht kennen, eigentlich nur darauf hinleitet, dass wir den Zusammenhang (noch) nicht erkannt haben.</p>



<p>Glauben wir jetzt, dass alles, was passiert, dem Prinzip von Ursache und Wirkung folgt, schließen wir daraus messerscharf, dass es keinen Zufall geben kann, da alles die Folge einer gigantischen Kettenreaktion namens Leben ist. <br>Das betrifft vor allem die letzten drei Aussagen von oben, dass etwas ohne Ursache passiert, wir aber einen Grund vermuten, oder das wir nicht die Möglichkeit haben, diesen exakt zu bestimmen. </p>



<p>Der Unterschied zwischen diesen Definitionen vom Zufall ist, dass ich bei der ersten Variante tatsächlich nicht genügend Informationen habe und somit erst mal weitere Informationen zu dem Ereignis sammeln muss, um die bestehenden Zusammenhänge verstehen zu können.</p>



<p>Die zweite Variante bedeutet, dass ich die Kette von Aktion und Reaktion durchaus nachvollziehen kann, aber es keine gangbare Möglichkeit gibt, diese Wirkung vorherzubestimmen. <br>Das ist z.B. der Fall bei Situationen, in denen mehrere Ereignisse mit gleich hoher Wahrscheinlichkeit eintreten können. Wenn ich einen normalen Würfel werfe, bekomme ich ein Ergebnis von Eins bis Sechs, aber ohne den Würfelwurf zu manipulieren, ist es schwer, oder nahezu unmöglich, zu berechnen, welche Zahl kommen wird. <br>Natürlich gibt es Wahrscheinlichkeitsberechnungen, aber diese können halt nur eine annähernde Antwort liefern, also wie wahrscheinlich es wäre, dass ich eine bestimmte Zahl erreiche. <br>Sollte es jemand jemals schaffen, eine perfekte Formel zur Wahrscheinlichkeitsrechnung zu entwickeln, bekäme er nicht nur den Nobelpreis, sondern auch Zutrittsverbot für das gesamte Stadtgebiet von Las Vegas. </p>



<p>Auch die zwei Dinge im unbekanntem Zusammenhang gehören mit zu dieser Kategorie, da hier ja auch einfach noch nicht geklärt ist, in welchem Zusammenhang die beiden Dinge zueinander stehen. <br>Wenn wir das gesamte Universum als eine riesige Kettenreaktion sehen, dann können wir auch den Zusammenhang zwischen der Frisur des amerikanischen Präsidenten und der weltweiten Coronakrise bestimmen, denn auf irgendeiner Linie von Reaktionen und Aktionen ist beides verflochten. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Was ist dann jetzt mit Determinismus?</h4>



<p>Die Idee, dass alles miteinander verflochten ist und somit der Zufall nur eine noch nicht erkannte Beziehung zwischen Ursache und Wirkung ist nennt man Determinismus. <br>Der Determinismus behauptet somit, wenn alle vergangenen Reaktionen auf die ursprüngliche Aktion zurückgeführt werden können, ist es somit möglich zu berechnen, was als nächstes passieren wird. <br>Das hat im Prinzip ein riesiges Problem in sich, nämlich, dass wir somit davon ausgehen können, dass alles, was geschieht, aus einer Kette vorheriger Ereignisse heraus bestimmt ist. <br>Somit wären alle Menschen an diese Ereignisse gebunden und das ganze Leben wäre vorherbestimmt. Der freie Wille würde also nicht existieren, weil sämtliche Formen von Willen ja nur Reaktionen auf vorherige Aktionen sind. </p>



<p>In Religiösem Kontext nennt man das dann Schicksal, Karma oder Kismet. <br>Und da wundert sich so manch einer, dass ich die Wissenschaft als eine Art Religion bezeichne. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Und was ist dann Indeterminismus?</h4>



<p>Es gibt auch die Wissenschaftsphilosophen, die davon ausgehen, dass es Dinge gibt, die ohne Grund passieren, also nicht berechenbar sind.<br>Das sind dann die Indeterministen. <br>Diese unvorherbestimmten Ereignisse finden übrigens angeblich auf Quantenebene statt und sind eine hitzige Debatte zwischen Quantenphysikern, deren endgültige Antwort noch auf sich warten lässt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Gibt es also Zufall oder nicht?</h4>



<p>Das Gehirn des Menschen arbeitet so, dass wir versuchen, in allen Dingen Muster zu erkennen. <br>Was uns früher beim Überleben geholfen hat, ist mittlerweile ein Problem geworden. <br>In unserer Welt voller Überflutung unserer gesamten Sinne ist es schwierig, diese Muster, die unser Gehirn anzeigt, um uns vor der Reizüberflutung zu schützen, in einen passenden Kontext zu rücken. <br>Das legt nahe, das wir tendenziell an keinen Zufall glauben möchten, weil es unsere mentale Balance beeinflusst. <br>Mit dem Gefühl, den Zusammenhang zu erkennen, erreichen wir ein Gefühl von Kontrolle und Sicherheit und fühlen uns in einer zunehmend informationsreicheren Umgebung sicher. </p>



<p>Egal ob wir an Zufälle oder Wunder glauben, oder in allem den Zusammenhang zu etwas Großem sehen, sind wir (noch) nicht in der Lage, diese Entscheidung objektiv zu treffen. <br>Die Frage nach dem Zufall bleibt also wieder mal Geschmackssache…</p>



<p>Euer, zufällig jetzt fertiger Mausebär (td)</p>
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