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	<title>Krise &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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	<description>Selbsthilfe, Genesungsbegleitung und Betroffenenbeteiligung</description>
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	<title>Krise &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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		<title>Wer sich nicht wehrt&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 09:48:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EaN Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Speaker's Corner]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Unter anderem der Eingliederungshilfe drohen schon wieder drastische Kürzungen und damit versucht sich die aktuelle Politik wieder aus der sozialen Verantwortung gegenüber den Menschen, die den meisten Schutz brauchen, zu stehlen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Unter anderem der Eingliederungshilfe drohen schon wieder drastische Kürzungen und damit versucht sich die aktuelle Politik wieder aus der sozialen Verantwortung gegenüber den Menschen, die den meisten Schutz brauchen, zu stehlen</h2>



<h5 class="wp-block-heading">Ein Aufruf von Thorsten Dürholt (dem Mausebären)</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Ein aktuelles Arbeitspapier enthüllt, was Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände palen, um wieder da an Geldern zu sparen, wo sie am wichtigsten wären.<br>Nicht öffentlich diskutiert, sondern im Hinterzimmer werden Kürzungen geplant, die zu Kosten der Anbieter von wichtigen Dienstleistungen, den Betroffenen und deren Angehörigen gehen, also kurzum, auf den Deckel derer, die jetzt schon über das Maß belastet werden.<br>Nicht nur, dass an den Schwächsten der Gesellschaft gespart werden soll (den Menschen mit Einschränkungen, Kindern, chronisch Kranken), sondern dadurch werden auch weitere Arbeitsplätze verbrannt, soziale Arbeit unattraktiver gestaltet und kleiner Anbieter vom Markt gedrängt.<br>Ein weiterer Axthieb beim sozialem Kahlschlag, der im stillen Wald heimlich vollzogen wird.<br>Das Ganze ohne die Expertise der betroffenen, ohne die Erfahrungen der Anbieter, ohne Rücksicht auf die Angehörigen, die durch die schon jetzt zu leistende Carearbeit (und Kosten) an ihren grenzen, oder teilweise auch weit darüber hinaus sind.<br>Die Paritätische spricht in ihrer Einschätzung (und ihrem Leak der Pläne &#8211; zu finden <a href="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/doc/paritaetischer_drohender-kahlschlag-2026.pdf"><strong>hier</strong></a>) in der nötigen Einordnung von drastischen Einschnitten in den Sozialstaat.<br>Ein wahrer Schlag ins Gesicht, nein, ein Tritt in die Familienplanung, für Menschen, wie mich, die nicht nur direkt Betroffen sind (als chronisch erkrankter mensch), sondern auch Zeit , Geld und Energie in diesen Sektor stecken und davon gerade (oder in meinem Fall auch nicht) Leben können.<br>Wenn wir bedenken, dass in Deutschland die viertgrößte Zahl (weltweit) an Milliardären lebt, ist dass doch ein schlechter Witz. Wenn wir betrachten, wie viel Geld in die Förderung von (erfolgreicher und nicht Förderungsbedürftiger) Wirtschaft geht, wird der Witz immer zynischer.<br><br>Was wir brauchen ist eine Lobby und die bekommen wir nicht geschenkt, die müssen wir erschaffen. dafür müssen wir gemeinsam auf die Strasse gehen, gemeinsam laut sein und den Schulterschluss zwischen Sozialverbänden, Interessenvertretungen der Betroffenen, den Menschen die im sozialem Sektor arbeiten, leben und wirken und den Menschen, denen es nicht egal ist, wenn ein Haufen Leute für die gewinne einiger weniger Wesen leiden, vollziehen.<br>Positionieren und nicht wegschauen bedeutet auch sich dem was kommt zu stellen (werft bitte unbedingt mal den Blick <strong><a href="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/doc/paritaetischer_drohender-kahlschlag-2026.pdf">hier</a></strong> drauf &#8211; ist schwierig und viel, aber es ist wichtig es zu verstehen, es bedeutet nicht untätig zu sein, sondern seinen Stimme auch mal zu erheben, was ganz leicht <strong><a href="https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2026/_02/_27/Petition_195716.$$$.a.u.html">hier</a></strong> zu machen ist, denn auch wenn das Ziel dieser <strong><a href="https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2026/_02/_27/Petition_195716.$$$.a.u.html">Petition</a></strong> schon erreicht ist (sie wird vorgelegt), jede weiter Unterschrift gibt mehr Gewicht.<br>Und schaut auch mal zu, dass ihr eure Stimme im demokratischen Prozess nutzt und gebt sie ab und zwar zum Beispiel bei der nächsten Landtagswahl (<strong>2027 </strong>ist <strong>NRW,</strong> also bei uns dran und ich werde aktiv im Wahlkampf mit dabei sein, um etwas zu verändern).<br><br>Und wenn ihre die Energie dafür habt, geht mit auf die Strasse, zum Beispiel am<strong><a href="https://www.viersen.de/unsere-stadt/veranstaltungen/europaeischer-protesttag-zur-gleichstellung-von-menschen-mit-0"> 9. Mai in Viersen</a></strong>, gemeinsam dann mit mir, denn ich werde dabei sein. Informiert euch, wo ihr Flagge zeigen könnt, und informiert mich auch gerne, wenn es hier in meiner Nähe ist, denn dann werde ich mit dabei sein und es auch gerne bewerben.<br>Gemeinsam können wir was ändern, sollten wir was ändern, werden wir was ändern.<br>Also seit dabei&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Prosa statt Corona</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2020 12:14:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Abschluss]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Corona-Tagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftspläne]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Mausebär präsentiert seinen offiziell letzten Beitrag zum Thema "Corona-Krise" und wendet sich der schnöden Prosa zu.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Mausebär präsentiert seinen offiziell letzten Beitrag zum Thema &#8222;Corona-Krise&#8220; und wendet sich der schnöden Prosa zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ach ja, Corona, das Ganze wird ja immer mehr zur Normalität. Langsam gewöhnt man sich an die Masken und wahrscheinlich werden sie noch lange unseren Alltag bereichern. Auch das Kontaktverbot verliert allmählich den Schrecken. <br>Einige Sachen werden erfolgreich gelockert und an andere Einschränkungen gewöhne ich mich widerwillig. Ich befürchte, aus der Krise wird für mich erneut Alltag und ich merke, dass mich das Thema weder weiter berührt, noch an jeder Ecke anspringt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie immer wurde aus Krise Normalität und meine Befürchtungen, dass uns einige der Maßnahmen der Krise noch lange Zeit begleiten, wird für mich langsam zur Realität. <br>Welche Neuerungen gekommen sind, um zu bleiben, zeigt die Zeit, ebenso, welche davon zum Vorteil und welche zum Nachteil gereichen. Ich merke nur, dass sich mein Leben wieder mit Terminen füllt und ich meine Freunde jetzt wieder live sehen darf. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neue Verabredungen werden getroffen, um alte Beziehungen wieder aufleben zu lassen und es werden nach Alternativen für die Gewohnheiten, denen man noch nicht nachgehen kann oder darf, gesucht. So empfinde ich das auf jeden Fall. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich ist Corona schon keine Krise mehr und ich habe beschlossen, mein Coronatagebuch zu beenden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Anfang hatte ich versprochen, während der Krise jeden Tag einen Beitrag zu veröffentlichen, um im Kontakt zu bleiben und mir und meinen Lesern durch die Krise zu helfen. <br>Aus Vernunftgründen wurde aus der kompletten Sieben-Tage-Woche eine Fünf-Tage-Arbeitswoche, an der ich, dank der unschätzbaren Hilfe meines Reaktionsteams, mich jeden Tag mit einem Text meldete. <br>Meiner Meinung nach habe ich viel über mich erzählt und häufig meine Meinung dargestellt. Ich habe versucht darzustellen, was mir wichtig ist und mir durch die Krise hilft. <br>Aber ich spüre die Krise nicht mehr und meine Themen werden Banal – quasi sogar ohne B, da mich gerade meine bevorstehend Koloskopie sehr beschäftigt. Es ist der Tag gekommen, an dem ich mich von meinem Projekt verabschieden muss und auch darf, um mich Neuem zuzuwenden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine alte Weisheit sagt ja, man sollte aufhören, wenn es am Schönsten ist. Da ich zwar mit meiner Arbeit sehr zufrieden bin, aber auch denke, dass es von jetzt an nicht mehr in der gewohnten Qualität weitergehen wird, nutze ich diesen Zenit meines Schaffens, um mich von diesem Teil meines literarischen Werkes zu verabschieden und mich in neue Richtungen zu bewegen. <br>Das heißt nicht, dass die Rubrik „Mausebärs Philosophien“ geschlossen wird oder für immer versiegt. Es heißt lediglich, dass es dort nicht mehr den täglichen Text geben wird und ich dort nur noch etwas veröffentliche, wenn es mir wichtig ist. <br>Gerne werde ich weiterhin philosophische Gedanken und Erkenntnisse dort mit euch teilen, aber halt nur noch sporadisch, ganz nach Gelegenheit und Laune. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Voller Freude wende ich mich einem neuem Projekt zu und werde auf eine weitere Reise in meinen Kopf gehen. <br>Eine Reise, die ich bereits begonnen habe und die in den letzten Tagen in meinem Corona-Tagebuch begonnen hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während dieser Beitrag also der Letzte unter der gedanklichen Rubrik „Mausebärs Coronatagebuch“, sein wird und sich &#8222;Mausebärs Philosophien&#8220; zu einem ruhigeren Ort entwickeln wird, werde ich mich weiter an Prosatexten versuchen. <br>Weiterhin werde ich auf den üblichen Kanälen ankündigen, wenn es wieder zu einem inhaltsschweren Beitrag kommen wird, aber ich würde mich freuen wenn auch einige meiner Leser sich durchringen könnten, meinen Prosatexten zu folgen und diese vielleicht sogar zu bewerben. <br>Als verkappter Künstler, würde ich mich nämlich gerne an etwas Applaus laben, Ihr wisst schon, so von wegen Brot und so&#8230; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich ist es eine schwere Entscheidung, die ich auch erst heute getroffen habe, aber ich muss den Weg weitergehen, den ich für mich als notwendig sehe. <br>Natürlich wird auch in meiner Prosa sehr viel zwischen den Zeilen stehen und ich werde weder meine Ansichten noch meine Meinungen daraus heraus halten können. Es wird auch viel „Klugscheißerei“ in den Geschichten geben, aber ich will nicht mehr unterrichten oder anleiten, sondern unterhalten und Platz für Träume lassen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hoffe, ihr verzeiht dem Mausebär, dass er sich hier und heute von Corona, in Form einer Krise, verabschiedet und für sich wieder etwas wie einen Normalzustand ausruft und bleibt mir gewogen.<br>Ich werde weiterschreiben, in noch vielen und bunten Formen und bis dahin liebe ich Euch alle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grüße sendet der Mausebär (td)</p>
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		<title>Der kurze Weg von Corona zu Diskriminierung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2020 11:49:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Schon wieder verhält sich ein Beitrag in seinem Verlauf nicht so, wie es sich der Mausebär (td) wünscht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Schon wieder verhält sich ein Beitrag in seinem Verlauf nicht so, wie es sich der Mausebär (td) vorher gewünscht hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern hatte ich die Ehre, den hundertsten Beitrag auf der Seite der &#8222;Erfahrungsexperten am Niederrhein&#8220; zu veröffentlichen. Alleine in der Rubrik „Mausebärs Philosophien“ habe ich 65 der insgesamt 73 Beiträge, die auf meine Kappe gehen, einsortiert. <br>Wieder mal gibt mir dieses &#8222;Jubiläum&#8220; Zeit zum Hinterfragen, denn bis zu meiner eigenen &#8222;großen 100&#8220; als Autor unter dieser Rubrik ist es jetzt auch nicht mehr so weit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei meiner jetzigen Schreib-, bzw. Veröffentlichungsrate von fünf Texten in der Woche werde ich in sieben Wochen das hundertste Mal für &#8222;Mausebärs Philosophien&#8220; auf den Veröffentlichungsbutton gedrückt haben. <br>Das genaue Datum wird spätestens der 20. Juli sein, wenn mich nicht irgendetwas Unvorhergesehenes vom Schreiben abhält und ich jeden Text thematisch in &#8222;Mausebärs Philosophien&#8220; einsortieren kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wie wird  meine Welt dann aussehen? <br>Zur Zeit hat die Krise für mich einen Flachpunkt erreicht. Nicht nur die gefürchtete Kurve der Neuinfektionen scheint konstant gesunken zu sein, sondern auch das Interesse.<br>Während vor ein paar Wochen noch jedem Corona-Pups medial höchste Aufmerksamkeit gewidmet wurde, scheinen sich die Medien endlich abgeregt zu haben.<br>Entweder habe ich es geschafft, sämtliche News-Ticker erfolgreich abzuschalten, oder das Thema wird langsam langweilig. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sozialen Medien sind, aus meiner Perspektive, sehr vehement in das Lager des „bedeutsamen schwarzen Lebens“ (#blacklifesmatter) umgezogen. <br>Ich finde es ein wenig zynisch, dass nach dem Tod eines Menschen, wegen dessen Hautfarbe, ein medialer Zirkus das nächste „Betroffenheitsschwein“ durchs Dorf treibt. <br>Damit will ich weder zum Ausdruck bringen, dass Gewalt gegen afroamerikanische Bürger, egal ob durch Polizei oder andere Menschen, in Ordnung wäre, das ist nicht so. Es liegt auch nicht in meinem Interesse, ein doch sehr prägnantes Rassismus-Problem in der amerikanischen Gesellschaft, oder der menschlichen Gesellschaft im Allgemeinen, zu verleugnen. <br>Was mich stört, ist die Art, in der diese Probleme angeprangert werden. <br>Sowohl im Protest, als auch in der darauf reagierenden Satire, werden Grenzen gefestigt statt eingerissen zu werden – so fürchte ich zumindest, aufgrund meiner Wahrnehmung der Berichte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es erstaunt mich immer wieder von neuem, welche Aufmerksamkeit auf das Ausgrenzen von Leuten gelegt wird – und zwar von unterschiedlichsten Seiten sowie aus mannigfaltigsten Gründen. <br>Gefühlt würde ich sagen, dass die Menschen, die heutzutage nicht zu mindestens einer „bedrohten Minderheit“ gehören, tatsächlich eine Minderheit sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist eine Zeit, in der sich scheinbar jeder entweder persönlich angegriffen fühlt, oder für eine angegriffene Gruppe von Menschen Partei ergreift.<br>Nicht auf eine versöhnliche und vor allem nicht auf die aufklärende Art, sondern ich empfinde einen &#8222;sozialen Krieg&#8220;, der auf diversen Ebenen stattfindet. <br>Ich weiß nicht, ob es sich dabei um eine mediale Verzerrung oder um die Wirklichkeit handelt, aber tatsächliche Probleme werden in der Öffentlichkeit so dargestellt, dass meiner Meinung nach Brücken eingerissen werden, statt sie zu bauen. <br>Es werden Forderungen gestellt, statt sich auf den Weg zu Lösungen zu machen und &#8222;Feindeslager&#8220; erschaffen. Mir kommt es so vor, als wäre die Frage der Schuld wesentlich bedeutsamer für alle Beteiligten, als die Suche nach konkreten Lösungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Prinzipiell fühle ich mich durch die gerade aufkeimende neue „Anti-Rassimus-Kampagne“ nicht angesprochen. Ich bin ganz bewusst weder ein Teil der Lösung, noch bin ich, trotz anderer Weltanschauung, ein Teil des Problems. Ich würde mich ganz gerne neutral sehen, obwohl ich, ganz ehrlich gesagt, ein Alltags-Rassist bin. <br>Manchmal sehe ich Menschen eines offensichtlich anderen kulturellen Hintergrundes und habe gleich ein Bild im Kopf. <br>Das Bild ist nicht negativ oder positiv, sondern im Prinzip einfach nur eine Schublade, welche mir hilft, die vielen Menschen, die ich sehe, einzusortieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich knüpfe ich daran eine Erwartungshaltung, also Vorurteile und bin meist überrascht, wenn diese sich als falsch erweisen. <br>Das tue ich in allen möglichen Dingen, nicht nur bezogen auf Hautfarbe, Geschlecht, Altersgruppe oder religiöser Zugehörigkeit, sondern auch nach Haarfarben, Vornamen, Modegeschmack und ähnlichem. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum tue ich das? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin ein Angstmensch, daher versuche ich eine gewisse Kontrolle über meinen Alltag zu behalten. <br>Menschen durch Vorurteile einzusortieren, hilft mir bei der schwierigen Entscheidungsfindung, wie ich mich verhalten soll, wer mir als potentielle Gefahr auffällt oder wer mich interessiert (oder auch nicht). <br>Dafür schäme ich mich nicht im geringsten, sondern so arbeitet mein Gehirn einfach. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein grundsätzliches Problem sehe ich darin, wenn ich entweder anfangen würde, aus Vorurteilen heraus zu hassen oder eine Machtposition zu missbrauchen, um vorurteilsorientiert Entscheidungen zu treffen, die von der Sache an sich her eigentlich eine neutrale Betrachtung verlangen. <br>Wenn ich neue Menschen kennenlerne, also mich jemand entweder interessiert, mir vorgestellt wird oder ich an einer gemeinsamen Gruppenaktivität teilnehme, versuche ich stets, meine Vorurteile zu unterlassen, bzw. zu unterdrücken, weil ich den Menschen hinter all den Eigenschaften, die ich erkennen kann, sehen möchte. <br>Daraus habe ich gelernt, nicht nur meine Schubladen regelmässig zu entstauben, sondern auch, dass bei der Auswahl meiner Freunde und Bekannten viele Faktoren einfach keine Rolle spielen. <br>Manchmal wundere ich mich, warum andere Leute dem soviel Bedeutung zumessen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine ganze Gedankenreise zeigt mir eines &#8211; im Prinzip vermisse ich anständige Diskussionskultur und vernünftige Debatten. Gefühlt wird nur über Nachteile und Anschuldigungen geredet, statt mal klar zu stellen, welche Vorteile eine möglichst vorurteilsneutrale Welt hätte. <br>Natürlich werden Menschen immer Vorurteile haben, aber eine Begegnungsstätte hilft mehr, diese abzubauen, als jedes Antidiskriminierungsgesetz &#8211; jedenfalls ich werde davon deutlich mehr angesprochen. <br>Meiner Meinung nach ist es deutlich schwerer, einen Menschen zu hassen, dessen Leben man kennengelernt hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um eine Gruppe zu bilden, habe ich mal gelernt, ist es wichtig, nach Gemeinsamkeiten zu suchen und nicht nach Unterschieden. Eindeutig genieße ich bei Menschen, mit denen ich eine gemeinsame Ebene gefunden habe, sehr gerne die Unterschiede. <br>Für mich ist eine wichtige Lebensentscheidung somit getroffen: Ich teile weiterhin die Menschen nach „mag ich“ oder „mag ich nicht“ ein und entscheide, mit wem ich spielen möchte &#8211; da bleibe ich einfach ganz Kind, denn Kindern ist so vieles einfach egal, solange das Gegenüber einfach ein toller Spielkamerad ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich wollte ich weiterhin überlegen, wie es mit Corona weitergeht und wie meine weiteren Beiträge gestaltet werden. Ich frage mich ja doch, ob meine mausebärischen Coronachroniken die Marke von 100 Beiträgen unter &#8222;Mausebärs Philosophien&#8220; erreicht und wie es dann weitergeht. <br>Ganz gegen mein inneres Bestreben habe ich mich wieder mit Dingen beschäftigt, die mich nur rudimentär etwas angehen. Mal wieder habe ich meine Weltsicht laut herausgeschrieben und das, obwohl ich doch verbale Fastenzeit halten wollte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zumindest habe ich einen Beitrag erstellt und bin selbst erstaunt, welche Wege er genommen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Sinne grüßt Euch Alle der Mausebär (td)</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Drei (Kopf-) Nüsse für Mausebär</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2020 13:11:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Hobby]]></category>
		<category><![CDATA[Kreisende Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Mausebär (td) schreibt heute ganz langatmig, warum er eigentlich nichts hat, über das er schreiben kann und präsentiert daher heute, welche Themennüsse in seinem Kopf schwer zu knacken sind.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Mausebär (td) schreibt heute ganz langatmig, warum er eigentlich nichts hat, über das er schreiben kann und präsentiert daher heute, welche Themennüsse in seinem Kopf schwer zu knacken sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute ist es schwierig, ein Thema zu finden. <br>Meistens greife ich nur in meinen Kopf und zack, da ist was. Warum klappt das heute nicht? <br>Ehrlich gesagt, Themen habe ich genug im Kopf, ich habe nur das Gefühl, dass keines davon in diesen Rahmen passt. Alles, was mich zur Zeit beschäftigt, sind halt schwer zu knackende Nüsse &#8211; sozusagen Kopfnüsse.<br>Zur Zeit beschäftigen mich drei zentrale Themen ganz prägnant, also drei Nüsse für Aschenbär, oder Mäuseputtel (je nach Geschmack). <br>Das eine sind die neuen Absprachen zur Hygiene und zum körperlichen Abstand, wie sie jetzt bis zum 29. Juni gelten sollen. <br>Das zweite ist der gesundheitliche Zustand meiner lieben Ehefrau und mein sozialer Umgang mit dem Pflegedienst. <br>Als drittes habe ich noch ein privates Projekt im Rahmen meines Hobbys (Rollenspiel), was mich zurzeit beschäftigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist schwer, dementsprechend anderen Themen in meinem Kopf Raum zu geben, da sich eines dieser drei zentralen Gedankenkonstrukte immer wieder in den Vordergrund drängt. <br>Aber warum finde ich, dass diese Themen, die mich ja scheinbar so fundamental berühren, nicht in diesen Beitrag gehören? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke, ich werde mir kurz die Zeit nehmen, die Problematik, mit der ich innerlich kämpfe, zu erläutern. Dazu räume ich, in voller Erkenntnis meiner eigenen Inkonsequenz, jetzt jedem dieser Themen doch einen kleinen Raum ein.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Neues zu Corona</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wie schon angedeutet, macht es mir Bauchschmerzen, mich zu diesem Thema zu äußern. <br>Es gibt mittlerweile so viele Meinungen und Ansichten, dass es nahezu unmöglich ist, sich zu dem Thema eine objektive Meinung zu bilden und diese adäquat zu äußern, ohne nicht einer oder mehreren Personen auf die emotionalen Füße zu treten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Meinungsfronten sind so verhärtet, dass mir die gewählten Entscheidungsträger schon fast leid tun, da sie keine Entscheidung treffen können, die nicht einen Sturm der Entrüstung von irgendeiner Seite auslöst. <br>Viele versuchen dieser emotionalen Krise, die aus der medizinischen Krise erwachsen ist, durch Unverbindlichkeit zu begegnen, einfach aus Angst, sich als Anhänger einer falschen Meinung zu positionieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das schließt mich auch ein. Zwar kann ich sowieso nichts an den jetzigen Verordnungen ändern, außer den Weg des Protestes zu wählen (was nicht heißt, dass ich das tun würde), aber ich möchte mich auch nicht in die emotionalen Nesseln setzen. <br>Das Thema ist einfach mittlerweile zu groß und auch zu kontrovers, um eine einfache Meinung in den Austausch zu bringen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und so kommt zum verordneten körperlichen Abstandsgebot ein stillschweigendes meinungsbezogenes Abstandsgebot, was auch von vielen Kritikern lauthals verteufelt wird. <br>Ich mache mir selber so meine Gedanken und vermeide die Diskussion, da schon alles wichtige gesagt wurde. <br>Daher beziehe ich auch heute und hier keine Stellung, auch wenn mir das Thema wieder einige Zeit Recherchearbeit abgezwungen hat, denn es ist auch schwierig sich objektiv zu informieren – Leider.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Pflege meiner Frau</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Schon von Natur aus sollte klar sein, dass ich hier nichts über den konkreten Gesundheitszustand meiner Frau berichte, dass wäre nicht angemessen. Es reicht wenn ich erwähne, dass es in den letzten Tagen einige milde, sagen wir Problematiken gab, die mich Zeit und Gedanken gekostet haben. <br>Es ist nichts, was nicht in den Griff zu bekommen ist, aber natürlich frisst es Zeit und Energie. <br>Leider bin ich schlecht darin, diesen Energieverbrauch nach außen zu kommunizieren. Aber ich habe das Gefühl, dass fast jeden Tag irgendeine neue Anforderung an mich gestellt wird und dementsprechend fürchte ich den morgendlichen Gang in die öffentlichen Räume meiner Wohnung. <br>Es ist halt doof, dass gerade einiges zusammen kommt und das hat auch nichts mit Schuld oder Vorwürfen zu tun, sondern es ist einfach eine Tatsache, dass diese Angelegenheit einen Teil meiner Aufmerksamkeit benötigt, den ich anderswo dann nicht mehr habe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt, dass es ein persönliches Problem zwischen mir und der Geschäftsführung des Pflegedienstes gibt. <br>Das ist dahin gehend besonders Schade, weil die Mitarbeiter, die hier täglich ihre Arbeit machen, sowohl fachlich als auch menschlich einfach genau richtig sind und einen ausgezeichneten Job machen. <br>Mit vielen dieser „Dauergäste“ in meinen eigenen vier Wänden habe ich ein sehr gutes Verhältnis und zu behaupten, man arrangiere sich, ist weit untertrieben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Klar ist es manchmal nervig, den ganzen Tag eine weitere Person um sich zu haben, aber das Pflegeteam macht es einen über ihre Pflicht hinaus leicht, diesen Umstand meist zu übersehen. <br>Auch auf menschlicher Ebene entstehen Kontakte und darüber dann auch Beziehungen mit wertvollen Menschen, was mir die Situation „versüßt“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider gibt es auf der oberen Organisationsebene eine Missstimmung, die mir nicht möglich ist aus dem Weg zu räumen und mich in die, für mich üble Situation bringt, von anderer Personen Entscheidungen und Handlungen abhängig zu sein. <br>Ich kann einen Konflikt, dem ich nur passiv begegnen kann, schwer aushalten, dafür bin ich zu ungeduldig. <br>Ich kann auch dieses Problem hier nicht näher erläutern, denn ich halte es für falsch, hier meine dreckige Wäsche zu waschen &#8211; hier ist nicht „Mausebärs sarkastischer Waschsalon“.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Mein Hobby</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich jetzt damit anfangen würde, was Rollenspiel ist, wie es funktioniert und was es so toll macht, würde ich die nächsten Stunden und Tage beschäftigt sein. <br>Ein komplexes Thema, wie ein leidenschaftliches Hobby, zu erklären, ist niemals so einfach, wie es sein könnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Also knapp gesagt, Rollenspiel ist ein sehr aufwendiges Gesellschaftsspiel mit einem ähnlichem Suchtfaktor wie Heroin. <br>Wie bei jedem Hobby, gibt es unzählige Möglichkeiten, sich neben der direkten Ausübung des Spaßes, mit Vorbereitungsarbeiten, Recherche und ähnlichem zu beschäftigen. Man kann somit sowohl allein, als auch in einer Gruppe, sehr viel Zeit da rein investieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da die Gruppenzeit unter dem Kontaktverbot leidet, erhöht sich der Bedarf der eigenen Beschäftigung mit dem Thema immens. <br>Man könnte sagen, der Entzug hat mich voll im Griff. <br>Es gibt in diesem Hobby sehr viel Raum für Kreativität und die Muse, die dafür zuständig ist, ich glaube dass ist Otakuria – die Muse der besessenen Fans, hat mir strahlend einen sehr gierigen Zungenkuss aufgedrückt. <br>Kurz, aus einer kleinen Idee wurde ein zeitfressendes Projekt, was mich viele Stunden an den Computer bannt, ohne das ich merke, wie die Zeit verfliegt. <br>Das alles, ohne zu wissen, ob dieses Projekt jemals zum Einsatz kommen wird. Manchmal bin ich halt bekloppt&#8230;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Des Weiteren…</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, es gibt sogar noch ein paar kleine Dinge, die wie kleine Blütenfeen schillernd durch meinen Aufmerksamkeitsraum flattern und kichernd nach Beachtung suchen. <br>Zum einen wollen sowohl die beiden Frauen in meinem privaten Leben, also Mutter und Ehefrau (mal wieder bin ich froh, dass ich keine Tochter habe, sonst wäre das Hexentrio komplett) zumindest zeitweise meine ungeteilte Aufmerksamkeit. <br>Und dann ist ja auch noch der Hund, der gekrault werden will. <br>Zusätzlich wollte ich eigentlich noch einige Texte für eine Freundin schreiben, was ich glorreich vor mich hin schiebe &#8211; und nicht zu vergessen, dass ich den neckischen Plan hege, zusammen mit dem Schmusehamster einen Schundroman zu schreiben.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Fazit</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Während ich hier schreibe, was mich alles vom Schreiben ablenkt, habe ich es tatsächlich geschafft, meinen heutigen Teil an Wörtern, mehr oder weniger sinnvoll, aneinander zu reihen. <br>Ich hoffe, dass es zu mindestens Unterhaltung bietet, denn inhaltlich habe ich ja weder eine Lösung angeboten, noch mein Dilemma so ausführlich beschrieben, dass der Leser sich daran erfreuen kann. <br>Auch Kunstfertigkeit und Witz blieben heute auf der Strecke. <br>Es verbleibt Offenheit und der Einblick in des Mausebärens Höhle. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seid also willkommene Gäste. Und wenn Ihr wieder nach schweren Themen lechzt, dann schreibt mir doch mal Anregungen in die Kommentare. <br>Sonst müsst ihr weiter mit den seichten Gedanken eines viel beschäftigten, aber fröhlich schreibenden Mausebärs zufrieden sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So, jetzt alle man raus aus meiner inneren Höhle, der Mausebär braucht ein wenig Platz. <br>Morgen seid ihr alle wieder eingeladen, so ganz ohne Mindestabstand in die „Wunderbaren Welt des Mausebären“ &#8211; Ihr dürft sogar die Grünflächen betreten, nur wer dort grillen will, muss eine zusätzliche Grillwurst, extra für den Mausebär, auf den Rost legen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fluffige Grüße und eine bärige Umarmung sendet Euch der Mausebär (td)</p>
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		<title>Die Masken fallen (mir auf)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2020 12:06:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne Tücher]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Maske]]></category>
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					<description><![CDATA[Und noch ein schonungslos demaskierender Bericht, vom selbst ernanntem Hüter der wahren, wahrhaftigen Wahrheit, dem einzig- (aber nicht) artigen Mausebär (td), der schon wieder dem inneren Narzissten erlaubt die Einleitung zu schreiben.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Und noch ein schonungslos demaskierender Bericht, vom selbst ernanntem Hüter der wahren, wahrhaftigen Wahrheit, dem einzig- (aber nicht) artigen Mausebär (td), der schon wieder dem inneren Narzissten erlaubt, die Einleitung zu schreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">[Anmerkung der Redaktion: Bitte heute nicht nur den Ironieverstärker einschalten, sondern auch den Zynismusmarkierer aktivieren und am Ende den persönlichen Hoffnungsbooster bereithalten.]</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mich ja schon öfter mit dem Thema Masken beschäftigt. <br>Aus eigener Erfahrung halte ich mich für eine Art Experte, was Masken angeht. Ich nutze Masken, ich werde von meinen eigenen Masken benutzt, ich versuche anderer Leute Masken zu durchschauen, kurzum &#8211; ich bin so etwas wie ein Maskenforscher. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern fiel mir wieder etwas Neues auf. <br>Die Zeit der Krise und somit die Bedingungen, unter denen wir gerade leben, verändert die Art der Masken, die in der Gesellschaft getragen werden. <br>Es ist jetzt keine revolutionäre Entdeckung, dass die Masken in unserem physischen Umfeld tatsächlich materieller Art sind. Wir haben zur Zeit eine Maskenverordnung von allerhöchster Instanz. So werden jetzt die normalen gesellschaftlichen Masken gegen ihr medizinisches Hygienependant ausgetauscht. Der Stoffschutz über Mund und Nase nimmt plötzlich eine besondere Stellung ein und der Verhüllung der Mund- und Nasenpartie wird mittlerweile genauso viel Beachtung beigemessen, wie der Bedeckung der primären Geschlechtsmerkmale.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Witzigerweise werden<strong> </strong>in diesen Tagen durch die selben Personen, die sich früher über die Verschleierung muslimischer Frauen aufgeregt haben und die sich dem &#8222;Untergang des christlichen Abendlandes&#8220;, nur mit dem rechtschaffenen Schwert des Anti-Vermummungsgesetzes, entgegen gestellt haben, jetzt mit aller Härte diejenigen &#8222;asozialen Subjekte&#8220; gejagt, die sich nicht zu bedecken wissen. <br>Man könnte darüber lachen, wenn es nicht so unfassbar an Idiotie grenzen würde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und während wir fleißig andere Masken aufbauen, auch durch unsere Nicknames im Internet, durch die Distanz, die Kameras haben und ähnlichem Firlefanz, merkt der stille Beobachter, wie in dieser trügerischen Sicherheit langsam die normalen Masken fallen. <br>Ja, in der Krise zeigen viele Menschen plötzlich ihr wahres Gesicht, sei es als fackeltragender Mitläufer bei den täglichen Hexenprozessen im digitalem Dorf der sozialen Medien, als besorgte Denunzianten und Maskenfaschisten oder auch als selbsternannte Systemkritiker, Halbwissenverbreiter und radikale Maskenverteufler. <br>Eine hässliche Fratze enthüllt sich hinter den viel zu durchschaubaren Stoffmasken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Täglich bin ich immer wieder erstaunt, als wie ignorant und arrogant sich mir völlig fremde Wesen im digitalem Datenaustausch vorstellen. Auch bei manch einem anderen bekannteren Namen zucke ich hin und wieder innerlich zusammen und frage mich, warum diese Person solchen verbalen Brechdurchfall mitten ins Gesicht des Fratzenbuchs (Facebook) fäkalisiert. <br>Die soziale Isolation muss scheinbar dem rationalen Verstand mächtig zusetzen. <br>Oder die Maske der Rationalität wird einfach entfernt und durch den Vorteil der Anonymität ersetzt. <br>Leider bekommt man ja im Internet nicht so einfach mal, wie Klaus Kinski sagen würde, „ein paar in die blöde Fresse“. <br>Das macht quasi mutig. <br>Konsequenzlosigkeit befeuert unser inneres Arschloch ganz hervorragend. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das „Besser-Mensch-Gen“ wird in Krisenzeiten stark dominant. <br>Jeder fühlt sich berufen, den kleinsten Scheiß nicht nur zu kommentieren, zu bewerten und zu verurteilen, sondern erfüllt auch seine Blockwartpflicht ganz vorzüglich. <br>Die Härte der Lage verlangt die Aufmerksamkeit von allen und nur durch konsequente Bespitzelung und Benennung gegenüber Behörden ist das grausige Virus erfolgreich zu vernichten.<br>Zum Glück für uns alle hat die deutsche Geschichte ja schon oft gezeigt, dass wir Deutschen für diese Art des Systemschutzes absolut prädestiniert sind. <br>Es ist natürlich klar, dass dieses Verhalten nur solange korrekt ist, solange es uns nicht persönlich betrifft. <br>Und so starre ich entsetzt auf die Gesellschaft und wundere mich über die massive Präsenz mentaler Kleingärtner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber – ja, es gibt immer auch ein aber – dann scheint plötzlich ein Licht in mein verdunkeltes Gemüt und ich bekomme die Kehrseite der Medaille gezeigt. <br>Es gibt Menschen, die in dieser Situation nicht nur an ihre eigene Bequemlichkeit denken, sondern sich die Aufgabe gestellt haben, der Krise mit positiver Energie gegenüber zu stehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">All diese Personen, die fleißig Mundbedeckungen herstellen, um die Leute in ihrem Umfeld damit zu versorgen. <br>All die Leute, die die Maskentragepflicht, ganz unabhängig von Sinn oder Unsinn mit originellen, witzigen oder hübschen Masken versüßen. <br>Die Unmengen an Leuten, die für andere Menschen Besorgungen machen, die ganzen Menschen, die bereitwillig ihr Klopapier teilen (oder auch andere Vorräte) und vor allem die Leute, die für andere Menschen da sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich liebe es, dass es Menschen gibt, die mir jeden Tag ein kleines Lächeln auf das Gesicht zaubern, sei es mit einem kleinem Gruß über diverse Medienkanäle oder mit den Kommentaren zu meinen Texten. <br>Menschen, die mich erstaunen, weil sie mich durch gerade schwere Zeiten stützen und mir ihre Hilfe anbieten. <br>Es gibt Menschen, die mir signalisieren, dass sie Zeit für meine Sorgen und &#8211; viel wichtiger &#8211; für mich haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So fallen auch anderer Leute Masken und ich sehe in wunderschöne Gesichter, die mir zulächeln und mir ehrlich vermitteln, dass ich Freunde habe. <br>Man sagt, erst in Krisenzeiten merkt man, wer die wahren Freunde sind. <br>Ich bin davon überwältigt, wie viele Menschen in meiner Umgebung in diese Kategorie passen. Die Krise hat für mich eine heilende Wirkung, denn ich sehe jetzt viele Dinge deutlicher. <br>Dafür bin ich dankbar. <br>Dankbar, dass ich gute Freunde habe, aber auch dankbar, dass ich jeden Tag sehen darf, dass es Menschen gibt, die ganz unverkrampft und unspektakulär einfach etwas machen, was einem anderen Menschen den Tag versüßt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das sind die echten Menschen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und während all die krächzenden Untergangspropheten, all die Ankläger und Nazi-Vergleichszieher, all die Übertreiber und Möchtegerndemagogen, langsam im Hintergrund verschwinden, fülle ich meine Welt mit den Gesichtern dieser Menschen und in meinem Inneren entsteht eine Vorstellung, was das Paradies sein könnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Also Leute, fangt was mit Eurer Zeit an &#8211; füllt kräftig weiter Euer Karma-Konto und bleibt weiterhin Mensch. <br>Ich drücke Euch alle mit einer bärigen Umarmung und wem die verbale Umarmung nicht ausreicht, bekommt hiermit von mir einen Gutschein &#8211; nach der Krise einlösbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer demaskierter Mausebär (td)</p>
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		<title>Maskentanz und Mummenschanz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2020 10:41:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
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		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine kleine Erklärung, ganz unpolitisch gemeint, warum der Mausebär (td - ja, ich arbeite jetzt auch mit Kürzel) keine Maske tragen möchte.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Eine kleine Erklärung, ganz unpolitisch gemeint, warum der Mausebär (td &#8211; ja, ich arbeite jetzt auch mit Kürzel) keine Maske tragen möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute hatte ich gleich zwei begründete Ausflüge in die böse Welt außerhalb meiner heimeligen Höhle. <br>Der eine Weg führte mich zu meinem Reifenexperten des Vertrauens, bei dem ich meine Winterreifen einmotten ließ, um mit meinen Sommerreifen vom Hof zu reiten, bzw. zu fahren. <br>Der zweite Weg führte mich, in angenehmer Gesellschaft durch meinen Betreuer (auch des Vertrauens), zu meinem wöchentlichem Einkaufshorror.  In jugendlichem Leichtsinn hatte ich wieder die Pfandflaschen von mehr als zwei Wochen gehortet und ich denke, ein Pfandbon von über 18€ ist ziemlich selbsterklärend. <br>In allen Fällen hatte ich meinen neuen Begleiter, die verordnete Gesichtsbedeckung. <br>Während ich am Montag schon erste Erfahrungen mit meinem alternativen Palästinenser-Tuch aus alten Punkzeiten sammeln konnte und die Erkenntnis gewinnen durfte, dass sich bei schönem Wetter mit dicker Wolle zu vermummen echt schweißtreibend und den Atem störend ist, sammelte ich heute Erfahrungen mit einem Wegwerf-Mundschutz aus dem Vorrat der Pflegestation in meinem Zuhause und bei der zweiten Tour mit einem wunderbaren Geschenk in Form einer handgenähten Einhornmotiv- Maske. <br>Ich war also, trotz meiner inneren Auflehnung, brav und hielt mich an die verordneten Maßnahmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch fühle ich mich mit der Situation unwohl und kann das auch erklären. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch bevor ich dazu komme, brauche ich noch eine Erklärung vorab. <br>Ich weiß, das Thema triggert zur Zeit nahezu jeden Menschen und Meinungen kochen hoch wie überhitzte Atomkraftwerke. <br>Selbst ich bin darüber schon explodiert.<br> Das, was ich hier schreibe, ist kein Politikum, sondern alleine meine Ansicht und Meinung. <br>Ich möchte damit keinen Menschen zu irgendwas anstiften, radikalisieren oder ähnliches, sondern nur meine Sicht der Dinge wiedergeben. Auf keinen Fall möchte ich auf den Sinn oder auch Unsinn der Maskenpflicht eingehen. Ich könnte mich dazu äußern, will ich aber nicht, da eine vernünftige Diskussion, in diesem politisch aufgeheizten Kontext, meiner Meinung nach nicht zielführend ist. <br>Die Entscheidung wurde getroffen und die Verordnung ist jetzt da, damit Basta. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht mir ausschließlich um mein Gefühl. <br>Es passt für mich nicht zusammen, dass ich mich an eine Regel halten soll, deren Sinn ich bei aller Liebe nicht verstehen kann. <br>Ja, ich kenne alle Erklärungen, habe mir alle Seiten angehört, und verstehe auch die Unterschiedlichen Methoden. Es scheint nur niemand verstehen zu können, das ich mir daraus einfach selber eine Meinung bilde. <br>Und ich habe ein Recht auf diese Meinung. <br>Und auch andere haben ein Recht auf ihre Meinung, auch wenn sie mit meiner nicht übereinstimmt. <br>Ich bin überzeugter Demokrat und denke, wenn halt mehr Leute eine andere Meinung haben, dann sollte ich mich halt anpassen und dem Weg der Gesellschaft folgen. <br>Aber ich muss es weder toll finden, noch unterstützen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Persönlich finde ich auch toll, wie viele Leute aus der „Pro-Maske-Fraktion“ sich Mühe geben, andere Leute zu unterstützen. Nähaktionen und ähnliches, genauso wie gemeinsame Maskenbeautytipps oder andere positive Beiträge.<br> Ich freue mich über den teilweise so liebevollen und sozialen Umgang mit der Situation. <br>Mein Problem mit der Maskenpflicht besteht nicht darin, dass ich das ganze Unsinnig finde. Da gibt es weit unsinnigere Gesellschaftsregeln, die ich auch toleriere. <br>Mein Problem besteht aus meiner persönlichen Krise und meinen eigenen Erkrankungen und diese Sicht möchte ich gerne mal schildern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe eine Angststörung! <br>Meine behandelnden Ärzte sind sich nicht sicher, ob es sich um eine generelle Angststörung oder eine sogenannte Sozialphobie handelt. <br>Fakt ist, ich fühle mich im Umgang mit fremden Menschen extrem unwohl. <br>Aus diversen Ängsten heraus habe ich bereits als Kind gelernt, Mimik und Gestik von Personen zu deuten, da ich diese schon immer als sehr ehrliche Kommunikationskanäle erkannt habe.<br> Ich habe extreme Angst in Menschenmassen und fürchte große, anonyme Ansammlungen. <br>Durch die vermummten Gesichter und den zur Zeit vorherrschenden, unsicheren körperlichen Umgang miteinander, fühle ich mich extrem verunsichert. <br>Ein wichtiger Teil meiner eigenen Analyse der Umgebung ist dadurch gestört und das triggert mich auf das ungemeinste. <br>Der Aufenthalt unter Vermummten macht mich extrem aggressiv und ängstlich. <br>Daher brauche ich im Moment meine wöchentliche Einkaufsbegleitung, um mich abzulenken und „runter zubringen“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb finde ich auch, dass die Benutzung von Masken mich als individuelle Persönlichkeit schädigt und bezweifele, dass ich so eine spezielle Schneeflocke bin und ich damit alleine dastehe. <br>Und bevor sich jemand aufregt, sage ich noch schnell, dass mein Angstgefühl mich so sehr in meiner Lebensqualität beeinflusst, dass ich dadurch tatsächlich die potentielle Gefährdung anderer Personen als zweitrangig sehe. <br>Das mag egoistisch sein, aber wenn jemand das ernst meinen würde, könnte er einen Beitrag leisten und für mich einkaufen fahren, gerne auch mit Maske. <br>Handeln statt meckern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit endet es aber noch nicht…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe eine Persönlichkeitsstörung. <br>Einen großen Teil meines Lebens habe ich hinter Masken gelebt. Keine physischen Masken, sondern verschiedene Rollen, die ich sehr akribisch eingenommen habe. <br>Das führte bei mir zu einer inneren Zwangsproblematik, durch die ich mich in meinem Verhalten immer perfekt meiner Umwelt anpassen wollte. <br>Ich habe meine eigene Persönlichkeit erfolgreich unterdrückt und eine Unzahl an alternativen Persönlichkeiten aufgebaut, in deren Rolle ich schlüpfen konnte. <br>Das Problem war, dass meine Persönlichkeitsentwicklung darunter enorm gelitten hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> In den letzten Jahren habe ich damit begonnen, meine<strong> </strong>Masken<strong> </strong>systematisch abzubauen und Nähe und Persönlichkeit zu zeigen. <br>Viel positives Feedback und schöne Momente haben mir gezeigt, dass mir dieser Weg gut bekommt und ich Fortschritte mache. <br>Aber wenn ich die Masken aufsetze, klickt etwas in mir um. Ich spüre regressives Verhalten in mir und bemerke, wie alte Muster in mir aufsteigen. <br>Ich möchte mir die Maske abreißen und darauf herumtrampeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Probleme gemeinsam bedeuten für mich die ernsthafte Gefahr, in meiner Erkrankung Rückschritte zu machen. <br>Wenn die Situation länger anhält, bleibt mir nur die soziale Isolation (wie ich es früher schon einmal hatte) oder die Reaktivierung meiner soziopatischen Anteile, um meine eigene Seele zu schützen. <br>In jedem Fall macht die Maske etwas schlechtes aus mir.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt, dass ich ein extrem adipöser Diabetiker mit Bluthochdruck bin. <br>Mir fällt Bewegung schwer und zur Zeit komme ich nicht zu meinem einzig akzeptablem Sport und kann somit auch nichts dagegen machen. Konsequenz &#8211; ich bin kurzatmig. Unter der Maske bekomme ich extrem schlecht Luft und meine Körperhitze staut an. <br>Nach dem Besuch eines einzigen Discounters bin ich absolut durchgeschwitzt und hechele wie ein Husky in der Sahara.<br>Ich fürchte Atemnot und Kreislaufprobleme. <br>Und ich glaube, ich bin nicht der einzige Mensch mit diesen Problemen. In mir springt mein persönlicher Hasskasper an und schreit: „ Ja, die Fetten dürfen am Kreislaufkollaps krepieren, damit die alten Menschen länger leben können. Das ist mal Rücksichtnahme!!!“ <br>Ich fürchte, über diese Punkte denken viele Menschen nicht nach und verurteilen lieber pauschal alle Maskengegner als Egoisten und Asoziale. <br>Und sie haben recht, ich bin Egoist. Und Warum? <br>Weil die wenigsten über meine Probleme nachdenken und sich auch irgendwer um mich kümmern darf. <br>Und ich bin auch asozial. Und Warum? <br>Weil ich dazu gezwungen werde, mich aus der Gesellschaft zu distanzieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wäre schön, wenn manche Menschen einfach mal überlegen würden, warum andere Menschen so sind, wie sie sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich werde demnächst mit meinem Hausarzt diese Probleme besprechen und hoffe auf eine Ausnahmegenehmigung von der Maskenpflicht. <br>Für meine Gesundheit. <br>Aber wenn ich so an die pseudomittelalterlichen Rotten denke, die skandierender Weise mit Mistgabel und Fackel durch die digitalen Landschaften pöbeln um sämtlichen nicht-maskentragenden Ketzern ihr finsteres Zauberwerk austreiben wollen, suche ich lieber schon mal Online nach feuerfester Unterwäsche. Wir sehen uns dann am Scheiterhaufen…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer, durch Masken unangenehm berührter, Mausebär (td)</p>
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