<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>MbKl &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
	<atom:link href="https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/tag/mbkl/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de</link>
	<description>Selbsthilfe, Genesungsbegleitung und Betroffenenbeteiligung</description>
	<lastBuildDate>Sat, 20 Jun 2020 17:02:33 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wp-content/uploads/2022/08/EaN_Logo_01_Bild-einzeln-transparent.png</url>
	<title>MbKl &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
	<link>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Der Wert des Lästerns</title>
		<link>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/der-wert-des-laesterns/</link>
					<comments>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/der-wert-des-laesterns/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2020 11:56:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[MbKl]]></category>
		<category><![CDATA[Psychohygiene]]></category>
		<category><![CDATA[Ratschläge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/?p=2307</guid>

					<description><![CDATA[Ein kleiner Gedanke über den Wert des Lästerns ruft den weisen alten Sensei Mausebär (td) auf den Plan, der wieder eine kostenfreie aber wertvolle Lektion der Mausebärischen Kommunikationslehre (MbKl) in seiner Geschenkschatulle mitbringt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ein kleiner Gedanke über den Wert des Lästerns ruft den weisen alten Sensei Mausebär (td) auf den Plan, der wieder eine kostenfreie aber wertvolle Lektion der Mausebärischen Kommunikationslehre (MbKl) in seiner Geschenkschatulle mitbringt.</p>



<p>Gestern hatte ich wieder einen Anlass, über den Unterschied zwischen einem Gespräch über eine Person und dem „Lästern“ über eine Person nachzudenken. Die Hintergründe führen mich zu tief in das Feld der Vertraulichkeit, aber das grundsätzliche Thema verdient eine Betrachtung.</p>



<p>Also schreibe ich heute über das Lästern. Wie immer fange ich mit einer Wortdefinition an und befrage dazu meinen mittlerweile guten Freund, den Duden:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>&#8230;sich über jemanden [der abwesend ist], über etwas abfällig, mit kritischen oder ein wenig boshaften Kommentaren äußern. </p><cite>Duden- Online (Auszug)</cite></blockquote>



<p>Im Weiteren lässt sich herausfinden, dass das Wort im ursprünglichen Sprachgebrauch eigentlich die Bedeutung einer religiösen Schmähung hatte. Man tat „gotteslästerliche“ Dinge, oder sprach „gotteslästerliche“ Sprüche. Ein, für mich, interessanter Aspekt, auf den ich nachher eingehen will. <br>Doch blicken wir noch weiter auf die Wortherkunft, um den grenzenlosen Drang nach Infotainment zu befriedigen. <br>Das Wort „lästern“, in mittelhochdeutsch noch mit einem „e“ geschrieben, also „lestern“, hat seine Wurzeln in dem althochdeutschen Wort „lastirōn“. Dieses bedeutet, jemanden zu schmähen oder zu beschimpfen. Auch das von uns heutzutage verwendete Wort „Laster“ (die Angewohnheit, nicht das Kraftfahrzeug) bezieht sich in der ursprünglichen Bedeutung „Schmähung“ auf diesen Wortstamm.</p>



<p>Wie kommt es also, dass sich ein früher noch öffentlich dargestelltes Ereignis, also die Beschimpfung oder Verunglimpfung einer Person über die Schmähung religiöser Angelegenheiten, zu dem uns heute bekannten Volkssport entwickelt hat?</p>



<p>Die Antwort ist ebenso einfach, wie auch interessant. <br>Denn, aus anthropologischer Sicht, war das Lästern schon immer ein Bestandteil unseres sozialen Umgangs. Doch erst in, zeitgeschichtlich gesprochen, jüngster Zeit, wurde es als solches bezeichnet. Wahrscheinlich, weil das „Lästern“, als Form der Gottesschändung, mit der Zeit der Aufklärung so langsam aus der Mode kam. <br>Man hatte also ein gutes Wort frei und somit eine Gelegenheit, es gleich zur Beschreibung eines sozialen Prozesses zu machen. Auch schon früher war das „Lästern“ als &#8222;üble Nachrede&#8220; oder „Plaudern aus dem Nähkästchen“ ein verbreitetes Phänomen. <br>Wahrscheinlich wurde schon an den Feuern des Cro-Magnon-Menschen fleißig über abwesende Gruppenmitglieder hergezogen. </p>



<p>Und da sind wir gerade beim Knackpunkt, denn lästern kann man nur über eine Person, die in gewisser Weise Teil der bestehenden Gruppe ist. Über Außenstehende ist schwer zu lästern. <br>Natürlich kann man sich auch über Fremde „das Maul zerreißen“, aber im tieferen Kern verbindet uns doch immer etwas mit dem &#8222;Ziel&#8220; der Lästerei. </p>



<p>Das ist auch notwendig für die soziale Funktion des Lästerns. Im Prinzip ist dieses nämlich ein Teil des sozialen Kampfes um den Platz in der Gruppenhierarchie. Wir lästern instinktiv, um unseren Platz in unserer sozialen Gruppe zu sichern oder zu verbessern. <br>Je weniger es ein adäquates Mittel war, die soziale Stellung in der Gruppe durch körperliche Gewalt zu festigen, umso mehr trat der Prozess der verbalen Gewalt auf den Plan. <br>Bleiben wir realistisch, ein über zehntausende von Jahren erworbenes System wird man nicht in 5.000 Jahren Kulturgeschichte los. Und selbst der größte Menschenfreund wird in sich das Drängen verspüren, seine soziale Stellung zu erhalten &#8211; auch auf dem Rücken anderer. <br>Je früher wir akzeptieren, dass das Leben so läuft, umso früher können wir uns Möglichkeiten überlegen, diesen Prozess in geregelte Bahnen zu lenken. </p>



<p>Damit meine ich, ein System zu schaffen, das es uns erlaubt, unsere sozialen Bedürfnisse, zu denen ich das Lästern zähle, so auszuleben, dass möglichst kein anderer Mensch davon Schaden nimmt. Statt also das Lästern total zu vermeiden, gilt es, einen Ehrenkodex aufzubauen, der einen mit erhobenem Kopf lästern lässt. </p>



<p>Der Mausebär hat sich da natürlich auch was überlegt. <br>Als Meister der Vollkontakt-Kommunikationssportart MbKl ist es natürlich auch wichtig, wie bei allen Kampfkünsten einen moralischen Kompass zu schaffen. Wahre Anhänger der MbKl nutzen daher folgende Richtlinien, um kompetent, fair und im Sinne der MbKl zu lästern:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Sage gegenüber Deinen Lästerpartnern niemals etwas, was Du der betreffenden Person nicht auch persönlich sagen würdest.</li><li>Bleibe stets ehrlich in Deinen Aussagen.</li><li>Versuche immer auch, etwas freundliches über die belästerte Person einzubringen.</li><li>Sage nichts, was jemanden zu Taten zwingen würde, denn das ist gefährlich.</li><li>Stelle keine Behauptungen auf, zu denen Du nicht stehen willst.</li><li>Lästere nicht über Personen, die deutlich unter Deinem Niveau sind, denn das senkt <strong>Dein</strong> Niveau.</li><li>Verdeutliche Dir immer, dass alles was Du tust, auch von Anderen getan werden kann – und zwar gegen Dich.</li><li>Lästere stets so, dass die Art Deines Lästerns zur allgemein akzeptierten Form werden kann, die Du also auch gegen Dich akzeptierst.</li><li>Bleibe originell und werde nicht langweilig, variiere Sprüche und Ziele.</li><li>Lästere niemals mit Menschen, die damit nicht umgehen können.</li></ul>



<p>Liebe Schüler der MbKl, denkt über diese Regeln nach und versucht die Weisheit darin zu finden. Sucht in Euren Herzen nach dem tieferen Sinn der Worte und teilt diesen mit all den anderen Suchenden da draußen (gerne auch per Kommentar).</p>



<p>In dem Sinne grüßt Euch im friedvollen aber lästerbereiten Meditationszustand,</p>



<p>Euer Sensei Mausebär (td)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/der-wert-des-laesterns/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Diskutieren, wie der Mausebär es mag</title>
		<link>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/diskutieren-wie-der-mausebaer-es-mag/</link>
					<comments>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/diskutieren-wie-der-mausebaer-es-mag/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2020 13:05:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Interaktion im Ausnahmezustand]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftsspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[MbKl]]></category>
		<category><![CDATA[Moderation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/?p=2033</guid>

					<description><![CDATA[Aus gegebenem Anlass formuliert der Mausbär (a.k.a. Thorsten Dürholt) seine Meinung über gute Diskussionen mal auf spielerische Art.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Aus gegebenem Anlass formuliert der Mausbär (a.k.a. Thorsten Dürholt) seine Meinung über gute Diskussionen mal auf spielerische Art.</p>



<p>Mal wieder habe ich festgestellt, dass ich irgendwie etwas vermisse. <br>Ich vermisse eine anständige Diskussionskultur. <br>Nicht erst seit gestern, sondern schon eine geraume Zeit, plagt mich das Gefühl, dass meine Mitmenschen keinerlei Gefühl für Gesprächsetikette haben. </p>



<p>Statt lange herum zu meckern, was ich mich stört, würde ich heute gerne einfach vorstellen, wie ich mir eine gute Diskussion vorstelle. <br>Das dauert nicht lange, ist wahrscheinlich eingängig und jeder, der mich dann demnächst in einer Diskussion genau so behandelt, kommt auf meine interne Liste der coolen Leute, fest versprochen.<br>Um es zu vereinfachen und auch, weil ich die Form aus bekannten Gründen mag, versuche ich mal die  Regeln einer für mich gut geführten Diskussion als Spielregeln zu formulieren.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Spielregeln für das Gesellschaftsspiel „Diskutieren, wie der Mausebär es mag“</h4>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong>Diskutieren, wie der Mausebär es mag &#8211; die Spielregeln</strong></p><p><strong>Spieleranzahl</strong></p><p>Das Spiel kann von 3-8 Personen im Alter von 14-99 Jahren gespielt werden. <br>Theoretisch können auch mehr Spieler teilnehmen, davon rät der Spielentwickler aber unbedingt ab. <br>Regeln für das Spiel mit zwei Personen werden demnächst im Erweiterungsset angeboten.</p><p><strong>Spielvorbereitung</strong></p><p>Das Spielfeld sollte eine gemütliche Situation sein, in der sich alle Personen gegenseitig direkt anschauen können. <br>Es eignet sich hervorragend ein sogenannter Stuhlkreis (dabei stehen die Stühle in einer kreisförmigen Formation mit der Sitzlehne nach außen), oder bei gewünscht weniger Kontakt, eignet sich auch ein einfacher Tisch als Mittelpunkt. <br>Die Umgebung sollte möglichst &#8222;reizarm&#8220; sein, um die Konzentration der Spieler nicht zu stören. <br>Die Mitspieler sollten sich in einer geeigneten Distanz zueinander hinsetzen. <br>Die Empfehlung ist hierbei, so nah aneinander zu sitzen, dass man sich verstehen kann, aber nicht so nah, dass ein körperliches Unwohlsein auftritt. <br>Vom Sitzen auf dem Schoss wird explizit abgeraten.<br>Die Spielrunde einigt sich auf ein Diskussionsthema. <br>Vorgefertigte Themen finden sich in jeder Nachrichtensendung und auch gratis im Internet. <br>Es ist empfehlenswert, dieses Thema schon frühzeitig festzulegen, um den Spielspaß durch passende Vorbereitung zu erhöhen.<br>Aus den Mitspielern wird  ein Spieler bestimmt, der die Rolle des Moderators bekommt. <br>Können die Spieler sich nicht auf einen Moderator einigen, wird der Mitspieler zum Moderator bestimmt, der am Spielort das Hausrecht vertritt. <br>Im Anschluss wird der Startspieler bestimmt. Startspieler sollte möglichst der Mitspieler mit dem Themenvorschlag sein, oder der unerfahrenste Mitspieler.</p><p><em><strong>Spielstart</strong></em></p><p>Der Moderator stellt noch mal kurz das Thema vor. <br>Diese Erklärung darf maximal fünf Sätze umfassen, die jeweils nur drei Nebensätze enthalten dürfen. <br>Sollte der Moderator das nicht einhalten können, muss er beim nächsten mal eine Moderationskarte vorbereiten und seine Einleitung nach dem Ende des Spiels als Protokoll ausformulieren und an alle Mitspieler einzeln in handschriftlicher Kopie überreichen. <br>Dann übergibt der Moderator an den Startspieler. <br>Dieser formuliert dann eine dem Thema entsprechende Aussage, die eine Meinung oder Behauptung, im weiteren als These bezeichnet, enthält. <br>Diese These wird für die gesamte Spielrunde benutzt.</p><p><strong>Spielverlauf</strong></p><p>Die anderen Mitspieler dürfen sich nun eine passende Antwort, im weiteren Spielverlauf Argument genannt, überlegen. Ein Argument muss zwingend eine einzelne, zu der These passende, Aussage enthalten und darf durch eine einfache (also kurze) Erklärung begründet werden. Das Argument darf nach freier Wahl des Mitspielers die These unterstützen oder widerlegen. <br>Der Mitspieler signalisiert daraufhin dem Moderator durch Handzeichen, dass er sein Argument vorbereitet hat. <br>Der Moderator erteilt nun den einzelnen Mitspielern das Wort. Hierbei achtet er auf eine möglichst faire Verteilung der Sprechanteile. <br>Der Mitspieler, der an der Reihe ist, stellt nun sein Argument vor und begründet es mit möglichst wenigen Worten. <br>Der Moderator wiederholt die Argumentation, also das Argument samt seiner Begründung, in eigenen Worten und achtet darauf, ob es eventuelle Verständnisprobleme oder Fragen unter den Mitspielern gibt. <br>Die Mitspieler signalisieren hierbei dem Moderator Verständnis- oder Inhaltsfragen mit einem Handzeichen. <br>Jede Frage sollte mit einem W-Wort beginnen und maximal aus 30 Wörtern bestehen und mit einem Fragezeichen enden. Sollte es Verständnisprobleme geben, werden diese kurz durch den Moderator aufgeklärt. <br>Der Moderator darf zu diesem Zweck die anderen Mitspieler befragen. <br>Auch inhaltliche Fragen zur Begründung dürfen gestellt werden, die der Moderator, oder nach Worterteilung durch den Moderator,  der begründende Mitspieler erklären kann.<br>Danach wählt der Moderator einen anderen Mitspieler aus, der jetzt seinerseits seine Argumentation vorstellt. <br>Wenn alle Mitspieler jeweils ein Argument vorgetragen haben, dann darf der Startspieler noch einmal auf die Argumente eingehen und seine durch die Argumente veränderte These neu vorstellen. <br>Sollte sich der Startspieler entscheiden seine These beizubehalten, oder die Anpassung findet noch nicht das einvernehmliche Einverständnis der anderen Spieler, so wird eine weitere Argumentationsrunde gespielt.</p><p><strong>Das Ende</strong></p><p>Das Ende einer Spielrunde ist erreicht, wenn alle Mitspieler soweit mit der neu formulierten These des Startspielers einverstanden sind, wenn die Mitspieler keine passenden Argumente mehr finden oder nach einer vorherbestimmten Ablaufzeit. <br>Es folgt die Wertschätzung.</p><p><strong>Die Wertschätzung</strong></p><p>Als kooperatives Spiel hat „Diskutieren, wie der Mausebär es mag“ keinen einzelnen Gewinner. <br>Die Spielgruppe gewinnt oder verliert gemeinsam. Der Gewinn des Spieles ist von der sogenannten Wertschätzung abhängig. <br>Im Anschluss an die Spielrunde erteilt der Moderator jedem einzelnen Spieler das Wort. <br>Der Spieler hat nun eine angemessene Zeit, zu erläutern, was er aus der Spielrunde gelernt hat und wie er das Spielerlebnis fand. <br>Hierbei dürfen andere Mitspieler ausdrücklich gelobt werden, aber auch sachbezogen wegen ihres Spielverhaltens (und ausschließlich wegen ihres Spielverhaltens) kritisiert werden. <br>Entsteht durch diese Abschlussrunde ein Gefühl des Wohlseins und der Gemeinschaft, gilt die Spielrunde als gewonnen.</p><p><strong>Achtung!!!</strong></p><p>Beleidigungen, Zwischenreden, Schreien und seine Beiträge oder Fragen nicht kurz zu halten, ist genauso unzulässig wie körperliche Gewalt oder emotionale Erpressung. <br>Der Spielentwickler empfiehlt dringend, bei Zuwiderhandlung mit entsprechendem Mitspieler nicht mehr zu spielen.</p><cite>&#8222;Diskutieren, wie der Mausebär es mag&#8220;, Auszüge aus der Spielanleitung vom Mausebär, erschienen in der Fairbär- Edition des Mausebär-Eigenverlags</cite></blockquote>



<p>So, das war es, so stelle ich mir eine gute Diskussion vor. <br>Jeder der jetzt sagt: „Aber Mausebär, du verstößt ja selber dauernd gegen diese Regeln“, antworte ich gerne mit einem: „Da hast Du recht, aber ich würde es gerne lernen dieses Spiel so zu spielen“. <br>Also, wer versucht sich in einer kleinen Partie mit mir?<br>Vielleicht hilft Übung ja?</p>



<p>Mit spielerischem, aber auch gut argumentiertem Gruß,</p>



<p>Euer Mausebär (a.k.a. Thorsten Dürholt)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/diskutieren-wie-der-mausebaer-es-mag/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Meinungsbefreit</title>
		<link>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/meinungsbefreit/</link>
					<comments>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/meinungsbefreit/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Apr 2020 12:36:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Ängste]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[MbKl]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/?p=1073</guid>

					<description><![CDATA[Einer dieser Texte, in denen der weise alte Sensei Mausebär (a.k.a. Thorsten Dürholt) es mal wieder nicht schafft, sich angstfrei in gewaltfreier Kommunikation mit dem inneren Selbst zu üben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Einer dieser Texte, in denen der weise alte Sensei Mausebär (a.k.a. Thorsten Dürholt) es mal wieder nicht schafft, sich angstfrei in gewaltfreier Kommunikation mit dem inneren Selbst zu üben.</p>



<p>Vorhin hatte ich wieder die Zeit, meine Gedanken etwas baumeln zu lassen. Tatsächlich habe ich dafür ein paar ruhige Minuten gefunden.<br>Erst ging mir dies und das so einfach im Kopf herum, dann wurde es konkreter, denn eine meiner inneren Stimmen fragte mich ganz nonchalant, ob ich denn schon über eines meiner Lieblingsthemen geschrieben hätte. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Gemeint ist natürlich die Redefreiheit. </h6>



<p>Hui, gleich gab es Aufregung im innerem Team.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p> Darf ich das überhaupt? <br>Ist das noch Genesungsbegleitung? <br>Ist das Erfahrungswissen? <br>Gehört das zu meiner Philosophie? <br>Ist mein täglicher Text der richtige Ort für ein Politikum? <br>Ist dieses Thema überhaupt politisch? </p><cite>Aus dem Protokoll der inneren Teamsitzung 17.04.2020</cite></blockquote>



<p>Sondersitzungen wurden in meinem inneren Parlament einberufen, Expertenausschüsse gebildet und alte Akten und Protokolle hervorgekramt. <br>Während dieser reichhaltigen Debatte schlich ich mich leise an meinen Rechner. Und während alles so langsam hochfuhr, lauschte ich den inneren Stimmen. <br>Und obwohl noch warnende Verweise über die Reaktion der Redaktion und den drohenden Verlust meiner Leserschaft durch die ehrwürdigen Hallen meiner Persönlichkeit schallten, war die Entscheidung getroffen. <br>Natürlich will ich auch diesmal etwas Persönliches, ja quasi Brauchbares, aus meinen Gedanken machen. Und auch wenn ich meine üblichen Predigten wahrscheinlich maximal bis zum Ende unterdrücken können werde, versuche ich mich heute mal ganz anders diesem Thema zu nähern. <br>Nämlich persönlich…</p>



<p>Jeder der mich kennt, hat schon mal mitbekommen, dass mich nichts mehr aufregt, als die Einschränkung der freien Meinungsäußerung. <br>Jegliche Form von Zensur oder Sanktionierung von Meinungen löst bei mir ganze Vorträge aus, bei denen ich mich viel zu oft in Rage rede.<br>Dass ich dabei keine andere Meinung gelten lasse, ist mein persönliches Dilemma, denn es wird ja zum Absurdum, wenn man über die Freiheit der Rede nicht frei diskutieren kann. <br>Ich werde provokant, halsstarrig und im allgemeinen äußerst unangenehm. Und in der späteren Reflektion bin ich mir sogar selbst unangenehm. <br>Aber kann ich mich für die Verteidigung meines höchsten Gutes überhaupt entschuldigen? <br>Ein kluger Mann würde jetzt eindeutig sagen, man könne sich ja für die Art, nicht für den Inhalt entschuldigen. <br>Das wäre natürlich eine Lösung. Daran könnte ich glatt arbeiten. Meist tut es mir ja auch selber leid, wie anstrengend ich für meine Mitmenschen bin. Aber das ist ja gar nicht mein Thema heute. </p>



<p>Tatsächlich habe ich heute in mir einen freudigen Philosophenkreis, der mir dauernd ins Gehirn fäkalisiert. <br>Gerade noch wollte er mich verführen, den Text in Richtung des Verhältnisses von Mittel zu Ergebnis zu drehen. <br>Da bin ich noch rechtzeitig drüber gehüpft. <br>Jetzt werde ich schon wieder angeregt, darüber zu sinnieren, was ich für ein schlechter Mensch bin. Das brauche ich heute auch nicht.<br>Interessant ist eher die Frage, warum meine Gedanken jegliche Abzweigung von meinem jetzigen Gedankenpfad ins Spotlight zwingen, wie den Teilnehmer einer Castingshow. <br>Welche dunklen Abgründe warten auf dem Weg vor mir? <br>Gut, ich rede gerne über die Freiheit der Meinung. Eindeutig habe ich da eine Meinung und kein Problem damit, diese hinauszuposaunen. <br>Was ist diesmal anders? <br>Die Andeutung, dass ich mich heute dem Thema selbstkritisch nähere? </p>



<p>In mir kommt ein kleines Kribbeln hoch. Spannung steigt in mir auf und vorsichtig, aber umso neugieriger, leuchte ich mit der Taschenlampe meines Intellektes auf den Pfad vor mir. <br>Keine weiteren Abzweigungen, kein Blick zurück auf den hell erleuchteten Kirmesplatz meiner üblichen plakativen Aussagen. Jetzt geht es aber mal tief ins dunkle Gehölz. </p>



<p>Immer, wenn ich höre „Dass kann man doch so nicht sagen!“, geht mir der Hut hoch. Auch ein &#8222;Das macht man halt nicht!“, ist eher kontraproduktiv für meinen Blutdruck. <br>Dabei frage ich mich schon seit Jahrzehnten, wer dieser ominöse „man“ überhaupt ist. Das passt nicht in mein Verständnis. <br>Schließlich habe ich gerade Buchstaben zu Worten und Worte zu Sätzen geformt. Diese habe ich ganz klar auf phonetische Weise aus meinen Körper befreit. Es scheint also eine Eigenart von diesem „man“ zu sein, dass er diverse deutsche Satzgebilde nicht von sich geben kann. <br>Das wäre, wenn ich ihn kennen würde, vielleicht eine interessante Information, aber doch nicht in Bezug auf meine gerade getätigte Aussage. <br>Und ja, ich mache das mit Absicht. Seit ich bei meinem Freund, dem Polarbären, in die Lehre gehe, was sprachliche Verbindlichkeit angeht, habe ich angefangen, Ungenauigkeiten nicht nur aktiv (also bei mir), sondern auch passiv (bei Anderen mir gegenüber) zu bekämpfen. <br>Da ich nicht andauernd meine Umgebung verbessern will, oder dauernd meine Mitmenschen zurechtweisen kann, habe ich mich für das faszinierende Werkzeug der Naivität entschieden. <br>Nur weil ich tendenziell zwischen den Zeilen lesen kann, muss ich das schließlich nicht gleich mit vorlesen. </p>



<p>Und schon wieder ein Umweg. <br>So wie ich heute um den Pfad mäandere, wird es wohl ein langer Weg zum Ziel. <br>Arme Sonja, eine Menge Kommas werden auf dem Weg liegen. <br>Armer Alex, der soll den ganzen Mist ja auch gegenlesen. <br>Vielleicht mache ich einen Guerilla-Text daraus, würde doch zur freien Meinungsäußerung passen? <br>Zurück auf den Weg, das sanfte Rehlein „Umgang mit der Redaktion“ zurück in den Wald geschoben und weiter geht es. <br>Ich mag es nicht, wenn mir jemand den Mund verbietet, weder tatsächlich, also zum Schweigen, als auch inhaltlich. <br>Eine Quasselstrippe war ich schon immer. Einer von denen, „bei dem man das Maul nach dem Tod noch extra totschlagen muss“. <br>Nicht reden zu dürfen, ist mir ein Grauen. <br>Zwar habe ich mittlerweile Techniken entwickelt, meinen Redefluss unter Kontrolle zu halten &#8211; also manchmal! &#8211; aber trotzdem ist es wie eine Sucht. Zwei herausstechende Themen sind dabei „das letzte Wort“ und &#8222;alles zu kommentieren&#8220;. Vielleicht hängt das mit meiner Geltungssucht zusammen. <br>Ich glaube, ich wäre gerne so intelligent, gebildet und schlagfertig, dass ich immer das letzte Wort habe. Bin ich aber nicht. <br>Daher habe ich mir zwei Hilfsmittel zugelegt. Als erstes den Humor. Lachende Menschen reden nicht. Eine Pointe ist somit immer das letzte Wort. Zack, gewonnen. <br>Das zweite Hilfsmittel ist die Provokation &#8211; einfach etwas in den Raum zu stellen, wo jeder mit offenem Mund stehen bleibt. Es gibt Dinge, auf die kann man nichts mehr erwidern, ohne &#8222;doof&#8220; dazustehen. Egal ob mein Gegenüber jetzt die Fresse hält oder sich blamiert, das letzte „gute“ Wort hatte ich. <br>Der wahre Leidensweg meines Umfeldes begann, als ich merkte, dass man diese Techniken auch wunderbar mischen kann. <br>Humor und Provokation funktionieren wunderbar miteinander. <br>Egal in welcher Geschmacksfarbe, ob zynisch oder sarkastisch, es funktioniert. <br>Der wunderbare Comedian Serdar Somuncu beeindruckte mich mal auf das Höchste. Ich saß, nicht Böses ahnend, denn damals kannte ich ihn noch nicht, in einem Auftritt, wo er das Programm „Hassprediger“ spielte. Ich hörte Worte, die mir direkt aus der Seele sprachen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Ich sage das, was ihr euch nicht zu denken traut!</p><cite>Serdar Somuncu, aus dem Programm &#8222;Hassprediger&#8220;</cite></blockquote>



<p>Ich war fasziniert. Das war mein Humor. Meine Humorheimat ist die Satire.</p>



<p>Ja, ich liebe Satire. <br>Ich mag die überzogene Darstellungsart &#8211; den Aufschrei zwischen Humor und Provokation, gewürzt mit Meinung. <br>„Satire darf alles“ wurde nicht nur mein Credo, sondern auch mein Schutzschild. <br>Wenn nämlich Satire alles darf, legitimiert das direkt den Einsatz meiner beiden Lieblingswaffen. Humor und Provokation. <br>Allerdings braucht es noch den Anschein des „Guten“. <br>George W. Busch hatte seinen „Krieg gegen den Terror“, Hitler die &#8222;wild schießenden Polen an der Grenze&#8220; und die &#8222;bösen Reichstagsniederbrenner“, die Kreuzritter das „miese Heidenpack“ &#8211;  jeder hat so sein offizielles Feindbild, um die eigene Aufrüstung zu legitimieren. <br>Bei mir ist es die Einschränkung der Meinungsfreiheit. </p>



<p>Manchmal ist es auch nur ein Schild, hinter dem ich stecke, um aus sicherer Deckung heraus meine Parolen zu skandieren. <br>In dieser Hinsicht unterscheidet mich nichts von anderen Populisten.<br>Da ist es doch auch letztendlich nur fair, dass ich den anderen Idioten das selbe Recht einräume.<br>Es geht mir gar nicht um die Inhalte, sondern nur um meine Angst – wann wird mir der Redestein endgültig entrissen?<br>Obwohl ich mit dem Teil häufig schmeiße und auch gerne Richtung Kopf oder Genital ziele, habe ich den nämlich ganz doll lieb. <br>Ich bin kein „böser, menschenverachtender Was-auch-immer-Feind“. Ich verkleide mich nur manchmal gerne als ein solcher. <br>In dieser Rolle bin ich sicher und kann meine Werkzeuge gekonnt einsetzen. <br>Und obwohl ich mich immer mehr innerlich von dieser Rolle distanziere, nämlich mit jedem Schritt, mit dem ich mich auch von meinen Ängsten löse, wird sich diese Maske immer mal wieder um mein Gesicht legen, um mich zu schützen. <br>Dieser Text macht mir auch Angst, denn ich rede ungern über meine Ängste. </p>



<p>Mein innerer Narzisst springt gerade im Dreieck, weil ich dabei bin, öffentlich zuzugeben, dass meine „charmante und weltgewandte“ Art tatsächlich eine Konsequenz meiner Angststörung ist. <br>Dass meine Fähigkeit, tief in die Abgründe des Niveaus einzutauchen und selbst bei dem miesesten Arschloch noch die gut verschlossene Kellerklappe zu finden und zu durchbrechen, keine Kunstform ist, sondern mentale Selbstverteidigung. <br>„Tu&#8216; es nicht!“ schreit es in mir. <br>&#8222;Zeige deiner Umgebung nicht deine Waffen und vor allem erkläre sie nicht &#8211; ich verliere den Überraschungsmoment!&#8220; <br>Aber vor zwei Tagen habe ich eine bedeutsame Entscheidung getroffen. <br>Ich wurde zum ersten Großmeister der MbKl. <br>Auf dem Weg zum Meister gibt es, jedenfalls laut den japanischen Budo-Regeln, eine Stelle, wo sich eine Entscheidung versteckt hält. Nicht der Umgang mit meinen kommunikativen Waffen macht mich zum Meister, sondern auch die Entscheidung, diese Waffen nicht zu nutzen. Der wahre Meister zeigt sich in den Lehren, die seine Schüler verstanden haben. <br>Daher präsentiere ich Euch diese beiden Waffen aus meinem Arsenal. <br>Humor und Provokation sind nur bedingt Verteidigungswaffen, denn obwohl der Angriff zumeist die effizienteste Art der Verteidigung ist, ist es auch der kostspieligste Weg. Es kostet mehr als nur Ressourcen, es kostet Seele. Und Seele ist ein sehr langsam nachwachsender Rohstoff. <br>Die beste Verteidigung des MbKl ist und bleibt der offene Dialog. <br>Und solltet Ihr merken, dass ich mal wieder mit meinen Lieblingswaffen (über Gebühr) meine &#8222;Kata&#8220; in Eurem Vorgarten mache, weist mich doch einfach darauf hin. <br>Nehmt Bezug auf diesen Text &#8211; Klugscheißen ist eine legitime Technik meines Stils. <br>Macht Euren ehrenwerten Sensei Mausebär stolz und nutzt diese Technik.</p>



<p>Um die Predigt von &#8222;Reverend Mausebär&#8220; abzukürzen, bzw. zu unterbinden, gebe ich Euch noch kurz die Zusammenfassung – ganz unterbinden kann ich den Sausack leider nicht.</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Freie Meinungsäußerung ist ein wichtiges Grundrecht &#8211; nur aus freien Meinungen entspringen freie Gedanken und Diskussionen.</li><li>Freie Meinungsäußerung ist keine Einbahnstraße – nur weil ich eine Meinung nicht leiden kann, sollte ich mir nicht das Recht heraus nehmen diese zu verbieten.</li><li>Nur durch freie Meinungsäußerung kommt es zum Dialog – wenn ich tatsächlich auf Augenhöhe diskutieren will, dann muss ich auch die Meinungen meines Gesprächspartners ernst nehmen.</li></ul>



<p>Ich denke, da sage ich weder was neues noch was originelles. In Wirklichkeit gefällt mir die Rolle von Sensei Mausebär auch besser als &#8222;Reverend Mausebär&#8220;; darin steckt mehr innere Gelassenheit.</p>



<p>Findet den Weg Eurer eigenen verbalen Weisheit,</p>



<p>Euer satirisch grinsender Großmeister Mausebär, Träger des (frisch gewaschenen) schwarzen Schlüpfers der Provokation (a.k.a. Thorsten Dürholt)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/meinungsbefreit/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auf den Pfaden der MbKl</title>
		<link>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/auf-den-pfaden-der-mbkl/</link>
					<comments>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/auf-den-pfaden-der-mbkl/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2020 12:49:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne Tücher]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[MbKl]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/?p=993</guid>

					<description><![CDATA[Eine kleine Ausführung über Kommunikation mündet in der megalomanisch-satirischen Gründung der ersten Vollkontakt-Kommunikationsschule nach den Lehren des weisen Meisters Mausebär (a.k.a. Thorsten Dürholt)]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eine kleine Ausführung über Kommunikation mündet in der megalomanisch-satirischen Gründung der ersten Vollkontakt-Kommunikationsschule nach den Lehren des weisen Meisters Mausebär (a.k.a. Thorsten Dürholt)</p>



<p>Aus gegebenem Anlass möchte ich heute mal wieder über Kommunikation sprechen. Vor allem über kommunikative Missverständnisse. Das ist mir heute ein Bedürfnis, da ich heute sowohl Zeuge eines Missverständnisses war, als auch Teil einer fehlerhaften Kommunikation. Auf beide Situationen kann und will ich gar nicht genau eingehen. <br>Der Punkt ist der, dass ich bei dem einem Problem sofort den Kern des Übels wahrnehmen konnte. Da war ich aber auch nicht beteiligt, was das Ganze einfacher zu analysieren macht. <br>Bei der anderen Situation passierte tatsächlich ein kleines Wunder. <br>Ich bemerkte die verschiedenen Kommunikationsebenen und schaffte es, das Gespräch auf eine Metaebene zu lenken. <br>Aus einem drohendem Streitgespräch wurde eine angeregte Unterhaltung über unsere sehr unterschiedliche Kommunikation und deren Wahrnehmung. <br>Ich habe das eine oder andere aus dem Gespräch mitgenommen und dabei ein paar Erkenntnisse gewonnen.</p>



<p> Mit diesem Wissensschatz bin ich in Meditation gegangen und habe meine Erkenntnisse fleißig in den Teppich meiner Erfahrungen geknüpft. <br>Für viele Ideen fand ich passende lose Fäden und gleich dem alten Weberschiffchen, das als Dekoration hier an meiner Wand hängt, schossen neue Inspirationen den Faden „Kommunikation“ durch mein neu entstehendes Werk. <br>Sonjas böse Blicke erwartend, wanderte ich so von der Knüpftechnik zur Webtechnik &#8211; und ja, ich kenne den Unterschied! <br>Worum es geht ist, dass ich ein unvollständiges Muster nahm, es verbesserte und dann eine neue Kopie davon machte. <br>Diese hänge ich mir gemütlich als Gobelin – nicht als Goblin, die stinken zu schnell, wenn man die an die Wand hängt – an die Wand meiner Gedankenfeste. <br>Die Knüpfarbeit behalte ich natürlich noch. Das Teil ist bei weitem noch nicht fertig und hat noch mehr unvollständige Stellen, als ich je zugeben würde.<br>Trotzdem möchte ich ein wenig angeben mit meinem neuen Wandgehänge (ich darf ja sonst nicht mit meinem Gehänge angeben). </p>



<p>Daher präsentiere ich euch voller Stolz meine neuen Techniken, mit denen man auch emotionale Krisengespräche überstehen kann. Probiert es aus, Feedback wird gerne angenommen. Nutzt es, es ist gratis und zu großen Teilen geklaut. Ich mache euch quasi eine leckere Apfelschorle, aus dem frisch gepressten Saft des Apfels der Erkenntnis (frisch vom Baum gestohlen) und Wasser aus der Quelle der Weisheit (auch unbeobachtet entwendet). <br>Nur das Mischverhältnis stammt als Hausrezept alleine von mir &#8211; und die geheime Zutat…</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wie nutze ich die mausebärische Kommunikationsstrategie ?</h4>



<p>Eine einfache, aber sehr gute Frage. <br>Wenn eine Antwort so anfängt, ist es selten einfach, darauf zu antworten und aus diesem Grund findet der Antwortende sehr selten die Frage gut. <br>Erster Kommunikationsversuch und schon zwei hässliche Lügen. <br>Das macht euer Mausebär natürlich deutlich besser. <br>Daher die ehrliche Antwort:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Bleib authentisch – versuche nicht etwas zu erzwingen, sondern nutze nur das aus der Strategie, was Dir logisch und umsetzbar erscheint</li><li>Bleib in der Verantwortung – gefällt Dir ein Teil meiner Techniken nicht, dann ändere sie. So ist das Ganze entstanden.</li><li>Bleib Neugierig – es gibt in der Kommunikation keinen &#8222;Status Quo&#8220;. Spiele mit Sprache und entdecke jeden Tag etwas Neues.</li><li>Bleib Geduldig – Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Die lateinische Sprache ebenso wenig. Gib Dir die Zeit, die Du brauchst.</li><li>Bleib Kritisch – glaube mir nicht alles. Ich lüge sehr oft. Hier an diesem Ort meist mangels besserem Wissen. Benutze Deinen eigenen Verstand!</li></ul>



<p>Und nachdem ich jetzt die wichtigsten Überlebensregeln erklärt habe, folgt mir in die wunderbare Welt der &#8222;Mausebärischen Kommunikationslehre&#8220; – ab hier kurz und prägnant MbKl genannt. <br>Wird bestimmt mal eine Weltmarke &#8211; und Ihr wart vom Anfang an mit dabei.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Erster Schritt – Verstehe, was Kommunikation ist</h4>



<p>Um Kommunikation, insbesondere die MbKl, nutzen zu können, braucht es erst mal Verständnis für die Sache an sich. <br>Kommunikationslehre ist mittlerweile ein umfassendes Studium und tausende Bücher wurden dazu veröffentlicht. <br>Es gibt unzählige Kommunikationstheorien – und tatsächlich sind einige sogar fast so gut wie die grundlegenden Theorien der MbKl. <br>Keine Angst, Ihr müsst euch jetzt nicht jahrelang damit befassen. <br>Natürlich habe ich in jahrelanger Denkarbeit auf dem Felde der Kommunikationsforschung einen kleinen Orangenbaum gezüchtet. <br>Und die Früchte ernte ich nicht nur für Euch – nein, ich schäle sie, wasche sie und presse den süßen Saft des Wissens daraus, um Euch ein Saftkonzentrat zu liefern, das Ihr nach Belieben selbst zu einem schmackhaftem Getränk verdünnen könnt. <br>Vieles, was jetzt kommt, ist mit Watzlawik oder Schulz von Thun gedüngt, aber ich habe es so verwurstet, dass nur ein wahrer Profi diese Spuren findet. </p>



<h5 class="wp-block-heading">Also, wie funktioniert Kommunikation?</h5>



<p>Die Grundlage einer jeden Kommunikation ist, dass es einen Sender und einen Empfänger gibt. <br>Wir diskutieren jetzt nicht lange, dass es auch mehrere Sender oder Empfänger sein können, oder dass diese Rollen je nach Situation wechseln. <br>Wir bleiben bei der Basis, ein Sender sendet eine Botschaft und ein Empfänger erhält sie. Diese Situation wird jetzt an drei Stellen äußerst kniffelig:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Der Sender muss die Botschaft in eine sendefähige Form umwandeln.</li><li>Die Botschaft muss den Empfänger vollständig erreichen.</li><li>Der Empfänger muss die Sendung in eine für ihn nutzbare Form umwandeln.</li></ul>



<p>An allen diesen Stellen können Haken auftauchen. Dieselbe Botschaft wird zweimal übersetzt. <br>Macht euch mal den Spaß, nehmt einen etwas anspruchsvolleren Text und übersetzt in, mit Google Translate erst in die chinesische Sprache, die chinesische Version dann in die finnische Sprache und dann das Ganze zurück in die Originalsprache. Jetzt vergleicht den Ursprungstext mit dem Original &#8211; das selbe passiert bei jeder Kommunikation zwangsläufig. <br>Wenn man jetzt noch bedenkt, dass auch externe Fehler der Übermittlung hinzukommen, wie z.B. Ablenkungen, Störgeräusche, aber auch durch unbewusste Mimik, Gestik oder einfach dem Tonfall der Stimme, könnt ihr euch vorstellen, wie viel von dem was ihr gerade mitteilen wolltet, tatsächlich bei eurem Gegenüber ankommt.</p>



<p>Myriaden von Problemen, die uns meist nur raten lassen, was wir da gerade für eine Botschaft bekommen haben.<br>Wenn wir dazu addieren, dass die Kommunikation auf verschiedenen Ebenen abläuft, wird das Chaos perfekt. <br>Die normalen Haupthandlungsebenen sind:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die Sacheebene – gerne auch als die logische Ebene bezeichnet. Hier geht es um die Vermittlung von Fakten und Tatsachen. Eine gemachte Beobachtung wird zum Beispiel mitgeteilt.</li><li>Die Gefühlsebene – auf dieser Ebene der Kommunikation geht es um die Emotionen. Es wird sich darüber ausgetauscht, was gerade in der Gefühlswelt des Gegenübers passiert. Hier entsteht zum Beispiel Empathie oder Mitleid.</li><li>Die Aufforderungsebene – ja, Kommunikation soll auch manipulieren. Wir kommunizieren selten grundlos, sondern erwarten eine Reaktion des Gegenübers. Auf dieser Ebene wird der Wunsch nach dieser Reaktion vermittelt.</li><li>Die Selbstoffenbarungsebene – &#8222;was hat das Ganze jetzt mit mir zu schaffen?&#8220;, &#8222;Was solltest Du daraus über mich lernen?&#8220; Das ist die Ebene der Selbstoffenbarung. Es geht darum seinem Gegenüber – bewusst oder unbewusst &#8211; etwas von sich mitzuteilen.</li></ul>



<p>Und jetzt kommt der Hammer, wir kommunizieren nicht auf einer dieser Ebenen, sondern auf allen. <br>Gleichzeitig und immer, egal ob bewusst oder unbewusst. <br>Und der Empfänger empfängt auch auf allen diesen Ebenen. <br>Leider sind diese vier Verbindungskanäle nicht isoliert, bzw. zumeist gibt es nur eine Leitung, so dass der Sender diese vier Kanäle in ein einheitliches Signal umwandeln muss und der Empfänger dieses Signal wieder in die vier Kanäle auftrennen darf. <br>Im Gegensatz zur elektronischen Kommunikation, wo es für diese Zwecke Algorithmen, Protokolle und Soft- sowie Hardware gibt, auf die sich Sender und Empfänger meist sehr genau geeinigt haben, gibt es solche Ver- und Entschlüsselungschemata bei uns Menschen eher selten. <br>Das heißt, neben der Übersetzung der ankommenden Botschaft müssen wir auch noch die vier Ebenen entwirren. Das Gehirn arbeitet da unter Höchstleistung. <br>Darum ist ja auch ein Gespräch, das wichtige Inhalte hat, anstrengend. Ja, körperlich anstrengend. <br>Wir brauchen Konzentration und Denkleistung, um das Gegenüber zu verstehen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zweiter Schritt – Akzeptiere, was Kommunikation ist &#8211; oder nicht ist</h4>



<p>Es fängt damit an, zu akzeptieren, dass erfolgreiche (also verständliche) Kommunikation eine Leistung ist. <br>Wir investieren Zeit und Energie &#8211; nicht nur eine Seite, sondern beide Seiten. <br>Daher ist Kommunikation immer eine wertvolle Sache. <br>Wenn wir anfangen, diese Tatsache zu akzeptieren, fangen wir auch an, Kommunikation wert zu schätzen. <br>Ein guter Anfang, um dahin zu kommen, sich gegenseitig Wertschätzung entgegen zu bringen. <br>Wie für jede Leistung braucht es Training, um den Verbrauch von Energie zu kontrollieren. Je mehr ich kommuniziere, umso leichter fällt mir die Kommunikation. <br>Auch das sollten wir akzeptieren. <br>Ebenso den Umstand, dass es wie bei vielen Fähigkeiten regelmäßige Übung braucht, um nicht abzubauen. <br>Leider ist das Feld der Kommunikation sehr weit und somit vergleichbar mit Sport. Man kann ein guter Schwimmer sein und trotzdem ein schlechter Läufer. <br>Gut, der Schwimmer hat eine grundlegende Kondition, trotzdem fällt dem Schwimmer das Laufen schwerer als das Schwimmen. <br>Entweder man trainiert, um ein &#8222;Kommunikativer Zehnkämpfer&#8220; zu sein, oder man nutzt die Zeit und trainiert in seiner Lieblingsdisziplin, um somit auch Kondition für eine andere kommunikative Disziplin zu haben. <br>Einen Multi-Athleten wird es auch hier nicht geben. <br>Akzeptiert, dass es immer Formen der Kommunikation geben wird, die uns unbekannte „Sportarten“ sind. Es kann Spaß machen, sie zu erlernen und zu erproben, aber es wird Energie kosten und am Anfang schwierig sein.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Dritter Schritt – Nutzt MbKl</h4>



<p>Nachdem Ihr jetzt wisst, wie Kommunikation funktioniert, könnt ihr die MbKl auch ganz praktisch anwenden. <br>Es ist ganz einfach, in dem ihr die Konsequenzen aus dem von mir mitgeteiltem Wissen einfach zu Eurem eigenem Wohl nutzt. <br>Macht Euch die Fakten klar, akzeptiert Kommunikation und dann findet Ihr einen Weg. <br>Nein, ich gebe Euch keine Technik, wie &#8222;aktives zuhören&#8220;, &#8222;gewaltfreie Kommunikation&#8220; oder Ähnliches, mit auf den Weg. <br>Das ist alles Unsinn, denn es funktioniert nur unter bestimmten Voraussetzungen. <br>Ich unterrichte keine Kampfkunst, die nur funktioniert, wenn der Gegner genau die Bewegung macht, die Ihr erwartet. <br>Ich will lieber der &#8222;Bruce Lee der Kommunikation&#8220; sein und Euch zeigen, dass es, ähnlich wie beim Jeet-Kun-Do-Prinzip, darum geht, aus dem Wirrwarr der Techniken seinen eigenen Weg zu finden. <br>Klar helfe ich Euch gerne dabei, einzelne Techniken zu lernen und zu erproben, kommt gerne in mein &#8222;Mentales Kampfsportstudio&#8220;, aber nur, wenn mir jeder einzelne Schüler verspricht, seinen eigenen Weg und Stil zu finden. <br>MbKl ist eine Vollkontakt-Kommunikationssportart, die Ihr jederzeit bei eurem Großmeister Mausebär, seinem durchtrainierten Sensei Alex oder der äußerst begabten Sensei Sonja lernen könnt. <br>Egal, ob im regelmäßigen Gruppentraining, oder auch in Einzelstunden. <br>Und das Beste &#8211; Ihr müsst uns noch nicht einmal Meister nennen, denn wir wissen, dass der Pfad der Weisheit niemals endet, egal welche Farbe der Gürtel hat, den wir um unsere mentale Hüfte schlingen.</p>



<p>In diesem Sinne verbeuge ich mich vor allen, die den Weg der MbKl mit mir beschreiten und grüße alle anderen, die diese kleine Spinnerei unterhalten haben könnte.</p>



<p>Euer, geistig im Lotussitz schwebender, Sensei Mausebär, Großmeister der MbKl (a.k.a. Thorsten Dürholt)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/auf-den-pfaden-der-mbkl/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
