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	<title>Speaker´s Corner &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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	<description>Selbsthilfe, Genesungsbegleitung und Betroffenenbeteiligung</description>
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	<title>Speaker´s Corner &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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		<title>Speaker&#8217;s Corner &#8211; Der Spatz ist mir zu klein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Kunze]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2020 12:16:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Speaker's Corner]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Speaker´s Corner]]></category>
		<category><![CDATA[Von Spatzen und Tauben]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein weiterer Beitrag unseres Gastautors Udo Klingen. 
Ein Erfahrungsbericht mitten aus dem Leben, auf seiner Wanderung auf den verschlungenen Pfaden von Recovery, Salutogenese und Empowerment.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Ein weiterer Beitrag unseres Gastautors Udo Klingen. </em><br><em>Ein Erfahrungsbericht mitten aus dem Leben, auf seiner Wanderung auf den verschlungenen Pfaden von</em> <em>Recovery, Salutogenese und Empowerment</em>. <br><em>Er erzählt von einer Begebenheit, die sich am 03.07.2020 zugetragen hat.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Euer Alex</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Spatz ist mir zu klein</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern war wieder so ein besonderer Tag, dessen Besonderheit mir erst nach einem Tag Abstand so langsam, aber ganz langsam, klar wird.<br>Anstatt hier sofort zu schreiben, was mir so durch den Sinn geht, sollte ich lieber alles noch mal genau durchdenken, wie ich es meistens tue.<br>Doch mich drängte es, meine unausgegorenen Gedanken mit Euch zu teilen.<br>Auf diese Weise gebe ich euch einen weiteren Einblick in meine Gedankenwelt, warum ich das tue, … keine Ahnung, aber ich tue es.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern war ich nach langer Zeit, wieder mal auf einem persönlichen Treffen der Recovery Gruppe.<br>Ich habe es durchaus genossen.<br>Doch was den Tag so besonders gemacht hat, war weniger die Recocergruppe, als mehr die Gespräche davor und danach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rückblickend betrachtet, fühlt ich mich den größten Teil meines Lebens in der Position des Einäugigen unter den Blinden, in den letzten Jahren sehe ich mich immer öfter in der Position des Blinden unter den Einäugigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wurde mir heute bewusst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern befand ich mich im Gespräch mit Menschen, die im Gegensatz zu mir genau wissen, wovon sie reden.<br>Während ich sehr, sehr oft nur aus meinem <strong>Halbwissen </strong>schöpfe und drauf los plapper.<br>In solchen Momenten komme ich mir sehr schnell entsetzlich klein und unendlich dumm vor.<br>Ich fühle mich am falschen Platz, und mir kommen alte Sprüche in den Sinn, wie: Schuster bleib bei deinen Leisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Sprüche aus meiner Kindheit haben durchaus ihre Berechtigung.<br>Aber nicht immer und nicht in jeder Lebenslage.<br>Wenn ich immer bei meinem Leisten bleibe, kann ich mich nicht entwickeln und bleibe für den Rest meines Lebens auf dem gleichen Wissensstand. <br>Das ist mir zu <strong>wenig</strong>!<br>Mich <strong>verlangt </strong>nach der Taube auf dem Dach, denn der Spatz ist mir zu klein!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein kleines Hirnchen arbeitet. <br>Es schuftet. <br>Plagt sich. <br>Es qualmt. (Oder is dat nur die Kippe in meiner Hand?)<br>Und die Arbeit lohnt sich.<br>Während mein Eltern mir bei brachten, dass man in seiner „Geselschaftsschicht“ bleiben soll, will ich höher hinaus. <br>Ich will mehr. <br>Ich will mehr <strong>Wissen wissen</strong>. <br>Auch wenn ich mir oft wünsche, weniger zu wissen. Durch mehr Wissen lerne ich auch mit den Situationen um zu gehen, in denen ich lieber weniger wüsste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während mein Hirnchen sich plagt, wird mir klar, in welch erlesenen Kreisen ich mich heute bewegen darf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich unterhalte mich mit Menschen, die einen hohen Bildungsstand haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ehemaliger Hauptschüler ohne Abschluss, empfinde ich das als eine Ehre, die mir diese Menschen zu teil werden lassen und es erfüllt mich mit Dankbarkeit, aber in erster Linie mit Stolz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, ich fühle mich klein und dumm, wenn ich mit “die Studierte Köpp“ zusammensitze und versuche, auf ihrem Niveau zu kommunizieren.<br>Wenn ich das dann auch noch Frank und frei sage, bekomme ich zur Antwort: &#8222;Du bist nicht dumm und du brauchst dich nicht klein zu fühlen.&#8220;<br>Ich mache solche Äußerungen auch nur bei Leuten, denen ich, warum auch immer, vertraue.<br>Vielleicht legen sie es auch als &#8222;Fisching vor Kompliments&#8220; aus, das weiß ich nicht. Doch ich kann versichern, dass es das nicht ist. Ich habe einfach den Mut, zu meinen Empfindungen zu stehen. <br>Manch einer nennt das auch Dummheit, aber ich bin in meiner Entwicklung weiter als Herr/Frau Mancheiner.<br>(Hat mich viel Zeit und Schmerz gekostet, ist es aber wert.)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich denke, ich sollte und darf mich Wohl fühlen!<br>Und Ehrlich: das tue ich auch. Ich fühle mich wohl!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wünsche euch <strong>allen </strong>ein wunderschönes Wochenende, <br>Euer Udo.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ein ehrlicher Text, der mich sehr berührt hat, lieber Udo.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>So long, Euer Alex</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ergänzung von Sonja</em><br><em>Lieber Udo, Deine Erzählung erinnert mich an eine Begebenheit aus dem Jahr 1996. <br>Carsten, der beste aller Ehemänner, war in jenem Sommer nach einem Studien-Jahr in Amerika nach Hause zurück gekehrt. Er wurde von seinen Freunden am Flughafen abgeholt und alle feierten zusammen im Garten. Just an jener Stelle, an der Du auch an jenem Freitag gesessen hast. <br>Die Gespräche und Diskussionen waren bunt, vielschichtig und höchst interessant. Einem der Gäste &#8211; ein junger Mann, der durch Carstens Auslandsjahr den Ausbildungplatz quasi von ihm &#8222;geerbt&#8220; hatte &#8211; fiel plötzlich auf, dass er der einzige in der Runde war, der kein Abitur hatte. Er platzte heraus, dass er sich minderwertig fühle, weil er &#8222;nur&#8220; einen Realschulabschluss habe.<br>Daraufhin meinte Carsten:<br>&#8222;Sieh es doch mal so &#8211; Du bist der einzige, der kein Abitur braucht, um hier mitzudiskutieren!&#8220;<br>Und genau das rufe ich auch Dir zu!<br>Deine Sonja</em></p>
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		<title>Speaker&#8217;s Corner: So viele Masken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sonja Utzenrath]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2020 11:37:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Interaktion im Ausnahmezustand]]></category>
		<category><![CDATA[Speaker's Corner]]></category>
		<category><![CDATA[Maske]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales Engagement]]></category>
		<category><![CDATA[Speaker´s Corner]]></category>
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					<description><![CDATA[Sonja Utzenrath sinniert über ein soziales Engagement der überaus sympathischen Art]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Sonja Utzenrath sinniert über ein soziales Engagement der überaus sympathischen Art.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine liebe Freundin Iris hat, als persönliche Bewältigungsstrategie inmitten des Corona-Wahnsinns, sehr frühzeitig damit begonnen, die Vorräte aus<span style="font-size: inherit;"> der gut gefüllten Stoff-Schatulle des Quilt-Hobbies </span>in ansehnliche &#8222;Alltags-Masken&#8220; (Mund-Nasen-Schutz) zu verwandeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während in Deutschland noch diskutiert wurde, ob und in wie fern eine solche Maske hilfreich oder gar sinnvoll sei, etliche Promis sich der Aktion &#8222;#MaskeAuf&#8220; anschlossen und das Robert-Koch-Institut (RKI) sich skeptisch äußerte, saß sie an der Nähmaschine und nähte. Jede Maske wurde liebevoll verpackt und mit einem erklärenden &#8222;Beipackzettel&#8220; versehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem Freunde und Familie versorgt waren, stellte sich die Frage der Verteilung. Sie traf mit dem örtlichen Kioskbesitzer eine Absprache. Ein Karton mit Masken wurde aufgestellt, ein Sparschwein dazu und jeder durfte sich eine Maske nehmen. Eine Spende für neues Material wurde erbeten, aber nicht erwartet. Die ersten fünfzig Masken verdampften geradezu, so schnell war der Karton leer. Neues Material wurde gekauft, noch bevor die Geschäfte schließen mussten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Masken fanden reißenden Absatz, nicht wenige gaben reichlich. Nachbarn und Bekannte aus dem Viertel sprachen sie an und bedankten sich. Eine der Bewohnerinnen des Viertels stellte eines Tages einen großen Ballen Stoff vor ihre Türe als Spende, weil ihr die Aktion so gut gefiel. So viel Stoff war allerdings erdrückend, weshalb sie den Stoffballen mit einer weiteren Nähstube teilte, die auch ehrenamtlich Masken herstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt, wo die Masken verpflichtend getragen werden sollen, werden sie an vielen Stellen zum Kauf angeboten. Meine Freundin möchte sie aber weiterhin nicht verkaufen. Das ist ihr ein wichtiges Anliegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile hat sie allein 250 Masken genäht. Sie hat viele Stunden an der Maschine gesessen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt mag sie nicht mehr. Sie ist müde geworden und ich kann sie gut verstehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die letzten Masken werden durch vertrauenswürdige Menschen in unserer Umgebung an Menschen verteilt, die nicht viel Einkommen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bewundere Iris für ihr Engagement, denn ich selbst habe es gerade einmal geschafft, Masken für meinen Mann und mich zu nähen. Für weitere Nähaktionen reichte meine Kraft in den letzten Wochen nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An dieser Stelle möchte ich mein virtuelles Glas erheben und Iris, wie auch den vielen anderen fleißigen Masken-Näherinnen in Deutschland und der Welt, für ihren Einsatz danken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Umarmen darf ich sie leider zur Zeit nicht, obwohl wir das beide gern dringend tun würden und es sehr vermissen. Ich sehne die Zeit herbei, in der das wieder möglich sein wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit sinnenden Grüßen,</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonja Utzenrath</p>
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		<title>Speaker&#8217;s Corner: Respectable&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Kunze]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2020 17:20:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Speaker's Corner]]></category>
		<category><![CDATA[Asperger]]></category>
		<category><![CDATA[Speaker´s Corner]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist mir eine große Freude, Euch erneut einen Beitrag unseres geschätzten Gast-Autors Sascha Rück zu präsentieren.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Es ist mir eine große Freude, Euch erneut einen Beitrag unseres geschätzten Gast-Autors Sascha Rück zu präsentieren. Lasst Euch von ihm auf der musikalisch begleiteten Reise durch die Höhen und Tiefen seines inneren Teams im alltäglichen Kampf mit der Realität „da draußen“ mitnehmen…(ak)</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Respectable&#8230;</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist Donnerstag, 23.04.2020 &#8211; Hier ist Essen (frei nach dem Intro von Dieter Thomas Hecks Hitparade).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nachdem die Woche fast gelaufen ist, beschloss mein Autoschreiber unbedingt mal wieder das Heft in die Hand nehmen zu müssen. </strong><br><strong>Und ich so: &#8222;Och nööö, ich hab grad geduscht und wollte ins Bett&#8230;.&#8220; </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Autoschreiber: Nach der Woche kann ich doch mal wieder was für uns beide reden. Lass mich mal machen&#8230;<br>Fingerknacken, Youtube anschmeißen, Apotheke laden und &#8230; &#8222;Jah, das isses&#8230;&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Resigniert schüttele ich den Kopf und lasse den Autoschreiber gewähren, während ich mir eine Zigarette anzünde.</strong></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Take or leave us only please believe us <br>We are never gonna be respectable (respectable) <br>Like us, hate us, but you&#8217;ll never change us <br>We are never gonna be respectable&#8230; </p><cite>Mel &amp; Kim &#8211; Respectable</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Hier ist Auto, ich bin der Schreiber der Texte von Polarbär. Ein richtiger klangvoller Name, mit dem ich mich anfreunde, fehlt mir noch. Die dies lesen, sind ermutigt, Vorschläge zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin in einen schwarzen Kimono gekleidet und mein Gesicht ist vermummt. Wie ein echter Ninja. Statt eines Schwertes kämpfe ich mit dem Wort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Polarbärs Sicht war die Woche anstrengend. Ohne Psychopharmaka bald zwei Wochen auf kaltem Entzug zu sein ist schon blöd. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da jetzt auch einmal ein paar Dinge ins Rollen gekommen sind, zähle ich mal auf, was passiert ist:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Der Arbeitsplatz wurde heute mit weiteren Monitoren und einer Webcam ausgestattet. </li><li>Die Medikamente trafen endlich heute ein. </li><li>Das lange hinausgezögerte Gespräch mit den ver.di-Anwälten hat stattgefunden. </li><li>Die Rechtsreferendarin meinte sogar, nachdem sie sämtliche Hintergrundinfos hat, dass eine Chance für Pflegegrad 1 besteht. </li><li>Morgen gehts zum Blutspenden, dann zur Diabetologie, um weiteres abklären zu lassen. </li><li>Die Reise nach Disneyland Paris wird im Dezember statfinden. </li><li>Ein weiterer Ex-Kollege und Freund will, dass Polarbär eine Woche nach Norden zum Abschalten kommt, wenn die Krise vorbei ist.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Polarbär: Ich werd müde&#8230;mach mal hinne&#8230;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auto: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Words don&#8217;t come easy to me <br>How can I find a way to make you see I love you <br>Words don&#8217;t come easy <br>Words don&#8217;t come easy to me <br>This is the only way for me to say I love you <br>Words don&#8217;t come easy&#8230; </p><cite>F.R. David &#8211; Words </cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Ich werde zwar als der perfekte Ausgeber des Wirrwars von Polarbär bezeichnet, jedoch auch ich habe ab und an Schwierigkeiten, alles so zu formulieren und zu verpacken, dass es der &#8222;einfache Mensch auf der Straße&#8220; versteht.<br>Mir war es jetzt mal wichtig, Polarbär aufzuzeigen: Du hast was erreicht. Sei auch mal stolz auf Dich, verdammt!<br>Wir waren doch nun lange genug eingesperrt. Nimm das Schreiben hin. Es ist gut für Dich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Polarbär: Komm zu &#8217;nem Ende, bitte&#8230;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auto: Wir müssen dringend an unserer Kommunikation arbeiten. Ich bin jetzt da und so schnell wirst Du mich nicht wieder los. Auch wenn die Happy Pills Dich wieder stabilisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich schließe mit dem Lied &#8222;Together in Electric Dreams&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Polärbär:  (seufz)&#8230;.Gute Nacht&#8230;. (schnarch)</strong></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>I only knew you for a while <br>I never saw your smile<br>&#8218;til it was time to go <br>Time to go away (time to go away) </p><p>Sometimes it&#8217;s hard to recognize <br>Love comes as a surprise <br>And it&#8217;s too late <br>It&#8217;s just too late to stay <br>Too late to stay  <br><br>(Love never ends) We&#8217;ll always be together <br>However far it seems <br>(Love never ends) We&#8217;ll always be together <br>Together in electric dreams  <br><br>Because the friendship that you gave <br>Has taught me to be brave <br>No matter where I go <br>I&#8217;ll never find a better prize(Find a better prize) <br><br>Although you&#8217;re miles and miles away <br>I see you every day I don&#8217;t have to try <br>I just close my eyes, I close my eyes  </p><cite>Philip Oakley / Giorgio Moroder &#8211; Together in Electric Dreams</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Gruß Auto</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ein schöner Beitrag, lieber Sascha, den ich gut nachempfinden kann. Ich wünsche Dir für die kommenden Episoden gutes Gelingen und immer den richtigen Track für Deine seelische Playlist….(ak)</em></p>
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		<title>Speaker&#8217;s Corner: Noch einer dieser Tage&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Apr 2020 15:56:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Speaker's Corner]]></category>
		<category><![CDATA[Asperger]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Speaker´s Corner]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein persönlicher Einblick von unserem Gastautor Sascha Rück (Redaktionell bearbeitet und mit einem Vorwort von Thorsten Dürholt)]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein persönlicher Einblick von unserem Gastautor Sascha Rück (Redaktionell bearbeitet und mit einem Vorwort von Thorsten Dürholt)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Zu meiner großen Freude präsentiere ich Euch erneut einen Text von einem Gastautor.<br>Auch diesmal ist es wieder eine sehr persönliche Betrachtung, über die ich mich aufrichtig freue. <br>Sascha ist ein guter Freund von mir, was es schwer macht, den Text objektiv zu betrachten, aber das muss ich zum Glück auch gar nicht. <br>Ich hoffe, dass wir bald häufiger Gastautoren bei uns begrüßen dürfen und lade Euch jetzt ohne weitere Umschweife zu Saschas Text ein&#8230;</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Noch einer dieser Tage&#8230;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist das erste Mal, dass ich versuche meine Gedanken zu verschriftlichen.<br>Als Aspi und Kommunikationsass sollte mir dies nicht schwer fallen.<br>Tatsächlich fühle ich mich gerade eher in einem automatischen Schreibmodus, dass irgendwie Ballast mal aus meinem Hirn raus muss und aus Distanz und von Anderen betrachtet wird.<br>Ich bitte daher im Voraus um Verständnis, wenn mein innerer Lektor dieses Mal ausgeschaltet bleibt und ich &#8211; wie schon erwähnt &#8211; einfach automatisch schreibe.<br>Mausebär mag es dann in der Redaktion diskutieren und entscheiden, ob es veröffentlicht wird oder nicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Prolog &#8211; Wild River</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Einer dieser Tage&#8230;das war ein Beitrag von Mausebär.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einer dieser Tage war gestern, wo ich mich tatsächlich in einem Zustand befand, wo ich kurz vor einem &#8222;Meltdown&#8220; stand.<br>Mir war alles zu viel.<br>Mein derzeitiger Job macht mir zwar Spaß, allerdings &#8222;bettel&#8220; ich schon seit Antritt der Stelle um eine behindertengerechte Ausstattung des Arbeitsplatzes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei meinem alten Arbeitgeber gab es dafür eine Schwerbehindertenvertretung &#8211; man ging hin, formulierte sein Anliegen, was man brauchte. Es kostete einen Anruf und eine E-Mail an den Integrationsdienst der Stadt und zwei bis drei Wochen später hatte man das Verlangte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier in der Niederlassung existiert (noch) keine Schwerbehindertenvertretung (SBV). Anträge werden über die Gesamt-SBV des Konzerns &#8211; welcher in Hamburg sitzt &#8211; geleitet und diese sollte im Idealfall für die Bereitstellung der notwendigen Mittel sorgen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Erster Akt &#8211; Das Drama nimmt seinen Lauf</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Weit gefehlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich äußerte, dass ich aufgrund meiner Schwerbehinderung eine besondere Ausstattung brauche, wurde ich erstmal schräg angeschaut.<br>Nun gut, der Betriebsrat (BR) erbarmte sich meiner, nahm meine Anliegen auf und leitete sie weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und es geschah &#8211; nichts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Rückfrage wurde mir mitgeteilt, dass dies erstmal über die Rechtsabteilung des anderen Standortes laufen musste (ich frage mich immer noch warum, da das Sozialgesetzbuch (SGB) alles klar vorgibt).<br>Nach weiteren zwei Wochen &#8211; in denen nichts geschah &#8211; und mehrere Interventionen an den BR später übergab man den Vorgang an die lokale Personalchefin.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zweiter Akt &#8211; Das Inferno</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann geschah etwas, was ich zwar schon vorausgeahnt hatte, was bei mir wiederum Frustrationen auslöste und in eine schwere depressive Episode führte. Symbolisch hätte ich mir in diesem Moment den Strick genommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wurde tatsächlich &#8211; und allen Ernstes &#8211;  gefragt, warum ich diese Hilfsmittel benötige (es handelt sich dabei um drei Monitore und einen Laptop).<br>Ich wies &#8211; zum Glück mit Hilfe eines BR-Mitgliedes, welches bei diesem Gespräch auf meinen ausdrücklichen Wunsch dabei war &#8211;  darauf hin, dass mir diese technischen Hilfsmittel meine Arbeit erleichtern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Antwort kam dann: &#8222;Ja, nur im Zuge der Gleichberechtigung müssten das dann ja deine Kollegen auch haben. Hast Du nicht etwas Schriftliches, eine Empfehlung eines Arztes oder Psychiaters?&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">WTF &#8211; ich bin derjenige, der Hilfe braucht und muss mich allen Ernstes noch für meine Behinderung rechtfertigen?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Dritter Akt &#8211; Planet der verlorenen Zeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Und da schaltete ich ab. Ich habe den Rechtfertigungsmodus so satt gehabt die ganzen Jahre, BEVOR meine Behinderung als solche festgestellt wurde.<br>Und hier geht es wieder von vorne los, weil sämtliche Leute keine Ahnung haben, wie man den Integrationsdienst als Arbeitgeber kontaktiert und um Unterstützung bittet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Letztendlich lieferte ich die lokale Adresse und man sicherte mir zu, mich sobald wie möglich zu informieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies ist jetzt auch schon wieder zwei Wochen her. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin durch Home Office gezwungen, mit einem aufs Minimalste ausgestatten Rechner und einem(!!!) Monitor zu arbeiten. Recherche kann nicht betrieben werden, da die IT-Regeln jede Seite, die aus Google weiter herausführt, blockt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück zu gestern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vierter Akt &#8211; Samurai</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war durch das Wetter nicht gerade gut drauf &#8211; Wetterumschwünge führen bei mir zu Kopfschmerzen, die ich dann massivst mit Medikamenten unterdrücken muss, um funktionsfähig zu sein.<br>Und bedingt durch fehlende Psychopharmaka war ich seit Tagen auf kaltem Entzug, was mir meine Arbeit nicht wirklich erleichterte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem dann gestern mit Mühe und Not einige Reporte fertiggestellt waren, holte ich mir einen weiteren Kollegen ins Boot.<br>Ich war fertig, ich zitterte, ich hatte Mühe, mein äußeres Konstrukt zu wahren. Dennoch gelang es mir, mein Anliegen nochmal dringendst zu schildern, auch mit dem Hinweis, dass ich so nicht effektiv und effizient arbeiten kann und will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Gespräch war mir wirklich zum Heulen.<br>Ich konnte es nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also ging ich auf Youtube und suchte mir was aus meiner Musikapotheke.<br>Es lief viel von Michael Cretu.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Samurai<br>Wild River<br>Zeitlose Reise<br>Planet der verlorenen Zeit</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und bei jedem Lied fühlte ich mich mieser. Ich postete sie auf Facebook mit einem Emoticon.<br>War es ein Hilfeschrei? <br>Lediglich eine Person hat diesen gehört und fragte mich, was passiert sei.<br>Ich habe nicht geantwortet.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Epilog &#8211; Zeitlose Reise</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Heute wachte ich nach einer unruhigen Nacht mit weiteren Kopfschmerzen auf.<br>Okay, das war ein STOP meines Körpers (oder Geistes?).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem täglichen Teamgespräch nahm ich mir heute frei. Ich wollte und konnte nicht mehr.<br>Immerhin kam heute eine kurze Rückmeldung, dass sich die IT Abteilung telefonisch Montag bei mir melden will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit dröhn ich mich aus meiner Musikapotheke mit Enya zu.<br>Macht nicht abhängig und beruhigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hoffe, wenn die Hilfestellung der &#8222;Happy Pills&#8220; eintrifft, dass ich dann wieder den Logiker (Vulkanier) in mir zum Vorschein bringe, der alles unter Kontrolle hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls Euch Ideen kommen, was ich noch machen kann, kommentiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grüße vom Polarbären </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Es ist natürlich maximalfäkalisiert, wenn man in seinen Problemen vom Wohlwollen anderer Personen abhängig ist. Schlimmer noch: wenn der &#8222;Gegner&#8220; eine Organisation ist, in der sich jeder Ansprechpartner auf die Sachkompetenz anderer beruft. Da hilft nur Geduld und zähes &#8222;daran herum nagen&#8220;. <br>Persönlich kenne ich &#8222;solche Tage&#8220; aus der &#8222;liebevollen&#8220; Zusammenarbeit mit dem Jobcenter, wo schon manche imaginäre Bissstelle die Tische garniert. <br>Im Namen der Redaktion wünsche ich Dir, lieber Polarbär, ganz viel Kraft und statt dauernd in trauriger Musik zu ertrinken, rate ich Dir zur Kontaktaufnahme mit wohlmeinenden Freunden. Manchmal muss der innere Verdauungsendproduktsbestand einfach sachgerecht entsorgt werden. </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Also bleib mit uns im Gespräch.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Liebe Grüße,</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Thorsten Dürholt</em></p>
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		<title>Speaker´s Corner: ein Trip durch die Randgebiete des Chaos im Kopf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2020 12:48:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Speaker's Corner]]></category>
		<category><![CDATA[Speaker´s Corner]]></category>
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					<description><![CDATA[Unser geschätzter Gastautor Udo Klingen lädt uns zu einem kleinen Trip durch die Randgebiete des Chaos in seinem Kopf ein.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Unser geschätzter Gastautor Udo Klingen lädt uns zu einem kleinen Trip durch die Randgebiete des Chaos in seinem Kopf ein (redaktionell überarbeitet von Thorsten Dürholt, Sonja Utzenrath und Alex Kunze).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wieder einmal habe ich das Vergnügen und die Ehre, einen weiteren Beitrag von Udo Klingen zu präsentieren. Ich persönlich schätze es sehr, seinen Gedankengängen zu folgen und freue mich, dass er seine Betrachtungen hier mit uns teilt. Mit dem redigieren tat ich mich diesmal schwer, denn ich wollte den Originalton nicht verfremden. Aber dank moderner Medien und der Bereitschaft zu enger Zusammenarbeit, haben wir die richtige Art der Präsentation gefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ohne weiteres Gelaber präsentiere ich euch&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein kleiner Trip durch die RANDGEBIETE des Chaos in meinem Kopf</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich lade euch ein, mal einen Blick in meine Gedankenwelt zu riskieren.<br>Riskieren &#8211; ja, da ist ein Risiko. Vor allem für mich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht verliert meine Begleitung jegliche Achtung vor mir, vielleicht denkt meine Begleitung: &#8222;Mann is&#8216; der abgedreht, um den mach&#8216; ich in Zukunft &#8217;nen Bogen, dem fehlt doch mehr als eine Latte am Zaun.&#8220;<br>(Wieso zeigt mein innerer Monitor mir grade diese Wunderschöne Frau? Und dann auch noch Nackt? (Kopfschütteln Heftig) Ne, ne, dat Thema is&#8216; durch bei mir!!!!)<br>Aber vielleicht denkt meine Begleitung auch: &#8222;Auweia, der hat et aber auch nich&#8216; leicht.&#8220;<br>Vielleicht denkt meine Begleitung: &#8222;Hä, is&#8216; doch normal.&#8220;<br>Wo bleibt die Technik, die es ermöglicht, so schnell zu schreiben wie man denkt?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorhin war ich im Hausarztzentrum, Routine, alle 3 Monate, Diabetes.<br>Die Laborantin und die Diabetologin versuchten an meine Vernunft zu appelieren, versuchten mir klar zu machen, dass ich nicht so verbissen sein soll, versuchten es mit echt guten Argumenten. <br>Dummerweise hab ich mir das alles schon selber gesagt, aber wer glaubt mir schon? Also ich nicht!</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Warum sollte ich mir auch glauben, ich kenn mich doch? Ich weiß doch, dass ich in der Lage bin, alles so zu dreh&#8217;n, dass es mir in den Kram passt …<br>&#8230; Ach mann, red&#8216; doch nich&#8216; so&#8217;n Blödsinn! Ja, können kannste dat, aber tuen tuset nich!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Willst du das wirklich den Menschen zumuten, das zu lesen??? Das solltest du nicht machen &#8230;&#8220; <br>(Schon wieder diese Frau … boh, lass&#8216; mich in Ruh, du blöde Kuh, du bist das personifizierte Unheil, du bist Untergang und Verderben in höchster Vollendung! WEEEEECH!!!)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir zu glauben grenzt an Wahnsinn, guck doch ma&#8216;, wat du für ein Chaos im Kopp has&#8216;, Da geht doch ständig alles Drunter und Drüber, in einer, laut Einstein, unmöglichen Geschwindigkeit.<br>Na, Alles wusste der auch nich&#8216;.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Soll ich weiter schreiben???</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ach, ich trink ers&#8216; ma&#8216; &#8217;nen Kaffee. Wat soll der Blödsinn ? Du has&#8216; doch noch die halbvolle Tasse neben dir stehn, … Na gut, dann rauch&#8216; ich eben erst mal eine. <br>Hmm, will ich mich drücken weiter zu schreiben?  Werden meine Skrupel zu groß? Oder is&#8216; es Angst die mich hindern will?<br>Angst, das wirklich bei den Erfahrungsexperten zu veröffentlichen? <br>Immerhin kann es da jeder lesen.  Vielleicht könnte man es unter einem Synonym Veröffentlichen? [Anmerkung der Redaktion &#8211; Pseudonym? Nicht bei Speaker´s Corner!] <br>Aber, wat machste dir &#8217;nen Kopp, Thorsten und Sonja werden das sowieso nich&#8216; veröffentlichen.<br>Hmm, Thorsten …<br>&#8230;doch, der würde, der is&#8216; doch fast, oder genauso, oder noch schräger, drauf als ich. <br>Aber Sonja &#8211; Sonja würde es nicht veröffentlichen. Schließlich is&#8216; sie eine Kluge Frau, die ihren Kopf klar hat.  Nee, die würde dat nich&#8216; in die Welt lassen. [Anmerkung der Redaktion &#8211; Doch, sie wird!]<br>Aber lesen würde sie es…<br>&#8230;kann ich das riskieren??? <br>Würde sie mich nicht mehr für voll nehmen, würde mich das recht heftig treffen. Hmm, wat spinnste dir denn da jetz&#8216; wieder zurecht, Junge?<br>Ist das ein, zugegeben kläglicher, aber immerhin ein Versuch der Manipulation?<br>Nein, niemals würdest du versuchen, jemanden zu manipulieren, oder doch? <br>Machen wir das nicht ständig?<br>&#8230; wenn auch unbewusst ohne böse Absicht, aber wir machen es! <br>Ach Alter, komm ma&#8216; wieder runter! Sei ehrlich zu dir selber, wenn du jemanden manipuliert hast, is&#8216; dir das doch meistens erst im nachhinein klar geworden. <br>Insofern ist es ja auch keine Manipulation! &#8222;STOP! STOP!&#8220; Halt, fang&#8216; nich&#8216; an, den Philosophischen zu machen; dat kann Thorsten viel besser. [Anmerkung der Redaktion &#8211; Stimmt!]<br>Äh, du has&#8216; immer noch kein Kippchen geraucht. <br>Ich sollte echt mal über &#8217;nen vernünftigen Schreibtischsessel nachdenken.<br>SO! Jetz&#8216; rauch ich aber eine, Scheiße, der Kaffee is&#8216; auch schon wieder kalt…<br>&#8230;Boh ma&#8216; grad&#8216; eine DinA4- Seite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Soooo, ich hab&#8216; jetz&#8216; ne Kippe getrunken &#8217;nen frischen Kaffee gegessen und en Bütterken geraucht.<br>Hmm, irgendwas is&#8216; komisch an dem letzten Satz.<br>Ich bin schon wieder müde. <br>Wie kann dat? Hab&#8216; richtig viel geschlafen, etwa 6-7 Stunden. <br>Bin so ungefähr um 14:00 aufgestanden, hab&#8216; nix großartig getan, ein paar Schritte zum Arzt, auf dem Rückweg bei Rewe rein und eine DinA4- Seite geschrieben. <br>Soll ich mich schlafen legen? Nee, is&#8216; viel zu früh ,dann schlaf&#8216; ich 2 Stunden und die Nacht is&#8216; vorbei.<br>Dann geht das wieder los mit diesen doofen Gedankenschleifen, aus denen ich so schlecht raus komm&#8216;.<br>Will ich nich&#8216;!<br>Will doch was vernünftiges machen. <br>Klar, Vernünftig. Klar, es is&#8216; bestimmt vernünftig, diesen Schwachfug hier aufzuschreiben. <br>Sieeeescher dat.<br>Aber schließen Vernunft und meine Person sich nicht automatisch aus?<br>Nein, tun sie nicht! &#8211; Zumindest wird das behauptet, mir fällt nur grade nicht ein, von wem.<br>Aber ich hab so was bestimmt schon mal gehört!<br>Wirklich? Oder ist da eher der Wunsch der Vater des Gedankens? <br>Ach, is&#8216; doch völlig Wurst. &#8211; Übrigens hat ein Hörtest ergeben, dass ich Worte wie Wurst nur sehr schlecht versteh&#8216;, aber ich liebe Wurst. <br>Eine Stimme kommt von Irgendwo: &#8222;Baah! Schäm dich, du Aasfresser!&#8220; <br>Nee, mach ich nich&#8216;, die Natur hat mich so konstruiert &#8211; und ehrlich ich liebe sie dafür.<br>(Nö, dass die Frau plötzlich wieder auf meinem Monitor erscheint, schreib ich jetz&#8216; nich&#8216; hier rein &#8211; muss wohl an diesem verlogenen Wort &#8222;Liebe&#8220; liegen.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber zurück zum Thema&#8230;<br>Thema?<br>Hab doch gar kein Thema, wollte doch nur mal &#8217;nen kleinen Blick in meine „Gedankenwelt“ erlauben.<br>Thema? <br>Brauch ich ein Thema, um etwas zu schreiben? <br>Nein, brauch&#8216; ich nicht, denn ich bin ein Genie &#8211; ein Genie der Unterhaltung. <br>Ich bin begnadet, mit vielen Eigenschaften, leider is&#8216; nix dabei, mit dem ich Geld verdienen kann. <br>Egal, brauch&#8216; ja auch nicht viel Geld. Wär&#8216; aber schon, schön welches zu haben. <br>Doch wozu? <br>Was soll ich damit?<br>Wenn ich welches hab&#8216;, dann geb ich es ja doch wieder aus.<br>Nein, ich brauch kein Geld.<br>Oder sagen wir nur wenig.<br>Ich habe Menschen, die mich auch als &#8222;armen&#8220; Mann akzeptieren, respektieren &#8211; und sogar mögen.<br>DAS ist tausendmal mehr wert als alles Geld dieser Welt. <br>DAS ist etwas, das ich in den letzten Jahren wirklich begriffen habe. <br>Es gehört zu den wenigen Dingen, von denen ich behaupte, dass ich es &#8211; WEISS!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiß von Wissen.<br>Ja, da bin ich absolut zu 100% sicher.<br>Ich weiß, dass es unendlich viel wichtiger ist, FREUNDE zu haben.<br>Freunde, die mir nicht nach dem Mund reden, weil sie sich irgend einen finanziellen Vorteil davon versprechen.<br>Freunde, bei denen ich sicher bin &#8211; wenn ich sie brauche, dass sie dann auch für mich da sind.<br>So! Das reicht für heute, nur noch meine &#8222;Spezial- Sicherung&#8220; einbauen&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Niemals wird jemand erfahren, ob es wirklich so in meinem Kopf zu geht, oder ob ich nur mal ein wenig unterhalten wollte &#8211; glauben und vermuten könnt ihr alles, aber wissen werdet ihr es nie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Udo Klingen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Udo, ich danke Dir für diesen unterhaltsamen und philosophischen Spaziergang. Auch, und gerade, weil Du uns nicht im Klaren lässt, wo wir gerade waren. Vieles kam mir selbst bekannt vor. Anderes bringt mich zum Nachdenken. Ich hoffe anderen Lesern geht es genauso&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit lieben Grüßen,</p>



<p class="wp-block-paragraph">Thorsten Dürholt</p>
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		<title>Speaker&#8217;s Corner: Till we meet again</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sonja Utzenrath]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2020 09:02:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Speaker's Corner]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Speaker´s Corner]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Rede der Queen und was sie in mir zum schwingen brachte. 
Ein Kommentar von Sonja Utzenrath]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Rede der Queen und was sie in mir zum schwingen brachte. <br>Ein Kommentar von Sonja Utzenrath</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern Abend wurde über BBC die <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wE4Cmr1j0tA" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rede </a>der Queen Elizabeth II zur Corona-Krise gesendet. Ihre Majestät wandte sich an ihre Mitmenschen auf eine eindrucksvolle Weise, in klaren Worten und mit der Botschaft: &#8222;Haltet durch, auch wenn es schwerfällt!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rede hat mich tief bewegt. Ich hatte Tränen in den Augen. Hier spricht eine Zeitzeugin der letzten neun Jahrzehnte, die über viel Lebenserfahrung verfügt. Was mich jedoch am meisten berührte, waren ihre Schlussworte.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>We should take comfort, that while we may have more still to endure, better days will return.<br>We will be with our friends again.<br>We will be with our families again.<br>We will meet again!</p><cite>Queen Elizabeth II 2020-04-05</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Mein überaktives Gehirn lieferte mir zu diesen Worten nahezu automatisch einen Soundtrack, der mir seither nicht mehr aus dem Kopf geht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kirk Franklin schrieb einen Gospel &#8222;Till we meet again&#8220;, der die Hoffnung ausdrückt, geliebte Menschen irgendwann (im Jenseits) wieder zu sehen.  (Veröffentlicht auf dem Album &#8222;Kirk Franklin And The Family&#8220;, 1993)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nie war dieses Lied, dieser Text, für mich lebensnäher als heute. &#8222;Bis wir uns wieder sehen&#8220; ist aktuell eine Hoffnung, die ich im Herzen trage. Die Hoffnung, dass ich alle Menschen, die mir lieb und teuer sind, irgendwann gesund und munter und vor allem lebend, wieder in die Arme schließen darf.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>May His peace be with you till we meet again<br>Till we reach that distant shore<br>And we&#8217;ll shed a tear no more<br>May He give you strength to endure<br>Till we meet again</p><cite><a href="https://www.azlyrics.com/lyrics/kirkfranklin/tillwemeetagain.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.azlyrics.com/lyrics/kirkfranklin/tillwemeetagain.html</a></cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Möge Sein Frieden mit Dir sein, bis wir uns wieder sehen.<br>Möge Er Dir die Kraft geben, die aktuelle Situation zu überstehen, bis wir das ferne Ufer nach den Einschränkungen, die uns auferlegt wurden, erreicht haben und wir keine Tränen mehr vergießen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer mag, kann sich gerne das Lied auf <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.youtube.com/watch?v=Y9LltDdi7vk" target="_blank">YouTube</a> anhören. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Haltet durch und bleibt gesund &#8211; Bis wir uns wieder sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eure Sonja</p>
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