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	<title>Speaker&#039;s Corner &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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	<description>Selbsthilfe, Genesungsbegleitung und Betroffenenbeteiligung</description>
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		<title>Bob der Baumeister und das Empowerment</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2020 11:24:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
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					<description><![CDATA[Musik weckt Emotionen und verbindet Gedanken und Gefühle. Wie oft schafft es ein einzelner Song gleichzeitig unsere Ideen und Phantasie anzuregen und mit den passenden Emotionen zu versehen? Geschichten und Träume verschmelzen und werden zu einem persönlichen Gefühl und langsam, über die Zeit bildet sich der persönliche Soundtrack unseres Lebens.]]></description>
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<p>Eine Betrachtung vom Mausebär (a.k.a. Thorsten Dürholt) </p>



<p>Musik weckt Emotionen und verbindet Gedanken und Gefühle. Wie oft schafft es ein einzelner Song gleichzeitig unsere Ideen und Phantasie anzuregen und mit den passenden Emotionen zu versehen? Geschichten und Träume verschmelzen und werden zu einem persönlichen Gefühl und langsam, über die Zeit bildet sich der persönliche Soundtrack unseres Lebens. <br>Musik trägt uns und Musik empowert uns,egal ob es der Beat im Fitnessstudio, der aufbauende Song auf dem Weg zur Arbeit oder die Herzschmerz-Schmonzette bei einer romantischen Angelegenheit ist. Ja, selbst beim Liebesleben kann die passende Musik Wunder wirken.  <br>Aber was hat dass jetzt mit Bob dem Baumeister zu tun? <br>Als ich Mitte bis Ende der ´90 Jahre fleißig (manchmal) zur Schule ging um an meinem Abitur zu basteln, hatte ich einen Radiowecker. Dieser war, nicht zuletzt aus Gründen der Eitelkeit, auf einen englischsprachigen Sender eingestellt, von dem ich mich morgens wecken ließ. <br>Nach dem ich jahrelang EinsLive gehört hatte und morgens den Ponyhof zum Aufwachen lieb gewonnen hatte, brauchte ich was Neues. Und dann war meine morgendliche Stimulanz ein englisches Programm mit zwei Moderatoren die sich stundenlang über „Who let the Dogs out“ zu amüsieren wussten. Als Jugendlicher genoss ich diese Art von Humor. <br>Dann eines Morgens hatten sie etwas Neues gefunden. Der neue „heiße Scheiß“ kam aus einer englischen Kinderserie und so ertönte es jeden Morgen aus meinem Radio, immer wieder als Ausrufezeichen… <br>Bob the Builder – Can we fix it? <br>Bob the Builder – Yes, we can! <br>Es war ein Ohrwurm, es drängte sich in meinen Verstand und es machte etwas mit mir. Es motivierte mich. Es machte mich fröhlich und Zuversichtlich. Die Musik war aufbauend und positiv, was mir morgens gut gefiel und der Refrain brannte sich als Slogan ein. Anscheinend war ich nicht der einzige der das so sah, den selbst ein, nicht ganz unwichtiger, Politiker benutze Teile des Slogans für seinen Wahlkampf. <br>Was machte das Ganze so magisch? <br>Über die Melodie kann ich nicht berichten, denn es ist schwer Musik mit Worten zu Beschreiben. Ich bin kein Musikwissenschaftler, daher urteilt selbst, der Song ist bestimmt auf YouTube zu finden. Worüber ich was sagen kann ist der Text. Warum ist er so Bedeutsam? Die Antwort ist simpel (wie der Text) und besteht aus zwei Teilen, der Form und dem Inhalt.  <br>Die Form lädt mich ein mitzumachen, eine Frage wird gestellt &#8211; „Can we Fix it?“ &#8211; und ich werden eingeladen zu antworten – „Yes we can!“-. Der Hörer wird zum Teil des Songs und zum Teil der „Yes we Can!“- Bewegung. Ich werden mitgenommen und kurze Zeit haben ich das Gefühl, ich könnte Alles. <br>Als Ohrwurm bleibt es einen guten Teil des Tages bei mir und zwingt mein Gehirn mir dauernd zu sagen „Yes, we can!“. Wenn das mal nicht Empowerment ist. Aber auch die Frage enthält viel. Das englische „Fix it“ hat mehrere Bedeutungen (wie viele englische Wörter). <br>Es steht nicht nur für das reparieren von etwas kaputten, sondern auch ein Termin kann „gefixt“ werden, eine Abmachung ein Vertrag. Dinge die Schieflaufen, Schiefgelaufen sind, ja sogar schieflaufen könnten, alles kann „gefixt“ werden. Sozusagen präventives reparieren. Und somit erwächst in mir der Gedanke, man kann alles wieder gerade biegen, alles reparieren, alles in den optimalen Zustand (zurück-) bringen. <br>Ein hoffnungsvolles Gefühl, den es bedeutet, auch ich kann mich fixen. <br>Aber halt, Stop! <br>Da ist noch eine Ebene, „Yes, we can!“, „Ja, wir können“. <br>Nicht ich, nicht Du. Nein, Wir können. Zusammenhalt ist das Stichwort. Zusammen kann man alles reparieren. Zusammenarbeit bringt alles in das richtige Maß. Die Gruppe ist stärker als ihre einzelnen Teile. Alles dieses steckt in einem kurzen „Yes, we can!“. <br>Ob der Autor das gewusst hat? War es Absicht oder Zufall, diese fundamentale Weisheit? <br>Ich werde es nie erfahren, aber Hauptsache ich bin dabei und sage voller Zuversicht „Yes, we can“. <br>Stimmt mit mir ein und werdet Teil davon, einfach mal Ja zu sagen und zu glauben, dass wir es schaffen können, ich freue mich auf Euch. </p>



<p>Euer, zuversichtlich trällernde Mausebär (a.k.a. Thorsten Dürholt) </p>



<p>P.S.: Wie steht es mit eurem „Soundtrack des Lebens“? Gibt es da einen speziellen Song von dem ihr mir erzählen wollt? Oder soll ich mehr von meinem Soundtrack des Lebens berichten? Lasst mir einen Kommentar da…</p>
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		<title>Speaker´s Corner: Wahrheit oder Pflicht ?!?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Mar 2020 17:31:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Speaker's Corner]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Speaker&#039;s Corner]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Kommentar von Thorsten Dürholt
Was ist los in den Zeiten von Corona
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ein Kommentar von Thorsten Dürholt</p>



<p><strong>Was ist los in den Zeiten von Corona
?</strong></p>



<p>Seit einigen Tagen finde ich mich in einem Wechselbad der Gefühle wieder. Ich pendele zwischen Wut, Sorge, Angst, Enttäuschung und auch Resignation. „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht&#8230;“, schrieb Heinrich Heine 1844 in seinem Gedicht „Nachtgedanken“. Für mich wird es immer mehr zur Realität, denn kreisende Gedanken lassen mich nicht einschlafen und komische Bilder schleichen sich in meine Träume. Was ist Schuld daran, habe ich Angst vor Corona ? Nein, definitiv nicht, was mich mitnimmt sind, die Begleiterscheinungen, quasi die Nebenwirkungen&#8230;</p>



<p>„<strong>Die Hölle, das sind die Anderen“</strong></p>



<p>„Die Hölle, das sind die Anderen“ schrieb Jean-Paul Satré in seinem 1944 erschienenen Theaterstück „Geschlossene Gesellschaft“. Nie ging mir dieses Zitat näher als in diesen Zeiten. Mein Umfeld ergötzt sich in Extremen. Während die einen lustige Bilder  über Klopapier-Hamsterkäufe posten und über die Hysterie und Angst ihrer Mitmenschen, machen sich die Anderen zu Moralaposteln, Katastrophenversteher oder einfach Angsthasen. Es gibt keine einfache Meinung mehr, sondern das Thema &#8220; Corona&#8220; wird zum Politikum oder sogar zum Glaubenssatz.</p>



<p><strong>Was weiß ich über Corona ?</strong></p>



<p>Es ist ein Virus der wohl die Atemwege befällt. Zu den Symptomen gehören laufende Nase, Halsschmerzen, Husten, Fieber und in schweren Fällen Atembeschwerden bis zur Lungenentzündung.  <br>Während ich diesen Text schreibe (25.03.), sind in Deutschland angeblich 33.952 Menschen infiziert und auf 3.299 geheilte Patienten kommen 171 Todesfälle. Das bedeutet für 4,9% der Deutschen verlief die Krankheit tödlich (eine ungenaue Zahl). Weltweit gibt es 428.405 erkrankte und auf 109.926 genesene Fälle gibt es 19.120 Verstorbene. Dieses entspricht einer internationalen Quote von 14,1%. Klar gibt es riesige Dunkelziffern von Leuten, die den Virus bereits durch gestanden haben, ohne gemeldet worden zu sein. Das liegt wohl auch an dem teilweise sehr leichtem Verlauf, der einer Erkältung oder Grippe ähnelt, und das verfälscht die Zahlen. <br>Aber ich arbeite nur mit den Zahlen die ich habe. <br>Zuerst trat der Virus wohl in der chinesischen Region Wuhan auf und in Europa wütet es am stärksten in Italien (ich verzichte jetzt mal auf fast alle Zahlen und erwähne nur eine Sterblichkeitsrate von 45%). Laut Gerüchten ist die Krankheit für Kinder am ungefährlichsten und für Ältere Menschen oder Leute mit Erkrankungen der Atemwege am gefährlichsten. Angeblich werden Männer heftiger krank als Frauen und die Infektion erfolgt über Tröpfcheninfektion, wobei Infizierte auch in der Inkubationszeit von 3-14 Tagen selber andere infizieren können. Es ist sehr wahrscheinlich, dass eine einmalige Infektion vor weiteren Infektionen mit diesem speziellem Erreger schützt (obwohl man trotzdem in der Zeit die der Körper, braucht eine neue Erkrankung zu verhindern selbst Überträger sein kann).</p>



<p><strong>Warum das Kontaktverbot
?</strong></p>



<p>Scheinbar ist der Virus sehr ansteckend. Jetzt wäre eine Durchseuchung der Gesellschaft natürlich vorteilhaft, um einen Herdenschutz aufzubauen und möglichst viele an diese neue Art der Viren zu gewöhnen um eine Grundimmunität wie z.B. bei der Grippe herzustellen. Dieses käme der Gesellschaft bei kommenden Stämmen dieser Virusart zu Gute. <br>Was hält uns also davon ab?<br> Zum einem haben wir keine Impfstoffe um die Risikogruppen zu schützen. Diese Menschen mit dem Problem allein dastehen zu lassen, wäre durchaus zynisch und für unsere Gesellschaft unangebracht. <br>Ein wesentlich heikleres Problem ist die Überlastung des Gesundheitssystems. Wir sind einfach auf eine Pandemie (noch) nicht eingerichtet. Daher ist ein Kontaktverbot eine Möglichkeit, die Neuinfektionen möglichst klein zu halten und damit die gute Versorgung eines jeden Patienten zu sichern. <br>Solange die Zahl der Patienten überschaubar bleibt, bleibt es bei einer Sterbequote von unter 5%; statt einer Quote von 45% wie in Italien. Mir Persönlich ist eine Chance von 95% zu Überleben durchaus lieber als ein 50/50 Verhältnis. <br>Um die Zahl überschaubar zu halten geht es jetzt darum, die Verbreitung des Virus so gut wie möglich einzudämmen. Es geht dabei nicht um die Sicherheit des Einzelnen (für den die Infektion vielleicht überhaupt nicht schlimm verläuft), sondern um die Allgemeinheit. <br>Nicht zu vergessen ist auch, dass jeder Platz im Krankenhaus der mit Coronapatienten belegt, ist nicht für andere Notfälle zur Verfügung steht (und die Verschwinden nicht einfach in der Zeit von Corona). <br>Leider ist das manchen Leuten nicht ganz klar, oder sie denken halt nicht an die Konsequenzen für die Gesellschaft oder für ihre Mitmenschen. Schon Immanuel Kant sagte „Der Mensch ist ein vernunftbegabtes Wesen“, aber leider benutzen viele diese Begabung nicht. Die Konsequenz ist das staatlich angeordnete Kontaktverbot.</p>



<p><strong>Aber was regt mich
jetzt so auf ?</strong></p>



<p>Meine Gefühle basieren
auf drei Problemen&#8230;</p>



<p>Erstens stört mich das Verhalten und die Unvernunft meiner Mitmenschen. Hysterie und Panik sind genauso schlechte Ratgeber wie Ignoranz und Zynismus. Menschen machen irrationale Dummheiten, wie z.B. Hamsterkäufe und das Bunkern von (teilweise sinnlosen) Gegenständen ohne dass ein Grund dafür besteht und zwingen somit die Läden zu schwierigen Entscheidungen (Nur ein Paket Klopapier pro Person). Und zusätzlich ihre Mitmenschen dazu, auch an den hysterischen Einkäufen teilzunehmen. <br>Wer früher einmal in der Woche seinen Einkauf macht, bekommt jetzt nicht mehr die Produkte die er will oder braucht und wird von den Hamsterkauf-Gegnern abfällig angeschaut. <br>Kein schönes Einkaufen mehr. <br>Online-Dienste sind überlastet, was die Menschen behindert, die echt darauf angewiesen sind. Der Egoismus des Einzelnen macht die Krisensituation erst zur Krise. Das Klopapier fehlt nicht, sondern gammelt in privaten Kellern.</p>



<p>Zweitens stört mich der Zwang der Regierung. Ich halte das Kontaktverbot für notwendig, aber lieber wäre es mir, wenn die Bundesbürger das selber aufrechterhalten würden. <br>Wir alle haben mit unserem Verhalten die Regierung gezwungen, ein Werkzeug zu nutzen und nun ist es aus dem Baumarkt der Pandora gekommen um im Werkzeugkoffer der Landesregierungen zu bleiben. Es kann und wird, jetzt und in Zukunft, benutzt und vielleicht irgendwann auch missbraucht werden. <br>Jede unpopuläre Entscheidung wird irgendwann zur Gewohnheit.</p>



<p>Drittens habe ich ein
Problem mit Information und Desinformation. Die Presse berichtet
ausschließlich über das eine Thema, und das weder informativ noch
objektiv. Verschwörungstheorien schießen wie Pilze aus dem Boden
und der öffentliche Umgang mit Informationen befeuert diese
Auswüchse auch noch. Ich freue mich mittlerweile über jedes
Gespräch, das sich nicht um Corona oder die Folgen dreht.</p>



<p><strong>Was wünsche ich mir?</strong></p>



<p>Macht doch bitte etwas Gutes aus der Krise. Nutzt das körperliche Kontaktverbot um neue Formen des Kontakts zu erproben und zu entdecken. Verhaltet euch fair und vielleicht sogar freundlich zu euren Mitmenschen und habt Geduld. <br>Wir haben gerade die Chance zur Entschleunigung, nutzen wir das und bringen nicht neuen Horror in Umlauf. <br>Ich will mich einfach nicht mehr über die Situation aufregen oder ärgern und vor allem nicht dran verzweifeln, sondern etwas Gutes daraus machen, um dem Chaos einen Sinn zu geben. <br>Ich freue mich über jeden Menschen, der mir dabei hilft und sich aus der eigenen Befangenheit löst, um aus der Krise etwas Sinnvolles zu machen. <br>Überlegt nicht, wer etwas von der Krise hat, sondern sorgt selber dafür, dass Ihr etwas etwas positives daraus mitnehmt.</p>



<p>In dem Sinne, seid Mensch, nutzt eure Begabungen und bleibt mir gewogen,</p>



<p>Euer</p>



<p>Mausebär (a.k.a Thorsten Dürholt)</p>
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