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	<title>Spiel &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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	<description>Selbsthilfe, Genesungsbegleitung und Betroffenenbeteiligung</description>
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	<title>Spiel &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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		<title>Er will doch nur spielen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Sep 2023 13:36:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Nachlese]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten aus der Redaktion]]></category>
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					<description><![CDATA[Der erste Online-Vortrag der Erfahrungsexperten am Niederhein hat am 31.08. stattgefunden.
Eine kleine Nachlese der Erfahrung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der erste Online-Vortrag der Erfahrungsexperten fand am 31.08. statt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Donnerstag Abend 18:00 Uhr: <br>Es war einer dieser typischen Donnerstage, an denen alles passieren konnte.<br>Der aufgeregt Dozent Thorsten Dürholt, Mitarbeiter und Mitbegründer der EaN UG (haftungsbeschränkt), gelernter Erzieher und Genesungsbegleiter, sowie selbsternannter Experte zum Thema Spiel, war vor wenigen Minuten im Zoom-Raum aufgetaucht.<br>Nervös zitternd harrte er der Dinge die passieren würden und nach und nach fanden sich alle angemeldeten Teilnehmer in der Konferenz ein.<br>Gewohnt lässig und liebevoll moderierte Sonja Utzenrath, als Gastgeberin des Vortrages, das Thema an, nicht ohne die Teilnehmer gewohnt sympatisch zu begrüßen.<br>Dann leitet sie über zu dem mittlerweile arg schwitzenden (vom Lampenfieber zerfressenen) Dozenten, der seine Präsentation fast professionell startete.<br>Die einigermaßen professionelle Präsentation war gefühlt das Highlight, obwohl der Umfang (und Schatz an Zitaten) dazu geeignet war, den zeitlichen Rahmen mühelos zu sprengen.<br>Es schien so, als wäre der Dozent auf einen gesamten Unterrichtstag vorbereitet.<br>Es dauerte eine Zeit (voller privater Anekdoten) bis dann der Dozent endlich zum Kernpunkt seines Vortrages kam. <br>Dennoch schien ein Großteil der Anwesenden Teilnehmer diesen Versuch eines Vortrages zumindest unterhaltsam zu finden.<br>Da auch ein blindes Huhn bekanntlich mal ein Korn trinkt, waren auch einige Perlen der Erkenntnis zu finden, auch wenn sie in einem Schwall nervöser Verbal-Diarrhoea nahezu untergingen.<br>Das eigentliche Feedback ergab somit, dass es noch eklatanten Verbesserungsbedarf gab, auch wenn sowohl Themenauswahl, als auch Aufbau durchaus Potential aufwiesen.<br>Am Ende der Veranstaltung (die gnadenlos überzogen wurde) war der Dozent merklich angeschlagen und auch bei anderen Teilnehmern waren deutliche Ermüdungserscheinungen erkennbar.<br>Auf einem amateurhaften Niveau eine liebevolle Veranstaltung, die gerade auch durch nachsichtige und engagierte Teilnehmer zu einem ersten Anlauf in Richtung weitere Veranstaltungen führte.</p>
<cite>Die sehr selbst-kritische Eigendarstellung des Dozenten</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die geplante Veranstaltung fand pünktlich mit der angemeldeten Teilnehmerzahl statt und wurde nach Hinten zeitlich geöffnet auf Grund des umfangreichen Themas und der regen Beteiligung der Teilnehmer.<br>Das Thema erwies sich als interessant und auch noch weiter ausbaubar und dürfte ein guter Grundstein für zukünftige Vorträge und Workshops, gerade auch zu dem Thema &#8222;Spiel&#8220; sein.<br>Das Moderationsteam aus Sonja Utzenrath und Thorsten Dürholt (ebenfalls der Dozent) funktionierte in gewohnter Qualität und auch die Präsentation war technisch problemlos und wurde von den Teilnehmern auch als Kopie angefragt.<br>Das Feedback der Teilnehmer war durchaus positiv und lädt ein, weitere Veranstaltungen dieser Art zu organisieren.<br>In sich ein erfolgreicher erster Testballon in Richtung Online-Vorträge durch die Erfahrungsexperten am Niederrhein.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="750" height="530" class="wp-image-6113" style="width: 750px;" src="https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wp-content/uploads/2023/09/31-08-23-Vortrag-Spiel-scaled.jpg" alt="" srcset="https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wp-content/uploads/2023/09/31-08-23-Vortrag-Spiel-scaled.jpg 2560w, https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wp-content/uploads/2023/09/31-08-23-Vortrag-Spiel-300x212.jpg 300w, https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wp-content/uploads/2023/09/31-08-23-Vortrag-Spiel-1024x724.jpg 1024w, https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wp-content/uploads/2023/09/31-08-23-Vortrag-Spiel-768x543.jpg 768w, https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wp-content/uploads/2023/09/31-08-23-Vortrag-Spiel-1536x1086.jpg 1536w, https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wp-content/uploads/2023/09/31-08-23-Vortrag-Spiel-2048x1448.jpg 2048w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></p>
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		<title>Spiel, Spaß und Ananas</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Aug 2023 11:14:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ankündigung]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzepte und Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebär]]></category>
		<category><![CDATA[Spiel]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Unser Chefredakteur Thorsten und sein Hang zum Spielen, verschafft uns die Möglichkeit für einen kleinen Einblick in die Welt des Spiels]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Ein kleiner Blick in die Welt des Spiels und ihre Bedeutung für die Gesundheit</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Warum Spielen?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wer meine Texte verfolgt, wird irgendwann zwangsläufig über eines meiner Lieblingszitate stoßen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph" id="block-458c81f5-08b6-4d68-99ae-80f902dd1a21">„Reife des Mannes: das heißt den Ernst wiedergefunden haben, den man als Kind hatte, beim Spiel.“ </p>
<cite><em>Friedrich Nietzsche &#8211; Jenseits von Gut und Böse</em></cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">ein Zitat, welches mich seit meiner Schulzeit begleitet. Als ich mich damals intensiver mit den Werken von Nietzsche beschäftigte und eine Bestätigung suchte, dass mein Hobby kein &#8222;<em>Unsinn</em>&#8220; oder &#8222;<em>Kinderkram</em>&#8220; ist.<br>Doch fast noch mehr berührte mich ein weiters Zitat jenes Philosophen, der ansonsten wegen seiner Provokationen gefürchtet war.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen!&nbsp;Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!</p>
<cite>Friedrich Nietzsche &#8211; Menschliches, Allzumenschliches</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"> Beide Zitate sind ein Teil meiner inneren Überzeugung über die Wichtigkeit des Spieles für unsere Gesundheit, sei es körperlich oder seelisch.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mein Zusammenhang mit dem Thema</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Thema Spiel begleitet mich in vielen Formen bereits mein ganzes Leben, sei es dass Spielen als Kind, die schönen Erinnerungen an Brettspiele im Kreise der Familie, zumeist zur Weihnachtszeit, als auch mein weiterer Lebensweg, der stets von diesem Thema geprägt war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In meiner Jugendzeit, zu dem Zeitpunkt, wo das Spielen langsam &#8222;<em>uncool</em>&#8220; wurde, entdeckte ich, gemeinsam mit Freunden, neue Spiele, wie zum Beispiel das Tischrollenspiel (eine Art interaktives Geschichtenerzählen), Trading Card Games (Ein Kartenspiel mit Sammelkomponente) und ähnliches.<br>Und nein, diese Hobbys wuchsen sich nicht aus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegenteil spiele ich heute noch regelmäßig Rollenspiele und Brettspiele (manchmal auch Computerspiele) und brauche das für mein seelisches Wohlbefinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Spiel auf der Bühne, alles rund um das Theater, begleitet mich bereits seit meiner Kindheit. Angefangen in der schulischen Theater-AG über ein Qualifizierungsjahr für Bühnenberufe bis hin zu meiner Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann, deren praktischen Anteil ich in einem Theater absolviert habe.<br>Was das Rollenspiel angeht, so bin ich noch heute gelegentlicher Besucher größerer Treffen, habe meine eigenen Spielrunden und auch Erfahrung im Handel mit Spielen machen können.<br>In meiner Ausbildung zum Erzieher, war die Spielpädagogik eines meiner absoluten Lieblingsfächer und ein Garant für meine ungeteilte Aufmerksamkeit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aber was macht das Spielen so unverzichtbar?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Spielen hat eine direkte Auswirkung auf unseren lebenslangen Prozess des Lernens, denn im spielerischen Umgang erproben und trainieren wir Fertigkeiten.<br>Die sozialen Kontakte im Spiel erlauben uns, unser Bedürfnis nach sozialer Interaktion zu stillen, aber auch im geschützten Rahmen die ganze Palette der zwischenmenschlichen Gefühle zu erleben.<br>Die Erlebnisse im Spiel können uns sowohl von realen Problemen zeitweise ablenken, als auch zu neuen Ansätzen für Lösungen führen.<br>Und gerade die sportlichen Spiele tragen zum Erhalt unserer körperlichen Gesundheit bei und stillen den Bewegungsdrang.<br>Das Spiel kann somit eine Grundlage für viele positive Effekte sein und ist gerade in der Sozialpädagogik ein wertvolles Mittel, unabhängig der Altersgruppe der Betroffenen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aber auch in der Sozialpsychiatrie hat das Spielen eine wichtige Bedeutung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Spielen kann ein wichtiges Element sowohl des Empowerment, als auch der Recovery sein. In beiden Fällen kann Spiel einen wertvollen Beitrag leisten und viele neue Möglichkeiten und Anreize bieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesem Grund widme ich diesen Thema eine eigene Veranstaltung, auf der ich nicht nur meine Gedanken und Ideen zu dem Thema &#8222;<em>Spiel als Element von Recovery und Empowerment</em>&#8220; darlegen möchte, sondern auch zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion einlade, um gemeinsam die Möglichkeiten zu entdecken, welche das Spiel bietet.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Spiel als Element von Recovery und Empowerment</h2>



<h4 class="wp-block-heading has-text-align-center">Eine Zoom-Veranstaltung<br>Donnerstag 31.08.2023<br>von 18:00 &#8211; 19:30 Uhr</h4>



<h5 class="wp-block-heading has-text-align-center">Kostenbeitrag: 5,00€</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Der Erzieher und Genesungsbegleiter Thorsten Dürholt berichtet von seinen Erfahrungen mit dem Einsatz von Elementen der Spielpädagogik in den Prozessen von Recovery, Salutogenese und Empowerment und versucht diese an praktischen Beispielen zu erörtern.<br>Im zweiten Teil der Veranstaltung wird zu einem Erfahrungsaustausch, aber auch zur Diskussion eingeladen und Fragen zur praktischen Umsetzung von Elementen der Spielpädagogik beantwortet.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><a href="https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/?page_id=5566">Zur Anmeldung</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hoffe, dass sich genügend Interessierte finden, die  sich zu dieser Veranstaltung anmelden und teilnehmen möchten.<br>Weitere Fragen bitte an info@erfahrungsexperten-niederrhein.de</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit lieben Grüßen,</p>



<p class="wp-block-paragraph">Thorsten Dürholt<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.aphorismen.de/suche?f_thema=Spiel%2C+Spielen&amp;f_autor=2794_Friedrich+Nietzsche&amp;f_zeit=19.Jh#:~:text=Wir%20meinen%2C%20das%20M%C3%A4rchen%20und,M%C3%A4rchen%20und%20Spiel%20leben%20m%C3%B6chten!"></a></p>
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		<title>Spiel mit mir ein Spiel&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2020 11:42:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Spiel]]></category>
		<category><![CDATA[Theorien]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein spielerischer aber auch bildender Text über die Bedeutung des Spielens vom Mausebär (a.k.a. Thorsten Dürholt).]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ein spielerischer aber auch bildender Text über die Bedeutung des Spielens vom Mausebär (a.k.a. Thorsten Dürholt). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie ich bereits gestern geschrieben hatte, war ich am Freitag und am Samstag auf einer Rollenspiel-Convention. <br>Natürlich war ich nicht physisch vor Ort, sondern blieb mit dem Hintern schön zuhause in meinen vier Wänden. <br>Die Veranstaltung war eine digitale Aktion in Kooperation mit vier deutschen Spieleverlagen. Auf einem Discordserver traf man sich digital und spielte online mit Menschen aus der gesamten Bundesrepublik (theoretisch sogar weltweit). <br>Am Freitag spielte ich mit Menschen aus Hamburg, am Samstag war ich an einem &#8222;Tisch&#8220; mit jemandem aus München. Egal ob Jung oder Alt und unabhängig von Geschlecht, Aussehen, Bildungsstand, Einkommen oder Herkunft, spielten wir friedlich ein paar Spielrunden zusammen. <br>Am Freitag ging es mir großartig. Am Samstag merkte ich die Anstrengung, die mit der, mir noch neuen, Kommunikationsform verbunden ist. <br>Trotzdem war ich Samstag, spät in der Nacht, euphorisch von dem erlebten. <br>Während ich gestern noch ziemlich platt war und erst mal der Ruhe bedurfte, geht es mir heute wieder großartig. Zeit für mich, mir ein paar Gedanken zum Thema „Spiel“ zu machen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Erstmal ein wenig Theorie…</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei diesem Thema fange ich von der nüchternen Seite an. <br>Ja, das Thema Spiel hat eine nüchterne Seite. Es gibt meterweise Bücher, gefüllt mit dem Thema „Spieltheorie“. <br>Nicht nur in der Sozialwissenschaft ist das Thema präsent. In der Mathematik wurde die Spieltheorie tatsächlich zur Berechnung von Entscheidungssituationen entwickelt Und bereits vier Mal war die mathematische Beschäftigung mit diesem Thema dem Nobelpreiskomitee eine Auszeichnung wert. <br>Auch den Wirtschaftswissenschaften ist die Theorie des Spieles nicht fremd. Als festes Analyseinstrument wurde die Theorie aus der Mathematik übernommen. <br>Selbst das sonst so trockene Militär begeistert sich für sogenannte „Planspiele“ und „Simulationsspiele“. Diese waren schon in der Antike ein fester Bestandteil des Repertoires eines jeden erfolgreichen Feldherren. <br>Natürlich würde kein politischer, ökonomischer oder militärischer Anführer je zugeben, dass er sich des Spiels als Entscheidungshilfe bedient. Schließlich sind das ja ehrwürdige Herren (oder Damen). <br>Aber wie sagte Friedrich Nietzsche in seinem Werk „Menschliches, Allzumenschliches“ schon so bewundernswert: <br>„Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!“. <br>Und in dem Buch „Jenseits von Gut und Böse“ verkündet er dann: <br>„Reife des Mannes: das heißt den Ernst wiedergefunden haben, den man als Kind hatte, beim Spiel.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Fachgebiet ist da natürlich das Sozialwissenschaftliche. <br>Während meiner Ausbildung zum Erzieher genoss ich zwei Jahre lang das Unterrichtsfach „Spiel“. <br>Das war nicht zynisch gemeint, es war tatsächlich mein absolutes Lieblingsfach, auch dank meiner grandiosen Lehrerin. Sie schaffte es bei mir, die Theorie zu vermitteln und mir einen Blick auf das große Bild nahe zu bringen, ohne mir den Spaß an der Sache zu verderben. <br>Noch heute würde ich sagen, dass dieses Fach meine Nummer eins unter allen Schulfächern jemals war (dicht gefolgt von Theater/ Literatur).</p>



<h4 class="wp-block-heading">Was bringt mir jetzt die graue Theorie?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Spielen ist ein Teil unseres Entwicklungsprozesses. <br>Während wir spielen, lernen wir. Wir lernen sogar äußerst effektiv. <br>Daher ist der Trieb zum Spiel auch ein fester Bestandteil in uns allen. <br>Während bei Kindern dieser Drang noch am größten erscheint, verliert der Mensch selten den Bezug zum Spiel. <br>Das Spielen an sich kann die verschiedensten Fähigkeiten effizient trainieren. Welche genau ist natürlich abhängig vom jeweiligem Spiel. Man nenne mir ein beliebiges Entwicklungsfeld und ich werde ein Spiel dazu finden (oder habe bereits eins). Meist werden mehrere Entwicklungsfelder gleichzeitig trainiert. Und das Ganze dann noch mit Freude, was das gelernte auch noch positiv verstärkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Viele Eltern heutzutage versuchen ihre Kinder durch wer weiß was für Hobbys zu fördern und wissen gar nicht, das wenn sie dasselbe Kind einfach spielen lassen würden, sie eine wesentlich effizientere und auch kostengünstigere Alternative nutzen würden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbst Tiere lernen spielerisch untereinander. Sei es im Gerangel, um sich auf Revierkämpfe vorzubereiten, oder beim „Fangen“, um sich Jagdfähigkeiten anzueignen &#8211; Spielen bereitet sie, wie auch uns, auf die Realität vor. <br>Verschiedenste Versionen und Arten von Spielen erlauben uns, unsere Kompetenzen in fast allen Disziplinen zu verstärken. Wir lernen körperlich, geistig und auch sozial. Wir können unsere taktischen und strategischen Fähigkeiten üben, also unsere Möglichkeiten, kurz- und langfristige Pläne zu entwickeln, indem wir Strategiespiele (z.B. Schach) spielen. Wir können unseren Wortschatz (Scrabble) oder unser Allgemeinwissen (Trivial Pursuit) verbessern. Unsere Menschenkenntnis schärfen (Poker) oder einfach im gemeinsamen Spiel unsere sozialen Kenntnisse erweitern. Egal was wir lernen oder vertiefen wollen, es gibt eine spielerische Möglichkeit.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Und mal wieder eine Predigt…</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ich würde mich freuen, wenn alle Menschen die Zeit der Krise nutzen, um mehr aus sich zu machen. <br>Das gemeinsame Spiel ist ein sicherer Weg dahin. Und auch die Kontaktsperre liefert nur oberflächlich eine Barriere. Carsten Giesen hat schon auf unserer Seite eine ausgezeichnete Möglichkeit vorgestellt und es gibt noch etliche mehr. Mittlerweile gibt es im Internet dutzende Möglichkeiten gemeinsam zu spielen. Jede Art von Spiel in verschiedensten Abstufungen der sozialen Kommunikation. <br>Ich nutze davon die verschiedensten Formen, um mich selbst weiter zu entwickeln und Spaß zu haben. <br>Vielleicht treffen wir uns ja auch mal auf einen netten Spielabend, irgendwo im Äther.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis dahin verbleibe ich verspielt und fröhlich,</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer Mausebär (a.k.a. Thorsten Dürholt)</p>
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