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	<title>Trauer &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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	<title>Trauer &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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		<title>Zeit &#8211; mein inneres Musical-Video</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Kunze]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Feb 2023 21:06:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aspergers Nähkästchen]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Guerrilla-Texte ohne Mitwirkung der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Musical]]></category>
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		<category><![CDATA[Trauer]]></category>
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					<description><![CDATA[musikalisch angelehnte Bewältigungsstrategie des Schmusehamsters]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">musikalisch angelehnte Bewältigungsstrategie des Schmusehamsters</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorbemerkung:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt einen recht prominenten Anteil meiner seelischen WG, welcher einen Hang zur musikalisch phantasievollen Deutung von Liedern hat, stellenweise bis hin zu schaurig-schönen Musical-Elementen mit Anleihen aus dem Bereich der Fabel. Lange habe ich dieses Element in mir mit der Außenwelt nicht geteilt, weil ich es so schwierig finde, mein Gedankenkino in passende Worte und ganze Sätze zu bringen, die dann noch die emotionale Wucht von Bild und Ton und den anderen Sinneseindrücken haben, die in mir dann ablaufen. Hier lest Ihr Versuch Eins dieses translativen Ansatzes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sicherheitshinweis:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die folgenden Zeilen entstammen dem Zusammenspiel meiner phantasievollen (andere würden vielleicht sagen: morbid-kruden) Seele auf der Grundlage des Liedes &#8222;Zeit&#8220; von Rammstein.<br>Ohne das Lied werden meine gedanklichen Bilder nicht verständlich. Ich verwende dessen Zitat daher als liebevolle Hommage eines bekennenden Fans und hoffe sehr, eventuelle juristische Verstrickungen hinsichtlich des Urheberrechts zu vermeiden. Mein inneres Känguru empfiehlt jenen kapitalgetriebenen Winkeladvokaten, sich ihre innerlich schon gespitzten Bleistifte dorthin zu schieben, wo die Sonne nie hinscheint. Schade, dass Kängurus nicht sprechen können. Achtung &#8211; Satire! Vielen Dank für Euer Verständnis.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Intro:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Satt und zufrieden liege ich an einem Wochenendtag im heimischen Sessel und döse einem Verdauungsnickerchen entgegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Parallel höre ich den instrumentalen Prolog des Liedes einsetzen, untermalt von spärischen Chören, graduell lauter werden.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Telefon klingelt. Meine beste Freundin: &#8222;Unser Pferd steht nicht auf.&#8220; Der Alarm in ihrer Stimme macht mich schlagartig hellwach. Unser Pferd ist mit über 30 (auf menschliche Maßstäbe umgerechnet über 90) Jahren der Methusalem der Weide-Herde, komplett mit allen dem natürlichen Alterungsprozess geschuldeten, auch uns Menschen nicht unbekannten Wehwehchen. &#8222;Was ist passiert?&#8220; stelle ich die erste Frage, &#8222;Was hast Du bisher versucht?&#8220; die zweite und schließlich die dritte: &#8222;Soll ich kommen?&#8220;. Kurz kommt die Antwort, knapp und irgendwie mit einer endgültigen angstbelegten Kälte: &#8222;Ja.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erste Strophe:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Manches sollte, manches nicht.<br>Wir sehen, doch sind wir blind.<br>Wir werfen Schatten ohne Licht.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">In Hut und Mantel gehüllt, stürze ich die Treppe zu meiner Wohnung, die ich gerade verlassen habe, wieder hinauf, um Pantoffeln in Schuhe auszutauschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zweite Strophe:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Nach uns wird es vorher geben.<br>Aus der Jugend wird schon Not.<br>Wir sterben weiter, bis wir leben.<br>Sterben lebend in den Tod.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Steuer meines Autos, auf dem Weg durch wind- und regenzerzauste Dunkelheit &#8211; das letzte Aufbäumen quasi warmer Witterung verlässt unsere Breiten mit Blitz und Donner &#8211; treiben meine Gedanken umeinander. Ich sehe das Jungpferd, welches seit kurzem in unserer Obhut ist. Daneben unser altes Pony im Wandel der Jahre und Jahrzehnte &#8211; stets das schönste und beste von &#8218;die ganze weite Welt&#8216;, lange stattlich und stark, dann zunehmend von Alter und chronischer Krankheit gebeugt und geschwächt.<br>Das ein oder andere Polaroidfoto meiner Eltern mischt sich unter meinen seelischen Zugwind &#8211; Wann sind SIE eigentlich so alt geworden, dass nun wir Kinder die rüstigen Kümmerer sind?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dritte Strophe:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dem Ende treiben wir entgegen.<br>Keine Rast, nur Vorwärtsstreben.<br>Am Ufer winkt Unendlichkeit.<br>Gefangen so im Fluss der ZEIT.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wetter an diesem Abend ist fürwahr filmreif. Böen treiben wogend Regen meinem Auto entgegen. Ich umfasse das Lenkrad fester als nötig. &#8222;Ist heute&#8220; frage ich mich, &#8222;der Tag des Abschieds gekommen?&#8220; Es wäre nicht überraschend in der Schlussphase eines langen und erfüllten Lebens auf vier Hufen.<br>Der gesunde Erwachsene in mir betritt meine innere Szenerie. Wie so oft mit der Stimme Leonessas fragt er bzw. sie mich bzw. den halb ängstlichen, halb gefassten Teil in mir: &#8222;Was wäre das Schlimmste, was Du vorfinden könntest?&#8220; &#8222;Meinen toten vierbeinigen Freund!&#8220; konstatiere ich und merke, wie ich ein Stück weit ruhiger werde ob der Tatsache, dass ich mich mit fortschreitendem Alter meines Gefährten mit diesem endgültigen Gedanken schon vertraut gemacht, gewissermaßen in ihn hineingefühlt habe wie eine Hand in eine Socke.<br>&#8222;Wäre es schlimmer, ihn bereits verstorben vorzufinden oder noch lebend und die finale Entscheidung zum assistierten Tod der herbeigerufenen Veterinärin mit-fällen und mitteilen zu müssen?&#8220;<br>An diesem Punkt will mein innerer Wut-Zerberus meinem gesunden Erwachsenen im Stile des tasmanischen Teufels mitteilen, wo er oder sie sich diese Frage hinstecken soll. Der gesunden Erwachsenen, immer noch gespielt von Leonessa, gelingt es nur durch das Heben eines Fingers ohne Blickkontakt, aus dem geifernden Raubtier ein süßes gelbes flauschiges Hühnerküken zu machen.<br>&#8222;Die Entscheidung mittreffen zu müssen.&#8220; würge ich meine Antwort hervor und ein Teil in mir verachtet mich mit der damit einhergehenden Feigheit.<br>Ich trete aufs Gaspedal und hoffe nun, nicht zu spät zu kommen.<br>&#8222;Lass es nicht so BILLIG enden!&#8220; schleudere ich dem Himmel entgegen, mein Auftakt zu einem fortgesetzten Gebetsmarathon. &#8222;Der Kölner betet, wenns eng wird.&#8220; versetzt mein innerer Zyniker und bekommt eine wohldosierte linke Gerade meiner zurückverwandelten inneren Wut ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Refrain:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>ZEIT<br>Bitte bleib stehn, bleib stehn.<br>ZEIT<br>Das soll immer so weiter gehn.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich rolle durch den Autobahntunnel, knapp unter der für die Blitzer auslösenden Maximalgeschwindigkeit und bin froh, dass ein gelassener Verkehrsteilnehmer in mir nicht jeglich Maß und Mitte im wahrsten Sinne des Wortes fahren lässt. Der Slapstickregisseur in mir spielt die Erinnerung an mein Abendessen, Kohlgemüse &#8218;bürgerlich&#8216;, ab und der Beginn eines vielleicht ein klitzekleines bißchen hysterischen Lachanfalls gurgelt durch meine Kehle.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vierte Strophe:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Warmer Körper ist bald kalt.<br>Zukunft kann man nicht beschwören.<br>Duldet keinen Aufenthalt.<br>Erschaffen und sogleich zerstören</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schnitt zur Weide. Im irrlichternden Schein einer Kopflampe und strömendem Regen steht meine beste Freundin neben unserem auf der Seite liegenden alten Pony, das junge nahebei. Wiederholt und zunehmend verzweifelt motiviert sie das Tier, sich aufzurichten. Dieses will der Aufforderung nachkommen, doch die Kraft in den Hinterbeinen scheint nicht ausreichend oder der aufgeweichte Grund zu rutschig. Mit jedem Versuch scheinen Ross und Reiterin gleichermaßen die Kräfte zu schwinden. Regentropfen vermischen sich mit Tränen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fünfte Strophe:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ich liege hier in Deinen Armen.<br>Ach, könnt&#8216; es doch für immer sein.<br>Doch die Zeit kennt kein Erbarmen.<br>Schon ist der Moment vorbei.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kaleidoskopartig purzeln in meinem Kopf die Erinnerungsbilder, durchmischt mit den anderen Sinneseindrücken, gnadenlos realistisch wie das kalte weiße Licht auf dem Abort einer Studentendisco.<br>Gleichzeitig fühle ich den warmen Atem aus den Nüstern des Ponys, streichele sein zotteliges Fell, spüre die Kraft seiner Bewegungen und bin zurückversetzt in jene Lebensperiode, wo Frauchen und Herrchen noch ein Paar waren, empfinde uns eng umschlungen im Akt der Liebe, erinnere meinen zu diesen Gelegenheiten selbst herbeigesehnten Wunsch nach der Ewigkeit dieses Moments. Meine Sicht verschwimmt und ich blinzele Tränen weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Refrain:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>ZEIT, bitte bleib stehn, bleib stehn.<br>ZEIT, es soll immer so weiter gehn.<br>ZEIT, es ist so schön, so schön.<br>Ein jeder kennt den perfekten Moment.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe die Autobahnausfahrt erreicht, lege die letzten Kilometer über dunkle Landstraßen zurück, auf denen durch den Sturm abgerissene Zweige liegen und große Wasserlachen schimmern.<br>Schnitt zur Weide &#8211; die Stallbesitzerin ist angekommen, eine starke Außentaschenlampe dabei. Gemeinsam beginnen sie und meine beste Freundin mit weiteren Versuchen, unserem immer noch liegenden Pferd wieder auf die Beine zu helfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sechste Strophe:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich imaginiere.<br>Unsichtbar für meine beste Freundin und die Stallbesitzerin ist Gevatter Tod auf seinem Sensenpferd an der Weide eingetroffen. Seelenruhig steigt die schlanke Gestalt in schwarzer Kutte ab und geht, sein dunkles Ross am Zügel führend, auf die Szenerie rund um unser Pony zu. Nur dieses kann den schwarzen Reiter und seinen behuften Gefährten wahrnehmen. Sich Schritt um Schritt nähernd, beginnt Gevatter Tod, mit leiser Stimme zu singen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wenn unsre Zeit gekommen ist.<br>Dann ist es Zeit, zu gehn.<br>Aufhören, wenns am schönsten ist.<br>Die Uhren bleiben stehn.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Augen des liegenden Pferdes scheint sich die von mir gerne benutzte Vorstellung der himmlischen Wiese zu materialisieren, auf deren grüner Weite jene Herdenfreunde meines Ponys, die ihm voraus gegangen sind, ihn freundlich zu erwarten scheinen.<br>Aus einer seiner Satteltaschen holt Gevatter Tod eine Sanduhr, hält sie prüfend vor sein knochenbleiches Gesicht, die letzten Körner feinen Sandes geduldig fallen sehend.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Siebte Strophe: </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>So perfekt ist der Moment.<br>Doch weiter läuft die Zeit.<br>Augenblick, verweile doch.<br>Ich bin noch nicht bereit.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist es der plötzliche kalte und zeitlose Hauch der Unendlichkeit, den die Stallbesitzerin nun spürt, welcher sie auf einer tiefen Ebene des Unterbewusstseins die Anwesenheit des Todes wahrnehmen lässt?<br>Greift ein Engel auf weißem, geflügelten Ross ein?<br>Es bleibt unbekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gevatter Tod erstarrt, das Sensenpferd schnobert nervös. Der rieselnde Sand ist stecken geblieben. Mehrere Körner des pulvrigen Mediums scheinen zusammen gebacken zu sein. Mit knochigem Finger klopft er leicht an den Kristall der Hülle seines Zeitmessers, ohne Erfolg.<br>Ungehalten über die Verzögerung und im Angesicht, unverrichteter Geschäfte wieder heimkehren zu müssen, schüttelt Gevatter Tod seine Sanduhr, erreicht dadurch aber nur, dass etwas abgelaufener Sand wieder nach oben fließt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Hintergrund und mit dem letzten Mute der Verzweiflung, sammelt mein Pferd seine letzten Kräfte, motiviert durch gebrüllte Kommandos, eine Lawine unchristlicher Flüche als Lösungsmittel und den Katalysator greller Blendung der Pferdeaugen durch die Taschenlampe.<br>Irgendwie reicht all das, um den entscheidenden Millimeter des Schwerpunktes zu verlagern und meinem Pferd, auf die Beine zu kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gevatter Tod blickt auf und sieht, dass seine Chance vorbei ist. Schulterzuckend verstaut er die kostbare Sanduhr erneut in der Satteltasche, schwingt sich behende auf sein Sensenpferd und verschwindet in den Schatten des nun nachlassenden Gewitters.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Moment biege ich in den asphaltierten Feldweg zur Weide ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Finaler Refrain:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>ZEIT, bitte bleib stehen, bleib stehen.<br>ZEIT, es soll immer so weiter gehen.<br>Zeit, es ist so schön, so schön.<br>Ein jeder kennt den perfekten Moment.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich weiß noch, wie in dem Moment, als ich auf das Weidetor zugefahren bin, mein Herz vor alles verzehrender Dankbarkeit einen extra Schlag machte. Da stand, im nachlassenden Regen, ER, mein Pony und daneben, müde, matschbespritzt und glücklich im patschnassen Regenmantel, meine beste Freundin und die Stallbesitzerin.<br>Die mittlerweile ebenfalls eingetroffene und notfallmäßig verständigte Tierärztin teilte uns mit, dass bis auf das fortgeschrittene Alter sowie Stadium einer chronischen Erkrankung nichts Ungewöhnliches festzustellen sei. Alle Systeme normal, gesund, keine Schmerzen. &#8222;Heute nacht&#8220;, habe ich ihre Stimme noch im Ohr, &#8222;passiert nichts mehr.&#8220; Ob mir geglaubt wird, oder nicht, an dieser Stelle donnerte es laut. Gevatter Tod war auf einen späteren Zeitpunkt vertagt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Outro:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter leiser werdenden E-Gitarren-Klängen und synchron anschwellenden sphärischen Chören geht meine musikalische Reise zu Ende.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Epilog:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile sind schon wieder etliche Wochen ins Land gegangen seit dem Zeitpunkt der Erlebnisse, die dieser Geschichte zugrunde liegen.<br>Unser Pony hat sich erholt, ein paar Kilos draufgepackt und erfreut sich während des gerade herrschenden Wetters von nahe fünf Grad und Nieselregen, seinem für Rasse und Charakter geltenden Optimum, wieder so mancher Lust auf Schabernack, ist gut zu Fuß und wieder das liebe Onkel-Pferd für ein Reitkind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir ist klar, dass an bewusstem Abend das Unvermeidliche nur vertagt wurde, wie es für Huftiere unserer Stallgemeinschaft nicht unüblich ist. So gibt es zwei noch ältere Liebhaberstücke bei uns, die ob ihres fortgeschrittenen Alters nicht mehr mit auf die Sommerweide gehen und unser alter Herdenchef hat es geschafft, das Sensenpferd und dessen Reiter gleich dreimal zu vertrösten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch ich glaube, dass jene Episode für mich sehr wichtig war. Sie hat mich eindringlich mit der Nase darauf gestoßen, dass ich mich für den Abschied von meinem Gefährten rüste. Es kommt so oder so weder überraschend, noch kann ich irgendwem oder -etwas dafür böse sein. Einerseits bringe ich mich seither etwas mehr bei unserem neuen Jungpferd ein. Andererseits bin ich froh, eine so patente wie empathische Tierärztin zu haben, die uns den guten Rat mit auf den Weg gegeben hat, uns klarzumachen, dass wir nicht wissen, wann unser aller letzter Tag gekommen ist. Aber nach einem langen und erfüllten Leben kann es jederzeit soweit sein oder auch erst nach Monaten oder Jahren. Wichtig ist, das emotionale Loslassen zuzulassen und jeden Tag mit Pferd als Geschenk zu nehmen, denn unser Gefährte hat es nicht verdient, wenn wir mit einem Buckel voller Angst und Sorgen zu ihm kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin mir bewusst, dass der Abschied hart wird und eine Zeit der gesunden Trauer nach sich ziehen wird. Aufgrund meines Netzwerks, vieler gleichgesinnter und mir wohlmeinender Menschen und der Gewissheit, dass das Leben im Stall weitergehen wird, wie es immer weitergegangen ist, fühle ich mich sicher. Dafür bin ich dankbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich weiß nicht, ob Ihr meiner musikalischen Phantasiereise, die mir ein großes Stück Erlebnisbewältigung ermöglicht (hat), folgen konntet. Auf jeden Fall fühle ich mich nun besser.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So long,</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer Schmusehamster</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nachtrag</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer die vorhergehenden Zeilen aufmerksam gelesen hat, dem mag das Bild der Sanduhr, welche Gevatter Tod, in seinem Einsatz unterbrochen, schüttelt. Lukas war eine allerletzte Gnadenfrist gegeben worden. Doch die wenigen Körner, welche im Stundenglas nach oben gerutscht waren, sollten nicht lange währen und die endgültig letzten sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende eines langen, glücklichen und gesunden Lebens ist mein treuer Begleiter am 25.12.22 vormittags von uns gegangen, mit 30,5 Pferdejahren, umgerechnet Anfang 90 Menschenjahren, läuft Lukas nun über die immergrüne Himmelswiese, umgeben von jenen getreuen Vierhufern, die ihm vorangegangen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Leben im Stall geht für mich und mit mir weiter. Leben entsteht und Leben vergeht. Lukas&#8216; Besitzerin hat ein Jungpferd zum Ausbilden und ich einen weiteren rüstigen Jungrentner gefunden, der sich über altersgerechte Bespaßung freut.</p>
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			</item>
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		<title>(K)ein gutes Gefühl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2020 13:39:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Lebensgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein wahres Trauerspiel von dem theatralisch-poetischen Mausebär (a.k.a. Thorsten Dürholt).]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Ein wahres Trauerspiel von dem theatralisch-poetischen Mausebär (a.k.a. Thorsten Dürholt).</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,<br>Daß ich so traurig bin;<br>Ein Märchen aus alten Zeiten,<br>Das kommt mir nicht aus dem Sinn.</p><cite>Heinrich Heine – Die Loreley</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Angeregt vom Polarbär, gab ich mich vorhin den Klängen von guter Musik hin. <br>Aufgrund seines Textes hatte ich einen Ohrwurm im Gehörgang sitzen. Dieser Ohrwurm stammt aus der Feder meiner absoluten Lieblingsband „Black Sabbath“. <br>Es ist die wunderschöne Rockballade „Changes“. <br>Ein Song, den ich lange nicht mehr gehört habe. Gleich fiel mir auch auf, warum &#8211; ich achtete auf den Text.<br> Es geht um eine verlorene Liebe und die ewige Traurigkeit, die darin liegt. Und jetzt nagt das Thema „Trauer“ an meiner zarten Seele. <br>Grund genug darüber zu schreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während meiner Ausbildung als Erzieher habe ich etwas zum Thema „Trauerarbeit“ gelernt. Der genaue Themenkomplex hieß: „Mit Kindern über den Tod reden“ und war Bestandteil des verhassten Faches „Religionspädagogik“. <br>Ich hielt mich danach für äußerst kompetent. <br>Trotzdem hat mich die Erfahrung in den letzten Jahren gelehrt, dass ich so gut wie nichts darüber weiß. Mittlerweile habe ich Trauer als etwas sehr komplexes erlebt. Es gibt so viele Formen. <br>Das Einzige, was ich kann, ist ein wenig über mich sprechen. <br>Das ist keine Anleitung zum Umgang mit der Trauer im Allgemeinen. <br>Dazu habe ich zu viele Umwege im Leben gemacht. <br>Heute reflektiere ich, was ich gelernt habe&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um den Anfang zu würdigen, starte ich am Anfang. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorweg gesagt, meine Familie hat einen maximal schlechten Umgang mit Trauer &#8211; im Prinzip gar keinen. <br>Bei Trauerfällen gehen wir in den Funktionsmodus und erledigen, was getan werden muss. <br>Zwar wurde ich nie zu diesem Umgang ermutigt, aber als Kind lernt man halt doch am Modell. <br>Weil meine Mutter nicht mit Trauer umgehen konnte, war ich nicht in der Lage, ihr meine Trauer anzuvertrauen. <br>Und auch keiner anderen Bezugsperson &#8211; wahrscheinlich, weil ich keine hatte. <br>Tränen waren mir peinlich, weil ich ja ein Junge war. Ich hatte auch kein positives Rollenvorbild &#8211; weder in Bezug auf  mein männliches Verhalten, noch für den adäquaten Umgang mit Trauer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Letztens erfuhr ich im Gespräch mit meiner Mutter ganz beiläufig, dass ich als kleiner Knirps wohl ein starkes Papa-Kind war. <br>Ich kann das nicht bestätigen, da ich mich nicht an meinen Vater erinnere. <br>Als ich in den Kindergarten kam, hatte sich meine Mutter bereits von meinem Erzeuger getrennt. Ich weiß nicht, ob ich damals zum ersten mal getrauert habe. <br>Ich kann meinen frühkindlichen Knacks beim besten Willen nicht einschätzen. Im Unterschied zu den meisten anderen Kindern, war ich schon seit Anfang meiner eigenen dokumentierten Zeitrechnung seltsam anders.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste Mal. Ich wurde konkret mit dem Thema Verlust und Trauer konfrontiert beim Tod meiner Großmutter. <br>Das Verhältnis zu meiner Großmutter war sehr eng. <br>Da meine Mutter berufstätig war, wurde ich oft von meiner Großmutter betreut. Zwei starke Frauen in meinem Leben, beide alleinerziehende Frauen, ohne Mann und ich in der Mitte. <br>Sigmund Freud hätten seine Freude an meiner Analyse. <br>Beide waren nicht sehr emotional, bei uns wurde nicht über Gefühle geredet. <br>Nicht auf aggressive Art oder tabuisiert – es geschah einfach nicht. <br>Als meine Großmutter starb, war ich so elf oder zwölf Jahre alt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erinnere mich, dass meine Großmutter im Krankenhaus lag. Sie hatte Leukämie. Mein Onkel war gekommen, um sie zu besuchen. Ich hatte ein ungutes Gefühl. <br>Ich bat meine Mutter, mich von der Schule zu entschuldigen, weil ich mit ins Krankenhaus wollte. Meine Mutter verbot es mir so streng wie sie konnte, gab mir aber keine Erklärung. <br>Unzufrieden besuchte ich die Schule. <br>Am spätem Nachmittag, als ich wieder zuhause war, gingen wir zusammen essen, meine Mutter, mein Onkel und ich. Beim Hauptgericht bekam ich zu meiner Pizza die Nachricht  serviert, dass meine Oma verstorben war. <br>Alle drei waren wir ratlos, was wir mit dem Gefühl anfangen sollten. Es wurde gegessen und nicht viel gesagt. <br>Es gab eine Beerdigung und ich bekam ein teures Geschenk von meiner reichen Großtante, die extra zur Beerdigung ihrer Schwester aus den Vereinigten Staaten angereist war. <br>Weil ich so brav und tapfer war. <br>Meine Mutter versuchte mir zu vermitteln, dass es in Ordnung wäre, wenn ich bei der Trauerfeier weinen würde. <br>Ich hatte ein paar Tränen &#8211;  aber eher aufgrund der emotional aufgeladenen Situation. <br>Lange habe ich mit meiner Mutter über diesen Tag nicht geredet. Ich ging am nächstem Tag zur Tagesordnung über. Es war etwas kaputt gegangen, was ich nicht benennen konnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seitdem fühlte ich mich innerlich tot. <br>Jahrelang kam Trauer in meinem Leben nicht vor, dann wurde ich in die schwarze Szene verstrickt. <br>Dynamisch landete ich von Heavy Metal bei Deathmetal, mit einem Umweg über Blackmetal, dann bei der Gothic-Musik. <br>Ich zelebrierte meine innere Leere in Tateinheit mit meinem Weltschmerz. <br>Ich verband meinen Hang zum theatralisch-poetischen mit meinem Drang zur Provokation. <br>Stückweise erprobte ich mich in den dunklen Gefilden, komplett mit Ritzen, leichten Drogen, Okkultismus und Ähnlichem. Oft lag ich in meinem Zimmer und dröhnte mich mit melancholischer Musik zu, während ich Bücher las, die die meisten Jugendlichen in meinem Alter nicht mal verstanden. <br>Schwarz war meine Farbe. <br>Trauer wurde mit Triumph verbunden. <br>Leiden mit Sinnlichkeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl es schrecklich klingt, vermisse ich diese Zeiten. <br>Meine Angststörung wurde von einem schwarzen Nichts eingehüllt. Ich spielte mit Tod und Suizid und war stolz drauf, dem ganzen emotionslos zu begegnen. <br>Interessanterweise lernte ich in dieser Lebensphase meine Frau kennen. <br>Wir mischten Depression, Drogen, Sex und Kreativität in eine gemeinsame Bowleschüssel und tranken gierig daraus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann passierte es schleichend. Ich wurde &#8222;erwachsen&#8220;. <br>Die Leere in mir wurde mit Problemen, Sorgen und Nöten gefüllt und aus dem dunklem Engel wurde ein fetter gerupfter Bärenvogel. <br>Lethargie war meine Antwort auf alles. <br>Lethargisch zog ich mich von der Welt zurück und versank in dunklem Brüten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Mutter verliebte sich und heiratete. <br>Ich freute mich über meine neue Familie, nicht für mich, sondern für meine Mutter. <br>Als ich langsam begann, aufzusteigen und meinen Weg zu finden, passierte das, was jedem Menschen in einem gewissen Alter passierte. Verwandte und Bekannte sterben. <br>Den Anfang machte mein Schwiegervater &#8211; ein netter Kerl. Ich weiß bis heute nicht, ob ich ihn vermisse &#8211; ich kannte ihn nur oberflächlich. Also beschränkte ich mich darauf, meine Frau zu trösten. <br>Dann starb mein Stiefvater. Eine wunderschöne Beerdigung. <br>Ich wollte meiner Mutter beistehen. Wieder absoluter Funktionsmodus, obwohl ich den Kerl mochte. <br>Die Nächsten waren einer von meinen Stiefbrüdern und dann &#8211; einige Jahre später &#8211; auch seine Frau (meine Schwägerin). <br>Die Familie war wieder kleiner geworden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hier ging ich nicht mit der Trauer in mir um, sondern tat, was zu tun war. Es kam mir nicht falsch vor, ich kannte nichts anderes. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hart traf mich der Schlaganfall meiner Frau. Kein Todesfall &#8211; aber fast. <br>Mehrere Wochen schwebte sie zwischen Leben und Tod &#8211; mehrere Wochen funktionierte ich einfach. <br>Ich schlief so gut wie nicht, packte unsere Besitztümer für den geplanten Umzug, regelte Dinge. Ich kommunizierte vernünftig mit Ärzten, Verwandten, Jobcenter, Gerichten und doch war ich nicht dabei. Ich war weg. <br>Es sollte fast ein halbes Jahr und liebevolle Betreuung benötigen, bis ich wieder da war. <br>Komischerweise bemerkte keiner meine Abwesenheit. <br>Aber wie auch, die eine Person, die mich kannte und mich durchschaut hätte, war ja nicht wirklich anwesend. <br>Früher war ich in Trauerfällen immer stark für andere, wie auch neulich beim Tod meines Onkels. <br>Das bin ich gerne. Es macht mir nichts aus. <br>Ich trauere nicht wirklich &#8211; ich verstecke mich in dem dunklem Loch in meinem Herzen und überlasse den geübten Spielern aus meinem inneren Team das Feld. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist manchmal sogar für mich krass, wie stark ich mich abgrenzen kann &#8211; nein, wie stark ich mich abgrenze! <br>Das ist keine aktive Fähigkeit, das ist etwas, was mit mir passiert. Das Leid der Welt perlt an mir ab. <br>Manchmal glaube ich, dass in mir eine komische Kombination ruht. Ich spüre Leid und Schmerz &#8211; ich kann diese Gefühle übernehmen, wie ich eigentlich jede Perspektive annehmen kann. Trotzdem gibt es da diese Taubheit in mir, die mich funktionieren lässt, aber nicht erlaubt, dass ich wirklich etwas spüre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann gibt es da die einzige große Ausnahme. <br>Seitdem ich um das Leben meiner Frau gefürchtet habe, hat sich ein Teil von mir tief in die dunkle Höhle zurückgezogen &#8211; tief in dem schwarzen Wald meiner Gefühle verborgen. <br>Brav hat dieser empfindsame Teil von mir dort Winterschlaf gehalten, während ich Dinge erledigen musste. <br>Seit einiger Zeit kommt dieser Teil hin und wieder heraus und prüft die aktuelle Lage. <br>Es ändert sich aber nichts. <br>Jedes Mal zieht sich dieses Stück von meinem Ich wieder zurück in die Höhle, wo es nicht gestört und auch nicht belästigt wird. Und jedes Mal nimmt es ein paar Kleinigkeiten mit, um sich die Höhle gemütlicher einzurichten. <br>Irgendwann wird es nicht mehr hervorkommen. Es wird in der Höhle bleiben und dort in Melancholie, im selbst geschaffenen Käfig, verenden. <br>Vielleicht werde ich diesen Tod spüren. <br>Vielleicht sogar traurig sein. <br>Bestimmt gleite ich aber in den Funktionsmodus und werde nach außen weiterhin der gute alte Mausebär sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Fazit ist, auch wenn ich pragmatisch und realistisch bleiben kann, verstehe ich auf gewisse Weise Trauer und Verlust. Diese beiden holden Schwestern haben mich schon oft als ihren willfährigen Geliebten auserkoren. <br>Und das ist der wahrscheinlich einzige Punkt meiner Sexualität, über den ich nicht offen reden kann. <br>Ich brauche in dem Bezug keine Hilfe oder Mitleid, sondern nur ein paar spezielle Zeiten, wo ich meine Musik höre und im Angedenken alter guter Tage, allein für mich, im Selbstmitleid bade.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal fragen mich Leute, wie ich es mit den ganzen Leuten vom Pflegedienst in der Wohnung aushalte. Wie ich mit der 24-Stunden-Belastung klarkomme. Meistens ist die knappe Antwort: „Man gewöhnt sich an die Situation“.<br>Die Wahrheit ist, seit dem meine Frau in ihrem Zustand ist und der Gedanke, dass sie nie wieder die selbe Person wie früher wird, immer häufiger zur Gewissheit wird, fühle ich mich wieder so einsam wie in meiner Kindheit und Teilen meiner Jugend. Nur diesmal ohne die Hoffnung, dass sich was ändert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke, einige die das lesen, werden sich aufgefordert fühlen, mich zu kommentieren. Vielleicht wollen sie mit Trost oder Aufmunterung an mich herantreten. Dieses ist aber einer der wenigen Male, dass ich Euch bitte nicht zu kommentieren. Ich bitte Euch, nicht zu reagieren. Nehmt es als das was es ist &#8211; ein Blick in mein Inneres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich werde mich jetzt wieder in einen besseren Gemütszustand versetzten. Das wilde Kind in meinen Gefühlen kehrt gesättigt zurück in seine Höhle und ich danke meinen Freunden, dass ich hier einen Platz habe, um diese Gedanken durch verbalen Aderlass aus meinen Körper zu extrahieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und jetzt gehe ich in die Küche und grille mir Würstchen auf dem Tischgrill, sehe mir einen guten Film an und werde dann befreit schlafen gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer &#8211; jetzt hungriger &#8211; Mausebär (a.k.a Thorsten Dürholt)</p>
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