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	Kommentare zu: Zieloffene Suchtarbeit &#8211; Neue Wege aus der Sucht	</title>
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	<description>Selbsthilfe, Genesungsbegleitung und Betroffenenbeteiligung</description>
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		Von: Claudia		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Sep 2023 07:19:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Liebe Sonja, danke, toller Hinweis. Und ja das ist es wert es laut hinaus zu rufen. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten: Ich hab überlebt und ich lebe gern und bin glücklich. Glück ist ja kein Dauerzustand doch ich erlebe es immer wieder und nüchtern. Ich finde es in der Natur, in Begnungen mit Menschen, auf Reisen, wenn ich etwas Neues lernen kann. Ihr Erfahrungsexperten bereichert auch mein Dasein ;)) Substitution hat geholfen. Therapie hat geholfen. Selbsthilfe hat geholfen. Dabei hatte mich die Rentenversicherung schon abgestempelt als nicht rehabilitierbar.  Ich bin frei und arbeite - unterstützend in der Psychiatrie als Peer. Ich rauche ab und zu einen schmalen Sticky mit wenig Gras und Tee (habe Nikotin rauchen ganz aufgegeben). Im Sommer ist auch Mal ein Radler drin, erfrischend und lecker. Zugleich geh ich regelmässig in eine Sucht-Gruppe. Ich habe mir Grenzen gesteckt: Keine harten Drogen, kein Nikotin, keine Medikamente, die abhängig machen. Wenn es außer Kontrolle gerät, hol ich mir Hilfe, z.B. Krisenintervention in Form eines Klinikaufenthalts. Ich hatte in den über 40 Jahren,  seit Beginn meiner &quot;Drogenkarriere&quot; 1978, 15 Entgiftungen, 5 Rehas, war 3 x zur Krisenintervention in der Psychiatrie. Zudem ambulante Interventionen. Ich hatte komplett cleane Jahre, völlige Abstürze und Zeiten in denen ich gekämpft habe ums nüchtern sein. Und Zeiten mit Akzeptanz und Substitution, mit Beikonsum, Cannabis war ferner liefen, dann Abdosierung, Abstinenz. Zieloffene Suchtarbeit finde ich gut und wichtig. Verluste, jemanden nicht helfen zu können, gehören auch dazu. Ich habe einige Menschen verloren. Es ist traurig, wie viele immer noch sterben an der Sucht bzw. an den Folgen der Sucht - evtl. alleine, einsam. Menschen, die sich aufgegeben haben, nicht mehr daran glauben, dass sie Clean oder trocken leben können oder wollen. Menschen, die nicht ausreichend Hilfe erhalten. Ich finde, diese Menschen haben auch das Recht auf eine quasi palliative Begleitung. Und ein No-Go ist es, jemanden als hoffnungslosen Fall abzustempeln. Daher finde ich es wichtig dass es möglichst viele niedrigschwellige Angebote gibt. Erste Hilfe Kurse, Naloxon, Konsum- Räume, Aufenthaltsorte und Angebote an den Feiertagen, Krisenübernachtung, Freiheit der Wahl von Substitutions- und Therapieangeboten... Housing first usw. Hilfe auch für die und mit den Haustieren Betroffener. Z.B. Tiergestützte Therapie, Einrichtungen in denen die Tiere mit aufgenommen werden können. Familien- und Jugendhilfe und Peer-Beratung! Freundeskreise. Selbsthilfegruppen. Angebote für die Angehörigen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Sonja, danke, toller Hinweis. Und ja das ist es wert es laut hinaus zu rufen. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten: Ich hab überlebt und ich lebe gern und bin glücklich. Glück ist ja kein Dauerzustand doch ich erlebe es immer wieder und nüchtern. Ich finde es in der Natur, in Begnungen mit Menschen, auf Reisen, wenn ich etwas Neues lernen kann. Ihr Erfahrungsexperten bereichert auch mein Dasein ;)) Substitution hat geholfen. Therapie hat geholfen. Selbsthilfe hat geholfen. Dabei hatte mich die Rentenversicherung schon abgestempelt als nicht rehabilitierbar.  Ich bin frei und arbeite &#8211; unterstützend in der Psychiatrie als Peer. Ich rauche ab und zu einen schmalen Sticky mit wenig Gras und Tee (habe Nikotin rauchen ganz aufgegeben). Im Sommer ist auch Mal ein Radler drin, erfrischend und lecker. Zugleich geh ich regelmässig in eine Sucht-Gruppe. Ich habe mir Grenzen gesteckt: Keine harten Drogen, kein Nikotin, keine Medikamente, die abhängig machen. Wenn es außer Kontrolle gerät, hol ich mir Hilfe, z.B. Krisenintervention in Form eines Klinikaufenthalts. Ich hatte in den über 40 Jahren,  seit Beginn meiner &#8222;Drogenkarriere&#8220; 1978, 15 Entgiftungen, 5 Rehas, war 3 x zur Krisenintervention in der Psychiatrie. Zudem ambulante Interventionen. Ich hatte komplett cleane Jahre, völlige Abstürze und Zeiten in denen ich gekämpft habe ums nüchtern sein. Und Zeiten mit Akzeptanz und Substitution, mit Beikonsum, Cannabis war ferner liefen, dann Abdosierung, Abstinenz. Zieloffene Suchtarbeit finde ich gut und wichtig. Verluste, jemanden nicht helfen zu können, gehören auch dazu. Ich habe einige Menschen verloren. Es ist traurig, wie viele immer noch sterben an der Sucht bzw. an den Folgen der Sucht &#8211; evtl. alleine, einsam. Menschen, die sich aufgegeben haben, nicht mehr daran glauben, dass sie Clean oder trocken leben können oder wollen. Menschen, die nicht ausreichend Hilfe erhalten. Ich finde, diese Menschen haben auch das Recht auf eine quasi palliative Begleitung. Und ein No-Go ist es, jemanden als hoffnungslosen Fall abzustempeln. Daher finde ich es wichtig dass es möglichst viele niedrigschwellige Angebote gibt. Erste Hilfe Kurse, Naloxon, Konsum- Räume, Aufenthaltsorte und Angebote an den Feiertagen, Krisenübernachtung, Freiheit der Wahl von Substitutions- und Therapieangeboten&#8230; Housing first usw. Hilfe auch für die und mit den Haustieren Betroffener. Z.B. Tiergestützte Therapie, Einrichtungen in denen die Tiere mit aufgenommen werden können. Familien- und Jugendhilfe und Peer-Beratung! Freundeskreise. Selbsthilfegruppen. Angebote für die Angehörigen.</p>
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