Fastenzeit Tag 40

Fastenzeit Tag 340

Der 40ste Tag ist gekommen, die letzte Woche schreitet voran und mein Projekt „die Musen der Todsünden“ geht in die zweite Runde

Hallo liebe Mausebärfreunde,

Heute ist die Habgier, in Form der süßen Avarita (oder Avi – für Freunde) dran, so als Muse des Tages.
Spannender, den sie ist eine sehr ruhige, fast schüchterne Person, allerdings mit dem gewissen Potential zur Gerissenheit. Sie ist nicht laut beim Mausebär, sondern schmiegt sich sanft an und säuselt ins Ohr, um Begehren zu erschaffen. Quasi die zarte Stimme, die mir sagt, dass ich mehr wert bin und darauf achten muss, dass ich bekomme was mir zusteht (das wäre alles – also laut ihr).
Es geht dabei nicht nur um Geld, den Geld ist nur ein Werkzeug, sondern um Macht und Kontrolle.
Der Willen zur Macht gepaart mit dem subjektivem Empfinden für das richtige und einzig gute zu kämpfen, war schon immer der Garant und Nährboden für blutige Diktaturen und die kleine Avarita liebt es, wenn das Blut auf den Strassen fließt. Nicht weil sie brutal oder sadistisch ist (oder gar wütend), sondern weil sie ein süßer, kleiner Vampir ist, der nicht genug bekommen kann.

Kann ich genug bekommen? Wie steht der Mausebär eigentlich zu Geld und Macht?
Die erste Antwort ist klar, Geld alleine macht nicht glücklich, aber kein Geld kann verdammt unglücklich machen. Ich glaube ich lehne Geld grundsätzlich nicht ab und würde auch Reichtum begrüßen, aber so wirklich danach streben, das ist eher kein Mausebärding. Für mich ist Geld irrational, es reicht mir, wenn ich genug habe, um mir dass zu holen, was ich brauche, vielleicht auch hin und wieder das, was ich möchte. So rein mit Reichtum bin ich eher nicht zu ködern. Geiz, also die andere Teil von Habgier (nicht nur bekommen, auch behalten) ist auch nicht so wirklich in meinem Blut. Auch wenn Avi mir manchmal doch ganz gut zuflüstert, dass es manche Dinge, zu dem preis, nicht wert sind, meine Ressourcen zu erschöpfen. Ein wenig Geiz ist zwar auch ungeil (die Werbung lügt im Bezug auf Geiz), aber manchmal ganz sinnvoll, einfach um seine Sachen zusammen zu halten. Vorratshaltung und so weiter.
Aber auf der eben ist Avi bei mir nicht sehr erfolgreich, denn Geld habe ich nicht und wenn doch, dann ist es meist auch schnell weg.

Letztendlich bleibt die Machtgeschichte und Hallo, da springt der Mausebär aber sowas von drauf an. Meine kleine Vampirbitch sitzt da aber voll auf meinem Schoss und hat schon fast die Zunge in meinem Ohr, wenn sie mir mal wieder zuflüstert, wie ich die Kontrolle über eine Situation übernehmen kann. Den Willen, gerade verbal zu dominieren, zu zeigen, wer das meiste im Kopf hat und das begehren danach, das sagen zu haben – alles das ist Mausebär (also der bärige Anteil). Quasi voll Bär, weil Bär heißt auf Latein ja Ursus und dass steckt auch in Usurpator (also Eroberer).
nicht bei jeder Veranstaltung mich selber zum Ko-Moderator machen, auch mal anderen etwas zulassen und Kontrolle abgeben, dass ist etwas, was ich zwar ein wenig gelernt habe (mittlerweile), aber mir immer noch schwer fällt. Ich arbeite trotzdem daran und teile dann unverblümt meiner kleinen Avi mit (während ich ihren knackigen Hintern tätschel), welche macht und Stärke daraus erwächst, einfach mal zuhören zu können und anderen die Situation zu überlassen. oder wie es das Sprichwort sagt „Teile und herrsche“.
Kontrolle ist jedenfalls eine Illusion und wirkliche Macht hat man so gesehen nur über sich selber.
Also wird Avi darauf angesetzt, sich um die Mission, mein Schicksal in eigene Hände zu nehmen und macht über mein Leben zu gewinnen eingespannt.
Das kann sie bestimmt gut…

Und ich sehe gerade, morgen ist die Wollust dran, dass kann ja was werden…

Bis dann, dann,

Euer Mausebär

Autor

Thorsten Dürholt
Thorsten DürholtDer Mausebär
Thorsten Dürholt schreibt diesen Blog unter dem Pseudonym "Mausebär".
Zur Erklärung gibt es das Mausebären-Manifest unter dem WordPress Link.
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