Fastenzeit Tag 43

Fastenzeit Tag 44

Der Mausebär macht sich einen ruhigen Tag,obwohl heute Völlerei und nicht die Trägheit dran ist – aber ich war auch schon einkaufen und habe zumindest Kleinigkeiten erledigt

Hallo liebe Mausebärfreunde,

heute beschäftige ich mich mit meiner dunklen Muse Gula (Völlerei), einer doch häufig bei mir auftretende Stimme in meinem inneren Reigen, da ich zu einem ziemlichen Suchtverhalten neige. Auch beim Sport, beim Spielen, beim Konsum insgesamt (zum beispiel wenn ich stundenlang lese), es ist manchmal so, als gäbe es erst dann ein genug, wenn es schon weh tut.
Es ist eine echt krasse Form der Gier, einfach alles an sich reißen zu wollen und zu verschlingen, die den Mausebär meist unglücklich macht und doch ein starken Drang hat.
Fressen ist so ein Ding, da gehe ich weit über meine Grenzen, aber auch ansonsten ist dort immer die sanfte Stimme, die mir sagt „Es ist doch noch nicht genug – nimm Dir alles“ – das ist die kleine Gula, meine innerer Muse des Es-ist-nie-genug.
Sie erfüllt wahrscheinlich sogar einen Sinn, den ich brauche meinen Hunger, als Motivation, und doch ist sie auch anstrengend und oft quengelig. Gerade in der Fastenzeit leben wir im ständigen Streit, wenn sie nicht gerade schmollt oder mich überredet zu kompensieren.

Meist sorgt es dafür, dass ich halt nicht das richtige Maß finde…

Wahrscheinlich ist Gula diejenige, mit der ich noch am meisten Umgang finden muss. Also einen guten Umgang. Einen weg der irgendwo dazwischen ist, zwischen Hunger und Überfüllung, zwischen Sehnsucht und Übersättigung. Einen Weg den Frust zu verlassen und mich selber zu finden, in den Grenzen, die zu mir passen.

Gerade jetzt und heute habe ich das gemerkt, weil ich mich schweren Herzens entschieden habe, nicht zum Training zu gehen (was auch eine Form der Völlerei sein kann), eben weil ich krank bin und die Belastung heute nicht vertrage.
Nicht immer muss ich alles und sofort erreichen, auch wenn ich dadurch mit mir unzufrieden bin.
Da habe ich noch einiges zu tun, um endlich richtig in eine Zufriedenheit zu kommen, die nicht dauernd verlangt, meine eigenen Grenzen zu überschreiten. das heute zu erkennen ist aber ein guter Anfang und ich werde wahrscheinlich damit öfter arbeiten müssen, um dieses innere Monster, meine dunkle Muse Gula, besser zu verstehen und einschätzen zu können.

Ich bin noch längst kein Mausebärexperte, aber ich arbeite daran, einer zu werden.
Noch drei Tage, dann ist es endlich Vorbei und ich kann in Ruhe sehen, was ich gelernt habe.
eigentlich nur noch zwei Tage, denn heute ist ja auch schon fast geschafft und ich habe noch den Freitag und den Samstag vor mir, den am 46ten Tag endet das diesjährige Spektakel des Fastens…

Bis dann, dann,

Euer Mausebär

Autor

Thorsten Dürholt
Thorsten DürholtDer Mausebär
Thorsten Dürholt schreibt diesen Blog unter dem Pseudonym "Mausebär".
Zur Erklärung gibt es das Mausebären-Manifest unter dem WordPress Link.
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