Dienstägliche Erkenntnisse

Dienstägliche Erkenntnisse - Titelbild

Der Mausebär hat gleich zwei ganze Erkenntnisse gesammelt und dass an diesem noch frühen Dienstag

Hallo liebe Mausebärfreunde,

Gleich zwei Erkenntnisse habe ich heute sammeln dürfen und beide stammen aus sozialen Interaktionen und deren anschließender Reflektion in meinem breiigem Mausebärgehirn.
Beides Dinge, die ich eigentlich aus schon wusste, aber zwischen Wissen und verstehen liegt ein großer Graben und die Brücke, die darüber führt, heißt Erkenntnis (schöner Spruch nicht wahr? – dabei kam der jetzt ganz spontan vom Mausebären. Sollte ich bei Zeiten wieder verwenden). Plötzliche Erkenntnis passiert hin und wieder bei mir (bei anderen Menschen wohl auch) und am ehesten kommt das verstehen, wenn ich andere Menschen unterrichte (ich lehre mich dabei quasi auch selber mit).
Heute beim Training war so ein Moment, denn ich war heute wieder in Begleitung einer lieben Freundin, die ich gerade in die Feinheiten des Kraftsports einführte. Obwohl es Kraftsport heißt geht primär nämlich gar nicht um Kraft, sondern um ganz viele andere Faktoren (Ernährung und Lebensweise spielen auch eine große Rolle, zum Beispiel), denn beim Training geht es zum größten Teil um Technik und Fokus. die Kraft kommt dann von alleine und durch kontinuierliches Training. In dem Moment in dem man trainiert stehen aber Technik und Fokus im Vordergrund. Mausebär soll also die richtige Ausführung kennen, also verinnerlichen, was und wie er trainiert (Technik) und sich auf die momentane Ausführung und die richtigen begleitenden Techniken (z.B. Atmung) konzentrieren, was ich als Fokus bezeichne.
Als ich ihr das erklärte, machte es auch in mir ein inneres Klick und nach dem gemeinsamen Training, trainierte ich noch ein wenig weiter und dachte dabei darüber nach.
Beide Faktoren sind für mich natürlich sehr wichtig, denn da ich als kleiner Mausebärwelpe wegen Koordinationsschwierigkeiten aufgefallen bin (vielleicht ein Bestandteil meiner ADHS- Erkrankung), fällt es mir schwer körperliche Abläufe zu verinnerlichen und zu automatisieren. Es verlangt von mir Aufmerksamkeit, viele Wiederholungen und ständiges üben, deswegen ich den Drang habe, bei Sachen die mir Spaß machen (Krafttraining), diese grundlegenden Übungen bis zur Perfektion zu trainieren. das hat mehrere Vorteile, den es minimiert mein Verletzungsrisiko, lässt die Übungen effizienter werden und trainiert meine Koordinationsfähigkeit und meine Konzentration.
Die Konzentration an sich, also sowohl auf die Übungen, als auch auf das Training (mein Fokus), sind auch wiederum eine Herausforderung, den Konzentration und ADHS, das ist schwierig.
Da sowohl die Konzentration, als auch die nötige Disziplin (um dran zu beleiben), vom willen gesteuert werden, bin ich wohl doch, durch meine Erkrankung, sehr Willensstark geworden. ich muss ja auch mal erkennen, dass ich aufgrund meiner besonderen Umstände (ADHS), viel mehr Willenskraft aufbringen muss, als der Normalverbraucher, eben wegen der aufgrund der Gehirnchemie bestehenden Defizite.
heute habe ich bemerkt, dass mir die neu Medikamente dabei unglaublich helfen, einen bessern Zugang zu der nötigen Konzentration zu finden, was meine Willenskraft entlastet, die ich daher wiederum auf Disziplin (durchziehen) und Kraft (das überwinden meiner Grenzen) fokussieren kann. So kann ich daran arbeiten, endlich die Fortschritte zu machen, die mir früher nicht möglich waren.
Ich bin gespannt, wohin mich das führt…

Die zweite Erkenntnis traf mich gerade eben, denn nach dem Training, war ich im Keller und habe meine verschwitze Sportsachen in die Waschmaschine gepackt (inklusive der teile die ich trug). ich wollte sogleich unter meine heiß ersehnte warme Dusche springen, weil mein Körper nach dem Training ausgelaugt war und nach Entspannung trachte. Noch im Keller hörte ich die Stimme meiner Mausebärmama, ich solle doch gleich mal zu ihr kommen (sie hatte gerade telefoniert, habe ich im vorbeigehen an ihrer Wohnung gehört. Auf meine Erwiderung, dass ich halbnackt wäre, erst einmal Duschen möchte und sie dann mit ihrem Anliegen kommen könne (da war ich schon emotional erregt -warum, dazu komme ich später), reagierte sie damit, dass sie mir im Flur quasi auflauerte und mir erst einmal mitteilte was ich für sie doch bitte erledigen sollte (was mit dem Anruf zu tun hatte). ich war sofort ein wenig sauer, teilte aber mit, dass ich mich darum kümmern werde und bin unter die Dusche gegangen (und habe mich im Anschluss darum gekümmert).
Beim duschen überlegte ich, was mich daran so erregt hatte. War es der Umstand, dass meine Entscheidung, dass ich mir das später anhöre, den Bedürfnissen meiner Mutter unterworfen wurde (warum fragt sie, wenn sie die Antwort dann doch ignoriert), war es, weil die Aufgabe etwas war, was eigentlich so gar nicht in mein Ressort fiel (hätte sie selber ohne Probleme erledigen können), denn warum soll ich mich um jeden Mist kümmern? Oder war es einfach der Umstand, dass ich meinen geplanten Ablauf nicht so verfolgen konnte, wie ich es wollte?

Letztendlich war es dass letze Thema, denn tatsächlich interessieren mich die anderen beiden Punkte eher weniger. Es überfordert mich einfach, wenn ich einen Ablauf geplant habe und mir dann irgendwas oder irgendwer darein grätscht. hat auch was mit Konzentration und Disziplin zu tun. Mir fällt es schwer meine Konzentration zu teilen (darum kann ich auch keinen Schaltwagen fahren und bevorzuge Automatik) und wenn meine Konzentration gestört wird, fällt es mir schwer, darauf zum einen angemessen zu reagieren und zum anderen, die Disziplin aufzubringen, die Konzentration wieder auf das zu richten, was mein eigentliches Anliegen war.
Will ich etwas gewissenhaft machen, dann muss ich störende Einflüsse minimieren, sonst wird des nichts und ich gebe entnervt auf. Aus der Angst vor dem Versagen (bei Mausebären fest mit eingebaut), entsteht also eine Stresssituation, die mich aggressiv werden lässt (Hormone und so). Mir diese Reaktionen , nahezu Instinkte, wieder abzutrainieren, wird einiges an Zeit und Mühe kosten, aber ich werde daran arbeiten. zu dieser Erkenntnis kommt also auch gleich ein Vorsatz, dann bin ich ja bereits auf den Jahreswechsel vorbereitet.
Jetzt strömen plötzlich Myriaden von nachrichten in mein Postfach, welche mein Handy mir alle mit Signalton anzeigt und die Konzentration wird herausgefordert.
Zeit zum Ende zu kommen…

Bis dann, dann,

Euer Mausebär

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