Fastenzeit – Tag 29

Der Morgen beginnt heute mit etwas Lesearbeit, weil sich der Mausebär zum Selbststudium der kommunalen Politik entschieden hat
Hallo liebe Mausebärfreunde,
Heute, an meinem trainingsfreien Tag, habe ich mich entschlossen, doch ein wenig meine grauen Zellen zu trainieren und habe mich gerade etwas in die kommunale Politik und ihre Zusammenhänge vertieft. Natürlich nicht ganz ohne Grund, denn der Mausebär will in seiner Freizeit (und ehrenamtlich) ein wenig politisch tätig sein.
Das umfasst sowohl parteipolitische Arbeit (denn der Mausebär ist tatsächlich einer Partei beigetreten), als auch den Gedanken, auf kommunaler Ebene politisch tätig zu werden. Warum das so ist, liegt ganz einfach begründet in dem Gedanken, dass ich lieber etwas zu ändern versuche, als mich immer nur zu beschweren.
Tatsächlich aber auch aus Angst vor der Zukunft und des für mich stetig spürbaren Rechtsrucks, der durch meine Kenntnis der Geschichte (gerade der jüngeren – also im Vergleich), alle Alarmglocken läuten lässt. Demokratie mag grundsätzlich nicht perfekt sein, ist aber nach wie vor das beste System, was wir haben. Aber das zarte Pflänzchen Demokratie braucht unseren Schutz, wenn es weiter erblühen und Früchte tragen und nicht im braunen (oder neuerdings schwarz-blauen) Sumpf verdorren soll. Ich will nicht sagen, ich hätte von nichts gewusst, sondern stolz erwidern können, dass ich etwas dagegen getan habe, wenn meine schlimmsten Befürchtungen wahr werden – besser noch wäre sagen zu können, ich habe dazu beigetragen, dass es nicht so gekommen ist.
Klar kann man nun sagen, dass Kommunalpolitik da nicht gerade weltverändernd ist, ist es aber doch, denn es wirkt sich auf meine kleine Welt aus und kann daher die ganze große Welt verändern (vielleicht ein winziges Stück). Und wie gesagt, etwas zu tun ist immer mehr, als nicht zu handeln.
Auf jeden Fall werde ich Zeit und Gehirnschmalz investieren und hoffe dadurch Erfahrungen, ein gutes Gefühl und soziale Kontakte zu erlangen. Ich denke, dass wird ganz gut funktionieren und etwas Neues zu lernen, macht mir ja generell Freude. Außerdem kann ich dann dieses Jahr erneut an Wahlkampfveranstaltungen teilnehmen und selber mit Wahlkampf führen (Plakatieren, Stände, etc…), was mir ja doch viel Spaß gemacht hat. Diesmal halt für eine andere Gruppierung, denn ich bin ja jetzt Mitglied einer Partei, die nicht diejenige ist, für die ich vorher gearbeitet habe (das passte einfach nicht zwischen uns). Allerdings ist die politische Richtung ähnlich und sogar, bei jetzt genauerem Blick, viel mehr in Richtung Mausebär, als der erste Versuch.
Zudem habe ich das Gefühl, dass mein Engagement hier viel willkommener und gewünschter ist, was gerade für freiwillige und ehrenamtliche Arbeit doch das wichtigste ist. Motivation braucht hin und wieder externe Quellen.
Allerdings habe ich heute keinen freien Tag, sondern die Wäsche läuft schon, ich arbeite an den sozialen Medien und habe nachher noch erst Büroarbeit und dann Kliententermin.
Für mein Abendessen muss ich auch noch Sorge tragen, da wird ein Einkauf notwendig werden und Mittwoch Abend ist ja auch Spieleabend.
Trotzdem bin ich froh, dass mein Tag voll ist, denn dass sorgt dafür, dass ich meine Energie in sinnvolle Kanäle leite (und Abends müde bin).
Es ist spannend, dass der Mausebär gerade gar kein Verlangen nach reinem „Abhängen“ hat, sondern lieber aktiv ist (selbst mein Wochenende ist schon komplett verplant). Ein Gefühl, welches ich nutzen will, solange es anhält, denn „abhängen“ kann ich auch noch später. So dann mache ich mich mal ans Werk…
bis dann, dann,
Euer Mausebär
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