Fastenzeit Tag 39

Nur noch 7 lange und quälende Tage, bis zum Ende dieser selbstauferlegten Quälerei -je näher das Ende kommt um so weiter rückt es in die Ferne
Hallo liebe Mausebärfreunde,
Noch sieben Tage, dann bin ich durch. Morgen ist der vierzigste Tag (damit bin ich eigentlich schon fertig), dann kommen nur noch die sechs Zusatztage, weil die doofen Christen ja Sonntags einfach aussetzen und daher die Zeit bis Ostern einfach verlängern (um die sechs Sonntage). Aber morgen habe ich schon einmal 40 Tage geschafft und die letzten sechs Tage, die werden mir wie eine Ewigkeit vorkommen.
Die Versuchungen waren da, aber bis jetzt habe ich widerstanden und auch heute habe ich genug zu tun, um nicht in das Loch der Langeweile zu fallen, welches ich ach so gerne mit den verbotenen Sünden fühle, die mich selber runterziehen in die Hölle aus Faulheit, Fresslust und Prokrastination. Die sieben Todsünden sind ja bekannt, also Hochmut (Superbia), Habgier (Avarita), Wollust (Luxuria), Zorn (Ira), Völlerei (Gula), Neid (Invidia) und Trägheit (Acedia) und leider sind diese sieben Eigenschaften, die in die selbst erschaffene Hölle von schlechten Gefühlen, ungesundem Lebensstil und im allgemeinen doofen Lebensstil führen, stark in mir (wahrscheinlich auch in jedem Menschen).
Mein innerer Schweinehund ist auf jeden Fall ein großer Freund dieser sieben „Hobbies“ , wie er es sagen würde. Und in Maßen genossen, macht auch die Sünde Spaß – doch genau da liegt der berühmte Hase im Pfeffer (warum auch immer), denn es ist nicht die Sache an sich, sondern die Maßlosigkeit dahinter. Es ist nicht schlimm Stolz auf sich zu sein, solange man dadurch nicht Hochmütig wird. Nur als ein Beispiel…
Das leben zu genießen, aber dabei das rechte Maß einzuhalten, damit hat sich schon der alte Grieche Epikur beschäftigt und gute Gedanken dazu gefasst. das Leben kann voller Freude sein, wenn man die Freuden des Lebens achtsam, maßvoll und mit Respekt vor sich und anderen zu genießen weiß – um viele seiner Gedanken mal mit meinen Worten zusammen zu fassen.
Vielleicht sollte ich die nächsten sieben Tage (einschließlich heute) mal nutzen, um über jeweils eine dieser Sünden zu meditieren und mein Verhältnis zu diesem inneren Drang überprüfen. Quasi den inneren Schweinehund wieder aufsplitten und den einzelnen Impulsen eine eigene Stimme geben, um zu wissen, was sein muss, was sein darf und was nicht sein soll.
Und daher werde ich mir heute ein wenig Zeit nehmen, um Superbia kennen zu lernen, meine innere Muse des Stolzes, die ich leider immer schmählich verachte (in dem ich mich gerne selber klein mache).
vielleicht kann ich ja ein sinniges und sinnliches Verhältnis mit ihr anfangen und wir werden gute Freunde, also in einem guten Rahmen.
Dann habe ich auch einen Harem verführerischer Musen im Kopf, statt einen fiesen Schweinehund.
Die innere Sünde umarmen, statt sie zu verfluchen und abzulehnen, um ein gutes Maß zu finden, keine neue Idee, aber immer mal wieder einen Gedanken wert.
Da sieht man mal, wie genial die philosophischen Ansätze des massiv intelligenten Mausebären sind (sagt Superbia – man die kann ganz schön süß sein).
Bis dann, dann,
Euer Mausebär
Autor

- Der Mausebär
-
Thorsten Dürholt schreibt diesen Blog unter dem Pseudonym "Mausebär".
Zur Erklärung gibt es das Mausebären-Manifest unter dem WordPress Link.
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