Fastenzeit Tag 42

Heute brauche ich einen Ausruhtag, weil ich mich doch irgendwie krank fühle und da soll ich mich auch gleichzeitig noch mit meinen inneren dunklen Musen beschäftigen?
Hallo liebe Mausebärfreunde,
Heute beschäftige ich mich, an meinem vierten Tag der Begegnung mit meinen inneren, dunklen Musen mit Ira (Zorn), dem Grund warum ich manchmal so Ir(r)ational handel, um den Gag gleich mal aus den Weg zu räumen.
Bin ich ein zorniger Menscjh?
Ja, würde ich sagen, oft spüre ich Wut, Rachegelüste (zum Glück nur kurzfristig – der Mausebär ist nicht nachtragend) oder eine gewisse Unbeherrschtheit, weil ich gerade denke, dass die Welt einmal wieder unfair ist. Zum Glück bin ich selten körperlich aggressiv, aber dann doch verbal, im Geist und wahrscheinlich auch in der Ausstrahlung, weil ich doch manchmal anderen Menschen damit Angst zufügen kann.
Wut und Kreativität sind die selbe Quelle in unserer Seele (oder dem Gehirn – laut Hirnforschung), daher ist es auch ein innerer Drang in mir, meine Impulse auszuleben und wenn es gerade nicht geht, dann führt es zu Explosion, wenn ich kein Ventil finde. Gerade Ira ist immer dann da, wenn mein inneres Fass am überlaufen ist.
Die liebe Ira ist auch in gewisser Weise die emotionalste meiner sieben dunklen Musen (aber auch die, die einer Muse am nächsten kommt – Stichwort Kreativität). Sie ist überschwänglich, wirft sich mir an den Hals und kann in einem Moment süß und zart und im nächsten unfair, schnippisch und total verletzend sein (Ja, auch Selbstverletzung entsteht aus Wut – und der Angst, jemand anders unter dieser Wut leiden zu lassen – jedenfalls bei einem Mausebär.
Ira ist impulsiv und will es dazu bringen, dass ich selbst meinen wilden Impulsen folge und meinem Inneren einen Ausdruck gebe. Oft hilft es mir, weil es mir eine Stimme gibt, aber manchmal sollte ich auch besser mal den Mund halten.
Es ist schwierig und Ira denkt nicht über Konsequenzen nach, sondern fasst meine Hand und zieht mich mit sich, ins Gute, ins Böse, ins Aktive, egal zu welchen Kosten.
Sie ist ein guter Motivator, wie ich bereits erwähnt habe und auch eine Art Ventil für dunkle Gefühle, die in mir toben (auch Trauer, Schmerz und ähnliches) und diese Seite an ihr liebe ich und egal, wie schwierig es ist, dauernd in einem Konflikt mit ihr zu leben, ist ihre Kraft, die sie mit mir teilt einer der wichtigen Gründe, warum ich sie liebe.
Zorn, gerecht oder ungerecht, ist eine Triebfeder, die dafür sorgt, dass der Mausebär für andere menschen und zum glück auch immer häufiger, für sich selber eintritt. Die unabdingbare Tatsache, dass es Zeiten gibt, wo man sich tragen lassen darf und sogar soll, um sich selbst zu befreien von den moralischen Zwängen des eigenen Über-Ichs und seine Ängste und Bedenken (also die rationalen teile davon) hinter sich lässt, um etwas zu erreichen, was man sich normalerweise nie trauen würde.
Es ist dieses Gefühl, dass Mausebär manchmal über sich hinauswachsen muss, um neue Wege zu beschreiten.
Ist Ira vielleicht auch ein Stück weit mein eigener Mut?
Vielleicht?
Vielleicht entspringt wahrer Mut aus Hilflosigkeit gepaart mit Zorn.
Ich denke sie streift immer, wie eine Tigerin, um mich herum, nie sicher, ob sie mich zerreißen soll, oder mich abschlecken, wie ein Jungtier.
Eine seltsame und wilde Geliebte, aber auch das braucht ein Mausebär in sich…
Bis dann, dann,
Euer Mausebär
Autor

- Der Mausebär
-
Thorsten Dürholt schreibt diesen Blog unter dem Pseudonym "Mausebär".
Zur Erklärung gibt es das Mausebären-Manifest unter dem WordPress Link.
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