Kussverhütung als Dienstleistung – Warum man Prinzessinnen nicht küsst

Der Mausebär ist ja auch ein fleißiger Dienstleister, der Erwartungen erfüllt und manchmal auch seinen Beitrag auf Bestellung abliefert
Hallo liebe Mausebärfreunde,
Da hat mich doch gestern, am Sonntag, eine gute Freundin auf die Idee gebracht, ich soll heute darüber berichten, warum man Prinzessinnen nicht küsst (die Prinzen hatten wir ja schon). Da ich ja auch manchmal bitten erhöre, sozusagen mich um Gebete kümmer, denn ich bin zwar kein Gott, aber wenn ihr drauf besteht, dürft ihr mich trotzdem als einen solchen sehen (aber bitte nicht zu viele Gebete – ich bin kein gnädiger Gott), habe ich beschlossen der Sache nachzugehen und meinen inneren Narzissten dadurch zu befriedigen, dass ich ein fach kann, worum ich gebeten werde. Da ich jetzt den teil mit dem Gottkomplex abgeschlossen habe, komme ich damit also zum Thema…
Es gibt natürlich verschiedene Gründe, warum es abzuraten ist, seine Zunge zwischen die samtigen Lippen einer tatsächlichen oder einer selbsternannten Prinzessin zu schieben und diese sind nicht nur hygienischer Natur. Wobei die hygienischen gründe tatsächlich sogar zu entkräften sind, da Küssen ja angeblich dass Immunsystem stärkt. Andererseits weiß man aber auch nie, welche Keime und Bakterien in der feuchten Mundhöhle einer Prinzessin stecken und wenn ich alleine an die Berichte aus dem Versailles des vorrevolutionären Frankreiches denke (Schminke statt Seife), ist der Status als Prinzessin kein Garant für gute Reinigung und Wartung.
Es ist beileibe nicht einfach zu entscheiden, mit welchem Menschen man seine persönlichen, ganz intimen Bakterienkulturen teilen und seine Virenlast verteilen will, man weiß ja auch nicht, wo es dann landet.
Und damit wären wir gleich beim Nächsten Punkt, so gehört das Küssen (oder auch geküsst werde) ja bei Prinzessinnen zur Jobbeschreibung. kaum ein Märchen, welches die Gebrüder Grimm so fleißig gesammelt haben, indem die entsprechende Prinzessin nicht den feuchten Lappen eines dahergelaufenen Prinzen in die Futterluke appliziert bekommt.
Dabei schrecken die dortigen Prinzen weder vor dem vergenußferkeln von schlafenden (Dornröschen) Damen, Nekrophilie (Schneewittchen), Fetischneigungen, wie z.B. Fußfetischismus (Aschenputtel) oder der Zoophilie (Schwanensee) zurück.
Kurz gesagt, hat es eine normale Prinzessin mit fast ebenso vielen Perversen zu tun, wie eine Hamburger Koitalfacharbeiterin auf Sankt Pauli. Und Umgang prägt ja bekanntlich…
Also ist die Frage, ob man sich freizeitlich mit dem selben Dienstleistungen vergnügen will, die entsprechende Dame dann auch beruflich ausübt? Und dann zumeist auch noch recht unerfolgreich, denn wenn ich das richtig verstanden habe, ist so eine Prinzessin genauso eine Beutejägerin, wie ein Zecke(Ixodida), sprich sie sucht sich ihren (End-)Wirt, saug sich dran fest, geht der Paarung nach und hat dann ihren Lebenszweck erfüllt.
Oder anders gesagt, einmal geknutscht, festgesaugt, Prinzen ausgelutscht und dann bleibt es so bis Lebensende.
Es sei denn die Prinzessin mutiert zur Königin, dann können unerwartete Dinge passieren.
Das sicherste für so einen Prinzen ist wohl somit, die Mitgift einzustreichen (so ein halbes Königreich ist ja meist drin) und einfach Prinz zu bleiben, bis die Prinzessin durch ist, aber dann lieber Single bleiben, denn die Zweitfrau wird bestimmt bösartig und sorgt dafür, dass die eigene Tochter auch auf diese fiese Prinzessinenschiene gedrängt wird.
Nicht zu vergessen ist natürlich, dass es zu den Hauptaufgaben einer Prinzessin gehört, schön zu sein (eigentlich meist die primäre Aufgabe, neben naiv und freundlich), was den geistigen Horizont schon allein durch den damit verbundenen Aufwand doch erheblich einschränkt.
Abgesehen ist so eine Prinzessin auch wie ein Gebrauchtwagen, gekauft, wie gesehen. Aber im Unterschied zu einem Gebrauchtwagen, hält die durchschnittliche Prinzessin eher weniger davon, vor dem kauf erst einmal Probe gefahren zu werden. Man kauft also die sprichwörtliche Katze im sack, denn man weiß ja vordem Kuss nicht, welche Art von Muschi einen unter den Textilfasern erwartet.
Es ist auch unbekannt, ob das Küssen bei Prinzessinnen ein Naturtalent ist, oder es eine Art Ausbildung gibt (ein Prinzessinen-Kusszentrum), es gibt also die latente Gefahr, dass man es entweder mit einer absoluten Anfängerin zu tun hat, die man quasi selber abrichten muss (ist so was wie einen Welpen zu holen – halt mit viel Arbeit und Stress verbunden) oder man hat ein Exemjplar was vielelicht schon absolut Endausgeschlürft ist, weil wie wird in so einem Prinzessinnenkusskurs unterrichtet? Gibt es da Maschinen für (quasi den Kussdildo), bildet man Übungspaare (wow, Girl on Girl Action) oder gibt es Coaches (zum Beispiele ehemalige Prinzen)?
in jedem Fall eine fragwürdige Angelegenheit, weil man da ja auch nicht weiß, welche Angewohnheiten dass mit sich bringt.
Wenn man sich dann doch nicht davon abschrecken lässt, sollte man beachten, dass man zum einen eine einmal geküsste Prinzessin danach nicht nur für eine lange Zeit am Arsch hängen hat, sondern sich dann auch mit deren Anspruchsverhalten auseinander setzen muss. Die Gebrüder Grimm warnen hier ausdrücklich vor Überempfindlichkeit (Erbsen unter der Matratze und so), stundenlangen Schönheitsritualen (20 Meter Haare bürsten ist ein Vollzeit-Job) und solcherlei Zeug. Und wenn sie dann erst zu Königinnen mutieren, fangen sie an mit ihrem Spiegel zu reden, Äpfel zu vergiften und ähnlichen Unsinn.
Kurz gesagt, Finger (und erst Recht Lippen) weg und lieber was Bodenständiges nehmen. Der Märchenwald hat doch jede Menge zu bieten, wenn man zum Beispiel damit leben kann, dass vorher der Wolf drüber gerutscht ist, dann ist zum Beispiel ein bestimmtes Mädchen, mit einem Hang zu roten Kopfbedeckungen, nicht nur eine liebevolle Altenpflegerin, sondern bringt auch Wein und Kuchen mit…
Bis dann, dann,
Euer Mausebär

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