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	<title>Mausebärs Philosophien &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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	<description>Selbsthilfe, Genesungsbegleitung und Betroffenenbeteiligung</description>
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		<title>Die innere Welt des Mausebären</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2026 11:10:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EaN Beiträge]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Mausebär erklärt Nach dem proktopsychologischem Ansatz von Thorsten Dürholt (dem Mausebären), versuche ich kurz zu erklären, wie der Mausebär funktioniert Kopf, Bauch und Herz Die innere Welt des Mausebären funktioniert dank dreien Instanzen, die Sigmund Freud in seinem Seelenmodell beschrieben hat. Da wären die drei Instanzen Das Es, Das Ich und das Über-Ich, wobei [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Der Mausebär erklärt</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Nach dem proktopsychologischem Ansatz von Thorsten Dürholt (dem Mausebären), versuche ich kurz zu erklären, wie der Mausebär funktioniert</h3>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="726" src="https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wp-content/uploads/2026/06/Ansatz-des-Mausebaeren-1024x726.jpg" alt="" class="wp-image-8686" srcset="https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wp-content/uploads/2026/06/Ansatz-des-Mausebaeren-1024x726.jpg 1024w, https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wp-content/uploads/2026/06/Ansatz-des-Mausebaeren-300x213.jpg 300w, https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wp-content/uploads/2026/06/Ansatz-des-Mausebaeren-768x545.jpg 768w, https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wp-content/uploads/2026/06/Ansatz-des-Mausebaeren-1536x1089.jpg 1536w, https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/wp-content/uploads/2026/06/Ansatz-des-Mausebaeren-2048x1453.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><em><strong>Kopf</strong></em>, <em><strong>Bauch</strong> </em>und <strong><em>Herz</em></strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die innere Welt des Mausebären funktioniert dank dreien Instanzen, die <strong><em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sigmund_Freud">Sigmund Freud</a></em></strong> in seinem <strong><em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Strukturmodell_der_Psyche">Seelenmodell</a></em></strong> beschrieben hat. Da wären die drei Instanzen <strong><em>Das Es</em></strong>, <strong><em>Das Ich </em></strong>und das <em><strong>Über-Ich</strong></em>, wobei bei Freud <strong><em>Das Es</em></strong> die Triebe und Bedürfnisse manifestiert, während <strong><em>Das Über-Ich</em></strong> die Moral und Wertvorstellungen darstellt. Beide stehen in einem ständigem Konflikt, dem durch die dritte Instanz,<strong><em>Das Ich</em></strong>, begegnet wird in dem Versuch, diesen Aufzulösen. Soweit einfach und kurz erläutert&#8230;<br>Ich persönlich verorte diese drei Instanzen in mir direkt und körperlich, als <strong><em>Kopf</em></strong> (oder Hirn), <strong><em>Bauch</em></strong> und <strong><em>Herz</em></strong>. <br>Wobei der <strong><em>Bauch</em></strong> (also das sogenannte Bauchgefühl) für mich Bedürfnisse und Triebe, allerdings auch Instinkte und Intuition ausmacht und somit <strong><em>Das Es </em></strong>repräsentiert. Es sind die unbewussten Bedürfnisse, Gedanken und Entscheidungen, die aus dem inneren Erleben ungefiltert in mein Bewusstsein strömen und mit Handlungsaufforderungen versehen sind. Sowohl die Erfüllung der Grundbedürfnisse und der Begierden, als auch das Alarmsystem meines Körpers funktionieren über diese Instanz.<br>Das Herz hingegen verkörpert für mich die höheren Emotionen und Bedürfnisse, die aus meinen Erfahrungen, angelerntem Verhalten, meinem Glaubenssätzen und ähnlichem erwachsen. Hier befindet sich der Ursprung des möglichen Perspektivwechels, meines inneren Glaubens an Richtig und Falsch und die Instanz, die aufgrund meiner inneren Wertvorstellungen Bedürfnisse, besonders im sozialem Feld einfordert. <br>Den Kopf sehe ich hingegen als den Sitz der Logik auf der einen Seite (der logischen Hirnhälfte), als auch als Wohnung meines kreativen Geistes, meiner Vorstellungskraft und ähnlichem (die kreative Hirnhälfte). Diese Instanz prüft die Bedürfnisse der anderen beiden Instanzen anhand des vorhandenen Archives an Wissen und Erfahrungen und generiert Möglichkeiten, den Bedürfnissen gerecht zu werden.<br>Im Gegensatz zu <strong><em>Freud</em></strong> sehe ich allerdings <strong><em>Das Ich</em></strong> nicht nur als reine Vermittlungsinstanz, sondern sehe sowohl in rationalität, als auch in Kreativität eine ganz eigene Bedürfniswelt, die ich weder im <strong>E<em>s</em></strong> oder im <strong><em>Über-Ich </em></strong>beheimatet sehe.<br>Das heißt, auch der Kopf hat eigene Impulse und Anregungen, die in den Gesamtkomplex der Persönlichkeit des Mausebären einfließen.<br>Somit manifestiert sich die innere Persönlichkeit des Mausebären durch ein, nicht immer reibungsloses Zusammenspiel der drei Instanzen <em><strong>Kopf</strong></em>, <em><strong>Bauch</strong> </em>und <strong><em>Herz</em></strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Stimmen im Mausebären</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Jede der drei Instanzen besteht nicht nur aus einer Stimme (das wäre ja viel zu einfach), sondern aus einer Sammlung verschiedener Perspektiven und Akteuren. <br>Das <strong><em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Inneres_Team">Innere Team,</a></em></strong> wie es zum Beispiel <strong><em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Friedemann_Schulz_von_Thun">Friedemann Schulz von Thun</a></em></strong> definiert, verordne ich im Bereich des Herzens, wo die Diskussionen über die Rechtmäßigkeit meines Handelns, mein innerer Glaube und solche Dinge diskutiert werden, um jene Teile der Persönlichkeit einzubringen, die ich erlernt habe, die mir beigebracht wurden, die ich am Modell erfahren habe. es sind die Stimmen meiner <strong><em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Rolle">Rollenmodelle</a></em></strong>, die aber auch die von mir erlebten Ansprüche an meine jeweiligen sozialen Rollen definieren. Mein Verhalten und meine inneren Zwänge werden hier verhandelt und letztendlich durch eine Reihe von <strong><em>Archetypen </em></strong>vertreten.<br>Dies können Teile meinen Glaubens sein, in Form von Legenden und Göttern, meine philosophischen Betrachtungen in form von weisen Meistern, erlernte Glaubenssätze von wichtigen Menschen in meinem Leben, den sogenannten Mentoren, aber auch die kritischen Stimmen der Gesellschaft wie ich sie erlebt habe (in Form von inneren Kritikern) und festgefahrene Lehrsätze, die ich schlecht loswerde, die von den ewigen alten Lehrern eingeprügelt werden.<br>Auch sehe ich den erworbenen Teil meiner <strong><em>Psychodivergenz</em></strong>, als Teil meines inneren Teams, gerade als Folge dessen, den falschen Lehrsätzen zu folgen und aus sozialem Druck heraus (den Willen zu genügen und &#8222;richtig&#8220; zu sein).<br>Meine Sammlung an Instinkten und Bedürfnissen nenne ich liebevoll meine <strong><em>Monsterkommune</em></strong>, denn hier sitzen meine inneren Monster, die gerne zum spielen kommen würden und mir stetig ins Ohr flüstern (auch zum Guten &#8211; &#8222;Teufel&#8220; und &#8222;Engel&#8220;). Diese Stimmen in mir erwachsen nicht aus realen Personen als Vorbild, sondern manifestieren sich als innere Kreaturen aus meiner Fantasie, so etwas wie der innere Schweinehund, zum Beispiel.<br>hier sehe ich auch die Basis meiner <strong><em>Neurodivergenz </em></strong>(also der Stimmen meines <strong>ADHS</strong> und <strong>Autismus </strong>&#8211; die auch Bedürfnisse äußern), als auch meiner angeborenen <strong><em>Psychodivergenz</em></strong>, wie zum Beispiel meiner Persönlichkeitsstörung (also mein innerer Narzisst ist da vorne mit dabei).<br>Die Triebhaftigkeit dieser Instanz ist natürlich häufig im Konflikt mit den eher bedachten Personen aus meinem <strong><em>inneren Team</em></strong>, die versuchen die Monster in artgerechter Haltung unter Kontrolle zu bringen (die Biester haben aber auch einen harten Fluchtinstinkt).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Währenddessen hat mein Verstand, im Kopf ansässig, bereits fünf <strong><em>Persönlichkeitsmodell</em></strong>e sogar ein paar mehr, aber die sind zu situativ) entwickelt, die bereits einige Verhandlungen in sich abgeschlossen habe, so dass ich mir diese Perönlichkeiten überstreifen kann, und so nicht wieder alles neu verhandeln muss. Quasi eine funktionale, oder teil-funktionale Sammlung an Abmachungen und Kompromissen, die dann funktionieren, wenn ich gerade nicht verhandeln kann oder will. Leider schlüpfe ich, unter Stress, automatisch in eines dieser Modelle und wähle manchmal nicht optimal. mein Kopf verwaltet diese Modelle, die weniger Stimmen, als mehr Rollen sind, die in meinem mentalem Kleiderschrank hängen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Zusammenhang</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Alle drei Instanzen formen den Mausebären, so wie er im inneren ist. Natürlich nicht als feste Masse, sondern fluide, situationsorientiert im ständigem Zweifel. Es gehört dazu, meine eigene Person zu definieren, sowohl meine inneren rollen, meine wilden Monster, aber auch mein inneres Team zu erkennen und als Teil eines gesamten Komplexes zu verstehen, der den Mausebären im Inneren ausmacht.<br>diese wilde Mischung zu verstehen ist schon (nahezu) unmöglich, doch um sie nach außen zu kommunizieren, sind wiederum weitere Grenzen gesetzt.<br>denn das Bild des Mausebären nach außen ist ja gefiltert durch die Kommunikation. Sowohl in der Sendung, wer bin ich, als auch im Empfang dessen, was der Andere wissen will oder zu erkennen meint, ist immer eine gewisse Störung, die <strong><em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Watzlawic">Paul Watzlawick</a></em></strong> und <strong><em>Schulz von Thun </em></strong>gut erkannt haben, zum Beispiel im <strong><em><a href="https://Vier-Seiten-Modellhttps://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Seiten-Modell">Kommunikationsmodell</a></em></strong>, unterworfen. Ich werde das hier nicht genau erklären, kann man gut nachlesen.<br>Kommunikation ist halt nicht perfekt.<br>Und Teile der Kommunikation umgehen auch das Kommunikationszentrum und dringen ungefiltert als Feedback zu den Monstern oder dem inneren Team vor, wo sie meist herbes Chaos auslösen. <br>so entsteht eine bestimmte Spannung zwischen dem Innern und dem äußeren Bild des Mausebären, welche spürbar, aber schwer erklärbar ist&#8230;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mausebär  mag kompliziert sein, aber ich denke, dieses Modell kann auch für andere Menschen funktionieren und eine Hilfe sein, sein eigenes Inneres zu entdecken und zu &#8222;kartographieren&#8220;, so kann ein teil, einfach durch bewusstes Beschäftigung bereits &#8222;befriedet&#8220; werden und ein achtsamer Umgang mit den eigenen Bedürfnissen angestrebt werden.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Divergente Gedanken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 10:46:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EaN Beiträge]]></category>
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					<description><![CDATA[Was ändert sich in der Einstellung zu sich selber, wenn sich der eigene Punkt der Wahrnehmung mal eben verschiebt und was mach es mit mir?]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Was ändert sich in der Einstellung zu sich selber, wenn sich der eigene Punkt der Wahrnehmung mal eben verschiebt und was mach es mit mir?</h2>



<h4 class="wp-block-heading has-text-align-right">Der Mausebär (Thorsten Dürholt) reflektiert einen kleinen seelischen Durchbruch</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern hatte ich ein gutes Gespräch (eigentlich einen Chat &#8211; also ein &#8222;geschriebenes Gespräch&#8220;), mit einer der wenigen Vertrauenspersonen in meinem Leben, die helfen, mich zu reflektieren, mich zu hinterfragen und die subtil meine Gedanken in neue Bahnen lenken, damit ich nicht immer auf ausgetretenen Pfaden lande. denn obwohl ich als Genesungsbegleiter das als Beruf(ung) selber bei anderen Menschen anbiete, brauche auch ich so meine Begleiter, die mich auf dem Weg durch das Leben stützen. Vielleicht brauchen wir alle das. So ganz unabhängig von unserer seelischen, körperlichen oder geistigen Verfassung. Manche Menschen finden das in Partnern, freunden oder engen Bekanntschaften, manche Menschen innerhalb von sozialen Netzwerken, wie vereinen, Gruppen und Parteien, andere brauchen da vielleicht einen &#8222;Profi&#8220;, sei es ein Therapeut, ein Seelsorger, ein Sozialarbeiter oder halt ein Genesungsbegleiter.<br>Wenn ich Menschen etwas erkläre, dann bringt mich das selber dem Verständnis näher, was ich in meinen diversen schulischen Ausbildungen gelernt habe. ich lerne dadurch, dass ich Nachhilfe gebe, unterrichtete, erkläre&#8230;<br>Das heißt auch für Durchbrüche in meinen eigenen Gedanken brauche ich ein Publikum, am besten jemanden, der aktiv zuhört und die richtigen Fragen stellt, nicht nur ein Ja-Sager oder Stichwortgeber, sondern jemand der genau die seltsamen fragen stellt, die mich dazu bringen, tiefer nachzudenken, die Angelegenheiten von neuen seiten zu betrachten, die Perspektive zu wechseln.<br>vielleicht klappt das bei mir, weil ich den inneren Zwang habe, geistig mithalten zu können, zu verstehen und wieder Kontrolle durch Wissen zu erhalten. keine Ahnung, aber es funktioniert&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern habe ich etwas zusammengefasst, was mir seit einiger Zeit im Kopf herumspukt und habe es so formuliert:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Ich bin halt so, war immer so und wusste nie warum.<br>Die Divergenz bietet mir erstmals eine Erklärung.<br>Und erstmals bin ich mutig genug eine Entscheidung zu treffen.<br>Ich muss mich nicht anpassen.<br>Ich darf entscheiden, was mich an mir stört und dass ist meine Entscheidung.<br>Ich darf mir aussuchen, was davon ich betrachte und wenn ich herausgefunden habe, dass ich es ändern kann, dann darf ich das ändern, wenn ich es will. Und wenn nicht, dann darf ich das für mich akzeptieren und als gegeben betrachten.<br><br>Ich ändere mich nicht mehr für andere Menschen und ich ändere mich nicht, um zu passen &#8211; dass macht mich nur unglücklich, habe ich gelernt.<br><br>Ich versuche zu verstehen, was mich zufrieden macht und gehe in die Richtung.<br><br>Optimieren bedeutet für mich, meinem optimalen Bild zu entsprechen und die Bilder anderer Menschen sind dabei völlig egal</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Ein spontanes Mausebären-Manifest, aus dem Moment heraus in Stein gemeißelt</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Um dass Ganze ein wenig zu erklären, damit es möglich ist, dem Gedanken zu folgen. Eine interessante Frage in der Genesungsbegleitung ist &#8222;<em>Wann hast Du bemerkt, dass Du anders bist?</em>&#8222;. Ich habe das bemerkt, da war ich noch sehr jung. letztendlich kann ich mich nicht an Zeiten erinnern, in denen ich mich nicht irgendwie &#8222;<em>anders</em>&#8220; gefühlt habe. Nicht in einer besonderen art, dass hat mir vielleicht mein <strong>Narzissmus </strong>später versucht einzureden &#8211; vielleicht aber ist der Narzissmus auch aus dem Wunsch entstanden, etwas &#8222;<em>besonderes</em>&#8220; zu sein, statt etwas &#8222;<em>anderes</em>&#8222;. Vielleicht war ich früh meiner selbst bewusst und meiner inneren Einsamkeit, die mich von anderen Menschen abtrennt. Vielleicht lag es daran, dass ich phasenweise mehr zeit mit erwachsenen Menschen verbracht hatte, in der Behandlung durch den Kinder- und Jugendpsychologischen Dienst war (bereits in frühen Jahren). Vielleicht&#8230;<br>Wenn ich an meine Kindheit denke, denke ich an viele Situationen, in denen ich mich &#8222;<em>anders</em>&#8220; gefühlt habe, alleine, irgendwie ausgegrenzt. Und an das Gefühl von Angst und Scham die dazu kamen. Ich habe etwas gespürt, etwas über mich verstanden, konnte es aber nicht in Worte fassen, nicht mitteilen.<br>ich war derjenige, der Angst vor spontanen Berührungen hatte, derjenige, der viele dinge nicht essen konnte (nicht wegen Allergie &#8211; sondern eine Essstörung) derjenige der Migränenanfälle hatte (seit frühester Kindheit), derjenige, der komische Gedanken hatte, eine seltsame ausgeprägte Fantasie und nicht dazu gehörte, aber trotzdem da war. Ich war derjenige, der seine Ängste in Überheblichkeit, Wut, aber auch Kreativität kanalisiert hat. derjenige, der bei manchen Dingen immer vorne mit dabei war und doch stets nur die Sachen im blick hatte, die er nicht konnte. Als Einzelkind von einer alleinerziehenden Lehrerin ist es schwer Selbstwertgefühl aufzubauen. Durch ständiges Fördern und Fordern wurde ich manchmal vielleicht überfordert.<br>ich habe nicht gelernt Anerkennung zu erkennen, sondern sah immer nur Kritik. und obwohl ich nach außen viele soziale Kontakte hatte fühlte ich mich innerlich einsam und leer. <br>Ich hatte immer das Gefühl, nicht zu genügen, nicht gut genug auszusehen, nicht sportlich genug zu sein, mit meinen zwanghaften Verhaltensformen mir alles immer selber zu zerstören. Kurzum, ich wollte immer ein anderer werden, aber egal, wohin ich auch ging, ich war bereits schon da. ich konnte nicht vor mir weglaufen, mich nicht von mir scheiden lassen. Es folgten Unsicherheiten, <strong>Melancholie</strong> (die später zu <strong>rezidivierenden Depression</strong> wurde  &#8211; was uncooler klingt als Melancholie) und anderen Problem,  die ich nicht wirklich so benennen kann, dass sie diesem Text gerecht werden.<br>Obwohl ich immer wissen wollte, was der sinn war, wo die wurzeln lagen, warum ich so bin, wie ich bin und nichts daran ändern kann, die Antworten liefen vor mir her, wie die berühmte Karotte am Stock, doch der Teil von mir, der den Stock hielt, war stets auf dem Weg in die falsche Richtung. Vielleicht auch nicht so ganz, da sie mich auf Umwegen doch zu einigen Zielen geführt hat, nicht die Ziele die ich erreichen wollte, aber die, die ich erreichen musste, um heute hier zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war an vielen Stationen, habe an vielen Orten gesucht und doch&#8230;<br>letztendlich war es der Zufall, der geholfen hat, denn als mein Psychiater in Ruhestand gegangen ist, (überraschend für mich), hat mich ein Freund an seinen Psychiater verwiesen. und der wahr einfach besser, hat zugehört, verstanden, erkannt, getestet und festgestellt. Die richtigen Fragen gestellt und mir Antworten gegeben.<br>Das Schlüsselwort war die <strong>Neurodivergenz</strong>. <br><strong>ADHS</strong>, darauf wurde ich als Kind bereits getestet (ich war ein schreckliches Kind in der Schule &#8211; ein typischer Klassenclown), aber damals, als ich Kind war, war es halt noch nicht so weit, dass es einfach gewesen wäre. <strong>Hochbegabung</strong>, <strong>neuro-untypisches Verhalten</strong>, alles dass war das unentdeckte Land und so lag meine Begabung brach und mein neuro-untypisches Verhalten wurde gefördert. Statt zu einem <strong>Genie</strong> wurde ich zu einem <strong>Störenfried</strong>, einem chronisch <strong>Unzufriedenen</strong>, einem <strong>Depressiven</strong>. <br>Jetzt ist es entdeckt worden, also die <strong>ADHS</strong> und ich nehme Medikamente. Und ähnlich wie bei den Anti-Depressiva, die erst spät in mein Leben traten (weil ich auch erst spät mich auf Therapie einlassen konnte), ist das ein Gamechanger. Ich fange an, in Teilen zu funktionieren, die vorher nie funktioniert haben. Ein Mangel wird behoben und so ein Ausgleich geschaffen, der dafür sorgt, dass ich über mich hinauswachsen kann.<br>Aber auch ein anderer Teil, nämlich, dass ich ein stück weit im Autismus stecke, wurde festgestellt. Und plötzlich gab es eine Antwort, denn ich habe mit meinem Psychiater einfach über meine Essstörung geredet (ganz spontan und mutig) und erfahren, dass es bei Autisten ein bekanntes Symptom ist. Hat mit Textur und so zu tun. Und das war ein plötzlicher Aha-Effekt. Plötzlich war es logisch, plötzlich war es greifbar, ich habe darüber gelesen und es passt. jahrelang habe ich nach dem Grund gesucht und da war er nun, ganz einfach vor mir. Plötzlich ergaben auch andere Dinge einen logischen Sinn. Sachen von denen ich nie wusste, warum sie so waren. Es war einfach eine Frage meines inneren Betriebssystems.<br>Hart an der Erkenntnis war zuerst, dass es auch bedeutet, dass ich nichts daran ändern kann, dass es eine Sache ist, die so einfach ist, doch jetzt weiß ich, dass es gut ist. ich weiß, dass es so ist, warum es so ist und dass es so bleiben wird und daher kann ich mich anderen Sachen zuwenden, die ich ändern kann. ich habe eine Erklärung und jetzt kann ich beginnen zu akzeptieren.<br>ich fange an zu akzeptieren, dass sich gewisse Sachen an mir nicht ändern lassen, nicht veränderbar sind und dass sie eigentlich auch nie etwas waren, was mich gestört hat, sondern mehr ein Problem für meine Umgebung. ich bin halt nicht &#8222;normal&#8220;. <br>Warum weiß ich jetzt und kann damit umgehen, denn ich muss mich nicht in etwas einpassen, in was ich nicht passe. Ich kann mich mögen, so wie ich bin und all meine kleine Marotten in mein Leben einbauen, denn ich muss nicht so funktionieren, wie andere menschen, sondern habe mein eigenes Betriebssystem, mit meinen eigenen Routinen.<br>und ich kann jetzt endlich mit einem neuen Blick die Sachen erkennen, die ich ich ändern kann, oder auch nicht ändern kann. An dem was ich ändern kann, darf und werde ich weiter arbeiten, aber an dem was ich nicht ändern kann, da gehe ich den Weg der radikalen Akzeptanz. Und beim sortieren brauche ich noch ein wenig Hilfe, also raus zu finden, was ich ändern kann und was nicht. Aber Weisheit kommt durch Erfahrung, D a gibt es ja die berühmte Weisheit&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dank der <strong>Diagnose</strong> von <strong>Neurodivergenz</strong> habe ich nun einen neuen Ansatz, mit mir umzugehen, Dinge neu zu bewerten und Dinge zu verändern, mit Hilfe von außen , mit Hilfe von Ergänzungsmitteln (Medikamentation) und damit mein Leben selber mit Barrierefreiheit auszustatten. Vor allem durch eigene Akzeptanz, mir selber weniger Hindernisse in den Weg zu stellen. es ist nicht mein Versagen, sondern einfach nur der falsche Weg, den ich aus Unwissenheit gewählt habe. es ist zum glück nicht zu spät, abzubiegen und einen neuen Weg zu probieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch meine psychologischen Probleme bewerte ich dadurch neu, sei es meine Angststörung, mein krankhafter Narzissmus, meine wiederkehrenden depressiven Episoden, mein Suchtverhalten oder meine sozialen Anpassungsprobleme. Vielleicht ist auch hier eine Divergenz gegeben.<br>Bei Depressionen auf jeden Fall, den die Hirnchemie stimmt einfach nicht, dass beweist sich dadurch, dass es mit Serotonin-Wiederaufnahmehemmern besser geht, deutlich besser. Und meine Hirnchemie hat nicht viel mit aktiven Entscheidungen zu tun. Gut, wie bei meinem Diabetes kann ich mich bestimmten verhalten diese Problematik positiv beeinflussen. Aber ähnlich wie beim Diabetes, wird es , trotz gute Einstellung und gutem Verhalten mich ein Leben lang begleiten. chronisch, sagt man. Ist dass noch Krankheit oder schon eine Behinderung?<br>Weder noch, denn ich fühle mich nicht krank (und kann dahingehend auch nicht gesunden, es bleibt ein Bestandteil meines Lebens). Es ist zwar ein drohendes Damoklesschwert, welches über mir hängt und mich daran erinnert, dass falsche Entscheidungen bei mir Konsequenzen haben und mich krank machen können, aber durch die beständige Möglichkeit eine &#8222;kranke&#8220; Episode zu erfahren, bin ich doch nicht dauerhaft krank. <br>Also doch eher eine Behinderung?<br>Aber behindert es mich, mein Verhalten auf meine Bedürfnisse anzupassen, oder hilft es mir nicht sogar dabei, gut zu mir zu sein?<br>Behindert, das werde ich durch die Gesellschaft, die mein verhalten zwar tolerieren muss, aber nicht akzeptieren kann und deshalb es schwierig macht, mich selber zu verwirklichen. behindert wird man nicht durch eine Krankheit oder eine Besonderheit, sondern durch Einschränkungen und das ist ein äußerer Faktor. In einer Welt die nicht differenziert zwischen krank und gesund, wäre ich vielleicht wenige behindert. deshalb bin ich auch nur da offiziell behindert, wenn ich auf Barrieren stoße und benutze diesen zustand, um diese bardieren abzubauen (oder es zu versuchen). behindert bin ich für andere, nicht für mich. ich bin einfach anders und das ist gut so&#8230;<br>Meine narzisstischen Anteile sind stets bei mir (normal) und werden nicht verschwinden, das kann ich das niemals ganz ablegen, sondern nur versuchen, einen Umgang damit zu finden, weil ich einfach keinen &#8222;Entzug&#8220; von diesen Anteilen machen kann. mein Umgang mit diesen Anteilen in mir ist wahrlich nicht gesund, aber halt auch nicht krank, sondern nur anders. Falsch?<br>Bei Teilen definitiv, aber das ist eher das Problem meiner Umgebung und dass darf ich nicht dauerhaft zu meinem Problem machen. ich kann meiner Umgebung entgegen kommen, in dem ich versuche, meine Verhalten zu regulieren, aber ich kann es nicht loswerden. es gibt Dinge die lassen sich nicht ändern.<br>und meine Angststörung ist nur ein Symptom der anderen Geschichten, da finde ich einfach noch heraus,was davon gebraucht wird, was weg kann und was, wie ein Bumerang, einfach nicht weggeworfen werden kann. Also kann ich ich mich mit den teilen beschäftigen, die mich stören.<br>zum beispiel dem Punkt endlich zu akzeptieren, wer und was ich bin, und nicht danach streben, etwas anderes sein zu wollen. denn das macht mich fertig&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Krank macht mich nicht meine Besonderheit, meine psychische Divergenz, sondern der Umgang damit. krankhaft ist mein versuch etwas zu sein, was ich nicht bin und diese Krankheit hat obersten behandlungsbedarf.<br>Der Anfang davon ist, endlich Inventur zu machen, was an mir &#8222;normal&#8220; ist, was an mir &#8222;anders&#8220; (also Divergent) ist und sein darf, was an mir &#8222;übernormal ist&#8220; (Talente und Begabungen) und was an mir krankhaft ist, also ein Symptom der einzigen psychischen Erkrankung, die ich wirklich habe, nämlich dem Zustand, dass ich nicht richtig mit mir umgehe.<br>herausfinden, was ein Fehler ist und was Bestandteil des Systems, um mein System zu erkennen, zu reinigen und neu aufzusetzen &#8211; dann funktioniert auch mein Leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin<strong> Neurodivergent</strong> (weil mein System anders arbeitet), <strong>Psychodivergent </strong>(weil ich einige ungewöhnlichen Programme geladen habe), <strong>Somadivergent </strong>(weil ich einige Hardware habe, die besonderer Pflege bedarf) und habe kranke Anteile (quasi die Bugs im System). Die kranken Anteile werde ich aufspüren und behandeln, alles andere darf so divergent sein, wie es ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist eine Erkenntnis, die mir gut gefällt, mir Mut macht und mir ein eigenes <strong>Empowerment</strong> schenkt, denn <strong>Recovery</strong> funktioniert nur, wenn ich erkenne, von was ich mich lösen will und zu erkennen, was an mir einfach &#8222;anders&#8220; ist, also divergent, dass ist der weg zur <strong>Salutogenese</strong>, also meine eigene Definition von Gesundheit zu finden um mich gesund zu fühlen und damit gesund zu sein.<br>Manchmal muss ich mir selbst ein <strong>Genesungsbegleiter </strong>sein und mittlerweile recht oft, habe ich gute Begleiter, die mir dabei helfen. <br>Ich mache Fortschritte und auch dadurch, dass ich selber als <strong>Genesungsbegleiter</strong> anderen Menschen &#8222;Nachhilfe&#8220; gebe, denn dadurch, so habe ich ja erklärt, verstehe ich selber am besten, was wichtig und richtig ist.<br>Also dran bleiben, fragen stellen und weiter danach suchen, was divergent ist,was krank ist und was einfach weg kann, damit ich endlich dass, was bleiben darf entsprechend pflegen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer jetzt neugierig geworden ist, darf gerne schreiben, um mit mir über Psychodivergenz, Divergenz im Allgemeinen und den Umgang damit zu reden, zu diskutieren (nein, sich austauschen), oder einfach Fragen zu stellen&#8230;</p>
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		<title>Das Mausebären &#8211; Manifest</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2026 13:42:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EaN Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebär]]></category>
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					<description><![CDATA[Was ist eigentlich ein Mausebär?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Was ist eigentlich ein Mausebär?</h2>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>Ein Manifest (von lateinisch manifestus ‚handgreiflich gemacht‘, ‚offenbart‘) ist eine öffentliche Erklärung von Zielen und Absichten, oftmals politischer Natur. Der Begriff wird vielseitig verwendet, eine allgemein akzeptierte Definition existiert nicht. Manifeste sollen in der Regel eine breite Öffentlichkeit erreichen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Quelle: Wikipedia [<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Manifest">https://de.wikipedia.org/wiki/Manifest</a>]</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem ich gefragt wurde, warum ich in manchen Situationen als <strong>„</strong><em><strong>Mausebär</strong></em>“ auftrete oder teilweise mich selbst (auch in der dritten Person), als <strong>„</strong><em><strong>Der Mausebär</strong></em>“ bezeichne, ja sogar bei kreativen oder gestalterischen Aufgaben nahezu mit diesem Prädikat firmiere, ist es an der Zeit eine Erklärung, in Form eines Manifestes abzugeben, um die <em><strong>Mausebärigkeit</strong></em> meiner Selbst angemessen zu erklären.<br>Oder anders gesagt, ist es an der Zeit zu erklären, warum der <em><strong>Mausebär</strong></em> <strong>„</strong><em><strong>der Mausebär</strong></em>“ ist und was dass bedeutet, also für die Menschen, die mit mir im Kontakt sind, aber auch für mich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht also darum, was ist der <strong>„</strong><em><strong>Mausebär“</strong></em><strong>, </strong>warum ist er es und was soll das für den Kontakt mit der Welt bedeuten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Herkunft der Bezeichnung ist Geschichte, den am 28.März des Jahres 2020 erschien der Text „<a href="https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/speakers-corner-wahrheit-oder-pflicht/">Speakers Corner: Wahrheit oder Pflicht</a>“ auf der <a href="https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/">Website der Erfahrungsexperten am Niederrhein</a>.<br>Dort unterschrieb ich zum ersten Mal mit „<em><strong>Mausebär</strong></em>“, ein Name, den mir der damals an der Seite und dem Projekt <strong>Erfahrungsexperten am Niederrhein</strong> mitschreibende Alex „<em><strong>Schmusehamster</strong></em>“ K. Gegeben hatte. Es war ein scherzhafter Kosename, der aus freundlicher Verbundenheit entstanden war, zu einer Zeit, als ich genau diese Form von <em>distanzüberwindender </em>Zuwendung brauchte, da mein Privatleben immer mehr in Trümmern vor mir lag, einfach Notwendig war, um wieder zu mir zu finden.<br>Damals hatte uns die gerade frische Pandemie (Korona) dazu gezwungen, unsere vorherigen gemeinsamen Arbeitstreffen, die auch eine Möglichkeit waren, aus meinem mich bedrückendem häuslichen Umfeld zu fliehen, genau dort wieder festgesetzt.<br>Unsere Kommunikation wurde digital, unser Kontakt darauf beschränkt und in solchen Zeiten sind solche kleinen Dinge, wie Spitznamen (oder Kosenamen) plötzlich so unendlich wichtig, um die Nähe zu schaffen, die sich sonst durch den direkten Kontakt ausdrückt.<br>Es brachte mich zum Lachen, zum Lächeln und setzte den Anfang einer neuen Identität, die ich aus den Trümmern meines Lebens aufbauen wollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ermöglichte mir, eine neue Unterschrift zu finden, um meinen Texten eine neue Perspektive zu geben. Ich konnte mich selber loslassen und gleichzeitig tiefer in mich selber gehen, mich beobachten und meine Ängste überwinden, denn im Gegensatz zu mir persönlich, darf der <em><strong>Mausebär</strong></em> Fehler machen, daneben liegen, unbequem und unangepasst sein.<br>Der <em><strong>Mausebär</strong></em> stand plötzlich für all die Dinge, die in mir waren und nach außen drängten. Die ganzen Ängste, Unsicherheiten, Fehler (der Mauseanteil, klein und piepsig – am liebsten immer verstecken) und diese Wut, der Drang mich zu befreien und für das einzustehen, was ich empfinde (der Bärenanteil, groß und brummelig – am liebsten immer direkt drauf zu) und ohne dass es geplant war, denn selbst diese Trennung der teile habe ich als Erklärung erst viel später für mich angenommen., war da dieses neue Ich.<br>Der <em><strong>Mausebär </strong></em>darf dass, der schreibt, was mich berührt und wurde zu meinem Sprachrohr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zwei Jahre später mit dem ersten Eintrag „<em><strong><a href="https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/blog-post/mausebaerenblog/">Mausebärenblog?!?</a></strong></em>“³ sein eigenes Medium, in Form eines eigenen Blogs bekam.<br>Ich hatte vorher schon viel veröffentlicht, aber nach diversen, auch zeitraubenden Projekten in unserer Online-Redaktion, war es an der Zeit, mich unabhängig zu machen und mich von der Notwendigkeit einer redaktionellen Bearbeitung und Absicherung zu lösen, noch heute findet man diese Erklärung der Unabhängigkeit in der Einleitung des <strong><a href="https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/der-mausebaerenblog/">Mausgebärblogs</a></strong>.<br>Doch schon vorher startetet Kategorien wie „<em><strong>Mausebärs Coronatagebuch</strong></em>“ und „<em><strong>Mausebärs Philosophien</strong></em>“ auf unserer Seite und sind auch heute dort noch zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tägliches Schreiben wurde zum Ventil und der „<em><strong>Mausebär</strong></em>“, als Persona, der Katalysator, der es mir ermöglichte Gedanken zu formulieren, Texte zu schreiben, ja sogar (unter der liebevollen Mithilfe meiner Freunde) einen ganzen Roman zu verfassen (und zu veröffentlichen).</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em><strong>Der Mausebär</strong></em>“ konnte soziale Medien, in die sich mein ängstliches Ich so nie rein getraut hätte.<br>Unter dem Namen habe ich mein ganzes Wesen neu definiert und eine neue Art zu kommunizieren gefunden, mir ein Sprachrohr geschaffen um mit der Welt, aber viel wichtiger, auch mit mir selber zu kommunizieren. Es hat sich seit dem viel verändert und der <strong>Mausebäranteil </strong>ist ein ständiger Begleiter geworden. Leute sprechen mich darauf an, fragen was dass soll, können damit umgehen oder nicht (es ist mir sogar erstmals im Leben egal) und die Kritik klebt nicht an mir, sondern wird zur <em><strong>Mausebärsache</strong></em>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Macht es da leichter für mich?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auf jeden Fall, denn es erlaubt mir Stellung zu beziehen und eine Rolle anzunehmen, deren Haltung klar definiert ist. Der <em><strong>Mausebär</strong></em> hat Ansichten, vertritt eine Meinung und darf das haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ohne diese Möglichkeit hätte ich mich nicht engagieren können und weder in meine weiteren Rollen, als Geschäftsführer der <a href="https://ean-g.de/">EaN UG (haftungsbeschränkt)</a>, als Genesungsbegleiter, als Selbsthilfeaktivist, als Landessprecher und jetzt seit neuestem, als politische Person in einer Partei und im Stadtrat gefunden, noch hätte ich mich getraut, dass zu versuchen.<br>Der „<em><strong>Mausebär</strong></em>“ ist der Teil in mir, der mich heilt, therapiert und immer wieder aufrichtet.<br>Der Teil, den ich auch an andere Menschen weiter geben will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em><strong>Der Mausebär</strong></em>“ ist etwas, was für viele Menschen befremdlich wirkt, auch wenn es ein Einzelstellungsmerkmal ist, etwas was halt nicht jeder hat.<br>Vielleicht stört es mein Vorankommen, also ernst genommen werden, Respekt und Achtung erhalten oder ähnliches, aber es hilft mir, persönlich weiter zu gehen und einen weg zu finden mit mir zu kommunizieren.<br>Vielleicht ist meine <em><strong>Mausebär-Identität </strong></em>eine Art Krücke, eine Notwendigkeit für einen Menschen, der sich nicht anders zu helfen weiß, vielleicht ist es vieles mehr.<br>Es hilft mir auf jeden Fall, ich selber zu sein und dass ist Inklusion in der reinsten Form.<br>Daher kann ich auch damit leben, wenn es manchmal verwirrend oder belustigend ist, denn nur dank dem <em><strong>Mausebären</strong></em> halte ich es aus, dass man mich nicht ernst nimmt (und auch nicht muss).<br>Egal wohin mein weg mich noch führt, wer mich dabei begleitet und was am Ende liegt, der <em><strong>Mausebär </strong></em>darf mein Begleiter sein, mein guter Geist, mein Totem, was übernimmt, wenn mein inneres ich sich ängstlich zusammen rollt.<br><br>Daher freue ich mich auf eine weitere Reise, als <em><strong>Mausebär</strong></em>, als <em><strong>Thorsten</strong></em>, als <em><strong>Herr Dürholt</strong></em>, als <em><strong>Sethomancer</strong></em> (mein Name in der Rollenspielszene), als <em><strong>dummes Arschloch</strong></em> und welche Namen die vielfältigen Rollen, die ich einnehme, eingenommen habe und einnehmen werde auch noch so bekommen werden. Letztendlich bleibe ich bei allem doch einfach nur ich und der Rest, der Rest ist Kommunikation…</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8230;<em>das Ganze Konglomerat meiner Identitäten, Rollen und Persönlichkeiten würde ja gerne unterschreiben, aber…</em><br><br><em><strong>Thorsten M. Dürholt, Der Mausebär</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Spiel, Spaß und Ananas</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Aug 2023 11:14:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ankündigung]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzepte und Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebär]]></category>
		<category><![CDATA[Spiel]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Unser Chefredakteur Thorsten und sein Hang zum Spielen, verschafft uns die Möglichkeit für einen kleinen Einblick in die Welt des Spiels]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Ein kleiner Blick in die Welt des Spiels und ihre Bedeutung für die Gesundheit</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Warum Spielen?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wer meine Texte verfolgt, wird irgendwann zwangsläufig über eines meiner Lieblingszitate stoßen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph" id="block-458c81f5-08b6-4d68-99ae-80f902dd1a21">„Reife des Mannes: das heißt den Ernst wiedergefunden haben, den man als Kind hatte, beim Spiel.“ </p>
<cite><em>Friedrich Nietzsche &#8211; Jenseits von Gut und Böse</em></cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">ein Zitat, welches mich seit meiner Schulzeit begleitet. Als ich mich damals intensiver mit den Werken von Nietzsche beschäftigte und eine Bestätigung suchte, dass mein Hobby kein &#8222;<em>Unsinn</em>&#8220; oder &#8222;<em>Kinderkram</em>&#8220; ist.<br>Doch fast noch mehr berührte mich ein weiters Zitat jenes Philosophen, der ansonsten wegen seiner Provokationen gefürchtet war.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen!&nbsp;Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!</p>
<cite>Friedrich Nietzsche &#8211; Menschliches, Allzumenschliches</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"> Beide Zitate sind ein Teil meiner inneren Überzeugung über die Wichtigkeit des Spieles für unsere Gesundheit, sei es körperlich oder seelisch.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mein Zusammenhang mit dem Thema</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Thema Spiel begleitet mich in vielen Formen bereits mein ganzes Leben, sei es dass Spielen als Kind, die schönen Erinnerungen an Brettspiele im Kreise der Familie, zumeist zur Weihnachtszeit, als auch mein weiterer Lebensweg, der stets von diesem Thema geprägt war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In meiner Jugendzeit, zu dem Zeitpunkt, wo das Spielen langsam &#8222;<em>uncool</em>&#8220; wurde, entdeckte ich, gemeinsam mit Freunden, neue Spiele, wie zum Beispiel das Tischrollenspiel (eine Art interaktives Geschichtenerzählen), Trading Card Games (Ein Kartenspiel mit Sammelkomponente) und ähnliches.<br>Und nein, diese Hobbys wuchsen sich nicht aus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegenteil spiele ich heute noch regelmäßig Rollenspiele und Brettspiele (manchmal auch Computerspiele) und brauche das für mein seelisches Wohlbefinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Spiel auf der Bühne, alles rund um das Theater, begleitet mich bereits seit meiner Kindheit. Angefangen in der schulischen Theater-AG über ein Qualifizierungsjahr für Bühnenberufe bis hin zu meiner Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann, deren praktischen Anteil ich in einem Theater absolviert habe.<br>Was das Rollenspiel angeht, so bin ich noch heute gelegentlicher Besucher größerer Treffen, habe meine eigenen Spielrunden und auch Erfahrung im Handel mit Spielen machen können.<br>In meiner Ausbildung zum Erzieher, war die Spielpädagogik eines meiner absoluten Lieblingsfächer und ein Garant für meine ungeteilte Aufmerksamkeit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aber was macht das Spielen so unverzichtbar?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Spielen hat eine direkte Auswirkung auf unseren lebenslangen Prozess des Lernens, denn im spielerischen Umgang erproben und trainieren wir Fertigkeiten.<br>Die sozialen Kontakte im Spiel erlauben uns, unser Bedürfnis nach sozialer Interaktion zu stillen, aber auch im geschützten Rahmen die ganze Palette der zwischenmenschlichen Gefühle zu erleben.<br>Die Erlebnisse im Spiel können uns sowohl von realen Problemen zeitweise ablenken, als auch zu neuen Ansätzen für Lösungen führen.<br>Und gerade die sportlichen Spiele tragen zum Erhalt unserer körperlichen Gesundheit bei und stillen den Bewegungsdrang.<br>Das Spiel kann somit eine Grundlage für viele positive Effekte sein und ist gerade in der Sozialpädagogik ein wertvolles Mittel, unabhängig der Altersgruppe der Betroffenen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aber auch in der Sozialpsychiatrie hat das Spielen eine wichtige Bedeutung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Spielen kann ein wichtiges Element sowohl des Empowerment, als auch der Recovery sein. In beiden Fällen kann Spiel einen wertvollen Beitrag leisten und viele neue Möglichkeiten und Anreize bieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesem Grund widme ich diesen Thema eine eigene Veranstaltung, auf der ich nicht nur meine Gedanken und Ideen zu dem Thema &#8222;<em>Spiel als Element von Recovery und Empowerment</em>&#8220; darlegen möchte, sondern auch zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion einlade, um gemeinsam die Möglichkeiten zu entdecken, welche das Spiel bietet.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Spiel als Element von Recovery und Empowerment</h2>



<h4 class="wp-block-heading has-text-align-center">Eine Zoom-Veranstaltung<br>Donnerstag 31.08.2023<br>von 18:00 &#8211; 19:30 Uhr</h4>



<h5 class="wp-block-heading has-text-align-center">Kostenbeitrag: 5,00€</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Der Erzieher und Genesungsbegleiter Thorsten Dürholt berichtet von seinen Erfahrungen mit dem Einsatz von Elementen der Spielpädagogik in den Prozessen von Recovery, Salutogenese und Empowerment und versucht diese an praktischen Beispielen zu erörtern.<br>Im zweiten Teil der Veranstaltung wird zu einem Erfahrungsaustausch, aber auch zur Diskussion eingeladen und Fragen zur praktischen Umsetzung von Elementen der Spielpädagogik beantwortet.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><a href="https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/?page_id=5566">Zur Anmeldung</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hoffe, dass sich genügend Interessierte finden, die  sich zu dieser Veranstaltung anmelden und teilnehmen möchten.<br>Weitere Fragen bitte an info@erfahrungsexperten-niederrhein.de</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit lieben Grüßen,</p>



<p class="wp-block-paragraph">Thorsten Dürholt<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.aphorismen.de/suche?f_thema=Spiel%2C+Spielen&amp;f_autor=2794_Friedrich+Nietzsche&amp;f_zeit=19.Jh#:~:text=Wir%20meinen%2C%20das%20M%C3%A4rchen%20und,M%C3%A4rchen%20und%20Spiel%20leben%20m%C3%B6chten!"></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der prokto-psychologische Ansatz</title>
		<link>https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/der-prokto-psychologische-ansatz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Oct 2021 12:05:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Ablösungsprozesse]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Stuhlgang]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein wissenschaftliches Essay des Pioniers der modernen Proktopsychologie, empfohlen zum gewissenhaften Studium von eurem Mausebär.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><br>Eine Erläuterung von T.M. Dürholt <br>Prokto-psychologischer Therapeut</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Vor nicht allzu langer Zeit wurde ich in einem sozialem Netzwerk nach der Unterschiedlichkeit zwischen der modernen Prokto-Psychologie und der medizinischen Psychoproktologie gefragt. Aus diversen Reaktionen auf diesen Austausch entnahm ich, dass nicht nur die Differenz dieser beiden modernen Disziplinen nicht landläufig bekannt ist, sondern auch die Grundansätze der Disziplin nicht hinreichend der Öffentlichkeit geläufig gemacht wurden. Im Sinne der heilsamen Wirkung dieser Ansätze, deren wissenschaftliche Bedeutsamkeit noch festzustellen ist, da sie als neo-originäre Disziplin noch quasi in den Kinderschuhen stecken, versuche ich im folgenden die Differenz zwischen den verschiedenen Ansätzen, die sich mit dem Zusammenspiel von Psyche und dem physischen, aber auch symbolischen Körperbestandteilen, die zusammengeführt unter dem altgriechischen Begriff Prokto (Steiß, aber auch Enddarm) in der Medizin firmieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Nähern wir uns dem Thema mit einer kurzen Erläuterung der Begrifflichkeiten von Prokto und Psyche, deren Wissenschaft in der Proktologie und der Psychologie schon seit langer Zeit verharren und erst in unserer Zeit ihre folgerichtige interdisziplinäre Verknüpfung erfahren dürfen.<br>Die Proktologie befasst sich mit dem Enddarm, sprich dem Mastdarm und dem Analkanal und deren Erkrankungen. Folgerichtig also auch mit der Behandlung derer Körperteile und der „Instandsetzung“ ihrer Funktionalität. Somit im Endeffekt mit dem Abschluss des Verdauungsprozesses in Form der Ausscheidung von Feststoffen, sogenanntem Stuhl, oder auch Kot. <br>Der Leidensdruck, der einem den Weg zum Proktologen nahezu unabdingbar an das Herz legt, hat somit seine Wurzeln in einer Störung des sogenannten Verdauungsendprozesses, landläufig auch als Stuhlgang bezeichnet. <br>Wichtig ist zu bemerken, dass obwohl dieser Begriff häufig, leider auch von Fachpersonal als Verdauung bezeichnet wird, diese abgegrenzte Thematik sich nur und ausschließlich mit dem Endprozess des vielschichtigen Themas der Verdauung beschäftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Die Psychologie beschäftigt sich als Disziplin folgerichtig mit der Psyche, also der Seele. <br>Der Leidensdruck, der den Weg zum Psychologen ebnet, beginnt also in der eigenen Persönlichkeit und deren Befindlichkeiten. Sogenannte „psychische Erkrankungen“ entspringen dem Druck, der entsteht, wenn die eigenen Verhaltensweisen entweder nicht gesellschaftskonform sind oder zu einem nicht kontrollierbaren eigen- oder fremdschädlichen Verhalten führen. <br>Sogenannte „psychische Auffälligkeiten“ werden durch ihre schädliche Auswirkung auf die innere Befindlichkeit oder die soziale Akzeptanz zu einem krankhaften Leiden, dessen Symptome ebenfalls physische Manifestationen annehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Werden beide Disziplin vereint, entstehen nun zwei unterschiedliche Fachdisziplinen, die Proktopsychologie und die Psychoproktologie.<br>Während sich die Psychoproktologie rein dem wissenschaftlichen und medizinischen Ansatz der Verknüpfung der beiden Bestandteile von Seele und Endverdauung annehmen und im Bereich der klassischen Psychoproktologie die Wirkung und Ursachen des Zusammenspieles, also direkt die Auswirkungen von Darmerkrankungen auf die seelische Gesundheit, aber auch die Auswirkungen der seelischen Gesundheit auf die Darmfunktionen untersucht, gibt es einige Unterdisziplinen, wie zum Beispiel die psychiatrische Psychoproktologie, die sich mit der Behandlung der Verdauungsproblematiken aufgrund seelischer Erkrankungen befasst, die pharmazeutische Psychoproktologie, die den Ursachen der häufig zu beobachtenden Auswirkung von Psychopharmaka auf den Verdauungsendprozess auf den Grund geht und noch viele Weitere, deren Bedeutung für die Entwicklung der Psychoproktologie sich erst noch ergeben werden, da diese junge Disziplin, wie bereits erwähnt, noch ein medizinisches Neuland darstellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Die Entdeckung der modernen Psychoproktologie hat dennoch ihre Wurzeln in der modernen Proktopsychologie, die sich im Gegensatz zur Proktopsychologie dem rein psychischen Aspekt des Zusammenspiels von Seele und Endverdauung befasst. Dabei ist in diesem Zusammenhang die Endverdauung sowohl als biologischer Prozess als auch als metaphysisches Bild zu verstehen. <br>Es geht also in der Proktopsychologie nicht nur um die Ablösung von tatsächlichen Verdauungsendprodukten, sondern auch um einen seelischen Verdauungsprozess, bzw. um seine letzte Stufe: die Ablösung.<br>Dabei differenzieren wir zwischen der akademischen Proktopsychologie und der proktopsychologischen Therapeutik. <br>Während sich ersteres mit der Theorie über die Verdauungsendprozesse der Psyche befasst, entwickelt der therapeutische Ansatz Verfahren zur Behandlung von Störungen des seelischen Verdauungsendprozesses.<br>Um die Grundthematik zu erfassen, bedarf es eines kurzen Einblicks in die Entstehungsgeschichte der Proktopsychologie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Der originäre Moment der Entstehung der grundlegenden Theorie um die seelische Endverdauung entstand aus einem künstlerischem Kontext. Die eigentliche Inspiration war das humorisch-satirische Filmwerk „Dracula- Tot aber Glücklich“ von dem begnadeten Altmeister des pointierten Humors, Mel Brooks. <br>In diesem filmischen Meisterwerk kommt es mehrfach zu Szenen, in denen der Direktor einer Psychiatrie auffälligen und renitenten Patienten einen Einlauf verordnet. Diese satirische Spitze, auf die grausamen Methoden der Psychiatrie in ihrer Vergangenheit gemünzt, hatte allerdings eine höhere Metaebene, deren Bedeutung sich mir über die folgenden Jahre nach dem Konsum dieses<br>Meisterwerkes immer mehr erschloss.<br>Der Kernpunkt ist hierbei die Szene, in der der im Film dargestellte Psychiater einer anderen Person gegenüber die Anwendung der Methodik des Einlaufs derart erklärt, dass er sinngemäß behauptet „es gäbe dem Patienten das Gefühl, etwas vollbracht zu haben“. Lange gärte dieser Gedanke in mir und es brauchte einige Zeit, bis ich begriff, warum mich diese Aussage nicht losließ. Bis ich den Zusammenhang zwischen Psyche und Verdauung näher betrachtete.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Im Gegensatz zu der psychoproktologischen Methodik, die den rein biologischen Zusammenhang zwischen dem seelischen Gleichgewicht und der körperlichen Symptomatik erforscht, wendet sich die proktopsychologische Methodik einem eher metaphysischen Ansatz zu. <br>Das begründet sich darin, dass der Proktopsychologe den Zustand der Verdauung auf zwei Ebenen betrachtet.<br>Hierbei ist der psychische Verdauungsprozess ein Synonym für den inneren Prozess der Verarbeitung, der auf seelischer Ebene miteinander verwoben ist, dass ein psychisches Verdauungsproblem logischerweise und aus reiner Konsequenz auch auf die physische Verdauung Einwirkung hat und diese Funktion in gleichem Maße blockiert, in der auch der rein seelische und kognitive Prozess beeinträchtigt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Dass der Zusammenhang zwischen dem psychischen und physischen Verdauungsapparat untrennbar ist, stellt eine bisher selten ausgesprochene, aber dennoch kulturwissenschaftlich messbar unterschwellig langzeitig und weitläufig bekannte Theorie dar. <br>Leicht verständlich wird dieses in der Linguistik deutlich, in der die Umgangssprache in verschiedensten Kulturformen symbolische und bildhafte Metaphern verwendet, die auf eine Verwebung der Ausscheidung und der Ausscheidungsorgane mit seelischen Zuständen hinleitet. <br>So werden die Verdauungsendprodukte seit langer Zeit in verschiedensten Formen als Metapher für meist unangenehme seelische Besonderheiten oder emotionale Extreme instrumentalisiert. <br>Der Weg vom Extrem zum Exkrement scheint ein historisch geprägtes Sinnbild des Loslösens und des Verarbeitens zu sein. <br>So wird der Stuhlgang, bzw. sein Endprodukt, in verschiedenen bildreichen Wendungen so häufig angewendet, dass sich daraus die Kategorie der sogenannten „Fäkalsprache“ von dem Ausdruck Fäkalien, also Verdauungsendprodukte, entwickelt hat. <br>Blumig werden somit mal mehr mal weniger rhetorisch anspruchsvoll verschiedenste, zumeist negative, Umstände mit Verdauungsendprodukten gleichgestellt. Genauere Beispiele dieses Sprachgebrauches sind in den sozialen Medien einfach zu finden, so dass eine detailliertere Ausführung hier nicht benötigt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Auch die linguistische Integration der Ausscheidungsorgane als Symbol des rhetorischen „Kunstgriffes“ ist eine wohldokumentierte Tatsache, die sich schon im Dichterwort des Freiherrn von Goethe niederschlägt, der in seinem berühmten Zitat des Götz von Berlichingen diesen jene berühmten Worte in den Mund legen ließ, die es ermöglichen, auch als gebildeter Mann von Manieren, denn Enddarm auch umgangssprachlich als „Arsch“ zu bezeichnen.<br>Doch welches Sinnbild verbirgt sich in dem kunstvoll rhetorischen Bild der Aussage „…er möge mich im Arsche lecken!“?<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mag es sein, dass das naturwissenschaftliche Universalgenie schon damals die ersten Grundlagen der Proktopsychologie erahnte?<br>Der Zusammenhang eines Konfliktes mit dem Ende eines Verdauungsprozesses und der darin beteiligtenn Hauptorgane mag die Endprodukte der Verdauung quasi mit der Quintessenz des Konfliktes gleichsetzen und den Höhepunkt dieses Konfliktes darin sehen, dass der Endprozess der Bearbeitung, also der Verdauung eines Problems durch die Berührung des Abgabeorgans durch das Aufnahmeorgan des Konfliktgegners den Verdauungsprozess von der einen Konfliktpartei abweist, in dem er das Resultat seiner Verarbeitung dem Gegenüber zur Aufnahme in sein sinnbildliches Verdauungsaufnahmesystem, also der oralen Zone, anbietet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somit wird das betrachtete Problem eindeutig an den Konfliktpartner übertragen und es kommt zu einer sinnbildlich eindeutigen Erklärung des Zustandes der Abgeschlossenheit mit der Problematik des Konfliktes und der Bereitschaft, diese dem uneinsichtigen Konfliktpartner zur Verarbeitung zu überlassen. <br>Somit ist der Prozess der Abwendung von einem Problem mit dem gleichzeitigen Desinteresse darüber, dass eine andere Person sich mit der Verarbeitung der Problematik beschäftigen kann oder will, in der umgangssprachlichen und sinnbildlichen Übergabe des Problems, zu einem in allen Bildungsschichten geläufigen „geflügelten Wort“ geworden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenso ist die Gleichsetzung einer Person, die ihre Problematiken ungehemmt von sich gibt und einen radikalen Verdauungsprozess bestehender Probleme propagiert oder darstellt, mit dem anatomisch üblichen Ausscheidungsorgan in einem abwertenden linguistischen Zusammenhang üblich und auch vielfältig belegt.<br>Eine so vielfältige Übereinstimmung zwischen linguistischen Gleichsetzungen, erkannter Symbolik und biologischen Vorgängen kann in nur so geringem Maße ein Zufall sein, dass die letztendliche Formulierung der proktopsychologischen Grundlagen zu einem so späten Punkt in der Kulturgeschichte nicht nur ein Rätsel an sich, sondern auch eine Entdeckung von ungeahnter Tragweite darstellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem alleine diese kleine Exkursion die kulturelle Verknüpfung von Verdauung und Psyche verdeutlicht hat, wende ich mich wieder der eigentlichen Thematik zu.<br>Das grundlegende Axiom der proktopsychologischen Grundlagen besteht aus dem Ansatz, dass das emotionale Verdauungssystem der Seele, quasi des inneren Körpers, dem des physischen Körpers so ähnlich ist, dass wir sie vorerst in ihren Prozessen als deckungsgleich betrachten werden. <br>Hierbei nutzen wir die Vorstellung eines sogenannten psychischen Körpers als Sinnbild für die Prozesse des seelischen Egos und seiner kognitiven Wahrnehmung. Die Seele wird somit nur sinnbildlich als ein eigener Körper wahrgenommen und nicht in Form eines Astralkörpers, wie es in diversen religiösen und mystischen Vorstellungen der Fall ist. Auch wenn solche Bilder in der therapeutischen Praxis durchaus weiterhelfen können, da gerade in der direkten therapeutischen Aufgabenstellung die Trennung der sozialen Wissenschaften, der Psychologie und der Philosophie, von den sogenannten Randwissenschaften, den Religionswissenschaften und der &#8222;verpönten&#8220; Esoterik, weder so notwendig wie in der theoretischen wissenschaftlichen Arbeit, die eine scharfe Abgrenzung benötigt, noch erstrebenswert sind, soweit diese Sinnbilder dem Patienten dienen sich einen Zugang zu verschaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der reine Verdauungsvorgang besteht aus drei grundlegenden Teilen, der Aufnahme, der Verarbeitung und der Ausscheidung.<br>Im Prinzip wird etwas ungefiltert aufgenommen, die hilfreichen Bestandteile werden ausgesondert und die unnötigen oder gar schädlichen Bestandteile aus dem System entfernt. <br>Dieses Prinzip können wir ebenso auf den seelischen Körper anwenden. Dieser nimmt Impulse in der Form von emotional belegten kognitiven Eindrücken auf. Ähnlich wie der physische Körper ohne die Aufnahme von energiereicher Masse in Form von Nahrungsmitteln degeneriert und letztendlich mortalisiert, sorgt auch die Abschottung von Sinneseindrücken in Form emotionaler, sozialer oder sensorischer Deprivation zu Mangelerscheinungen bis hin zu ernsthaften, in letzter Konsequenz letalen, Folgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutlich stellen somit kognitive Wahrnehmungen sowohl im sozialen, als auch im emotionalen Bereich, aber auch rein sensorische Eindrücke die grundlegende Nahrung der Seele dar. Die Aufnahme dieser Eindrücke ist in soweit der Nahrungsaufnahme gleichzusetzen, als das auch in diesem Prozess ein Mangel, aber auch ein Übermaß, das System stören und zu Beeinträchtigungen führen kann, die in leichteren Fällen zu einer seelischen Verstimmung bis hin zu einer seelischen Verdauungsstörung, in ernsthaften Fällen oder lang anhaltend zu Erkrankungen, teilweise sogar chronischer Natur, führen können.<br>Die aufgenommen Sinneseindrücke werden dann durch den seelischen Verdauungsapparat geschleust, wobei im Idealfall die notwendigen und für die seelische Entwicklung positiven Bestandteile abgetrennt und der Verwertung zugeführt werden, während die negativen und schädlichen Eindrücke zur Ausscheidung geführt werden. Hier sind wir unmittelbar im direktem Verdauungsprozess der Psyche angekommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zumeist werden die verschiedenen Verdauungsstörungen, die sich in diesem Prozess bilden, durch die klassischen Schulen der Psychotherapeutik erkannt und behandelt. Im Vergleich ist der klassische Therapeut der Gastroenterologe der Psychologie, da er sich mit der Trennung der Wirkstoffe der seelischen Impulse beschäftigt und versucht, dass innere Gleichgewicht der „Nahrungsaufnahme“ wieder in ein funktionales Prozedere zu leiten. <br>Allerdings bildet die klassische Psychotherapie, aber auch die Verhaltenstherapie zwar eine gute Kenntnis der zweiten Phase der Verdauung ab, arbeitet aber selten bis gar nicht mit der dritten Phase der Verdauung. Im schlimmsten Fall strebt die klassische Psychologie danach, alles zu verdauen und unterschlägt den notwendigen Ausscheidungsprozess der unverdaulichen Komponenten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nähern wir uns nun der proktopsychologischen Arbeit, betrachten wir den dritten Teil des Verdauungsprozesses. <br>Hier sind wir nun im Mastdarm und Enddarm der Seele.<br>Die Aufgabe des Intestium Rectums, auch kurz als Rectum, Mastdarm oder auch Schlackdarm bezeichnet, ist die Speicherung von Verdauungsendprodukten, die zur Ausscheidung vorgesehen sind. An den Mastdarm schließt der Analkanal an, der das Rektum, also das Enddepot, mit dem After, also dem Ausgang, verbindet und über ein System von Schließmuskeln gemeinsam mit dem Mastdarm als „Endlager“ unserer Verdauungsprodukte über den richtigen Zeitpunkt zur Ausscheidung befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gehen wir jetzt wieder zu dem Bild unseres psychischen Körpers, werden wir sehen, dass auch die Seele über ein Depot verfügt, in dem alle jene ausgesonderten Eindrücke und Emotionen gelagert sind, bis es möglich ist, diese gefahrlos aus dem System zu defäkalisieren.<br>Bei dem psychisch erkrankten Menschen kann es nun zu verschiedensten Störungen in diesem Prozess der Loslösung kommen. Im Prinzip steht hier schon fest, dass es sich um Wahrnehmungsendprodukte handelt, die zwar zur Ausscheidung vorgesehen sind, aber entweder im falschen Maße oder zur falschen Zeit abgesondert, oder auch nicht abgesondert werden. Es handelt sich im wahrsten Sinne um ein seelisches Entsorgungsproblem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die äußeren Konflikte dieser Entsorgungsproblematik liegen in dem Umstand, dass wie bei der rein physischen Entsorgung der Verdauungsreste die gesellschaftlichen Umstände eine enge Vorgabe zur &#8222;richtigen&#8220; gesellschaftskonformen Ablösung vorsieht. So mag der seelische Fäkalisierungsprozess an falscher Stelle genauso Unbehagen und Beklommenheit in der Umgebung erzeugen, wie es beim<br>sogenannten Stuhlgang der Fall ist. Das gesellschaftliche Problem verschärft sich dadurch, dass die angemessenen Orte zum seelischen Stuhlgang im Gegensatz zur physischen Kotabgabe nicht durch spezielle Räumlichkeiten gekennzeichnet sind, so dass der seelisch kranke Mensch im wahrsten Sinne des Wortes stets auf der Suche nach dem „passenden Gebüsch“ ist, um sich gesellschaftskonform Erleichterung zu verschaffen.<br>Hinzu kommen die inneren Probleme, die sich aus dem Maß der Ausscheidung ergeben. So ist bei manchen die Ausfuhr der ungewollten Eindrücke zäh und breiig oder gar flüssig wie bei einer Diarrhö, oder verhärtet und schmerzhaft, einer Verstopfung gleich. <br>In beiden Fällen kann der Druck auch mit ungewollten verbalen Flatulenzen einhergehen, die der Umwelt unmissverständlich, aber leider auch nicht gesellschaftskonform die umgangssprachlich „stinkige“ Laune des Betroffenen aufzeigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollten diese Ausscheidungsproblematiken länger anhaltend sein, kann es zu schweren Symptomen wie sozialem Rückzug, Unsicherheit, Medikamentenabhängigkeit und vielen anderen kommen.<br>Der Sinn der Proktopsychologie besteht darin, gezielt an dem Problem anzusetzen und somit bildhaft das Problem von der anderen Seite aus anzugehen und durch eine Regeneration des rektalen Bereichs der Seele und Förderung eines konformen Ausscheidungsprozesses, die Herstellung einer vernünftigen seelischen Darmflora wieder zu erlauben und somit die klassische Psychologie zu erweitern, zu ergänzen<br>und letztendlich zu vervollkommnen.<br>Gleich dem physischen Körper entspannt und fokussiert eine fachgerechte Ausscheidung den seelischen Körper und sorgt für innere Ausgeglichenheit.<br>Somit wird die Lücke geschlossen und der gesamte Prozess der seelischen Verdauung kann durch fachgerechte Psychotherapie gezielt in ein Gleichgewicht gebracht werden. <br>Daher ersetzt die Proktopsychologie auch weder die klassische Psychotherapie, die sich verstärkt mit der Aufnahme beschäftigt, oder die Verhaltenstherapie, die sich mit der klassischen Verdauung auseinandersetzt, sondern ergänzt diese beiden Disziplinen durch den notwendigen und lange vergessenen dritten Teil, der hilft, der gesunden Verdauung unserer Seele Vorschub zu leisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Im Sinne einer guten seelischen Verdauung,</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>T.M. Dürholt proktopsychologischer Therapeut <br>Kempen den 11.10.2021</p>
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		<title>Weihnachtliche (Vor-) Freude ?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Dec 2020 11:24:25 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Mausebär (td) beschreibt in diesem Beitrag seine emotionalen Verwerfungen zur Weihnachtszeit und verabschiedet sich in sein weihnachtliches Depressionsloch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie jedes Jahr steht Weihnachten vor der Tür. Der vierte Advent hat sich bereits erledigt und die Weihnachtsfeiertage rücken in greifbare Nähe. Doch ist es mir gerade nicht nach einem Weihnachtsgruß zumute&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich gebe unumwunden zu, ich bin ein Weihnachtsmuffel. <br>Es geht mir weniger um die religiöse Bedeutung des Festes, worüber ich Bände erzählen könnte. Die Tradition gefällt mir schon nicht, aber wie ich immer gerne betone, sollte man über Glauben und Religion nicht streiten, denn das führt zu nichts. <br>Doch selbst als Weihnachtsverweigerer gab es bis jetzt immer einen Teil in mir, der sich beeindrucken ließ. Es war die besondere Stimmung, das gute Essen, die Vorfreude…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Jahr ist alles anders. Ich schaue aus dem Fenster und sehe in einen verregneten, grauen Himmel. Ich sehe karge, kahle Bäume und leere Straßen. Ich höre das Geräusch einer Kreissäge von einer nahen Baustelle und das einsame Bellen eines einzelnen Hundes. <br>Es ist, kurz gesagt, eine trostlose Stimmung. Kein Gefühl von Besinnlichkeit. <br>Das jährliche Schlemmen wird ein wenig eingeschränkter ausfallen. Zwar habe ich Kekse gebacken (doch mehr aus Frust als aus Lust) und meine Mutter will etwas leckeres für uns kochen, dennoch habe ich vor mich dieses Jahr in Grenzen zu halten und nichts scheint mich davon abhalten zu wollen. Vernunft vor Freude. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und da sind wir auch beim nächsten Thema. Aus der weihnachtlichen Geselligkeit wird dieses Jahr ein einsames &#8222;zuhause abhängen&#8220;. Dank den diversen Streamingdiensten bin ich nicht auf das weihnachtliche Fernsehprogramm angewiesen, dennoch werden meine Weihnachtsferien ein mehr oder weniger einsames „Vergnügen“ in meinen vier Wänden.<br>Dank Verordnungen kann ich die Zeit weder für meine Hobbys noch für meine Freunde nutzen und meine wesentlichen sozialen Kontakte bleiben in meiner sehr kleinen Familie und dem „Hauspersonal“, sprich den Pflegepersonen meiner Frau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Kind habe ich mich natürlich auf die Geschenke gefreut. <br>In meinem Regal steht ein Päckchen von zwei lieben Freundinnen von mir und eine Lage Schokolade von einem gutem Freund. Ansonsten erlässt mir meine Mutter einen Teil meiner Schulden bei ihr, so dass sich auch hier wieder zeigt, was ich für ein erfolgreiches und produktives Leben führe. <br>Gerne würde ich viele Leute beschenken, doch mein Kontostand erlaubt mir noch nicht einmal, mich selber mit einer Kleinigkeit zu erfreuen. Ich habe gerade genug Kröten um über den Monat zu kommen, in Vorfreude auf den Januar, in dem wieder Rechnungen ohne Ende rein flattern. <br>Ansonsten bekomme ich dutzende Online- Werbegeschenke in Form von Rabatten, die ich nie nutzen werde, da ich mir den Kram noch nicht einmal rabattiert leisten kann (geschweige denn will). <br>Nie wird mir meine materielle Unzulänglichkeit so deutlich, wie in diesen Tagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke, dieses Jahr bekomme ich vom Weihnachtsmann ein besonderes Geschenk, denn die depressive Verstimmung an den dunklen Tagen, wird dieses Jahr engagiert durch Corona verstärkt und da meine Silvesterparty ja auch ins Wasser fällt (Schnee wird es ja auch nicht geben), schließe ich jetzt schon gedanklich mit diesem doofen Jahr ab, lege mich in mein Bett und ziehe meine Decke über den Kopf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das war es vom Mausebär in 2020. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In 2021 werde ich mich wie ein Phönix aus der Asche erheben, nur um wieder auf den harten Boden der Realität zurück geknüppelt zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber schon Nietzsche wusste zu sagen, dass was uns nicht umbringt, uns lediglich härter macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es bleibt mir nur zu sagen, dass ich hoffe, dass ihr diese trostlose Zeit der sozialen Wüstenbildung einigermaßen gut übersteht und wir uns im nächstem Jahr wieder in irgendeiner Form wahrnehmen werden (wer weiß, was bis dahin erlaubt ist oder nicht).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer, ab jetzt tief in seine Höhle verkrochene und in Decke eingemummelte Mausebär</p>
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