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	<title>Diskussion &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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	<description>Selbsthilfe, Genesungsbegleitung und Betroffenenbeteiligung</description>
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	<title>Diskussion &#8211; Erfahrungsexperten am Niederrhein</title>
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		<title>Brauche ich &#8222;verbale Fastenzeit&#8220;?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2020 11:05:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
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					<description><![CDATA[Der heutige Beitrag vom Mausebär (td) beschäftigt sich mit einigen reflektiven Gedanken über das Diskussionsverhalten vom Mausebär.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der heutige Beitrag vom Mausebär (td) beschäftigt sich mit einigen reflektiven Gedanken über das Diskussionsverhalten vom Mausebär.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich hatte ich heute vor, wieder einen bedeutsamen und philosophischen Text mit Wortanalyse und Ähnlichem zu schreiben, doch während meiner kleinen Recherche befiel mich plötzlich ein herber Anfall von Unlust. <br>Es ist mir nicht einmal richtig klar warum, aber es fühlt sich nicht richtig an. <br>Irgendetwas blockiert mich heute vehement bei dem Versuch, den Pädagogen raushängen zu lassen und meinen Lesern zu neuen bahnbrechenden Erkenntnissen zu verhelfen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist es die Einsicht, dass nicht alle meine geistigen Konstrukte wirklich wichtig sind, denn, ehrlich betrachtet, ist viel davon einfach Spielerei. <br>So wie andere Menschen in ihrer Freizeit irgendwelche Automodelle zusammenkleben, so setze ich in meinem Gehirn Denkmodelle zusammen. Obwohl diese, dank langjähriger Erfahrung, relativ kunstfertig sind und ich sie in mühsamer geistiger Arbeit auch fast perfekt gestalte, bleiben es dennoch Spielzeuge. <br>Das würdigt meine Ideen nicht herunter, denn unter interessierten Hobbyisten kann ich diese prachtvoll gestalteten Objekte meiner Imagination durchaus zum gemeinschaftlichen Genuss präsentieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es mag dem ein oder anderen Menschen Spaß machen, meine Sammlung interessanter Theorie und Ansichten zu bewundern und sich eine Zeitlang damit zu beschäftigen, aber was nicht wirklich fair gegenüber meinen Mitmenschen ist, beginnt dort, wo mein Eifer mich über die Stränge schlagen lässt. <br>Es ist mir schon oft in meinem Leben passiert, dass ich Menschen kennengelernt habe, die so ausschließlich von einer Sache eingenommen waren, dass sie sich in keinem Fall mit etwas anderem auseinandersetzen konnten. Egal über welches Thema man spricht, der Feuereifer desjenigen lenkt das Gespräch immer wieder auf das eine Thema &#8211; und dann wird wild drauflos erzählt, ohne Rücksicht auf Verluste. <br>So sehr ich es liebe, Menschen zu begegnen, die für ein Thema mit innerer Flamme brennen, es gibt immer wieder Zeiten, wo ich für diese Herzensthemen nicht offen bin. <br>Diese Tage, an denen ich es nicht mehr hören kann und mir eine Person echt zu viel wird. Oder die Situation, dass ich mich mit einer Person über sein „eines“ Thema nicht mehr unterhalten möchte, weil ich von den fanatischen Überzeugen, gepaart mit Expertenwissen, einfach erschlagen werde und mir eine Meinung aufgedrängt wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon immer war ich ein Mensch, der seinen eigenen Weg finden wollte. Indoktrination und feste Regeln waren mir immer ein Gräuel. <br>Das liegt wohl daran, dass ich schon immer ein Wesen war, das nach den Zusammenhängen suchte. <br>Auf meiner Suche nach den inneren Erleuchtungsmomenten habe ich aber etwas Wichtiges auf der Strecke gelassen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Jahrzehnten bin ich ein großer Verfechter der Freiheit von Gedanken, Meinung und Wort. Nicht etwa, weil ich ein guter Mensch bin, der sich eine bessere Welt wünscht, sondern weil ich ein Gedankenjunkie bin, der es braucht, in gewagten geistigen Konstrukten alles in Frage zu stellen. Es ist mir wichtig, dass ich hinterfragen darf, um mir meine eigene Meinung zu bilden. <br>Dabei vergesse ich aber, dass es Menschen gibt, die anders funktionieren. <br>Während ich es liebe, alles in Frage zu stellen und mich immer wieder auf die Suche nach einer „höheren Wahrheit“ begebe, haben andere diese entweder schon für sich gefunden und sind mit den Dingen einfach zufrieden, oder möchten an solchen Dingen einfach nicht rühren. Nach dem, was ich mal gelernt habe, aber bis jetzt häufig vergesse anzuwenden, braucht jeder Mensch ein festes Gerüst aus Gewohnheiten, Ritualen und Glaubenssätzen. <br>Dinge, an denen wir uns, in einer sich ständig verändernden Umwelt, orientieren können. <br>Egal, ob man von seinem „inneren Kompass“, der persönlichen „Ethik“, seiner „Moral“, dem „Gesunden Menschenverstand“ oder einem der anderen gefühlten tausend Begriffen spricht, gemeint ist im Kern das Gleiche: Ein Stück Verlässlichkeit und Sicherheit in unserem Leben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es fällt mir schwer, zu analysieren, was in meinem Leben schief gelaufen ist, aber mir fehlt dieser Anker. Im Prinzip besitze ich kein wirkliches Vertrauen und hinterfrage selbst die einzige Person, die mich eigentlich kennen sollte, nämlich mich selbst. <br>Während ich täglich versuche, mich erneut zu testen und immer wieder mit neuen Erkenntnissen und Ideen spiele, zerschmettere ich jede Menge Porzellan bei Anderen.<br>Meinen Drang, nichts zu akzeptieren, was nicht gründlich von mir geprüft wurde, sehen viele Leute als sowohl provokant wie arrogant an. Meist bin ich davon verwundert, weil ich nur die Dinge von verschiedenen Seiten ausprobieren möchte, aber zu leicht vergesse, dass, wenn ich einen Gedanken meinem Belastungstest aussetze, sich meistens der Urheber dieses Gedankens davon angegriffen fühlt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis vor kurzem war ich davon überzeugt, dass meine solche Art einem gewissen Selbstschutz erwächst, aber nach einer hervorragenden Diskussion im Kreise wohlmeinender Menschen komme ich langsam auf einen anderen Gedanken. <br>Darauf hingewiesen, dass ein beständiger Angriff nur zur Eskalation führt und keine gute Verteidigung darstellt, musste ich ein ernsthaftes Wörtchen mit mir reden. <br>Mein inneres Verteidigungsministerium war davon nicht gerade begeistert, waren sich doch alle Beteiligten keiner Schuld bewusst. Mein Kurs lag in der Verantwortung zweier anderer Mitspieler meines inneren Teams. <br>Zum einen war da die unstillbare Neugier, die wie ein Safeknacker alle Schichten meines Gegenübers aufbrechen wollte, um einen Blick in das tiefste Innere meiner Mitmenschen zu erhaschen und das Mittel der Provokation als eine Art Ablenkung verwendete, zum anderen spielte auch die Eitelkeit eine große Rolle. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon als Kind konnte ich mit meinem Verhalten Menschen provozieren und manipulieren. Das brachte mir Aufmerksamkeit. <br>Dieses Verhalten wurde mir nie wirklich abtrainiert, da sich weder in meiner Kindheit noch Jugend jemals ein Mensch mit meinem Selbstwertgefühl beschäftigte. <br>Lange Jahre war ich Clown, Provokateur, Schauspieler und ähnliches, um Anerkennung zu bekommen &#8211; und sei es auch negative. <br>Tatsächlich suchte ich sogar verstärkt nach der negativen Anerkennung, da es meinem eigenem Weltbild entsprach. <br>Obwohl ich ein Narzisst bin, machen mir Komplimente Angst. Vor allem, weil sie in entscheidenden Momenten meiner Entwicklung immer mit einem „Aber“ verbunden waren. <br>Es ist noch heute so, dass ich mich als extrem untalentierten Menschen sehe und ständig eifersüchtig auf andere Menschen, sowie auf deren empfangene Anerkennung, bin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist mir klar, dass dieses Gedankenbild in erster Linie falsch ist und mir in zweiter Linie nur schadet, aber es ist schwer, aus Denkfehlern wieder auszusteigen, vor allem, wenn es mir schwer fällt, Fehler zu akzeptieren. <br>Mir wurde am Wochenende mal wieder klar, wie sehr ich auf dem Weg zu dem Menschen, der ich gerne wäre, noch am Anfang stehe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In letzter Zeit habe ich viel nach hinten geblickt und war erstaunt, dass ich es geschafft habe, einen Hügel zu erklimmen, doch gestern sah ich mal wieder das Bergmassiv, das vor mir liegt. <br>Es ist nichts, was mich entmutigt oder aufhält, aber ein Anblick, der mich erneut Demut lehrt. <br>Mein eigener Weg zur letztendlichen Recovery liegt noch vor mir und zeigt mir deutlich eine neue Grenze, dahingehend, dass ich mich nicht als der Weisheit letzter Schluss, oder als der große Erklärer aufspielen sollte, wo ich doch nicht mehr weiß, als andere Menschen in meiner Umgebung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wahrscheinlich brauche ich jetzt erst mal eine Zeit der Verdauung und auch der Selbstbetrachtung, um mir zu überlegen, wie ich die nächsten Schritte angehe und wie ich es schaffe, meinen Mitmenschen jene Achtung und den Respekt entgegenzubringen, welchen sie auch verdienen. <br>Wahrscheinlich sollte ich mir selber eine Art „Diskussionsfasten“ auferlegen, um mich wieder darauf zu konzentrieren, was bei mir selber los ist. Nicht immer anderer Leute Probleme von allen Seiten betrachten und zerreden, sondern mich einfach mal zurückziehen, um das Zuhören wieder zu erlernen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um mit dieser klugen Idee gleich ganz literarisch zu beginnen, verabschiede ich mich für heute mit Shakespeares berühmten Worten:<em> „… und der Rest ist Schweigen.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer Mausebär (td)</p>
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		<title>Zeit für Geselligkeit &#8211; Aber wann feiern wir dann?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2020 04:55:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Argumentation]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Feiertage]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Austausch mit Gandalf geht in in eine weitere Runde und der Mausbär (td) widmet sich im heutigen Beitrag seinen Argumenten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Austausch mit Gandalf geht in in eine weitere Runde und der Mausbär (td) widmet sich im heutigen Beitrag seinen aktuellen Argumenten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Beitrag <a rel="noreferrer noopener" href="https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/tankpause/" target="_blank">„Tankpause</a>“ hat sich             &#8211; genialerweise &#8211; Gandalf gleich noch einmal zu Wort gemeldet mit mehreren interessanten neuen Argumenten für seine Position:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Zeit für Rituale, Feste und Geselligkeit.<br>Ja. Das sind wichtige dinge.Man sollte sie nicht vergessen.<br>Denn bei diesen Gelegenheiten Tanken wir Kraft.<br>Wie du schon im vorherigen Beitrag richtig bemerkt hast,sind die meisten Feiertage Religiöse-Christliche Feiertage.<br>Wir wollen jedoch keine Religiös Basierte Diskussion führen,wir würden uns nur gegenseitig die offenen Scheunentore ein rennen.<br>Im laufe der letzten mindestens 50 Jahre,hat sich das Verhältnis der Bevölkerung zu diesen Religiösen Ritualen Sehr,sehr Stark verändert,so das die meisten Leute nicht mehr wissen was da gefeiert wird.(Pfingsten ist übrigens der Tag an dem der Heilige Geist sich auf die Jünger Jesu/Apostel übertrug und sie mit allem ausstattete das sie zur Missionierung brauchten)<br>Also ist man dazu über gegangen so ziemlich jeden Feiertag Zweck zu entfremden. Wodurch sich „neue“ oder stark veränderte Rituale heraus gebildet haben,die jedoch nicht weniger Wichtig geworden sind,auch und besonders in Wirtschaftlicher Hinsicht. Gastronomie und Tankstellen,Profitieren besonders davon.<br>So hat sich die Bevölkerung neue Möglichkeiten geschaffen die Feiertage zu genießen und somit Kraft und Ruhe zu Tanken.<br>Denn wenn ich von Ruhe gesprochen/ geschrieben hab ,dann ist es genau das was ich gemeint hab.Kraft Tanken. Ob durch Ruhe oder gemeinsame Unternehmungen spielt dabei keine Rolle.<br>Durch die Kalendarische Fixierung dieser Tage sind sie leichter Planbar,und können wenn gewünscht in größerem Rahmen( ich mein mehr Leute) satt finden.<br>DAS. Ist es was ich zum Ausdruck bringen wollte.</p><cite>Gandalf, alias Udo Klingen, aus seinem Kommentar zum Beitrag &#8222;Tankpause&#8220; von td</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind damit im Prinzip schon derselben Meinung, dass es Tage geben sollte, an denen man Kraft aus der Gemeinschaft schöpfen kann, unabhängig davon, ob wir diese jetzt als Rituale, Feiern oder anderes begehen. <br>Dass wir Ruhetage ebenso nötig brauchen, ist ebenfalls unstrittig. <br>Ich freue mich auch, dass wir nicht über den Sinn oder Unsinn, Feiertage religiösen überlieferten Begebenheiten zuzuordnen, streiten wollen. Da bin ich ganz bei Gandalf, das führt höchstens zu Unmut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Streitpunkt bleibt die gesellschaftliche Fixierung im Kalender. Da sind wir grundsätzlich anderer Meinung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich kurz Gandalfs Argumente zusammenfassen darf, wie ich sie verstehe:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Das System der Feiertage funktioniert, auch wenn es nicht mehr dem ursprünglichem Sinn dient.</li><li>Die Feiertage bilden Fixpunkte für gemeinsame Termine, weil an dem Tag alle Beteiligten Zeit haben.</li><li>Feiertage erleichtern die Planung von gemeinsamen Aktivitäten.</li><li>Wirtschaftszweige profitieren von den fixen Feiertagen.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hoffe, ich habe das so richtig verstanden, ich lasse mich da gerne berichtigen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wie sehe ich diese vier Punkte?</h4>



<h5 class="wp-block-heading"><em>Das System der Feiertage funktioniert, auch wenn es nicht mehr dem ursprünglichen Sinn dient.</em></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Das sehe ich als ein Argument der Bequemlichkeit. <br>Dass sich das System der fixen und vor allem einheitlichen Feiertage nicht bewährt hat, zeigt sich doch recht deutlich an dem verändertem Verhältnis in der Gesellschaft. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><em>Wäre das System funktional, würden die Menschen die Feiertage nicht für andere Dinge nutzen. </em></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Dass sich die Feiertage heimlich zu festgelegten Urlaubstagen, an die ein großer Teil der Bevölkerung gebunden ist (nicht alle, denn manche arbeiten an Feiertagen), gewandelt hat, ist genauso mysteriös wie der Umstand &#8211; der mich schon in der Schule störte &#8211; dass Kinder anderer anerkannter Religionsgemeinschaften zusätzliche Feiertage bekamen. Das finde ich einfach unfair. <br>Die „neuen Rituale“, wie Vatertag oder „Maidemonstrationen“ ganz in Ehren, aber hat das noch seinen eigentlichen Sinn? <br>Nur, weil die Gesellschaft ein geeignetes Improvisorium gefunden hat, heißt das noch lange nicht, dass wir nicht eine bessere Lösung anstreben dürfen.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><em>Die Feiertage bilden fixe Punkte für gemeinsame Termine, weil an dem Tag alle Beteiligten Zeit haben.</em></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Beteiligten haben Zeit, außer den Menschen, die am Feiertag arbeiten müssen/dürfen, also die &#8222;systemrelevanten&#8220; Menschen. <br>Außerdem sind da noch jene Menschen, die mehr als einen Bekanntenkreis haben, welche um gemeinsame Aktivitäten an den Feiertagen konkurrieren. <br>Schon als Kind hörte ich da so manches mal &#8222;Da habe ich keine Zeit, da bin ich schon verabredet.&#8220;.<br>Feiertage sind heiß begehrt in manchen Bekanntenkreisen. Da ist es leichter, einen Termin an „normalen Tagen“ zu finden, da die andere Mitmenschen an den Feiertagen schon verplant sind oder sich den Tag mal als Ruhepause gönnen wollen.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><em>Feiertage erleichtern die Planung von gemeinsamen Aktivitäten</em></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Dass sich ein Problem ergeben wird, Feierlichkeiten zu organisieren, glaube ich eher nicht &#8211; im Gegenteil. <br>Die fixen Anlässe bleiben ja bestehen, aber während sich der gläubige Christ mit anderen Gleichgesinnten an Pfingsten einen Feiertag nimmt, um gemeinsam in der Gemeinde zu feiern, macht es der Heide vielleicht zur Sommersonnwende, um mit Gleichgesinnten am Lagerfeuer zu stehen (was der Christ wiederum zu Ostern macht). Der &#8222;Nerd&#8220; hat trotzdem fix am 4.Mai den Starwars-Tag. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch heutzutage organisieren sich Events und Veranstaltungen abseits von staatlich verordneten Tagen und Veranstalter versuchen zwar, durch geschicktes Planen im Kalender, ihr Angebot für möglichst viele zu öffnen, daher am Feiertag, wenn viele Zeit haben, treten dadurch aber auch stets in Konkurrenz mit anderen Veranstaltungen. <br>Einfaches Beispiel: <br>Wie oft wird eine &#8222;wichtige&#8220; Geburtstagsfeier, gemeint ist hier: zu einem &#8222;runden&#8220; Geburtstag, zwei bis drei Tage nach hinten verschoben, um an einem Wochenende oder Feiertag zu feiern. <br>Dort konkurriert das verschobene Ehrendatum mit vielen anderen Veranstaltungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das behindert eher die Planung, denn Veranstaltungen und Feiern sind nicht mehr anlassbezogen im Kalender verankert, sondern auf die Feiertage fixiert. Dort konkurrieren sie, wie schon erwähnt, mit anderen Veranstaltungen. <br>Jede Art von Zusammenkunft wird vorher geplant. Da ist es doch egal, ob man sagt „Wir treffen uns zu Pfingsten.“, oder „Nimm dir am x-ten Juni nichts vor, da machen wir unser jährliches Treffen.“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Rituale können entsprechend geplant werden, nach den Vorlieben der Beteiligten. <br>Ich persönlich denke, dass die einzelnen Festlichkeiten nicht nur wie gewohnt stattfinden, sondern sogar intensiver und besser besucht werden. </p>



<h5 class="wp-block-heading">Die Tatsache ist, wir machen keine Veranstaltungen, weil ein Feiertag ist, sondern wir legen unsere Veranstaltungen auf Feiertage, weil da viele Menschen Zeit haben. </h5>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte man aber flexibel seine Feiertage selbst wählen können, kann man sich aus dem herrlichen Angebot des Eventkalenders die Tage aussuchen, an denen man sich an etwas beteiligen will und macht dort einen Feiertag. </p>



<ul class="wp-block-list"><li>„Deine Lieblingsband kommt oder ein Festival ist geplant, mache einen Feiertag“ </li><li>„Oma wird 99 Jahre alt und feiert im großen Stil, nimm Dir einen Feiertag“ </li><li>&#8222;Deine Gemeinde trifft sich, um einem religiösen Anlass zu gedenken, nimm Dir einen Feiertag“</li><li>“Deine blöden Nachbarn feiern ihren 30. Hochzeitstag, geh arbeiten und spare Dir den Tag für einen besseren Anlass“</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird somit weniger Überschneidungen geben und Termine können sogar besser geplant werden, da man den passenden Tag für den Anlass wählen kann.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><em>Wirtschaftszweige profitieren von den fixen Feiertagen</em></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Ja und Nein. Logisch ist, dass zurzeit sowohl Gastronomie, als auch Industrie von Feiertagen profitieren, allerdings hat das auch seinen Preis. Neben den hohen Feiertagszuschlägen bei den systemrelevanten Tätigkeiten oder im Schichtdienst kommt es auch zu Engpässen. Wenn sich 15 verschiedene Leute einen bestimmten Feiertag für ihre Hochzeitsfeier ausgesucht haben, da Feiertags ja die meisten Gäste frei haben, dann kann eine Gastronomie nur einen Auftrag annehmen und die anderen wechseln zur Konkurrenz (oder den Feiertag). Der Gastronom verliert somit 14 Aufträge. Nicht gerade förderlich für das Geschäft. Auch die erhöhten Preise an Feiertagen dienen dem finanziellen Ausgleich der höheren Kosten und bringen kaum Gewinn. Der Verkauf bestimmter Produkte zu festgelegten Anlässen belastet die Produktion, den Güterverkehr und so weiter. Diese Anlässe zu dezentralisieren, bedeutet bessere Logistik und gleichmäßigere Gewinnverteilung. Denn nur, weil ein fiktiver Herr Mustermann mit seiner Familie zu drei Feiertagen im Jahr in sein Lieblingsrestaurant geht, bedeutet das bei weitem nicht, dass Herr Mustermann bei frei wählbaren Feiertagen nicht weiterhin an drei selbstgewählten Feiertagen mt seiner Familie dieser Tradition frönt, nur halt nicht an den gleichen Tagen wie der ebenfalls fiktive Herr Beispielsweise. Es leidet nur die Grußkartenindustrie, aber darum mache ich mir keinerlei Sorgen, die finden ein neues Betätigungsfeld.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Soweit meine Meinung zu den Gegenargumenten. Es macht mir Freude, mich geistig mit dem Gedanken zu befassen und ich genieße die fruchtbare Diskussion. Es sind auch gerne andere Leser eingeladen, sich zu beteiligen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer Mausebär (td)</p>
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			</item>
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		<title>Tankpause</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2020 14:53:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhepausen]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum ersten Mal schreibt der vor Vorfreude ganz kribbelige Mausebär (td) eine Antwort auf einen Kommentar, als Beitrag.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Alle machen jetzt nochmal Pipi, bekommen ein Eis und dann geht&#8217;s ab ins Auto und weiter.</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Zum ersten Mal schreibt der vor Vorfreude ganz kribbelige Mausebär (td) eine Antwort auf einen Kommentar, als Beitrag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade wollte ich ein paar Zeilen, als Antwort auf einen Kommentar von Gandalf, zu meinem letzten Beitrag schreiben. Aber meine Gedanken uferten dermaßen aus, dass ich diese Antwort als heutigen Beitrag verwende. <br>Auch, und gerade, weil der sehr ausführliche Kommentar mich sehr berührt hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum einen wurde endlich meine oft ausgesprochene Einladung zur Diskussion angenommen und zum anderen war es eine sehr ausführliche Kritik an meinem letztem Beitrag. <br>Den Beitrag findet man unter dem Titel<a rel="noreferrer noopener" href="https://erfahrungsexperten-niederrhein.de/textament-wider-traditioneller-feiertage/" target="_blank"> „Textament wider traditioneller Feiertage“</a> und den entsprechenden Kommentar gleich darunter. <br>Beides werde ich, wenn überhaupt, nur auszugsweise zitieren und überlasse dem geschätzten Leser selbst die Arbeit der Recherche, denn es lohnt sich, Beides vollständig zu konsumieren. Daher will ich Niemanden dieser Freude durch schnödes Vorkauen berauben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich geht es bei der Kritik um die benötigten Ruhepausen. <br>Das wir Ruhepausen brauchen, wage ich nicht zu bestreiten, kenne ich das Problem doch selbst hinreichend genug. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Doch was sind Ruhepausen? </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Gandalf, der Kommentator, malt das schöne Bild von Tankstellen an der Straße unseres Lebens. <br>Ein Bild, dem ich mich völlig anschließen kann. <br>Nur sollte man vier Faktoren bei diesem Bild nicht unterschätzen. Es gibt nämlich vier Variablen in diesem Gleichnis (nicht Gleichung). </p>



<h4 class="wp-block-heading">Die erste Variable ist die Straße. </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl Gandalf sehr eindeutig, in Bezug auf unsere schnelllebige Zeit, das Bild der Autobahn gewählt hat, so sehe ich doch verschiedene Möglichkeiten, seine Straße des Lebens zu definieren. Nicht jeder Mensch fährt Autobahn. Es gibt auch: </p>



<ul class="wp-block-list"><li>Landstraßen, </li><li>Schnellstraßen, </li><li>Umgehungsstraßen, </li><li>Forst- und Landwirtschaftliche Wege,</li><li>Privatstraßen, </li><li>Einbahnstraßen, </li><li>Wasserstraßen, </li><li>Sackgassen, </li><li>und vieles mehr&#8230; </li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht immer können wir selbst bestimmen, auf welchem dieser Wege wir unterwegs sind. <br>Halten wir uns dabei nicht an die allgemeinen Verkehrsregeln, provozieren wir Stress und Konsequenzen. <br>Interessanterweise stelle ich beim Autofahren fest, dass eine gewisse Ignoranz gegenüber der Straßenverkehrsordnung immer mehr gebräuchlich wird und frage mich, ob dieses Phänomen ebenfalls auf das Bild der Straße, als Lebensweg, übertragbar ist. <br>Ich fürchte, leider ist die Antwort auf negative Weise positiv.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die zweite Variable ist das Fahrzeug. </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, wir sind von Natur aus mit verschiedenen Modellen ausgestattet. Während das eine Auto problemlos im „High-End- Bereich performt“, hat der andere Fahrer das Problem, seine „Nuckelpinne“ verkehrstauglich zu halten. <br>Im Gegensatz zum wahren Leben können wir unser Auto nicht so einfach wechseln. Wir müssen mit unserem „Lebensmodell“ klar kommen. <br>Was wir allerdings können, ist unser Fahrzeug liebevoll pflegen, warten und „tunen“. <br>Wir können uns mit jahreszeitlichen Besonderheiten ausrüsten, ähnlich der Winterreifen beim realen Wagen und zusehen, dass Verschleißteile ausgewechselt werden, sowie Verbrauchsgüter, wie Öl und Benzin, aufgefüllt werden. <br>Wir können uns durch Training, Bildung und Erfahrungen verbessern und somit unser Fahrzeug tunen und, ganz wichtig, die persönliche Ausstattung, die wir uns angedeihen lassen, bestimmen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die dritte Variable ist der Sprit, den wir tanken. </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht jedes Auto läuft mit Benzin, sondern es gibt auch andere Kraftstoffe, die ein Fahrzeug bewegen können. <br>Viele unserer persönlichen Fahrzeuge haben sogar mehr als nur einen Tank. Somit können sie auf verschiedenen Kraftstoffen laufen, obwohl ich glaube, dass die meisten Menschen einen speziellen Kraftstoff bevorzugen. <br>Jeder dieser Kraftstoffe hat seine eigene Art und Dynamik und während der eine Mitmensch halt gerne „vollverbleiten Schlaf“ tankt, hat der andere lieber „Super-Unterhaltung“, oder seinen „Hobby-Diesel“. <br>Mittlerweile auch gerne gesehen sind „Gesellschafts-Gas“ und „Engagement-Strom“ . <br>Manche dieser Kraftstoffe sind gesellschaftlich besser gelitten, andere weniger &#8211; das ist eine Frage des Zeitgeistes und der Mode. <br>Wenn wir den falschen Kraftstoff tanken, kann das Ganze nichts werden, denn der Motor gibt den Geist auf und bedarf einer gründlichen Reparatur.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die vierte und auch letzte Variable ist die Art der Tankstelle. </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Je nach Marke und Betreiber gibt es bei der Wahl der &#8222;Tanke&#8220; signifikante Unterschiede, sowohl im Angebot, als auch in der Preisgestaltung. <br>Während der eine Fahrer seiner „Lieblingskette“ treu bleibt, sucht der Nächste immer wieder nach „Schnäppchen“. <br>Manch einer ist Stammkunde bei „seiner Tanke“, ein anderer nimmt, was gerade da ist. <br>Auch andere Möglichkeiten der zusätzlichen Angebote variieren stark und manchmal suchen wir auch unsere Tankstelle danach aus, ob sie gute heiße Bockwürstchen im Programm hat. <br>Was ich damit sagen will ist, dass Tankstellen zwar an festen Orten stehen, aber dadurch keine Fixpunkte sind. <br>Je nach Tankverhalten und Verbrauch haben wir da extreme Auswahl. <br>Nur die Möglichkeit einer Tankstelle heißt noch lange nicht, dass ich diese auch anfahre, vorher kommt der Check des Tankanzeigers, ob ich sie benötige und die Einschätzung der Tankstelle, ob sie mein Produkt hat. <br>Die meisten Autofahren tanken nur im absoluten Notfall an einer x-beliebigen Tankstelle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich könnte jetzt auch noch etwas über die Finanzierung von Fahrzeug und Kraftstoff sagen, sowie über den Straßenbau, aber beides kann ruhig einen gesonderten Beitrag vertragen &#8211; daher werde ich es vertagen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die freien Tage</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Worauf ich noch eingehen wollte, ist, wie ich diese Tage, die nicht zu unserem (Berufs-) Alltag gehören, definiere, um meinen vorherigen Beitrag verständlicher werden zu lassen.</p>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Ruhetage</strong> – Sind die regelmäßigen Pausen, üblicherweise alle sieben Tage, wie z.B. der Sonntag. Diese Tage sehe ich als den von Gandalf verordneten Fixpunkt zur Regeneration. Auch, wenn ich mich selber viel zu selten daran halte, ist das der Tag, an dem man seine Kommunikationskanäle stark einschränken sollte und auch darf, um sich seinem Selbst zu widmen.</li><li><strong>Privattage</strong> &#8211; In Deutschland oftmals der Samstag, sollte das der Tag für unsere privaten Erledigungen sein. Diese Tage sollten Freunden, Familie, Haushalt und Freizeitvergnügen gehören.</li><li><strong>Urlaubstage</strong> – Das möglichst frei verfügbare Kontingent an Tagen, um dem Alltag zu entfliehen und etwas anderes zu machen. Was einen da am besten hilft aufzutanken, sollte jeder selber herausfinden.</li><li><strong>Krankentage</strong> – Besser auch Rekonvaleszenz-Tage genannt, sind die Tage, die wir brauchen, um uns von Krankheit, Verletzung und ähnlichem zu erholen. Tage, die man nehmen sollte, ohne schlechtes Gewissen zu haben.</li><li><strong>Feiertage</strong> – Tage, an denen man mit Freunden, Familie und/oder Gleichgesinnten, im Sinne eines höheren Gutes, zusammen kommt, um dieses, wie der Name schon sagt, festlich zu begehen. Zeit für Rituale, Feste und Geselligkeit.</li></ul>



<h5 class="wp-block-heading">Ich behaupte mal, damit ein Tag auch wirklich ein freier Tag ist, sollte auch der Zeitpunkt so frei wie möglich zu wählen sein.</h5>



<h4 class="wp-block-heading">Das Problem mit der &#8222;bösen Gesellschaft&#8220;</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke ein Hauptproblem der Gesellschaft ist, dass wir verlernt haben, alle diese Pausen vom Alltag zu nutzen. <br>In unserer heutigen Gesellschaft der „Performer“ ist es halt nicht gut angesehen, wenn man sein Recht auf Ruhe nutzt. <br>In der Hinsicht bin ich ganz bei meinem Kritiker, wir brauchen diese Zeiten und sollten nicht zulassen, dass unsere Leistungsgesellschaft uns diese vorenthält. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Würden wir allerdings endlich die anderen Möglichkeiten der Pausen einfach mal konsequent nutzen und Urlaubstage antreten, Wochenenden einhalten und uns unsere Krankentage gönnen, auch unter Einhaltung von Kommunikationsdisziplin (also Handy aus), dann könnten wir tatsächlich Feiertage für das nutzen, wozu sie gemacht sind, nämlich zum Feiern und Gedenken. <br>Viele Probleme sind hausgemacht, wie z.B., dass wir die wichtigste Möglichkeit unserer digitalen Kommunikation nicht nutzen – ich meine das Ausschalten. </p>



<h5 class="wp-block-heading">Die vielen Möglichkeiten der Erreichbarkeit haben einen Vorteil. Da zitiere ich eine Filmfigur von Dieter Hallervorden: „Schreiben Sie es auf &#8211; ich beschäftige mich später damit!“. </h5>



<h4 class="wp-block-heading">Mein Fazit</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir die Feiertage nicht zurück erobern, verschenken wir unsere anderen freien Tage früher oder später an die Gesellschaft. <br>Daher verweigere ich mich, auch diese Tage, wie von Gandalf gefordert, als Ruhetage zu sehen. <br>Das sind sie in meinen Augen nicht, und sollten es auch nicht sein! </p>



<h5 class="wp-block-heading">Wenn wir zulassen, dass unsere gesellschaftlichen und religiös-moralischen Pflichten sich einen Tag mit unserer benötigten Erholung teilen, dann haben wir ein Problem. </h5>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe nichts gegen fixe Ruhetage, davon sollten wir jede Woche ein- bis zwei haben, aber Feiertage sollten an einen Anlass gebunden sein und der sollte dem individuellen Sinn entspringen (So könnten auch Familienfeste darunter fallen). Genauso sollten der Urlaub oder Krankentage (auch wenn da der Bedarf nicht positiv ist) individuell angelegt werden. <br>Das muss, meiner Meinung nach, eine bedarfsorientierte Verteilung bleiben, bzw. werden. </p>



<h5 class="wp-block-heading">Dann könnte man Urlaub, sowie auch Sonderurlaub, also Tage für außerordentliche Erledigungen halt (Gerichtstermine, Umzüge,etc&#8230;) oder individuelle Feiertage (Religiöse Feiern, Familienfeiern, Politische Aktivitäten), mit einem jeweiligem Kontingent an Tagen ausstatten.</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Eine beispielhafte Lösung wäre:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Ein freier Tag, als Ruhetag, pro Woche (z.B. Sonntag)</li><li>Ein Verfügungstag, für persönliche Verpflichtungen, pro Woche (z.B. Samstag)</li><li>42 Tage Urlaub, pro Jahr (Ohne Einrechnung von freien Tagen und Verfügungstagen, sondern Brutto)</li><li>21 Feiertage, pro Jahr (nach Individuellen Maßstäben und Absprache)</li><li>Benötigte Krankentage, pro Erkrankung (nach ärztlichem Ermessen)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hoffe, dieser Beitrag erklärt meine Position etwas besser. <br>Ich freue mich auf weitere Diskussion und Fragen und denke, dieses Thema hat auch noch viel zu bieten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich danke Gandalf für seine Anregungen, Ideen und Kritiken, denn lernen kann ich nur durch Austausch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer begeisterter Mausebär (td)</p>
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		<title>Diskutieren, wie der Mausebär es mag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thorsten Dürholt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2020 13:05:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Coronatagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mausebärs Philosophien]]></category>
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					<description><![CDATA[Aus gegebenem Anlass formuliert der Mausbär (a.k.a. Thorsten Dürholt) seine Meinung über gute Diskussionen mal auf spielerische Art.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Aus gegebenem Anlass formuliert der Mausbär (a.k.a. Thorsten Dürholt) seine Meinung über gute Diskussionen mal auf spielerische Art.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mal wieder habe ich festgestellt, dass ich irgendwie etwas vermisse. <br>Ich vermisse eine anständige Diskussionskultur. <br>Nicht erst seit gestern, sondern schon eine geraume Zeit, plagt mich das Gefühl, dass meine Mitmenschen keinerlei Gefühl für Gesprächsetikette haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Statt lange herum zu meckern, was ich mich stört, würde ich heute gerne einfach vorstellen, wie ich mir eine gute Diskussion vorstelle. <br>Das dauert nicht lange, ist wahrscheinlich eingängig und jeder, der mich dann demnächst in einer Diskussion genau so behandelt, kommt auf meine interne Liste der coolen Leute, fest versprochen.<br>Um es zu vereinfachen und auch, weil ich die Form aus bekannten Gründen mag, versuche ich mal die  Regeln einer für mich gut geführten Diskussion als Spielregeln zu formulieren.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Spielregeln für das Gesellschaftsspiel „Diskutieren, wie der Mausebär es mag“</h4>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong>Diskutieren, wie der Mausebär es mag &#8211; die Spielregeln</strong></p><p><strong>Spieleranzahl</strong></p><p>Das Spiel kann von 3-8 Personen im Alter von 14-99 Jahren gespielt werden. <br>Theoretisch können auch mehr Spieler teilnehmen, davon rät der Spielentwickler aber unbedingt ab. <br>Regeln für das Spiel mit zwei Personen werden demnächst im Erweiterungsset angeboten.</p><p><strong>Spielvorbereitung</strong></p><p>Das Spielfeld sollte eine gemütliche Situation sein, in der sich alle Personen gegenseitig direkt anschauen können. <br>Es eignet sich hervorragend ein sogenannter Stuhlkreis (dabei stehen die Stühle in einer kreisförmigen Formation mit der Sitzlehne nach außen), oder bei gewünscht weniger Kontakt, eignet sich auch ein einfacher Tisch als Mittelpunkt. <br>Die Umgebung sollte möglichst &#8222;reizarm&#8220; sein, um die Konzentration der Spieler nicht zu stören. <br>Die Mitspieler sollten sich in einer geeigneten Distanz zueinander hinsetzen. <br>Die Empfehlung ist hierbei, so nah aneinander zu sitzen, dass man sich verstehen kann, aber nicht so nah, dass ein körperliches Unwohlsein auftritt. <br>Vom Sitzen auf dem Schoss wird explizit abgeraten.<br>Die Spielrunde einigt sich auf ein Diskussionsthema. <br>Vorgefertigte Themen finden sich in jeder Nachrichtensendung und auch gratis im Internet. <br>Es ist empfehlenswert, dieses Thema schon frühzeitig festzulegen, um den Spielspaß durch passende Vorbereitung zu erhöhen.<br>Aus den Mitspielern wird  ein Spieler bestimmt, der die Rolle des Moderators bekommt. <br>Können die Spieler sich nicht auf einen Moderator einigen, wird der Mitspieler zum Moderator bestimmt, der am Spielort das Hausrecht vertritt. <br>Im Anschluss wird der Startspieler bestimmt. Startspieler sollte möglichst der Mitspieler mit dem Themenvorschlag sein, oder der unerfahrenste Mitspieler.</p><p><em><strong>Spielstart</strong></em></p><p>Der Moderator stellt noch mal kurz das Thema vor. <br>Diese Erklärung darf maximal fünf Sätze umfassen, die jeweils nur drei Nebensätze enthalten dürfen. <br>Sollte der Moderator das nicht einhalten können, muss er beim nächsten mal eine Moderationskarte vorbereiten und seine Einleitung nach dem Ende des Spiels als Protokoll ausformulieren und an alle Mitspieler einzeln in handschriftlicher Kopie überreichen. <br>Dann übergibt der Moderator an den Startspieler. <br>Dieser formuliert dann eine dem Thema entsprechende Aussage, die eine Meinung oder Behauptung, im weiteren als These bezeichnet, enthält. <br>Diese These wird für die gesamte Spielrunde benutzt.</p><p><strong>Spielverlauf</strong></p><p>Die anderen Mitspieler dürfen sich nun eine passende Antwort, im weiteren Spielverlauf Argument genannt, überlegen. Ein Argument muss zwingend eine einzelne, zu der These passende, Aussage enthalten und darf durch eine einfache (also kurze) Erklärung begründet werden. Das Argument darf nach freier Wahl des Mitspielers die These unterstützen oder widerlegen. <br>Der Mitspieler signalisiert daraufhin dem Moderator durch Handzeichen, dass er sein Argument vorbereitet hat. <br>Der Moderator erteilt nun den einzelnen Mitspielern das Wort. Hierbei achtet er auf eine möglichst faire Verteilung der Sprechanteile. <br>Der Mitspieler, der an der Reihe ist, stellt nun sein Argument vor und begründet es mit möglichst wenigen Worten. <br>Der Moderator wiederholt die Argumentation, also das Argument samt seiner Begründung, in eigenen Worten und achtet darauf, ob es eventuelle Verständnisprobleme oder Fragen unter den Mitspielern gibt. <br>Die Mitspieler signalisieren hierbei dem Moderator Verständnis- oder Inhaltsfragen mit einem Handzeichen. <br>Jede Frage sollte mit einem W-Wort beginnen und maximal aus 30 Wörtern bestehen und mit einem Fragezeichen enden. Sollte es Verständnisprobleme geben, werden diese kurz durch den Moderator aufgeklärt. <br>Der Moderator darf zu diesem Zweck die anderen Mitspieler befragen. <br>Auch inhaltliche Fragen zur Begründung dürfen gestellt werden, die der Moderator, oder nach Worterteilung durch den Moderator,  der begründende Mitspieler erklären kann.<br>Danach wählt der Moderator einen anderen Mitspieler aus, der jetzt seinerseits seine Argumentation vorstellt. <br>Wenn alle Mitspieler jeweils ein Argument vorgetragen haben, dann darf der Startspieler noch einmal auf die Argumente eingehen und seine durch die Argumente veränderte These neu vorstellen. <br>Sollte sich der Startspieler entscheiden seine These beizubehalten, oder die Anpassung findet noch nicht das einvernehmliche Einverständnis der anderen Spieler, so wird eine weitere Argumentationsrunde gespielt.</p><p><strong>Das Ende</strong></p><p>Das Ende einer Spielrunde ist erreicht, wenn alle Mitspieler soweit mit der neu formulierten These des Startspielers einverstanden sind, wenn die Mitspieler keine passenden Argumente mehr finden oder nach einer vorherbestimmten Ablaufzeit. <br>Es folgt die Wertschätzung.</p><p><strong>Die Wertschätzung</strong></p><p>Als kooperatives Spiel hat „Diskutieren, wie der Mausebär es mag“ keinen einzelnen Gewinner. <br>Die Spielgruppe gewinnt oder verliert gemeinsam. Der Gewinn des Spieles ist von der sogenannten Wertschätzung abhängig. <br>Im Anschluss an die Spielrunde erteilt der Moderator jedem einzelnen Spieler das Wort. <br>Der Spieler hat nun eine angemessene Zeit, zu erläutern, was er aus der Spielrunde gelernt hat und wie er das Spielerlebnis fand. <br>Hierbei dürfen andere Mitspieler ausdrücklich gelobt werden, aber auch sachbezogen wegen ihres Spielverhaltens (und ausschließlich wegen ihres Spielverhaltens) kritisiert werden. <br>Entsteht durch diese Abschlussrunde ein Gefühl des Wohlseins und der Gemeinschaft, gilt die Spielrunde als gewonnen.</p><p><strong>Achtung!!!</strong></p><p>Beleidigungen, Zwischenreden, Schreien und seine Beiträge oder Fragen nicht kurz zu halten, ist genauso unzulässig wie körperliche Gewalt oder emotionale Erpressung. <br>Der Spielentwickler empfiehlt dringend, bei Zuwiderhandlung mit entsprechendem Mitspieler nicht mehr zu spielen.</p><cite>&#8222;Diskutieren, wie der Mausebär es mag&#8220;, Auszüge aus der Spielanleitung vom Mausebär, erschienen in der Fairbär- Edition des Mausebär-Eigenverlags</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">So, das war es, so stelle ich mir eine gute Diskussion vor. <br>Jeder der jetzt sagt: „Aber Mausebär, du verstößt ja selber dauernd gegen diese Regeln“, antworte ich gerne mit einem: „Da hast Du recht, aber ich würde es gerne lernen dieses Spiel so zu spielen“. <br>Also, wer versucht sich in einer kleinen Partie mit mir?<br>Vielleicht hilft Übung ja?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit spielerischem, aber auch gut argumentiertem Gruß,</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer Mausebär (a.k.a. Thorsten Dürholt)</p>
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