Was soll ich denn mal erzählen?

Was soll ich denn mal erzählen?

So richtig weiß der Mausebär gar nicht, wovon er heute berichten soll – aber ein wenig ist ja immer möglich

Hallo liebe Mausebärfreunde,

Tja, viel hat der Mausebär ja nicht zu berichten. Vielleicht kann ich erzählen dass ich gestern in Tönisberg war, um bei einem treffen teilzunehmen, bei dem Vertreter aller Fraktionen (und Gruppen und Einzelvertreter), also bis auf die eine Fraktion, die niemand mag, anwesend waren. Und es wurde sehr sachlich, vernünftig und menschlich mit einander umgegangen (Ja, in der Kommunalpolitik ist das möglich – sollte also eigentlich auch in der Bundespolitik klappen können).
Okay, wieder zeigte sich, dass uns die CDU nicht mag (also uns Linke), allerdings nicht auf menschlicher Ebene, sondern aus Prinzip. Ich weiß nicht, ob ich diese Unvereinbarkeitsgeschichte so mag, oder als demokratisch empfinde, aber da wir ja selber genauso denken, wenn es um gesichert (oder von mir aus auch verunsicherte) rechtsextreme Parteien geht, muss ich das wohl oder übel akzeptieren.
Ein Mausebär sollte nicht Wein predigen und Wasser trinken (ich mag keinen Alkohol, darum so herum).
obwohl ich ja selber einen kräftigen Schluck Toleranz empfehle, hat auch bei mir die Toleranz irgendwo ein (un)logisches Ende, denn ins eigene Bärenfell schneiden, dass muss ich nun wirklich nicht.
Weil man übrigens das Fell des (Mause)Bären nicht verkaufen soll, bevor er erlegt ist, habe ich auch noch kein Testament gemacht, aber ich habe zur Zeit ja auch weder Erben, noch wirkliche Werte (von meinen Sammlungen, als ideellem wert und meiner Unternehmensbeteiligung an der EaN abgesehen).
Aber zurück zum mausebärigem Ende der Toleranz. Oft habe ich ja schon erwähnt, dass ich einen großen Unterschied zwischen Akzeptanz und Toleranz sehe, der für mich bedeutet, dass ich im sinne der persönlichen Freiheit, nicht alles akzeptieren (also annehmen) muss, aber (fast) alles tolerieren (also zulassen) soll. Tolerieren bedeutet aushalten und ertragen (also von der Wortherkunft, die heutzutage scheinbar wenig menschen noch verstehen).
Wo liegt aber die Grenze des Ertragbaren? Beim Mausebär liegt sie in dem Fall da, wo andere menschen darunter ernsthaft leiden müssen – dass ist nicht auszuhalten, also nicht zu tolerieren.
Spätestens da, wo Menschen zu Schaden kommen, ist die Grenze der Toleranz erreicht, denn darauf haben wir uns als Gesellschaft geeinigt, siehe die Gesetzte zum Thema Nothilfe und so.
Aber auch die Würde des Menschen ist ja per (Grund-)Gesetz geschützt und da braucht es kein Toleranzparadox oder ähnliches, um eine Grenze zu ziehen, wenn die würde von menschen verletzt wird.

Tatsächlich sogar ein Grund, warum ich viele Entscheidungen der Bundesregierung nicht tolerieren kann, denn zum Beispiel verstößt einiges in der Auslegung des Sozialrechtes gegen die Menschenwürde.
Und weil ich Menschen, die anderen Menschen aktiv die Würde und das Recht auf ein (würdiges) Leben verweigern deshalb nicht akzeptieren und teilweise auch nicht tolerieren kann (was ziemlich hart ist-da ich gerne alle Lebewesen tolerieren können würde – perfekte Lebenseinstellung und so), kann ich auch manche Lebensentscheidungen nicht nachvollziehen, wie zum Beispiel in eine gewisse Partei einzutreten, die eine Alternative vorgaukelt. Da disqualifiziert sich der Einzelne schon durch die Mitgliedschaft, so hart wie das auch klingen mag.
Doch auch die CDU macht es einem schwer. Denn die Bundespartei, die sehe ich als äußerst unvereinbar mit all den Werten, für die ich als mensch einstehe, schon allein wegen ihrer zynischen Klientelpolitik und ihr liebäugeln mit der menschen-verachtenden Position ihrer rechten Nachbarn im Bundestag. Allerdings sehe ich da Möglichkeiten, im Rahmen der praktischen, kommunalen Politik, Toleranz zu üben und die dort tätigen Menschen, weiterhin individuell zu betrachten. Letztendlich geht es um die Sache, dass kann ich akzeptieren und somit auch ein paar konservative Ansichten tolerieren, auch wenn diese teilweise doch ganz schön grenz wertig sind.

Letztendlich bin ich gespannt, in wie weit die CDU sich tatsächlich an ihre Nichtvereinbarkeit mit den Blauen hält und ob sie diese genauso vehement aufrecht erhält, wie gegenüber uns Linken. warten wir mal ab…

Bis dann, dann,

Euer Mausebär

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