Inklusion geht alle an!

Sonja und der Mausebär beim Protesttag fzur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Wir sind aktiv mit dabei

Ein Bericht vom Mausebären (Thorsten Dürholt)

Unter dem Motto „Menschenrechte sind nicht verhandelbar! Inklusion geht alle an!“ gab es am 9. Mai zum Europäischem Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung einen Protestzug in Viersen, mit einem Programm auf dem Sparkassenvorplatz.
Mit dabei waren die Vertreter der großen Verbände hier in Viersen, wie die Paritätische, die AWO und die Psychiatrische Hilfsgemeinschaft, aber auch kleinere Anbieter, wie die BIS und diverse Interessengruppen, die Stände aufgebaut hatten.
Auf der Bühne wurde Programm präsentiert und zwischen den Reden von Politik und Engagierten, wurde mit Musik die Stimmung aufgelockert. es wurden Gespräche geführt und Betroffene, Mitarbeitende aus den sozialen Netzwerken und Interessierte kamen zusammen.
Die kommunale Politik war nicht nur durch den Schirmherren der Veranstaltung, dem Bürgermeister Christoph Hopp und den beiden Dezernenten Ertunc Deniz und Jens Ernesti vertreten, die Grußworte sprachen, sondern auch Mitglieder der Parteien DIE LINKE und die Grünen mischten sich unter die engagierten Demonstranten.

Der Hauptgrund des Protest waren nicht nur die drohenden Kürzungen im sozialem Sektor, die mangelnde Transparenz politischer Entscheidungen und die immer mehr wachsende wirtschaftliche Not von betroffenen und den Anbietern von Hilfeleistungen, sondern auch der Umstand, dass wir es nicht zulassen wollen, dass eine Gruppe von Menschen marginalisiert und an den Rand der Gesellschaft (in die Vergessenheit) gedrängt werden. Wir müssen gerade jetzt laut sein, um eine bunte und pluralistische Gesellschaft zu erhalten und sogar zu fördern, denn nur so kann Inklusion gelingen, der Garant für eine stabile, zukunftsorientierte und soziale Gemeinschaft, in der sich zu leben lohnt.
Deshalb waren wir dabei, nicht nur aus Interesse, weil auch unsere Arbeit davon betroffen ist, nicht nur als Betroffene (ich habe ja selber eine Behinderung anerkannt) und nicht nur um politisch Flagge zu zeigen (auch wenn ich politisch aktiv bin), sondern um solidarisch zu sein und zu zeigen, für welche Form von Zukunft wir einstehen.
es ist gerade heutzutage dringend nötig, sich zu informieren (möglichst beriet gefächert und außerhalb seiner Wohlfühlzone), kritisch zu hinterfragen und dann auch weiter zu informieren. Die Menschen im eigenem Umfeld abzuholen und mitzunehmen.
Noch können wir dem was kommt entgegen stehen, noch ist es möglich, sich zu verbinden, um ein besseres Miteinander zu erlangen, deshalb ist es jetzt auch an der zeit, sich zu positionieren und sich gegenseitig zu unterstützen.

Ich bin froh darüber, dass ich gestern dabei war und viele bekannte und neue Gesichter gesehen habe und das wir, als Erfahrungsexperten am Niederrhein dabei sind und uns zeigen, denn wir wollen Inklusion (er)leben…

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