Ende mit Schrecken

Heute ist es spät geworden, bis ich die zeit gefunden habe, mich hinzusetzten und zu schreiben. ehrlich gesagt ist heute soviel auf mich eingeprasselt, dass ich bis vor einigen Minuten ganz verdrängt hatte, dass ich was schreiben wollte.
Ich habe mich ehrlich gefragt, ob ich heute aussetzte und es einen tag einfach mal sein lasse. Eben wegen dem ganzen Stress, der mir auf der Seele liegt.
Ich habe mich dann entschieden (wie man merkt), dass ich auf jeden Fall jetzt etwas schreiben werde, eben wegen dem ganzen Stress der mir auf der Seele liegt.
Vielleicht sogar über den ganzen Stress (oder zumindest Teile davon). Es ist mir ein Bedürfnis , einige der Dinge, die mich belasten einfach loszuwerden.

Gestern hatte ich einen langen (und erfolgreichen) Tag, aber als ich dann Abends müde war wurde ich in eine Diskussion (wenn man es so nennen mag) verwickelt, die mich emotional sehr hart getroffen hat. So hart, dass ich mir noch emotionalen beistand bei einer lieben Freundin holen musste, um meine Perspektive auf die ganze Situation gerade zu rücken.
Es ist still und heimlich (oder eher unheimlich) geschehen. Eine langjährige Freundschaft, die begonnen hat sich aufzulösen (Die Natur der Dinge) wurde abrupt (oder gar nicht so abrupt, sondern jetzt erst für mich nachvollziehbar) so toxisch (wie man heutzutage sagt), dass ich mir nicht mehr zu helfen wusste und dem Rat eben jener besagten Freundin gefolgt bin und mich von der Beziehung gelöst habe.
Sozusagen habe ich einen Schlussstrich gezogen und den beiden ehemaligen Freundinnen von mir die Freundschaft aufgekündigt. Nicht bösartig, sondern so wohlwollend, wie ich es in meiner emotionalen Verfassung formulieren konnte.
Der vorherige Austausch hatte deutlich gezeigt, dass wir nicht mehr auf einer Ebene kommunizieren und die Gegenseitigen Erwartungshaltungen nicht mehr bedienen konnten. Ich fühlte mich beleidigt, missverstanden und angegriffen und das teilte ich mit der „Gegenseite“.
wir konnten einfach nicht mehr wohlmeinend miteinander in den austausch gehen und weiter Missverständnisse häuften sich zu Wut, Verzweiflung und Tränen.

Heute bekam ich dann noch einmal einen langen und sehr anklagenden Text, der mich direkt beschuldigte, ich würde die Schuld immer bei anderen suchen und ich wäre unfair. Es wurde mir gesagt, dass ich meine psychischen Problematiken vorschiebe und als Ausrede benutze und ich sollte mich doch mal gefälligst ändern.
Zuerst wurde ich stinkwütend. Keiner hat das Recht mir zu sagen, was ich an mir ändern muss und mit welchem Ziel und Freunde tun so etwas nicht. Klar darf man mir (mit Erlaubnis) Ratschläge geben, wie ich mich in meiner Zielsetzung optimieren kann, aber nicht mit der verbalen Bratpfanne.
Freunde sind meine Freunde, weil sie mich so mögen, wie ich bin und fordern keine Anpassung meiner Persönlichkeit an ihre Bedürfnisse.
Rücksicht und Umsicht sind noch in Ordnung (und da bin ich meist sehr tolerant), aber irgendwo ist eine Grenze, wo die Kritik zu Ende sein sollte.
Und während ich Arbeit und gleichzeitig einen Stapel Post vom Amt (der ganze Januarquatsch mit diversen Behörden) jonglierte (geistig, so wie körperlich), wollte sich mein Gehirn auch damit auseinandersetzen.
Zum Glück auch wieder mit Unterstützung von wohlmeinender Seite konnte ich das Ganze jetzt zum Abschluss bringen, mich aus dem Chat (bei WhatsApp) lösen, in dem das ganze Dilemma stattgefunden hat und die Dame, mit der die Diskussion so (und nicht zum ersten Mal in letzte Zeit) entgleist ist, blockieren.
Ja, es war nicht die erste hitzige Diskussion, die auch im Anschluss daran, zu Unstimmigkeiten geführt hatte und lediglich mit einem Waffenstillstand beendet wurde. Ich sehe mich dabei nicht als der Aggressor, aber meine Sicht ist da auch höchst subjektiv und daher will ich das gar nicht so hinstellen.
Es geht auch nicht um Schuld, sondern um das Problem, dass eine Annäherung nicht möglich war und jetzt noch weniger ist.

Manchmal muss man einsehen, dass alles ein natürliches Ende hat und dieses Ende akzeptieren. Und so sehr es mich jetzt auch deprimiert, dass eine Freundschaft zerstört wurde (ja, auch durch mich), wird so langsam diese kleine Stimme in mir laut, die mir mitteilt, dass es besser so ist für alle Beteiligten.

Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende, sagt man. Daher komme ich jetzt auch zum ende und verbleibe,

Euer Mausebär

Ein Kommentar

  • Manchmal fällt es schwer loszulassen, besonders wenn uns Menschen ein gutes Stück begleitet haben.
    Menschen verändern sich durch bestimmte Umstände, da hat die andere Seite in diesem Fall du ☺️ oft kaum eine Chance etwas daran zu ändern, dann geht manchmal eine Tür zu.
    Aber genug andere stehen noch offen oder werden geöffnet.
    Daran glaube ich ganz dolle ☺️

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