Ganz schön viel Bär – gar nicht schön

Ganz schön viel Bär - gar nicht schön - Titelbild

Manchmal ist es schon seltsam, sich selber zu sehen und festzustellen, wie viel Figur man zuviel hat

Hallo liebe Mausebärfreunde,

Da tapse ich fleißig durch die Gegend, latsche Kilometer um Kilometer und achte darauf weniger zu essen (in der Hoffnung meine Werte zu verbessern – also Blutwerte) und faste wie ein Blöder und dann…
…dann macht Jemand (meine liebe BeWo-Betreuerin) ein schönes Foto von mir und ich sehe meine Figur, die fast das Bild sprengt.
Der erste Gedanke war „Meine liebe Güte, bin ich fett“ und der zweite Gedanke war „Oh Nein, ich bin ja noch viel fetter“ und mein dritter Gedanke, der führte mich dann dahin, dass ich aus Verkehrssicherheitsgründen mir wohl besser Warnungen auf meinen unterer Rücken tätowieren lassen sollte, dass ich einen Rangierabstand benötige und das Heck ausschwingen könnte.
Ich wundere mich bereits, dass mich die Straßenverkehrsbehörde noch nicht aufgefordert hat, eine gelbes Warnleuchte auf den Kopf zu tragen, weil Schwertransporte müssen doch gekennzeichnet sein.

Spaß beiseite, es steht fest, ich bin viel zu fett und ich habe die letzten Jahre da sehr drüber hinweggeschaut. Der Umstand, dass ich zur zeit aktiver geworden bin (und wahrscheinlich bereit abgenommen habe) täuscht nicht darüber hinweg, dass mein Gesamtvolumen gesundheitsschädlich ist (und zwar für eine mittelgroße Familie). Außerdem sehe ich aus, wie etwas aus einem schlechtem Horror- oder SciFi-Film, quasi das Schwabbelmonster aus dem Sumpf, oder so…

Meine vielen Selfies zeigen ja nicht das wahre Bild eines unförmigen Mausebärens, sondern sind einfach beschönigend. Das spricht für meine Selbstdarstellung und meine Künste als Photograph, aber nicht unbedingt für meine gute Selbstwahrnehmung. In der Tat glaube ich, ich kenne nur sehr wenige wirklich fette menschen (und drei davon bin ich), so dass ich mich frage, wie es die Gesellschaft unbeschadet überstehen kann, wenn ich mein Feinkostgewölbe draußen in der freien Natur spazieren trage.
Das kann ja kein Mensch nur ansatzweise ästhetisch finden.

Im Prinzip ist das ein kultivierter Schock vor dem Wochenende und ich denke, es hilft mir, motiviert in Bewegung zu bleiben (es ist ja schon erstaunlich, dass sich diese Massen bewegen lassen) und vielleicht sollte ich auch doch mal über das Abnehmen nachdenken (oder besser noch, mehr als nur nachdenken), schon alleine, um nicht irgendwann durch die Erdkruste zu brechen.
So, jetzt aber genug Witze über mein Fett, denn wenn ich jedes Gramm zuviel mit einem Witz bedenken würde, hätte ich genug, für mindestens fünf abendfüllende Comedy-Programme.

Dann will ich mal schauen, wie ich über kurz oder (wahrscheinlicherweise) lang mein Fett wegkriege und verabschiede mich ins Pfingstwochenende, an dem ich mal fröhlich schaue, was so alles in mein Gravitationsfeld gelangt.

Und nein, ich zeige das schlimme Bild, welches die Wahrheit enthüllt nicht, denn es ist nicht von mir gemacht und daher, ihr versteht schon.
Außerdem will ich nicht daran schuld sein, dass Menschen der Appetit vergeht, kleine Kinder Angst bekommen oder jemand denkt, mich zurück ins Meer ziehen zu wollen…

Bis nach Pfingsten und bleibt mir gewogen (auch wenn der Mausebär besser ungewogen bleibt),

Euer Mausebär

Ein Kommentar

  • Na das sind aber wirklich viele Worte sich selbst in den Hintern zu treten.

    Aber wichtig ist du bleibst an dem dran, was dich weiter nach vorne bringt und wandern laufen ‍♂️ ist da genial

    Antworten

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