Ruhetage dürfen auch mal sein

Der Mausebär hat sich heute mal entspannt und bis auf muVi, macht er heute fast gar nichts – und das ist gut so

Hallo liebe Mausebärfreunde,

Gestern ging es mir nicht gut und heute, nachdem ich gestern noch ein langes Gespräch geführt habe, um einer Freundin zu helfen, habe ich einfach ausgeschlafen. In dem Wissen, dass ich heute erst um 18 Uhr parat sein muss um muVi zu moderieren und ansonsten auch mal einfach einen Tag verschlafen kann. Und tatsächlich, ich habe heute noch nichts vernünftiges getan (außer mir mal ein-zwei Stunden für meine Haare zeit zu nehmen), was mich tatsächlich ein wenig zufrieden macht. Vielleicht brauche ich zwischendurch auch einfach mal Ruhe?
Ich habe auf jeden Fall das Gefühl, dass ich dieses Wochenende alles das, was ich mir vorgenommen habe, auch erledigen kann, einfach deswegen, weil heute mal ein Tag Ruhe ist.
Klar wirft mich das auch in einigen Dingen zurück, aber da ich in den letzen Wochen gut voran gekommen bin, darf ich auch mal Stillstand, oder gar einen Schritt zurück, in Kauf nehmen. Es geht trotzdem noch in die richtige Richtung…

Vieles, was ich an mir und meinem Leben verändern will, kann ich nicht sofort und gleich umsetzen und obwohl sich Chancen für mich auftun, muss ich auch dort langen Atem und Geduld beweisen, weil ich auch dort nicht sofort an mein Ziel komme, sondern mich mit kleinern Teilzielen begnügen muss, oder besser darf, denn Teilziele zu erreichen, bedeutet ja auch Ziele zu erreichen und sogar dabei noch Pläne zu haben, wie es weiter geht. Ist eigentlich viel besser und nachhaltiger…
Ungeduldig bin ich trotzdem und egal, wer es mir sagt und wie oft ich höre, dass ich Fortschritte mache, ich selber sehe es irgendwie nicht so, als würde es gut voran gehen. Allerdings kann ich das auch nicht, denn egal, wo ich mich hinbewegen, ich werde einfach da sein. mein Standpunkt ist immer mein Standpunkt, den kann ich nicht verlassen, weil er halt angewachsen ist.
Es wird sich also nichts ändern, es sei denn ich ändere was an mir und meiner Wahrnehmung…

das ist weit schwieriger, als es sich anhört, denn es bedeutet langsames erkennen, entdecken und so weiter und dass an der mir fremdesten Person überhaupt, nämlich an mir selber. Der Mausebär ist sich selbst zumeist das größte Rätsel. Und doch finde ich langsam immer wieder Teile für diese Puzzle, die mir helfen, langsam ein Bild zu erahnen.
Sich selbst zu erkennen bedeutet (in meinem Fall), ein Puzzle zusammen zu setzen, ohne das passende Gesamtbild dazu zu haben.
Ich kann nur die Einzelteile zusammenfügen, schauen, was zusammen passt und dann irgendwann vielleicht erkennen, was das Ganze ergibt.
Und ich weiß nicht einmal, ob ich alle Teile habe und ob alle wirklich dazu gehören, also zu diesem Puzzle, oder ob sich nicht ein paar Fremdkörper eingeschlichen haben, die gar nicht reinpassen und die wieder zurück in die Schachtel müssen. Alles in allem bleibt es somit spannend und ungewiss.
Manchmal habe ich Helfer, die mir das ein oder andere Puzzlestein zeigen und mich auf Besonderheiten aufmerksam machen, was mir hilft, teile neu zu bewerten. Manchmal helfe ich an anderen Puzzles mit und lerne mehr über die Kunst des Puzzeln, was mir hilft…
So kommt mir der Gedanke, dass ich eine neue Ebene erkannt habe.
Vor einiger Zeit habe ich jemanden erklärt (und dabei die Erkenntnis gehabt), dass mir der Anfang geholfen hat, meinen Werkzeugkoffer zu entdecken und mit Werkzeugen zu bestücken, dann musste ich aber erst einmal lernen, mit diesen Werkzeugen umzugehen, zu üben, wie und wann man sie anwendet. Jetzt wird mir aber auch klar, wie wichtig die Materialkunde ist, also was ich mit dem Werkzeug bearbeite, welche Herausforderungen sich mir dadurch stellen und wie und wo ich ansetzen muss.
es gibt diese schöne Geschichte von dem Bildhauer, der eine perfekte Löwenstatue erschaffen hatte und auf die Frage, wie er das geschafft hat, einfach geantwortet hat, dass der Löwe schon immer im Stein gewesen wäre, er habe nur das entfernt, was nicht nach Löwe aussah.
Vielleicht geht es mir so ähnlich, dass ich immer noch den groben Stein sehe und doch weiß, der wahre Mausebär ist dadrin. Und nun arbeite ich vorsichtig, Tag für Tag daran, alles von dem Stein zu entfernen, was nicht Mausebär ist. Und das geht halt nur dadurch, das ich vorsichtig vorgehe und immer wieder fühle, was weg darf und was bleiben muss.
Am Ende werde ich wahrscheinlich ein Selbstbild haben, welches ich präsentieren kann…

Selbstwahrnehmung ist dann auch ein Schritt zur Selbsterkenntnis, die dann zu Selbstbewusstsein führen kann. Wenn ich weiß, wer ich bin und was dass für mich bedeutet, kann ich auch anfangen dass nicht nur zu tolerieren, sondern auch zu akzeptieren, ja, vielleicht sogar zu schätzen…
Und da einige Menschen in dem groben Klotz ja schon einen Mausebären erkennen können (der halt nur noch den richtigen Schliff braucht), scheint es ja möglich zu sein und ein akzeptables Endergebnis produzieren zu können.
Ich in mal gespannt, aber bis dato braucht es noch eine Menge Arbeit, die ich als eigentliche Ziel sehen sollte – der Weg ist das Ziel und so…
Vielleicht ist das Ergebnis sogar egal und nur der Weg zählt – oder dass was sich auf dem Weg findet, denn das wird letztendlich die eigentliche endgültige Form bestimmen.

Bis dann, dann,

Euer Mausebär

Autor

Thorsten Dürholt
Thorsten DürholtDer Mausebär
Thorsten Dürholt schreibt diesen Blog unter dem Pseudonym "Mausebär".
Zur Erklärung gibt es das Mausebären-Manifest unter dem WordPress Link.

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