Wer sich nicht wehrt…

Unter anderem der Eingliederungshilfe drohen schon wieder drastische Kürzungen und damit versucht sich die aktuelle Politik wieder aus der sozialen Verantwortung gegenüber den Menschen, die den meisten Schutz brauchen, zu stehlen
Ein Aufruf von Thorsten Dürholt (dem Mausebären)
Ein aktuelles Arbeitspapier enthüllt, was Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände palen, um wieder da an Geldern zu sparen, wo sie am wichtigsten wären.
Nicht öffentlich diskutiert, sondern im Hinterzimmer werden Kürzungen geplant, die zu Kosten der Anbieter von wichtigen Dienstleistungen, den Betroffenen und deren Angehörigen gehen, also kurzum, auf den Deckel derer, die jetzt schon über das Maß belastet werden.
Nicht nur, dass an den Schwächsten der Gesellschaft gespart werden soll (den Menschen mit Einschränkungen, Kindern, chronisch Kranken), sondern dadurch werden auch weitere Arbeitsplätze verbrannt, soziale Arbeit unattraktiver gestaltet und kleiner Anbieter vom Markt gedrängt.
Ein weiterer Axthieb beim sozialem Kahlschlag, der im stillen Wald heimlich vollzogen wird.
Das Ganze ohne die Expertise der betroffenen, ohne die Erfahrungen der Anbieter, ohne Rücksicht auf die Angehörigen, die durch die schon jetzt zu leistende Carearbeit (und Kosten) an ihren grenzen, oder teilweise auch weit darüber hinaus sind.
Die Paritätische spricht in ihrer Einschätzung (und ihrem Leak der Pläne – zu finden hier) in der nötigen Einordnung von drastischen Einschnitten in den Sozialstaat.
Ein wahrer Schlag ins Gesicht, nein, ein Tritt in die Familienplanung, für Menschen, wie mich, die nicht nur direkt Betroffen sind (als chronisch erkrankter mensch), sondern auch Zeit , Geld und Energie in diesen Sektor stecken und davon gerade (oder in meinem Fall auch nicht) Leben können.
Wenn wir bedenken, dass in Deutschland die viertgrößte Zahl (weltweit) an Milliardären lebt, ist dass doch ein schlechter Witz. Wenn wir betrachten, wie viel Geld in die Förderung von (erfolgreicher und nicht Förderungsbedürftiger) Wirtschaft geht, wird der Witz immer zynischer.
Was wir brauchen ist eine Lobby und die bekommen wir nicht geschenkt, die müssen wir erschaffen. dafür müssen wir gemeinsam auf die Strasse gehen, gemeinsam laut sein und den Schulterschluss zwischen Sozialverbänden, Interessenvertretungen der Betroffenen, den Menschen die im sozialem Sektor arbeiten, leben und wirken und den Menschen, denen es nicht egal ist, wenn ein Haufen Leute für die gewinne einiger weniger Wesen leiden, vollziehen.
Positionieren und nicht wegschauen bedeutet auch sich dem was kommt zu stellen (werft bitte unbedingt mal den Blick hier drauf – ist schwierig und viel, aber es ist wichtig es zu verstehen, es bedeutet nicht untätig zu sein, sondern seinen Stimme auch mal zu erheben, was ganz leicht hier zu machen ist, denn auch wenn das Ziel dieser Petition schon erreicht ist (sie wird vorgelegt), jede weiter Unterschrift gibt mehr Gewicht.
Und schaut auch mal zu, dass ihr eure Stimme im demokratischen Prozess nutzt und gebt sie ab und zwar zum Beispiel bei der nächsten Landtagswahl (2027 ist NRW, also bei uns dran und ich werde aktiv im Wahlkampf mit dabei sein, um etwas zu verändern).
Und wenn ihre die Energie dafür habt, geht mit auf die Strasse, zum Beispiel am 9. Mai in Viersen, gemeinsam dann mit mir, denn ich werde dabei sein. Informiert euch, wo ihr Flagge zeigen könnt, und informiert mich auch gerne, wenn es hier in meiner Nähe ist, denn dann werde ich mit dabei sein und es auch gerne bewerben.
Gemeinsam können wir was ändern, sollten wir was ändern, werden wir was ändern.
Also seit dabei…

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