Das erste Treffen unter Corona-Bedingungen

Nach vielen Wochen Kontaktbeschränkungen und zwei Telefonkonferenzen über „meebl“, war es dann am 5. Juni so weit:
Wir haben mit der Selbsthilfegruppe Recovery ein persönliches Treffen gewagt.

Viele Vorbereitungen waren aus meiner Sicht als Gastgeber nötig, um die Vorgaben der Corona-Vorsorge umzusetzen. Sogar eine Hygiene-Konzept ist aus Notwendigkeit entstanden, denn wir sind nun mal eine öffentliche Gruppe, auch wenn wir uns im privaten Räumlichkeiten treffen. Ganz im Gegensatz zu unseren bisherigen Gewohnheiten, wurde um eine verbindliche Anmeldung gebeten, weil die räumlichen Gegebenheiten meiner Terasse eine maximale Anzahl von acht Personen mit den erforderlichen Abständen zuließ. Wie es der Zufall wollte, haben sich genau acht Teilnehmer angemeldet.

Alle angemeldeten Teilnehmer fieberten dem Freitag entgegen, denn wir hatten uns schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gesehen.
Als jedoch der Freitag anbrach, wollte das Wetter einfach nicht mitspielen. Es regnete in Strömen und nicht nur mir wurde das Herz schwer.

Der beste unterstützende Gatte der Welt kam auf die rettende Idee. Ein kurzes Nachmessen ergab, dass das Wohnzimmer ebenfalls groß genug ist, um acht Menschen unter Einhaltung der erforderlichen Abstände Platz zu bieten. Sofort begann ein großes Umräumen. Tische und Stehlampe wurden entfernt, Sessel und Stühle im Raum verteilt. Ich wusste gar nicht, dass unser Wohnzimmer so groß ist.

Danach informierte ich alle angemeldeten Teilnehmer von der kleinen örtlichen Veränderung und verkündete die frohe Nachricht, dass wir uns trotz des Regens treffen können.

Als der Termin anstand, haben sich alle mit ihren Kontaktdaten eingetragen, wie es sonst bei uns gar nicht üblich ist. Zur Ankunft und nach dem Ende des Treffens trugen alle Masken, die aber am Platz nicht nötig waren.

Das Treffen, das unter dem Thema „Kognitive Umstrukturierung“ stand, hat uns allen sehr gut getan. Wir haben die persönlichen Treffen so schmerzlich vermisst, dass selbst das Abstand halten kein Problem darstellte. Es war einfach nicht so wichtig, denn wir durften uns wieder sehen.

Wir sind gespannt, unter welchen Bedingungen das Treffen im Juli stattfinden wird. Sollte dann das Sudhaus in Viersen schon wieder geöffnet sein, werden wir uns gerne wieder dort treffen. Sollten die Einschränkungen bis dahin wieder verstärkt werden, schockt uns auch eine weitere Telefonkonferenz nicht mehr. Wir hoffen jedoch, dass wir zumindest ein weiteres schönes persönliches Treffen durchführen können.

Für die SHG Recovery – Sonja Utzenrath

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