Prosa statt Corona

Der Mausebär präsentiert seinen offiziell letzten Beitrag zum Thema „Corona-Krise“ und wendet sich der schnöden Prosa zu.

Ach ja, Corona, das Ganze wird ja immer mehr zur Normalität. Langsam gewöhnt man sich an die Masken und wahrscheinlich werden sie noch lange unseren Alltag bereichern. Auch das Kontaktverbot verliert allmählich den Schrecken.
Einige Sachen werden erfolgreich gelockert und an andere Einschränkungen gewöhne ich mich widerwillig. Ich befürchte, aus der Krise wird für mich erneut Alltag und ich merke, dass mich das Thema weder weiter berührt, noch an jeder Ecke anspringt.

Wie immer wurde aus Krise Normalität und meine Befürchtungen, dass uns einige der Maßnahmen der Krise noch lange Zeit begleiten, wird für mich langsam zur Realität.
Welche Neuerungen gekommen sind, um zu bleiben, zeigt die Zeit, ebenso, welche davon zum Vorteil und welche zum Nachteil gereichen. Ich merke nur, dass sich mein Leben wieder mit Terminen füllt und ich meine Freunde jetzt wieder live sehen darf.

Neue Verabredungen werden getroffen, um alte Beziehungen wieder aufleben zu lassen und es werden nach Alternativen für die Gewohnheiten, denen man noch nicht nachgehen kann oder darf, gesucht. So empfinde ich das auf jeden Fall.

Für mich ist Corona schon keine Krise mehr und ich habe beschlossen, mein Coronatagebuch zu beenden.

Am Anfang hatte ich versprochen, während der Krise jeden Tag einen Beitrag zu veröffentlichen, um im Kontakt zu bleiben und mir und meinen Lesern durch die Krise zu helfen.
Aus Vernunftgründen wurde aus der kompletten Sieben-Tage-Woche eine Fünf-Tage-Arbeitswoche, an der ich, dank der unschätzbaren Hilfe meines Reaktionsteams, mich jeden Tag mit einem Text meldete.
Meiner Meinung nach habe ich viel über mich erzählt und häufig meine Meinung dargestellt. Ich habe versucht darzustellen, was mir wichtig ist und mir durch die Krise hilft.
Aber ich spüre die Krise nicht mehr und meine Themen werden Banal – quasi sogar ohne B, da mich gerade meine bevorstehend Koloskopie sehr beschäftigt. Es ist der Tag gekommen, an dem ich mich von meinem Projekt verabschieden muss und auch darf, um mich Neuem zuzuwenden.

Eine alte Weisheit sagt ja, man sollte aufhören, wenn es am Schönsten ist. Da ich zwar mit meiner Arbeit sehr zufrieden bin, aber auch denke, dass es von jetzt an nicht mehr in der gewohnten Qualität weitergehen wird, nutze ich diesen Zenit meines Schaffens, um mich von diesem Teil meines literarischen Werkes zu verabschieden und mich in neue Richtungen zu bewegen.
Das heißt nicht, dass die Rubrik „Mausebärs Philosophien“ geschlossen wird oder für immer versiegt. Es heißt lediglich, dass es dort nicht mehr den täglichen Text geben wird und ich dort nur noch etwas veröffentliche, wenn es mir wichtig ist.
Gerne werde ich weiterhin philosophische Gedanken und Erkenntnisse dort mit euch teilen, aber halt nur noch sporadisch, ganz nach Gelegenheit und Laune.

Voller Freude wende ich mich einem neuem Projekt zu und werde auf eine weitere Reise in meinen Kopf gehen.
Eine Reise, die ich bereits begonnen habe und die in den letzten Tagen in meinem Corona-Tagebuch begonnen hat.

Während dieser Beitrag also der Letzte unter der gedanklichen Rubrik „Mausebärs Coronatagebuch“, sein wird und sich „Mausebärs Philosophien“ zu einem ruhigeren Ort entwickeln wird, werde ich mich weiter an Prosatexten versuchen.
Weiterhin werde ich auf den üblichen Kanälen ankündigen, wenn es wieder zu einem inhaltsschweren Beitrag kommen wird, aber ich würde mich freuen wenn auch einige meiner Leser sich durchringen könnten, meinen Prosatexten zu folgen und diese vielleicht sogar zu bewerben.
Als verkappter Künstler, würde ich mich nämlich gerne an etwas Applaus laben, Ihr wisst schon, so von wegen Brot und so…

Für mich ist es eine schwere Entscheidung, die ich auch erst heute getroffen habe, aber ich muss den Weg weitergehen, den ich für mich als notwendig sehe.
Natürlich wird auch in meiner Prosa sehr viel zwischen den Zeilen stehen und ich werde weder meine Ansichten noch meine Meinungen daraus heraus halten können. Es wird auch viel „Klugscheißerei“ in den Geschichten geben, aber ich will nicht mehr unterrichten oder anleiten, sondern unterhalten und Platz für Träume lassen.

Ich hoffe, ihr verzeiht dem Mausebär, dass er sich hier und heute von Corona, in Form einer Krise, verabschiedet und für sich wieder etwas wie einen Normalzustand ausruft und bleibt mir gewogen.
Ich werde weiterschreiben, in noch vielen und bunten Formen und bis dahin liebe ich Euch alle.

Grüße sendet der Mausebär (td)

3 Kommentare

  • Wie heist es doch so schön in alten Filmen. Ein mann muss tun was ein Mann tun muss.
    Ich für meinen Teil kann sagen das ich es genossen habe.
    Ich werde auch weiterhin deine Texte verfolgen,Prosa oder Rosa,is mir egal.
    Und ich werde auch weiter,wenn mir danach is, meinen Senf dazu geben 😉

    Gandalf grüßt freundlich lächelnd

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  • Auch ich habe Deine Texte sehr genossen und werde weiterhin Deine Prosa lesen. Ich bin gespannt auf Deinen naechsten Beitrag. Ganz liebe Gruesse vom Schnueffelteppich

    Antworten
  • Sehr schön Mausebär, so komme ich vielleicht dazu den einen oder anderen noch nicht gelesenen Text nachzuarbeiten.
    Gönn Dir Pausen, Pausen sind wichtig zur Erholung und zu kreativen Überlegungen.
    Ich bleibe Dir gewogen.
    Liebe Grüße
    Renate

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