Die große Logik-Lüge

Der Mausebär (td) enthüllt unerschrocken, welches abstruse Lügengebilde sich hinter Logik, Mathematik und besonders Statistik versteckt.

Ein großes Thema der heutigen Zeit ist die Wahrheit über eine Ausnahmesituation.
Es gibt mittlerweile mehr Theorien zu dem Coronavirus in diesem Land, als tatsächlich an Coronaviren gestorbene Menschen.
Was allen diesen Theorien gemein ist, ist die Vehemenz, mit der sie als absolute Wahrheit dargestellt werden, sowie die zeitgleiche hektische Aktivität, mit der dieselben Behauptungen als Lügen entlarvt werden. Bei all diesen Bemühungen ist eines gleich – sie argumentieren mit logischen Herleitungen, die die inhaltsschwere Wahrheit beweisen sollen.

Dabei bedienen sich sowohl Wissenschaftler als auch Politiker und auch private Investigatoren der Methoden der Statistik und anderer Zahlenspielereien, ohne dem geneigten Konsumenten eine abscheuliche Wahrheit zu enthüllen:

Logik ist eine der dienstältesten Huren der Argumentation!

Bäm! – Da stelle ich so was einfach in den Raum; aber wer den Mausebär kennt, weiß, die Begründung folgt und startet gleich mit ein paar erklärenden Details.
Im Kern weiß der normale Mensch nicht, was Logik ist und verwechselt diese nur allzu oft mit dem gesunden Menschenverstand. „Das ist doch logisch!“, ist eine oft gehörte Aussage, wenn dem Umgangssprachler eine Aussage als richtig erscheint und er nicht daran zweifelt.

Doch meist ist es das nicht.
Dank eines gesamten Seminars über Logik während eines meiner hoffnungslosen Studienversuche, lernte ich die Hintergründe zur Logik und erfuhr, dass Logik letztendlich nur eine folgerichtige Aussage bedeutet.
Im weitesten Sinne ist Logik unabhängig von Werten wie Wahrheit. Insgesamt sind absolute Konzepte total unlogisch.
Deshalb kommt es auch oft zu größeren Löchern in der Logik, ein gutes Beispiel ist Aristoteles, der behauptete, dass alle Athener Lügner seien. Da er selbst aus Athen stammte, ist diese Behauptung eindeutig gelogen, oder nicht ?
Bei absoluten Bedingungen, die ich gerne als Dogmen bezeichne, verschwindet die Logik meist in großen „schwarzen Löchern“, die auch Paradoxien genannt werden.
Daher ist es nahezu unmöglich, dogmatische Inhalte zu begründen, ohne sich in Widersprüche zu verstricken.
Absolut dogmatische Lehren, wie z.B. die Religionen – Mathematik, die ebenfalls dogmatisch ist, einmal ausgenommen – sind daher nahezu allergisch auf Logik.

In der Lehre der Logik werden zwei (oder mehr) Aussagen, unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt, in ein Verhältnis zueinander gestellt.
Ist das Verhältnis stimmig, ist die Gesamtaussage logisch folgerichtig.
Klingt jetzt total kompliziert, ist es aber nicht – frag‘ mal den Mausebären.
Wenn aus einer wahren Aussage eine wahre Aussage folgt, ist das eine logisch richtige Schlussfolgerung.
Wenn aus einer falschen Aussage eine falsche Aussage folgt, ist die Schlussfolgerung ebenfalls logisch richtig.
Kombiniert man allerdings eine wahre Aussage mit einer falschen Aussage, wird die abgeleitete Schlussfolgerung logisch falsch.

Logik bedeutet nur, dass an jedem Ende einer Gleichung derselbe Gehalt von Wahrheit stehen muss.
Das ist im großen und ganzen wie mit Plus und Minus.
Verbindet man zwei positive Zahlen wird das Ergebnis eine größerer Betrag, verbindet man zwei negative Zahlen, wird das Ergebnis ebenfalls eine größerer Betrag, auch wenn die eigentliche Zahl negativ ist.
Mischt man allerdings beides, also subtrahiert von einer positiven Zahl, oder addiert zu einer negativen Zahl wird dass Ergebnis im Betrag kleiner als eine der beiden beteiligten Zahlen.
Fasse ich also zwei Wahrheiten zusammen, entsteht daraus eine größere Wahrheit, und das ist folgerichtig logisch.
Fasse ich zwei falsche Aussagen zusammen, entsteht daraus eine größere Falschaussage, und auch das ist folgerichtig logisch.
Logik enthüllt somit keine Wahrheit, sondern erfasst nur deren Relation in Bezug auf eine Schlussfolgerung.

Kommen wir mal zu einer Tochter der Logik, nämlich der Mathematik.
Ich rede jetzt über abstrakte Mathematik und nicht über das Rechnen, das wir in der Grundschule gelernt haben.
Mathematik ist im Prinzip eine Sprache mit eigenen Vokabeln, bestehend aus Zahlen und einzelnen Buchstaben – davon manche alt-griechisch – und eigener Grammatik, bestehend aus Zeichen, die die Verhältnisse zwischen den einzelnen Wörtern (also den zusammengesetzten Zahlen und/ oder Buchstaben) definieren, sowie einigen Regeln.
Wie in allen Sprachen stammen diese Regeln aus Absprachen – vielleicht kommt das Wort genau daher?
Wenn ich sehe, dass aus dem Zusammenschluss zweier Zahlen eine höhere Zahl wird, dann kann ich das zwar folgerichtig nachvollziehen, da ich dieses mit Beobachtungen beispielhaft darstellen kann, aber dass ein Apfel und noch ein Apfel zusammen zwei Äpfel sind, ist im Prinzip erst mal genauso eine Definition wie die, dass ein Apfel ein Apfel ist.

Es geht darum, dass wir eine bestimmte und mathematisch geprüfte Anzahl von (ganzen) Äpfeln, die größer als eins, aber kleiner als drei ist, mit der Zahl zwei definiert haben.
Hätten wir die Zahl „Torg“ genannt, wäre es vielleicht logisch, dass „feng“ Äpfel minus „karr“ Äpfel gleich „torg“ Äpfel sind. Das können wir jetzt aber nicht beweisen, da wir keine Vorstellung von „Karr“ und „Feng“ haben.
Wir lernen die Zahlen mit ihren Bezeichnungen wie Worte einer Sprache, die weit verbreitet ist, zumindest in schriftlicher Form. Daher hilft die Mathematik in erster Linie, beobachtete Phänomene zu beschreiben, um sie jemand Anderem zugänglich zu machen.
Mathematik schert sich nicht um Wahrheit oder Sachverhalte, sondern nur darum, dass die Aussagen links und rechts eines Gleichheitszeichens übereinstimmen.
Somit ist die Lösung einer mathematischen Aufgabe nicht wahr, sondern richtig – und zwar folgerichtig.

Die Natur schert sich übrigens einen Dreck um eine mathematische Ordnung, weswegen viele Mathematiker und theoretische Physiker auch einen Großteil ihrer Zeit damit beschäftigt sind, das schöne System der Mathematik immer mehr zu erweitern und zu verbessern, um der Deckungsgleichheit mit der tatsächlichen Realität irgendwann nahe zu kommen.
Leider verhält sich die Realität zur Mathematik eher wie eine Parallele, beides läuft nebeneinander her ohne sich absehbar zu berühren.

Und dann ist da noch die arme missbrauchte Tochter der Mathematik – die Statistik.
Ein armer Nachkomme der Logik, der schon all zu oft von Sozialwissenschaftlern, Wirtschaftsweisen und Politikern geschändet wurde.
Und während schon der britische Premierminister Winston Churchill gerüchtweise verkünden ließ, dass er keiner Statistik trauen würde, die er nicht selbst gefälscht hätte, unterlasse ich es hier, meine Leser mit den Fallstricken der Statistik intim vertraut zu machen und gebe ihnen lieber ein einfaches Beispiel.

Zu den Zeiten, als die weltweite Piraterie am größten war, waren die Ausstöße von CO2-Emissionen wesentlich geringer als heutzutage (wahre Aussage). 2018 war Nigeria das Land mit den meisten Piratenübergriffen auf Seeschiffe. 2018 lag Nigeria auf Platz 144 des Ländervergleiches im CO2-Ausstoß.
Also kann man logisch begründen, dass Piraterie die CO2-Emissionen positiv beeinflusst.

Vom Mausebär im Internet gewissenhaft recherchiert und sinnentstellend zusammengefasst

Die Statistik stützt diese Aussage, auch wenn sie faktisch falsch ist. Wir lernen daraus, dass jede statistische Behauptung abhängig von den verwendeten Daten und deren Zusammenhängen ist.

So steht zum Beispiel statistisch fest, dass einer von acht deutschen Bundeskanzlern bevorzugt Frauenunterwäsche trägt. Das bedeutet, dass stolze 12,5% aller deutschen Bundeskanzler regelmäßig Büstenhalter tragen.
Folgerichtig gibt es statistisch eine Chance von 12,5 %, dass z.B. Gerhard Schröder mindestens einmal während seiner Zeit als Bundeskanzler einen Büstenhalter unter seiner Kleidung trug.

Originale Mausebär-Statistik

Alles statistisch vollkommen korrekt, wenn auch wissenschaftlich unsauber. Lasst Euch mal vom Schmusehamster erklären, wie Wissenschaftler arbeiten, Ihr bekommt das Grauen.

Sagen wir abgekürzt, Wissenschaftler fokussieren sich auf die Beobachtung von einzelnen Ausschnitten, machen Experimente und – wenn sich das Experiment eine gewisse Anzahl von Malen mit ähnlichem Ergebnis wiederholen lässt – dann freuen sie sich und formulieren eine These oder Theorie, die solange gilt, bis man genügend Ausnahmen gefunden hat, dass sich eine Änderung der These lohnt.
Dieses System lässt sich einfach schlecht in unseren Lebensalltag integrieren.
Schließlich will keiner von uns die tatsächliche Wahrheit hören, dass Wissenschaftler festgestellt haben, dass Äpfel die Tendenz haben, unter menschlicher Beobachtung sich ohne sichtbare Außeneinwirkung in Richtung des Bodens zu bewegen, was den berechtigten Rückschluss auf eine sogenannte Gravitationskraft zulässt.
Solche Wahrheiten könnten Teile der Bevölkerung verunsichern, daher wird man pragmatisch und sagt, „die Gravitationskraft sorgt dafür, dass alles, was nicht fliegt oder schwebt, zu Boden fällt“.

Wissenschaftler sind folgerichtig nicht gut darin, einfachen Menschen die von ihnen herrlich kompliziert gemachte Arbeit sachgerecht zu präsentieren. Das machen dann Ausnahmetalente, wie der Herr Lesch oder unsere freundlichen Freunde von der Presse, die den Schwurbel zwar auch nur halb verstehen, aber gut verpacken.

Und so wird Wahrheit gemacht. Klingt komisch, ist aber so.

Also nicht alles verbreiten, was richtig klingt, nicht alles glauben, was wichtig klingt, einfach mal verschiedene Quellen checken und – besonders wichtig – anderen Menschen ihre Wahrheiten lassen, denn die liegt noch immer im Auge des Betrachters.

Pseudowissenschaftliche Grüße definiert Euch der Mausebär (td), der, statistisch gesehen, wahrscheinlich gerade schläft.

3 Kommentare

  • Ein verwesendes Stück Fleisch,löst sich auf,und stinkt.

    Ich bin aus Fleisch,verliere Haare und Hautschuppen,wenn ich mich nicht Wasche,stink ich.

    hm,…bin ich ich jetzt Tot? ich mein so rein Statistisch ????
    Ob ich auf diese frage eine Antwort bekomme???

    Antworten

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