Wolfsstunde – Lupus Lunaris

Ein lyrischer Text prosaischer Dramatik, geboren in der Nacht nach der Vollmondnacht, Eures Schmusehamsters (ak)

Können Menschen bewusst irren?
Oder Fakten schamlos lügen?
Reicht ein bloßer Verdacht zum Urteil?
Räumlich nahe Liegendes ist Zufall?
Ein Geruch von beißendem Rauch
Lässt die Erde erzittern von Hufgetrappel
Also denke ich: Pferde! Und Feuer!
Tragt Ihr mir nach, gedankenverloren
Ins Grübeln zu kommen, ob
Offizieller Berichte über scheuende Zebras
Nachdem zwei Frauen Neujahr feiern wollten?

Verhüllung ist Pflicht in Laborumgebung
Ein Stilleben zeitlos vergessener Routinen
Rollcontainer voll Paranoia, doppelt versiegelt
Sicherheitsschleusen mit dreifachem Durchzug
Unter Druck abgeschlossen in feuchtheißem Nebel
Sich sorgfältig ausschließender Störfälle

Kommunikative Dissonanz durch Maskenpflicht
Außer typischem Nicken und Lächeln
Untätig bleibendes Wegsehen, Engpässe fürchtend
Sozialer Druck durch nicht gekaufte Sojabohnen?
Aber alles ist unter staatlicher Kontrolle…
Leuchtende Bilder leerer Stadien –
Ich lese Nachrichten nur mehr ungern.
Trägt denn niemand die Verantwortung?
Ächtung jener, die strahlend spalten
Trotziges Schweigen verleugnet Hochrisiko

Ist dies die Krone der Schöpfung?
Nicht Gottesbeweis – des Menschen Werk!

Wüssten wir es nicht besser
Unsere Hände triefend von Schicksalen
Hitziger Schlachten historischer Anmaßung
Am Ursprung des Lebens einzigem Funken
Nach uns keine Sintflut – nur Schwärze und Stille.

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